Zukunft nicht verschlafen - Ein Leserbrief

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Samstag, 11. Dezember 2010 - 18:34

Leserbrief

 

Horst Gringmuth, Ortschaftsrat der SPD in Untergrombach, spricht sich für die Stadtbahn in Bruchsals Innenstadt aus. Seine Ansicht äußert er in einem Leserbrief, den er bruchsal.org zur Veröffentlichung überließ. In seiner Einleitung bezieht er sich auf drei Artikel, die in der Bruchsaler Rundschau abgedruckt waren.

 


Zukunft nicht verschlafen

Zu: „Ohne Oberleitung vorm Schloss", „Noch keine Endstation" vom 4. Dezember und dem Leserbrief „Trassenführung ist Unfug" vom 30. November:

Die Beiträge verdeutlichen, dass zur Frage „Stadtbahn durch Bruchsal oder nicht?" naturgemäß sehr unterschiedliche Auffassungen bestehen. Als Besucher der Informations-Veranstaltung in Bruchsal konnte man zu der Vermutung kommen, dass einige der Stadtbahngegner ganz offensichtlich persönliche Interessen ins Feld führten, was letztlich nicht verboten ist. Dabei stellt sich jedoch wie immer bei derartigen zukunftsweisenden Veränderungen die Frage, inwieweit Eigenwohl über dem Gemeinwohl stehen darf. Bei dieser Betrachtung muss man unwillkürlich an den Bau der ersten Eisenbahnstrecken in Deutschland nach 1835 denken. Damals gab es große Vorbehalte gegen das neue „Ungetüm Dampflock". Seinerzeit wurde zum Beispiel befürchtet, dass die Kühe weniger Milch geben, wenn sie zu dicht am Bahngleis weiden.

Von den Gegnern der „Zentrumslösung", das heißt Durchfahrt durch die Friedrichstraße und die Schönbornstraße mit Halt beim Krankenhaus, wurden kaum positive Gegenargumente akzeptiert. Jeder, der sich mit der Gesamtthematik ausführlich befasst, wird nach Abwägung aller Aspekte zu der Erkenntnis kommen, dass die Straßenbahn unbedingt „durchgeschleift" werden sollte.

Nachdem in Bruchsal in letzter Zeit das Kaufangebot wesentlich erhöht wurde, muss man doch jetzt bemüht sein, neue Käuferschichten aus dem Umland dafür zu gewinnen. Es kann nicht sein, dass Kaufinteressenten zum Beispiel aus Forst und Hambrücken gerade mal bis zum Bahnhof Bruchsal gefahren werden, um sie von dort in das „Kaufzentrum" und mit vollen Taschen wieder zurücklaufen zu lassen. Das ist kein vernünftiges Angebot und nicht zielführend. Zu wenig gewürdigt wird auch der Umweltaspekt. Wenn die Stadtbahn durch das Zentrum geführt wird, kann man folgerichtig auf den Busbetrieb Richtung Forst und weiter nach Westen verzichten. Die Abgas- und Lärmbelastung für die Bruchsaler Bevölkerung dürfte sich bei einer vernünftigen Realisierung der Pläne erheblich verringern. Zudem ist der Straßenbahnbetrieb wesentlich billiger als der Einsatz von vielen Bussen.

Aufgrund der ständig steigenden Lebenshaltungskosten, der de facto sinkenden Renten, der in Wahrheit schmelzenden Einkommen, der ständig steigenden Benzinpreise und der negativen demoskopischen Entwicklung ist zu befürchten, dass vor allem immer mehr ältere Menschen auf einen preiswerten öffentlichen Personennahverkehr angewiesen sein werden.

Die Kommunalpolitik und die Mitglieder des Gemeinderates sind hier gefordert. Die Realisierung eines vernünftigen Straßenbahnsystems muss auch noch in 50 Jahren Bestand haben. Es wäre raus geworfenes Geld, wenn die Straßenbahn von Karlsdorf kommend an der DB-Strecke entlang durch die Zollhallenstraße geführt würde und nicht über den Schönbornplatz. Sehr sinnvoll ist auch, dass die Realisierung unter Beachtung volkswirtschaftlicher Gesichtspunkte (Standardisierte Bewertung) betrachtet werden muss. Und es ist positiv zu bewerten, dass Landeszuschüsse nur dann fließen, wenn die Straßenbahntrasse durch die Kernstadt wie von den Planern vorgesehen verläuft. Was die technische Planung und Umsetzung anbelangt, kann man sicher getrost auf die Erfahrung der Fachleute bei den KVV und der AVG vertrauen.

