Weitere Warnstreiks bei Neumo und Oeltechnik

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Die IG Metall Bruchsal-Bretten fordert ernsthafte Vorschläge der Arbeitgeber für alle Forderungselemente Vorbereitungen für die Urabstimmung laufen jetzt an
Freitag, 11. Mai 2012 - 13:03

Nachdem auch bei der vierten Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie kein Ergebnis zustande kam, beteiligten sich fast 200 Beschäftigte von Neumo in Knittlingen sowie Oeltechnik in Waghäusel an Arbeitsniederlegungen.

Die IG Metall fordert für die Beschäftigten der  Metall- und Elektroindustrie 6,5 Prozent mehr Geld, die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten sowie mehr Mitbestimmung der Betriebsräte bei der Leiharbeit. Die Arbeitgeber bieten bislang lediglich Entgelterhöhungen von 2,57 Prozent an und fordern die Arbeitszeiten massiv nach oben auszuweiten sowie die Quote der befristeten Arbeitsverträge zu erhöhen.

Die Warnstreiks werden nächste Woche in fünf Betrieben weitergeführt. Seit Ende der Friedenspflicht haben sich über 5.900 Beschäftigten in 13 Betrieben an den Aktionen der IG Metall beteiligt.

Am 15. Mai 2012 um 13.30 Uhr in der Stadthalle in Sindelfingen - so der 1. Bevollmächtigter Eberhard Schneider der IG Metall Bruchsal-Bretten - werden die Weichen bei den nächsten Tarifverhandlungen gestellt. "Die Arbeitgeber müssen jetzt ernsthafte Vorschläge auf den Tisch legen. Das gilt für alle Forderungselemente. Bleibt Südwestmetall weiterhin stur, leiten wir die Urabstimmung ein. Wir sehnen einen Streik nicht herbei, aber wir gehen ihm auch nicht aus dem Weg - sollten die Arbeitgeber die Eskalation suchen“, so Schneider.

Die IG Metall Bruchsal-Bretten wird am kommenden Montag und Dienstag auf ihren Regionalkonferenzen in Flehingen und Büchenau die Betriebsräte und Vertrauensleute über die Durchführung der Urabstimmung informieren.
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