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Und wer soll der neue Mieter beim Geschirr-Hoffmann sein?
Dienstag, 29. Juni 2010 - 12:40

Hoffmann alt
Schade eigentlich, dass jetzt das wohl letzte Relikt der 50er / 60er Jahre im Stadtbild Bruchsals verschwunden ist: Die Kaffeekanne als Einstieg in den Schriftzug Hoffmann. Jeder, der in Bruchsal aufgewachsen ist, kennt dieses Firmenlogo überm Ladengeschäft vom Geschirr-Hoffmann, es hat uns über Jahrzehnte begleitet, es war immer präsent. Für mich hat der Schriftzug zum Stadtbild gehört. Ebenso wie die klare, strenge Fassade des Rathauses, das jetzt auch nicht mehr das ist, was es mal war.
Hoffmann derzeit

Ich weiß nicht, ob es richtig ist, jetzt so rumzupienzen.  Schon Bob Dylan hat gesungen: "The Times They Are a-Changin' ". Daher lasse ich jetzt mein Rumjammern und warte mit einer Neuigkeit auf, die noch nicht sozusagen "amtlich" ist, die aber gerüchteweise in Bruchsal kursiert: Der Geschirr-Hoffmann, na ja, richtigerweise das Ladengeschäft des früheren Geschirr-Hoffmanns, wird wieder belebt. Angeblich soll Jack Wolfskin die Ladenräume angemietet haben. Wir dürfen gespannt sein.

Jack Wolfskin - Musterbild

und hier für alle Freunde guter Musik: Der Meister, Bob Dylan:

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Kommentare

Jack Wolfskin in Bruchsal?

Das ist ja beinahe zu schön, um wahr zu sein (trotz der Preise...) - obwohl das natürlich bei einigen "Mitbewerbern" sehr gemischte Gefühle auslösen dürfte...

Abmahner als Geschäftsbereicherung?

Ich kann mich noch gut an die Aktion von Jack Wolfskin im Herbst 2009 erinnern, als die "Wolfskins" bei Dawanda.de (ein Verkaufsportal für selbstgemachte Sachen), strickende, nähende oder stickende Damen abmahnen liess, weil diese sich erdreistet haben, z.B. handgestrickte Söckchen anzubieten, auf denen eine Tatze zu sehen war.
Wohlgemerkt eine, die mitnichten identisch ist mit der vom guten Jack.
Weiteres kann bei werbeblogger.de nachgelesen:
http://www.werbeblogger.de/2009/10/17/jack-wolfskin-eroeffnet-den-abmahn...

Auf solche Abbzocker kann zumindestens ich in Bruchsal gern verzichten.

Auswahlkriterien

Nun ja - diese Aktion passte sicherlich nicht zum ansonsten sorgsam gepflegten Image von Jack Wolfskin - andererseits kennen wir ja alle die Probleme, die Markenhersteller mit Produktfälschungen haben.
Und, bei allem Verständnis für die Kritik am damaligen Vorgehen: Wenn wir solch hohe Ansprüche an den Geschäftsbesatz unserer Innenstadt stellen, werden die Leerständen dort weiter zunehmen...

Jack wird nicht verhungern

Da gebe ich Ihnen recht, Herr Ihle.

Natürlich ist ein Jack Wolfskin - Store allemal besser als noch ein 1-Euro-Ramschladen oder die "Textilladen-Katasrophe" KIK.

Der gute Jack wird auch wohl nicht verhungern, nur weil ich da nichts kaufe. Von der Abmahngeschichte mal abgesehen, mag ich die Wolfsskin-Klamotten auch nicht, weil der Einsatz des Markennamens bzw. Logos auf den Sachen inflationäre Dimensionen hat. Jack auf der Vorderseite, Rückseite, oben am Ärmel, innen usw.

Aber gut, Geschmäcker sind verschieden und somit es ist für mich letztlich Jacke (nicht von Wolfskin) wie Hose (auch nicht vom lieben Jack), ob es so einen Laden in Bruchsal gibt oder nicht.

Jack Wolfskin fällt bei sozialer Verantwortung durch:

Eben nicht ...

... steht doch in o.g. Artikel: "Daran kommen die Unternehmen langfristig nicht vorbei, das zeigt die Reaktion von Jack Wolfskin, einem der führenden europäischen Outdoor-Hersteller: Die Firma ist zum ersten Juli der sogenannten "Fair Wear Foundation" (FWF) beigetreten. Vaude will bis spätestens Ende September beitreten. Der holländische Zusammenschluss von Wirtschaftsverbänden, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen gilt als einer der strengsten und sorgfältigsten Kontrolleure von Arbeitsbedingungen. Wer sich hier überwachen lässt, meint es ernst."

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