Horst Gringmuth | Hochstatt 22 a | Bruchsal-Untergrombach

 

 

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Kommentare

Nunja, natürlich bestehen zu

Nunja, natürlich bestehen zu dieser Thematik "unterschiedliche Auffassungen". Auch dem Autor dieses Leserbriefes sei seine ganz persönliche gestattet, wie er auch netterweise einräumt,, daß auch persönliche Interessen der Gegner "letztlich nicht verboten" sind. Immerhin... Dann kommt es allerdings dicke, es ist schon, gelinde gesagt, etwas sehr weit hergeholt, die Gegner einer Stadtbahn durch die Innenstadt mit Feinden des "Ungetüms Dampflok" zu vergleichen... Ich glaube auch nicht, daß die Anwohner der geplanten Stadtbahntrasse der Gedanke umtreibt, ihre Kühe könnten dadurch weniger Milch geben ;-) Offensichtlich kommt auch nicht ansatzweise jeder, der sich mit der Gesamtthematik befasst zum Schluss, es müsse eine Einschleifung geben. Ein alter Hut, man wirft den Gegnern Unkenntnis vor und fertig. Insofern fragt man sich dann auch, inwieweit die Befürworter denn auf die Argumente der Gegner eingehen? Über die Entfernungen, die der kaufbereite Bürger der Umlandgemeinden in Bruchsal zurückzulegen hat, wurde schon einiges geschrieben. Diese sind m.E gering (auch mit prall gefüllten Einkaufstüten von SEPA bis Bahnhof). Lustig ist aber, daß der Leserbriefschreiber in der Hochstatt in Untergrombach wohnt. Meiner Kenntnis nach sind die Entfernungen von dort bis zur Stadtbahn geschätzt ungefähr drei bis viermal so groß als in Bruchsal vom Bahnhof zur Innenstadt. Nicht unbedingt aussagekräftig, zeigt aber doch m.E. wie sinnvoll es ist, sich dann über 1-2 Min. längeren Fußweg in Bruchsal aufzuregen. Ob die Stadtbahn billiger ist als das derzeitige System, das steht zudem noch in den Sternen, der Schreiber geht einfach mal davon aus, kann dies jedoch nicht belegen. Meiner Meinung nach sollte man gerade unter Berücksichtigung volkswirtschaftlicher Gesichtspunkte in Bruchsal (mit dieser finanziellen Lage) noch nichtmal daran denken, so ein Projekt zu starten (auf Kosten wichtiger sozialer Projekte, die in naher Zukunft eher mehr als weniger gebraucht werden). Auch das ist die Arbeit eines Gemeinderates, wenn ich das richtig verstehe...

Voreilendes Vertrauen in die Fachleute.

"Und es ist positiv zu bewerten, dass Landeszuschüsse nur dann fließen, wenn die Straßenbahntrasse durch die Kernstadt wie von den Planern vorgesehen verläuft. Was die technische Planung und Umsetzung anbelangt, kann man sicher getrost auf die Erfahrung der Fachleute bei den KVV und der AVG vertrauen."

Sehr geehrter Herr Gringmuth,

ich weiß nicht, ob es sich schon nach Untergrombach durchgesprochen hat: Da, wo nach der technischen Planung der Fachleute die Straßenbahn in Bruchsal in Richtung Forst abbiegen soll, vor dem Krankenhaus, legen dezeit die Folgen eines Wasserrohrbruchs den Verkehr in Richtung Innenstadt lahm.

Das macht dem Omnibusverkehr nix aus, für den gibt es eine Umleitung.

Machen Sie das mal mit der Straßenbahn.

Bitte erzählen Sie mir nicht, das sei ein singuläres Ereignis.
Sie wissen sicherlich, dass nicht nur Bruchsaler Brücken marode sind. Was glauben Sie, wie sich Leitungsrohre freuen, wenn im Zehnminutentakt Vierzigtonner drüber rauschen.....

Da die Straßenbahn ein Verkehrsmittel für die nächsten Jahrzehnte sein soll, müssten logischerweise vor ihrem Bau alle
Rohrleitungen im Bereich ihrer Trasse erneuert werden.
Das haben Sie selbstverständlich bei Ihrem Plädoyer mit ins Kalkül gezogen. Schön, wenn Sie sich hier auch über die Finanzierung äußern könnten!

