Eine weitere Enthüllung

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Das Portrait des Alt-OB Bernd Doll
Donnerstag, 24. Oktober 2013 - 11:37

Bernd Doll

Nach der Figur der Babette Ihle Anfang Oktober wurde gestern Abend nun ein weiteres Kunstwerk enthüllt, allerdings kein Standbild (was nicht ist, kann ja noch werden), sondern ein Bildnis, nämlich das Portrait eines Ehrenbürgers, des langjährigen Oberbürgermeisters Bernd Doll, welches nun im Sitzungssaal des Bruchsaler Rathauses - quasi der “Hall of Fame” Bruchsals - neben seinem Vorgänger Dr. Adolf Bieringer, hängen wird.

Es ist das achte Bild neben den Portraits weiterer, besonders verdienstvoller Bruchsaler Bürger. Das Gemälde wurde von der Angelbachtaler Künstlerin Christa Goertz erschaffen.

Christ Goertz

Christa Goertz

Deren Ehemann, der Bildhauer Jürgen Goertz, ist in Bruchsal kein Unbekannter, jedenfalls für die Bruchsaler nicht, die hin und wieder am Friedrichsplatz vorbeikommen.

OB Petzold-Schick würdigte Bernd Doll als ersten Ehrenbürger nach Adolf Bieringer vor über 25 Jahren, was man auch am Portrait erkennen könne, das sich nämlich in Stil und Farbrichtung, auch mit Blick auf den modernen Rahmen, deutlich von den anderen Gemälden abgrenze.

“Ihr Ehrenbürger-Portrait”, so Petzold-Schick an den Alt-OB gewandt, “ist das erste bunte Ehrenbürger-Portrait in einem, nicht nur, was die Farbgestaltung angeht, etwas bunteren Rathaus”.

Nach der von allen mit Spannung erwarteten Enthüllung des Bildnisses berichtete die ausführende Künstlerin von der Entstehungsgeschichte des Gemäldes. Vorab muß ich sagen, dass die Gestaltung und die Farbgebung etwas aus dem “Rahmen fallen”, jedoch durchaus harmonisch anzuschauen, obwohl Bernd Doll gewissermaßen, so mein Eindruck, sehr skeptisch von seinem Notizbuch aufblickt.

Christa Goertz legte dar, dass sie Bernd Doll natürlich nicht als Privatperson darstellen konnte, sondern als Amtsperson, die ihn als einen Menschen der Tat zeigt, weshalb sie ihn mit Notizbuch und Stift ausstattete, da er auch heute noch einen übervollen Terminkalender habe.

Bewusst habe sie auf dem Bild mit Licht und Schatten gearbeitet, da Bernd Doll in seiner Amtszeit viel Licht und eben auch viel Schatten erlebt habe und dies zu einem Politiker gehöre. Bei der Arbeit im Atelier machte Doll “keine Probleme” er wollte auf die Gestaltung keinen Einfluß nehmen, allerdings habe er eingeworfen, dass er auf dem Werk möglichst irgendwie erkannt werden wolle, was für einige Heiterkeit im Publikum sorgte.

Bernd Doll zeigte sich in seiner Dankesrede sehr nachdenklich und er räumte ein, dass ihn diese Feier doch sehr berühre, insbesondere wenn er daran denke, dass sein Portrait nun zwischen all den verdienten Bruchsaler Persönlichkeiten angebracht werde.

Bernd Doll

Bernd Doll mit seinem Portrait

Die Feier wurde musikalisch umrahmt von Sandra Pakrac (Gesang) und Martin Holzer (Keyboard) von der Musik- und Kunstschule Bruchsal. Wer will, mag nun noch ins Video reinschauen. Die Tonsynchronisation ist inzwischen korrigiert. Und wie immer: Zur besseren Wiedergabequalität nach dem Start des Videos auf das Zahnradsymbol klicken, dann auf 720 oder 1080p, falls Ihr Computer oder Ihre Übertragungsgeschwindigkeit dies zulassen.

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Kommentare

Portrait Herr Doll

Das Portrait schmeichelt Herrn Doll nicht unbedingt bzw. wuerde mir solch ein Portraet von mir an seiner Stelle nicht gefallen .Hat die Familie Goertz uebrigens einen Exklusivertrag mit der Stadt Bruchsal oder ist das eine Art kostenlose Wiedergutmachung fuer die Skulpturen (Kunst) am Friedrichsplatz??

Über kunst läßt sich bekanntlich Streiten

...aber kostenlos war das Portrait nicht. Laut BNN soll es 5000 Euro gekostet haben und wurde von der Stadt bezahlt, die OB soll es in Auftrag gegeben haben.

Dollthaler

Wenn schon der Verkauf der Goertzschen "Golddukaten" zur Finanzierung des Friedrichsplatzskulpturen in die Hose ging...

http://www.bruchsal.org/story/einem-geschenkten-gaul-guckt-man-nicht-ins...

dann sollte man doch die Künstlerfamilie nicht am Hungertuch nagen lassen und ihr wenigstens einen letzten Auftrag zukommen lassen....

