Zwischenstandsbericht

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Zwerchhälde Sternenfels
Dienstag, 4. September 2012 - 11:30

Grabungen Zwerchhälde

Weitere Grabungen

Die “IG Pyramide Sternenfels” läßt nicht locker: Nachdem im Juni diesen Jahres die zweite Grabung stattgefunden hat  (s. nachfolgenden Link),

http://www.bruchsal.org/story/grabungen-gehen-weiter

wurde nun am 18. August ein drittels Mal gegraben, ich verweise auch auf meinen Bericht von der ersten Grabung:

http://www.bruchsal.org/story/abraumhalden-oder-stufenpyramiden

Nochmals zur Erinnerung: Das oberflächliche Erscheinungsbild der zwanzig Meter hoch aufgeschichteten Zwerchhälde erinnert wirklich an eine völlig von Vegetation überwucherte Schutthalde. Bei ersten Grabungen Walter Haugs stieß dieser nach Beseitigung erosionsbedingter Ablagerungen sehr bald auf trocken gesetztes Mauerwerk.

Trocken gesetztes Mauerwerk

Trocken gesetztes Mauerwerk

Nach der Theorie der besichtigenden Archäologen hätte man es hier mit einer Schutzmauer zu tun, und dahinter würde sich weiterer Schutt befinden. Kalkulationen haben jedoch ergeben, dass exakt die gleiche Menge an Steinen, die im Steinbruch gebrochen wurden, in den Aufbau des Hügels eingebracht, ja, vermutlich sogar Baumaterial von außen hineingeschafft wurde.

Welcher Steinbruchbesitzer wäre jemals auf die Idee gekommen, nur Abraum zu produzieren und diese Abraumhalden ummauern zu müssen? Die Freilegung allerdings erbrachte, dass Mauer hinter Mauer errichtet wurde, und dies, nach den letzten Grabungen anschaulich zu besichtigen, bis drei Meter tief ins Bauwerk hinein und bis zu 5 Meter hoch.

Mauer

Doch selbst diese Mächtigkeit der Mauern hätte nach statistischen Berechnungen im Ernstfall nicht verhindert, dass die ganze riesige Schutthalde von 60x80x20 m und 150.000 Tonnen Gewicht, falls es denn wirklich eine wäre, aufgrund ihrer abnormen Steilheit von bis zu 54° nach den hier ständig auftretenden Regengüssen irgendwann ins Rutschen gekommen und die Mauer mit sich reißend zusammengestürzt wäre.

Aber das Bauwerk erhebt sich immer noch, folglich muß es durch und durch solide aufgebaut sein, also kompakt aus Mauerwerk bestehen, so Walter Haug. Diese Vermutung wurde denn auch durch die bisherigen Grabungen voll bestätigt: Mauer um Mauer wurde freigelegt, dazu ein steinerner Fußweg, einige Treppenaufgänge, ein “Altarstein”, und ein Megalith.

Das Hauptziel der Arbeiten, einen Zugang in das Innere des Bauwerks zu finden, wurde bisher allerdings nicht erreicht. Die Interessengemeinschaft Pyramide Sternenfels läßt in ihren Bemühungen aber nicht nach und wird weitere Grabungen durchführen. Die nächste schon am Samstag, den 15. September. 

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