Die "Stadtbahn" an sich ist gut, aber eine "Straßenbahn", wie sie derzeit von den Fachleuten bei den KVV und der AVG geplant wird, ist Scheiße, weil die Innenstadtdurchfahrung Bruchsals und anderer Gemeinden zu risikoreich ist.

ps. Die grobe Ausdrucksweise wurde absichtlich gewählt.
Wenn man von offizieller Seite Herrn Dr. Bickelhaupt, AVG,
zugesteht, dass er bei den Bürgerinformationen ein wenig
im Sinne des Marketing schwindelt und Sachverhalte in einem
besonders positiven Licht darstellt, muss wenigstens hier die Möglichkeit bestehen, Gegenargumente in wahrnehmbarer Lautstärke vorzutragen.

Korrektur/Ergänzung

Ich habe zur Verdeutlichung meine Aussage ib diesem Kommentar http://www.bruchsal.org/comment/reply/9009/4187#comment-4187 ergänzt.

Die "Stadtbahn" an sich ist gut, aber eine "Straßenbahn", wie sie derzeit von den Fachleuten bei den KVV und der AVG geplant wird, ist Scheiße, weil die Innenstadtdurchfahrung Bruchsals und anderer Gemeinden nach den in den Bürgerinformationen vorgestellten Planungen zu risikoreich ist.

Offene Briefe

die Dinger sind immer wieder schön... zumindest wenn sie von Politikern kommen.

Man kann SEINE Meinung wiedergeben ohne groß Gefahr zu laufen, dass man in eine Diskussion verwickelt wird. Am besten beginnt man dabei damit, erst mal alle die anderer Meinung sind als man selbst vorgibt, zu diffamieren in dem man sie als dumm, unwissend und selbstsüchtig hinstellt. Natürlich steht man selbst WEIT über diesen Dingen und hat es ja eigentlich überhaupt nicht nötig die offensichtlichen Dinge auch noch zu rechtfertigen. Nicht das man das tun würde, den Argument würden ja bedeuten, dass sich Jemand darauf berufen könnte.

Man gibt wischi-waschie-Aussagen gewürzt mit Hinweise auf "Fachleute" von sich. Immer noch sehr bemüht, ja nichts von sich zu geben, das konkrete Aussagen beinhaltet.

Warum um Himmelswillen, wenn doch alles so klar und offensichtlich ist, stellt man sich keiner offen Diskussion? Ist "Transparenz" = Milchglas? Solange man noch die Umrisse erkennen kann, hat es dem Wähler zu genügen?

"Fachleute"... wieviel braucht man den um exakt das Gegenteil von dem nachzuweisen, was zuvor von einem anderen "Fachmann" behauptet wurde? Oder sollte es gar genügen, nur die zu Fragen, welche das größte Interesse an einem positiven Ausgang haben?

1995, so habe ich mir sagen lassen, wollte man die "Durchschleifung" auch schon, da nur diese die Zuschüsse vom Land "garantieren" sollten, für die jetzt existierende Linie nach Ubstadt. Das Land hat, wie mir gesagt wurde, damals nicht zugelassen, das die Stadtbahn durch das Schloss fährt.

Danach stelle sich dann "plötzlich" heraus, das man die Zuschüsse auch ohne die Durchschleifung bekommt...

Aber... ich bin ja schon ganz zufrieden damit, das man die Stadtbahngegner nicht gleich gesetzt hat mit den Hexenjägern und Hexenverbrennern früherer Jahre. Wir sind halt nur ungebildetes, eigensüchtiges Volk, grade mal gut genug am Wahltag ein Kreuz zu machen... für mehr reicht es nicht.

 

Risikoreich?

Hallo Gastritis, welche Risiken sind mit einer Stadtbahndurchfahrt durch die Orte verbunden? Können diese konkret und schlüssig benannt werden? Vielleicht wäre es einmal hilfreich und der Sache dienlich, wenn sich die Bedenkenträger bei den Stadtbahngemeinden über die dort erwarteten und dann tatsächlich eingetretenen Risiken informieren würden.

Bdenken aufgrund harter Fakten

"Vielleicht wäre es einmal hilfreich und der Sache dienlich, wenn sich die Bedenkenträger bei den Stadtbahngemeinden über die dort erwarteten und dann tatsächlich eingetretenen Risiken informieren würden." ( Verfasst von Richard Schäfer (Kontakt der Redaktion bekannt) am 14. Dezember 2010 - 23:03.)

Ach, Herr Schäfer, Sie sollten "Bedenkenträgern" keine Dummheit unterstellen. Ich lese regelmäßig Zeitungen und kann auch Tante Google befragen. Erfahrungen mit dem Wahrnehmungsvermögen und Verhalten von alten Leuten und mit Kindern sind mir nicht fremd.