5000

Fuer 5000 Euro wuerde mir das Portraet noch weniger gefallen und ja ueber Kunst laesst sich wahrlich streiten .Gebrannte Kinder ( Skulpturen Friedrichplatz) scheuen normalerweise das Feuer, nicht so die Stadt Bruchsal.Bin wirklich gespannt ob da nochmal ein Auftrag an die Familie Goertz, von der Stadt, vergeben wird den dann haette die Sache a Gschmaeckle,zumindestens aus meiner Sicht.Obwohl,die Grundbedingung von Herrn Doll an die Kuenstlerin ist ja erfuellt ,den das Bild sieht Ihm irgendwie aehnlich aber halt nur irgendwie/entfernt aber vielleicht sehe ich ,als "Kunstbanause", das ja nur so und die Malerin hat den Ex OB bewusst so in Szene gesetzt;Jung,Frisch,Dynamisch,Bunt.

Gschmäckle

ä Gschmäckle hats für mich jetzt schon...

Der Goetzsche Pegasus im Technologiedorf.... der Goetzsche Friedrichsplatz und nur auch noch der Goetzsche Doll im Sitzungssaal...

Über Kunst schon, aber...

... wer weiß, ob es "Kunst" ist...?

Ergänzung: Er hängt jetzt da, wo er hingehört...

Bernd Doll, Portrait

...nämlich neben seinem Vorgänger Dr. Adolf Bieringer

Messingtafel Bernd Doll
Portrait Bernd Doll

Doll´es Porträt

In einem Bild stecken oft verborgene Botschaften.

Was es wohl bedeuten könnte, dass der Schatten beim Doll´en Porträt rechts ist?

Ob das Kunst und 5000 Eumel wert ist, kann ich mal meinen Schwager bewerten lassen. Er ist studierter Kunstmaler von der Kunstakademie Kassel. Dann wissen wir auch, ob das G´schmäckle ein G´schmack ist.

Ehre wem Ehre gebuehrt !!

bzw. es ist vollbracht. Alle Betrachter des /der Portraets muessen zu dem/den Portraetierten aufschauen den die schauen diese von oben herab auf Betrachtende bzw. da ist nicht etwa ,auf Augenhoehe mit dem gemeinen Volk, angesagt .

Der Goertz von Bruchsal kann uns nicht gleichgültig sein.

Der Gemeinderat hat die Kunst am Friedrichsplatz nebst teurer und kunstvoller Gestaltung im  sechsstelligen Bereich beschlossen resp. genehmigt, weil Sponsoren angekündigt waren, die es nie gab. Da hat der Steuerzahler halt alles berappt.

Im übrigen - wer noch mehr Goertz mag, mag  im Rathaus nachfragen: Es sind noch genügend - kunstvolle - Medaillen verfügbar. Der bisherige Verkauf dieser Medaillen, gewissermaßen  als Ersatz für den imaginären Sponsor, war bedauerlich unergiebig. Auf geht's! Goertz in jedes Wohnzimmer. Die Stadtkasse wäre erleichtert.

görtz

Lieber Jürgen,

Du hast ja recht, aber das alles wurde just in time alles schon gesagt und gesungen. Mittlerweile ist mir zumindest das alles schnörz-egal. doll oder schick oder was?

Ausscheidungsgeschenke

Vielleicht könnte man die Dinger ja an ausscheidende - also, ich meine, um Missverständnisse zu vermeiden, an sozusagen "weggehende" - Gemeinderäte und -innen verschenken - oder/und auch an aus dem Dienst gehende Mitarbeiter und -innen, und, natürlich, auch Bürgermeister (nein, keine -innen, das haben wir - noch nicht)...

Zum Kommentar von Herrn Schmitt

Genau,bevor das Geld verfaellt schnell noch in den Todsicheren Geheimtipp " Wertsteigerungsverdaechtige Goetzsche Kunst " investiert bzw. bieten Sie da evtl. ein Steuersparmodell an?Da sich die Goertzsche Kunst dann ,wenn sich viele fuer den Vorschlag von Herrn Schmitt entscheiden und die "Ladenhueter" kaufen,so gut verkauft investiert die Stadt Bruchsal in neue Werke des Kuenstlers ,bietet diese auf einem der bekannten TV Shoppingkanaele an ,um damit Reibach zu machen und die Stadtkasse zu fuellen.Zum Gedanken die liegengebliebene Kunst an ausscheidende MA zu verleihen sage ich nur : Gute Idee dann wird die Lebensarbeitszeit freiwillig verlaengert , den die/der Eine oder Andere der MA die ggf. auf solch ein Kunstwerk hoffen duerften moechte freiwillig nicht in den Ruhestand gehen und damit waere wieder Geld (Renten/Pensionskasse) gespart.

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