Einfuhr verboten! Wovor sich die Amerikaner fürchten.

DruckversionPer e-Mail versenden
Donnerstag, 25. November 2010 - 12:56

Dornröschen

Wer schon mal in die Vereinigte Staaten mit dem Flugzeug eingereist ist, kennt das Prozedere. Die Taschen und Koffer müssen oftmals geöffnet werden, die amerikanischen Zollbehörden filzen akribisch den Inhalt der Behältnisse. Ich weiß nicht ob es Glück war, dass bei meiner Einreise in die USA vor einigen Jahren die von mir mitgebrachten Überraschungseier nicht gefunden wurden. Vielleicht hätte ich diese auch einführen dürfen - gebibbert habe ich trotzdem.

Die amerikanische Fotokünstlerin Taryn Simon hat nunmehr auf dem New Yorker John-F.-Kennedy-Flughafen fünf Tage und fünf Nächte alles fotografiert, was von der Zollbehörde und der Poststelle konfisziert wurde. Überraschungseier waren nicht dabei, aber beispielsweise ein Hirschpenis, geräucherte Meerschweinchen oder Louis Vuitton-Taschenimitationen. Überraschenderweise wurde verhältnismäßig wenig versucht, die üblichen Verdächtigten wie Waffen und Drogen oder Sprengstoff illegal einzuführen; gefälschte Markenprodukte machten den Großteil des Schmuggelgutes aus.

Derzeit sind die Fotografien in der Lobby des Lever House (90 Park Avenue, New York) noch bis 31. Dezember ausgestellt - Der Dollarkurs steht gut, also unbedingt kurz rüber fliegen und die Ausstellung in Manhattan besuchen. Falls noch etwas Zeit übrig sein sollte, sollte man noch einen Besuch des MoMA (Museum of Modern Art) in 11 West 53 Street in Betracht ziehen.

Hinter diesem Link kann ein klitzekleiner Teil der fotografierten Schmuggelware besichtigt werden: Taryn Simon - Contraband

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 5 (1 Bewertung)
Inhalt abgleichen Inhalt abgleichen