Ich bin kein Gegner einer "Stadtbahn", soweit sie auf gesichertem Terrain geführt wird.
Eine Straßenbahn jedoch, die in alte, gewachsene Strukturen auf bestehende Straßen mit der Axt eingeschlagen wird, ist unter dem Gesichtspunkt "Betriebssicherheit" anders zu bewerten.

1. Denken Sie daran, dass die projektierten Linien in Bruchsal und in Forst zumindest teilweise einspurig geführt werden sollen. Hier gibt es nicht die Möglichkeit der Umfahrung einer Problemstelle wie in einem städtischen Bahn-Netz. Eine Betriebsstörung an einer Stelle hat erhebliche Auswirkungen auf den regulären Betrieb der ganzen Anlage. Busse können Problemzonen in der Regel umfahren. So wie hier, wo nach den Plänen demnächst die Straßenbahn fahren soll:
http://www.bruchsal.org/story/wasserrohrbruch-beim-parkplatz-%E2%80%9Ewe...

2. Denken Sie daran, dass der Verkehr der Rettungsfahrzeuge vom und zum Bruchsaler Krankenhaus durch den Fahrbahnumbau der Straßen in Bruchsal und Forst bereits dadurch behindert wird, weil an vielen Stellen ein Ausweichen anderer Fahrzeuge platzbedingt nicht mehr möglich sein wird und die Benutzung der Bahnanlagen (Bereich der Haltestellen) problematisch ist.
Was die Risiken für Einsatzfahrzeuge anbetrifft, gibt es an dieser Stelle Interessantes:
http://www.copzone.de/phpbbforum/viewtopic.php?f=14&t=54840&start=0
(Zusammenstoß Polizei Straßenbahn /Polizeiforum/ Beitrag Di 16. Feb 2010, 07:49 beachten -->Rettungsfahrzeug)

Und da Sie harte Fakten fordern, bitte schön:
Quelle: Stadtwiki Karlsruhe
http://ka.stadtwiki.net/Stra%C3%9Fenbahnunfall

