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Weltverbesserung - Gesellschaft, was fehlt dir?
Montag, 7. Januar 2013 - 13:27

"Es gibt keine Alternative!" Das ist das Dogma unserer Dauerkrisenzeit. Aber stimmt das? Lässt sich die Gesellschaft wirklich nicht mehr verändern? Das wollen wir doch mal sehen.

So beginnt der Beitrag auf Zeit online, der sich mit verschiedenen Ansätzen zur Weltverbesserung auseinandersetzt. Eine Reihe wirklich lesenswerter Beiträge, auf welche ich an dieser Stelle verlinken möchte. 

Viel Spaß beim Lesen und vielleicht entwickelt sich ja auch auf Bruchsal.org eine gute Diskussion.

Wie sehen Sie denn das?

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 3.4 (7 Bewertungen)

Kommentare

Es fehlt nix - wir haben etwas zuviel!

Seit wir auf die Schlange hereingefallen sind und von der Frucht vom Baum der Erkenntnis genascht haben, haben wir die Gesellschaft angerichtet, die wir heute vorfinden.

Haben nicht Adam und Eva erkannt, dass sie nackt waren? Wer aber einen Lendenschurz sein eigen nennt, möchte ihn sich nicht von anderen wegnehmen lassen. Also entstehen Anspruchsdenken, Neid und Habgier.

Die Welt wäre auch nicht besser, wenn wir dumm wie Vieh wären, aber wir könnten besser damit umgehen.

Vor rund 2000 Jahren hat einer versucht, eine bessere Welt zu schaffen. Letztendlich wurde er für Silberlinge verraten...

Über 19 verschiedene

Aufsätze und Ansätze gleichzeitig diskutieren zu wollen, scheint mir schwierig zu sein.

"Es gibt keine Alternative", dieser von den Kanzlerin oft verwendete Satz erntet heftigen Widerspruch in der Gesellschaft. Daher würde ich diesen nicht als Dogma bezeichnen wollen. Insofern habe ich bereits Schwierigkeiten mit der Einleitung.

Ich weigere mich auch, das Märchen von Adam und Eva zu akzeptieren und alles was daraus folgt. Schließlich ist zwischenzeitlich die Entwichklung von Fauna und Flora auf unserer Erde Dank naturwissentschaftlicher Erkenntnisse  hinlänglich bekannt. Es ist also nicht mehr erforderlich, aus Unkenntnis dessen eine Erklärung über die Entstehung und Entwicklung der Menschheit zu liefern.

Märchen sind dazu da, uns aus der realen Wirklichkeit in das Reich der Fantasie zu tragen, aber nicht, um menschliches Verhalten zu erklären und zu begründen.

Letztendlich wurde er für Silberlinge verraten...

So gesehen war er der Erfüllungsgehilfe Gottes. In weiser Voraussicht hatte der ja schon seit Äonen gewußt, dass Judas zum Verräter bestimmt ist. Wie hätte denn sonst die Erlösungsgeschichte funktionieren sollen?

Und haben wir nicht auch gleich eine Entschuldigung parat, wenn etwas Schreckliches passiert? Der Teufel war's! Den muss es geben als Gegensatz. Es gibt kein Gut öhne Böse, kein Hell ohne Dunkel, kein Reich ohne Arm, kein Mächtig ohne Hilflos, kein Gott ohne Teufel.

Also haben auch diejenigen recht, die zum Teufel beten, der mächtiger zu sein scheint als alle Götter? Der Teufel, der Kriege anzettelt und Menschen niedermetzelt?
Und die Myriaden von Gebeten von Millionen von Meschen in tausenden von Jahren gegen Krieg, Hunger und Folter. Was hat es genützt?

Angst und Egoismus

Ich sehe die Geschichte in der Bibel zwar nicht so eindimensional, aber ich hätte es auch anders formulieren können:

Der Mensch ist per se egoistisch und hat Ängste. Wahrscheinlich kommt sogar der Egoismus aus der Angst heraus. Der Angst, etwas nicht zu haben, was man zu brauchen glaubt.

Man kommt, wenn man über das Thema spricht, unweigerlich ins Gebiet der Philosophie. Ich selbst sehe jedenfalls mit dem Modell "Mensch" das derzeit auf der Erde lebt, keine Chance auf eine bessere, soll heißen gerechtere, Welt.