2010
14. Januar
Schwerer Unfall auf der Ettlinger Straße/Kreuzung Baumeisterstraße, ein
Stadtbahnwagen der Linie S4 fährt frontal auf eine Tram der Linie 2 auf. 33
Personen werden verletzt, davon sechs schwer. Der Grund ist noch
unbekannt, es wird noch ermittelt.
27. Januar
Unfall zwischen Weinbrennerplatz und Europahalle: eine Tram der Linie 1
fährt auf zwei Bahnen auf.
10. Februar
An der Kreuzung Haid-und-Neu-Straße und Hirtenweg übersieht ein
Autofahrer beim Abbiegen eine Straßenbahn.[1]
15. Februar
Während einer Einsatzfahrt am späten Abend kollidiert ein Polizeiwagen mit
einer Straßenbahn der Linie 3 . Der Fahrer des Polizeiwagens stirbt.[2]
25. Februar
Eine Sechstklässlerin wird an der Haltestelle „Schulzentrum" in Linkenheim
von einer S-Bahn der Linie S1 erfasst und schwer verletzt[3].
3. März
Vier Unfälle in Karlsruhe: Am Durlacher Tor gerät eine junge Frau unter eine
Straßenbahn, da sie bei Rotlicht die Gleise überquert hatte. In der Rüppurrer
Straße fährt eine Bahn der Linie 3 aus Unachtsamkeit auf zwei Kleinlaster
auf[4]. An der Karlstraße bog eine ortsunkundige Frau verbotswiedrig an der
Kreuzung Amalienstraße nach links ab und stieß mit einer Tram zusammen. In
Wolfartsweier entgleiste eine fahrgastlose Tram der Linie 8 (Wagen 124) an
einer Weiche.
6. Mai
gleich 2 Unfälle mit Straßenbahnbeteiligung: In Daxlanden übersah ein
Autofahrer an einem unbeschrankten Bahnübergang ein Haltesignal und
wurde von der S2 frontal gerammt und in die Haltestelle Nussbaumweg
geschoben. Der Autofahrer wurde verletzt, die Fahrgäste in der Bahn nicht.
Beim weiteren Unfall in Rüppurr hatte ein Sattelzugfahrer beim Abbiegen eine
vollbesetzte Bahn der Linie S1 übersehen. Die Bahn konnte nicht mehr
rechtzeitig bremsen, drei Fahrgäste wurden verletzt, der LKW-Fahrer blieb
unverletzt.[5]
1. Juni
In Durlach stieß ein Fahrer einer Kehrmaschine mit einer Straßenbahn der
Linie 1 zusammen: Er hatte die Bahn beim Abbiegen übersehen. Der
Straßenbahnfahrer leitete zwar eine Notbremsung ein wobei eine Frau stürzte,
trotzdem entstand ein Sachschaden von 20.000 Euro.
23. Juni
An der Ecke Kaiserallee/Herderstraße wurde eine 53-jährige Frau von einer
Straßenbahn der Linie S5 überfahren und eingeklemmt als sich eventuell der
von ihr geschobene Einkaufswagen in den Schienen verklemmte. Sie zog sich
dabei schwere, aber nicht lebensgefährliche Verletzungen zu.[6]
19. August
An der Kreuzung Rastatter Straße mit der Herrenalber Straße wollte eine 70-
jährige Autofahrerin verbotswiedrig links abbiegen. Dabei übersah sie eine
Straßenbahn der Linie S11 , die in Richtung Ettlingen unterwegs war. Es
entstand ein Sachschaden von rund 5.000 Euro. [7]
26. August
Eine 81-jährige Radfahrerin starb, als sie trotz Rotlicht die
Straßenbahnschienen in der Fritz-Erler-Straße überquerte und von einer
Straßenbahn der Linie 3 erfasst und eingeklemmt wurde.[8]
3. September
Eine junge Autofahrerin war in Rheinstetten von der B36 über die Querspange
zum Kreis unterwegs. Am Zentrum Rösselsbrünnle wartete sie die
Straßenbahn ab, fuhr dann aber trotz roter Ampel über die Gleise, wo eine
weitere Bahn aus Forchheim sie erfasste. Ihr Auto wurde 35 Meter
mitgeschleift, die Frau aber nur leicht verletzt.
27. Oktober
Ein 30-jähriger Mann wurde von einer Straßenbahn erfasst, als er trotz
Rotlicht die Ettlinger Straße überqueren wollte. Er erlitt schwere, jedoch nicht
lebensgefährliche Verletzungen.[9]
13. November
Eine 89-jährige Frau wurde an der Kreuzung Ettlinger Allee/Nürnberger Straße
von einer Straßenbahn erfasst, als sie trotz Rotlicht über einen
Fußgängerüberweg lief. Sie wurde von dem seitlichen Aufprall
zurückgeschleudert und erlitt einen Oberarmbruch und eine Kopfprellung.[10]
19. November
Eine 47-jährige Autofahrerin war gegen 08:50 Uhr auf der Rastatter Straße in
südlicher Richtung unterwegs und bog an der Kreuzung Pfauenstraße am
Bahnübergang verbotenerweise nach links ab. Dabei wurde ihr Wagen von
einer ebenfalls in Richtung Süden fahrenden Straßenbahn erfasst und einige
Meter mitgeschleift. Durch den Aufprall erlitt die Frau Prellungen und es
entstand ein Sachschaden in Höhe von 17.000 Euro. Bis gegen 09:35 Uhr
wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.[11]
1. Dezember
Ein 21-jähriger Radfahrer erlitt leichte Verletzungen als er gegen 13:10 Uhr im
Bereich der Haltestelle Hochstetten Grenzstraße die Gleise überqueren wollte
und dabei eine herannahende Straßenbahn der Linie S1 übersah. Er prallte
mit seinem Fahrrad gegen die Frontschürze der Bahn und stürzte außerhalb
des Gleiskörpers zu Boden.[12]
13. Dezember
Ein 17-jähriger ist beim Überqueren der Straßenbahnschienen bei der
Haltestelle Bärenweg gegen eine Straßenbahn geprallt als er gegen 19:20 Uhr
im Bereich der Unterfeldstraße zwischen zwei Lkw hindurch auf die Schienen
rannte. Hierbei übersah er eine Bahn, die von der Haltestelle losgefahren war.
Er erlitt eine Schädelprellung und innere Verletzungen.[13]
Geschichte
2005
8. August
Am Bahnübergang Hubstraße wird ein 42-jähriger Fahradfahrer von einer
Stadtbahn erfasst und getötet. Er hatte an einem durch Läutwerk und Signal
gesicherten Übergang die Durchfahrt einer Stadtbahn abgewartet. Nach der
Durchfahrt der ersten Bahn überquerte er die Gleisanlage und wurde von
einer weiteren, aus der Gegenrichtung kommenden, Stadtbahn erfasst und
getötet.[14]
2006
27. Februar
Kollision am Europaplatz. Eine abbiegende Straßenbahn der Linie 4 fährt in
die Flanke einer in Richtung Marktplatz fahrenden Stadtbahn S5 und entgleist.
[15]
28. August
An der Haltestelle Ettlinger Tor wurde eine Seniorin von einer Richtung
Hauptbahnhof fahrenden Bahn angefahren. [16]
24. Oktober
An der Haltestelle Weinweg auf der Durlacher Allee fährt eine Stadtbahn in
eine stehende Bahn, es gibt acht Verletzte.[17]
28. November
Auf Grund eines Bedienfehlers biegt eine Stadtbahn der Linie S5 am
Europlatz ungeplant links ab und kollidiert mit einer entgegenkommenden
Stadtbahn der Linie S1. Eine Frau kommt bei der Kollision zu Fall und verletzt
sich leicht.[18]
2008
29. April
Neun Verletzte gibt es beim Zusammenstoß einer Straßenbahn mit einem
Linienbus am ZKM.
17. Oktober
In der Ebertstraße beim Albtalbahnhof kollidieren zwei Straßenbahnen
aufgrund einer nicht gestellten Weiche frontal. Es gibt 15 Verletzte, darunter
vier Schwerverletzte. Der Fahrer der Bahn wurde im Mai 2010 wegen
fahrlässiger Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 3.000 Euro verurteilt. [19]
2009
19. März
In der Kaiserstraße fährt eine Stadtbahn auf einen Niederflurwagen auf, es
gibt vier Verletzte.

Nun, Herr Schäfer, das ist nur Karlsruhe. Wie Sie sehen ist die Unfallursache in vielen Fällen der Mensch selbst.
Meinen Sie wirklich, dass das in Bruchsal, Forst, Hambrücken... anders ist?

Störungs-chronik Tram Karlsruhe

Herr Richard Schäfer fordert einen Nachweis über die Risiken
eines Straßenbahnbetriebs.
http://www.bruchsal.org/story/zukunft-nicht-verschlafen-leserbrief#comme...

Bitte schön, die Beobachtungen der Benutzer:
Störungschronik Tram
http://oepnv-ka.foren-city.de/topic,86,15,29e60914e4a9f3938ba6cd0da85ca9...

Solche Lappalien kamen in der schönen, neuen Welt des Dr. Bickelhaupt, AVG, bei den "Bürgerinformationen" nicht vor. In den "Badischen Neuen Nachrichten" der letzten Jahre hingegen öfter.

Was Herr Schäfer nicht sagt!

Herr Schäfer

es ehrt Sie, dass Sie die Diskussion hier nicht nur verfolgen, sondern sich auch wiederholt zu Wort melden. Ihr Beitrag "Risikoreich?" ist sicher dem Sachverhalt geschuldet, dass Sie eine Möglickeit sahen, einige Stadtbahnkritiker auf dem - vermeintlich - falschen Fuß zu erwischen. Bleibt Ihnen unbenommen.

Allerdings ist es interessant, wozu Sie nichts sagen. Wie positionieren Sie sich bspw. zu folgenden Punkten, die Sie sicherlich gelesen haben? Ist Ihr Schweigen als Zustimmung zu sehen?

1. Es müssen die Ergebnisse der Stand. Bewertung vollständig veröffentlicht werden. Zwar werden sich die Gremien dagegen sträuben, aber nur dann ist eine Diskussion möglich!

2. Alle Parameter der Ergebnisse sollten offen diskutiert werden angesichts der allgemein bekannten Tatsache, dass die Standardisierte Bewertung natürlich weite Interpretationsspielräume offen lässt (insbesondere auf der schwerlich monetarisierbaren Nutzenseite-Fahrgastgewinne etc.).

3. Es sollte klargestellt werden, dass die Ergebnisse möglicherweise danach von einem unabhängigen wissenschaftlichen Institut einer kritischen Analyse unterzogen werden (dies würde schon vorab teilweise verhindern, dass die gegenwärtig geplante Bewertung zu einem Gefälligkeitsgutachten verkommt).

Risiko Straßenbahnbetrieb: Nachgelegt

Was die Planer der Straßenbahn durch die Dörfer nicht laut sagen sind die Probleme mit den Weichen.
Hier findet man mehr dazu:

http://www.ka-news.de/region/karlsruhe/Wenn-Stadtbahnen-an-der-Weiche-un...

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