Wer urteilt überhaupt über "Gerechtigkeit"? Jemand, der über den anderen steht und doch so egoistisch ist wie alle anderen?

Ist "gerecht", was eine Mehrheit will, von der jeder Einzelne egoistisch denkt?

Wer setzt wie "Gerechtigkeit" durch?

Wer hat das Recht zu strafen und welche Strafen sind sinnvoll? Ist Strafe nicht immer auch Rache? Und ist Rache gerecht?

Ist es gerechter, wenn man die B35-Umgehung um Brusel rum fertig baut und damit Lärm, Abgase und Ressourcenverschwendung reduziert oder ist es gerechter, wenn wir nicht die Natur zerstören?

Fragen über Fragen! Und ich möchte denjenigen sehen, der von sich behaupten kann, keine Fehler zu begehen und somit keine Fehlurteile zu fällen und falschen Entscheidungen zu treffen.

Ist das die Frage?

"Wer setzt wie "Gerechtigkeit" durch?"

In der Natur gibt es keine Gerechtigkeit. In der Natur herrscht das Gesetz des Stärkeren und des Klügeren. Weshalb soll dies beim Menschen anders sein? Der Stärkere macht die Gesetze zu seinen Gunsten. Er beutet die Schwächeren aus. Die sogenannte "Menschlichkeit"  ist dem Menschen fremd.

"..... oder ist es gerechter, wenn wir nicht die Natur zerstören?"

Die Natur ist unzerstörbar. Sie regeneriert sich von selbst. Denken wir nur an die Urzeiten, wo es noch kein Lebewesen gab, wo Hitze und Kälte, wo Feuer und Überschwemmung erste Spuren von Leben entwickelten.
Wir können die Umwelt für uns weniger lebenswert machen, aber wir können nicht die Natur zerstören. Auch dort, wo der GAU von Tschernobyl die Gegend für Menschen unbewohnbar gemacht hat, erobert sich die Natur das Land zurück.

"Ist Strafe nicht immer auch Rache?"

"Die Rache ist mein", spricht der Herr. Nur, wer ist der Herr. Es ist immer der Mächtigere. Niemals der Ohnmächtige. Die Rache ist das Recht des Stärkeren. Im Gegensatz zum Tier kennen wir nämlich die Rache Dank unseres Intellekts.

Wo sollen wir beginnen.

Das ist schonmal ziemlich viel zu lesen und recht unsortiert. Ich mag aber die etwas unkonkrete Fragestellung dieser Diskussion und interprtiere es als allumfassende Diskussion über die Gesellschaft. Wenn man sich darauf einigen könnte, dass man hier nur Gesellschaft diskutiert, dann ist die nächste Frage ganz einfach. Was ist Gesellschaft? In meinen Augen ist die Gesellschaft vor allem groß, verdammt groß. Sie besteht aus Menschen und alle ihrem Denken und Handeln, ihren Erfahrungen, Motivationen, Bedürfnissen, Hoffnungen und ihrem Zusammenleben und ihren Interaktionen. Und das bei geschätzten 6,5 Milliarden aktuellen Teilnehmern. All die Menschen die nach ihrem Ableben die Gesellschaft noch nachhaltig bis heute und morgen beeinflußen darf man auch nicht ausnehmen. Insgesamt ein so komplexes Gebilde das es sich meiners Erachtens bestenfalls ausschnittsweise beobachten lässt. Das erschwert natürlich immens die Frage was eine bessere Gesellschaft sein könnte, denn dazu müsste man erstmal wissen, was Gesellschaft ist und dann auch noch ein gemeinsames Werturteil finden um dann die gute und die bessere Gesellschaft bestimmen zu können. Ich denke das ist in der allgemeinen Form schier unmöglich. Aber, was ich für sehr möglich halte ist ausschnittsweise herauszudeuten was nicht so toll läuft und das dann kleinschrittig zu verbessern. Das ist nur Technik. Das kann jeder oder zumindest jeder lernen. Vieleicht würde nun, bevor wir so abstrakte Begriffe wie Gerechtigkeit, Gesellschaft, das Gute, etc. erläutern erstmal eine schnöde Sammlung von Reizthemen helfen. Was wären die dringensten Dinge, die zu ändern wären?

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