Was ist ein Menschenleben wert?

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Sonntag, 11. Mai 2014 - 16:43

Im August letzten Jahres wurde mein 8-jähriger Sohn unverschuldet Opfer eines schweren Verkehrsunfalls am Zebrastreifen in der Obergrombacher Straße. Seine Beine wurden von einem Kleintransporter überrollt. Die Folgeschäden werden ihn sein Leben lang begleiten.

Als direkte Anwohnerin dieses Zebrastreifens in Untergrombach kenne ich das Verkehrsgeschehen genau. Zu den Hauptverkehrszeiten zwischen 7:00-8:30 Uhr und zwischen 16:00-18:30 Uhr geht es auf dieser Straße sehr hektisch zu. Autofahrer aus Richtung Obergrombach achten weder auf die vorgeschriebene Geschwindigkeit noch auf die Passanten am Zebrastreifen. Hier wird nämlich beschleunigt, um noch über die grüne Ampel an der Kreuzung zu kommen.

Wenn der MAX-Bus an der Bushaltestelle in Höhe der Kirche stoppt, starten die Autofahrer Überholmanöver und übersehen die Passanten am Zebrastreifen. Der Abbiegeverkehr aus der Michaelsbergstraße und der Schulstraße kommen noch hinzu. Kinder können diese Verkehrssituation nicht überblicken.

Die Stadtverwaltung Bruchsal hat in der Ortschaftsratsitzung Untergrombach vom 12.02.2014 den von ORin Barbara Lauber gestellten Dringlichkeitsantrag für eine Fußgängerampel abgelehnt. Es wären nicht genügend Passanten am Zebrastreifen unterwegs und man richte sich nach dem IST-Zustand. Zudem seien die ca. 30.000 Euro für eine Ampel nicht vorhanden. Der neue Kindergarten zieht in die zu renovierende Michaelsbergschule ein. Durch die Ortskernsanierung entstehen in der Ortsmitte Seniorenwohnungen. Beim "Treff" wird etwas Neues entstehen. DAS ist in Kürze der IST-Zustand! Aber in eine Fußgängerampel soll nicht investiert werden. Hat unsere Stadtverwaltung keinen Weitblick? Muss erst noch ein weiterer Unfall passieren? WER übernimmt dann die Verantwortung dafür?

Den Anblick meines blutüberstömten Kindes werde ich nie vergessen. Die Fußgängerampel ist ein absolutes MUSS. Die Stadtverwaltung Bruchsal sollte die Ablehnung dringend überdenken.

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Kommentare

Leider

ist Verkehrsüberwachung in Untergrombach ein Fremdwort. Das gilt sowohl für den fließenden als auch für den ruhenden Verkehr. 30er Zonen sind doch nicht für die Anwohner, viel weniger für die Anderen. Fußwege, genutzt als Parkplatz, ganz normal.

Verkehrsbeschilderung scheint nur als Abwechslung in der Landschaft zu stehen. Und wenn etwas passiert, dann hat man nur ein Achselzucken von der Verkehrsbehörde zu erwarten.

"Wenn der MAX-Bus an der Bushaltestelle in Höhe der Kirche stoppt, starten die Autofahrer Überholmanöver und übersehen die Passanten". Dass der Bus nur im Schritttempo in Gegenrichtung passiert werden darf und in Busfahrtrichtung in diesem Fall überhaupt nicht, scheint für die meisten der einheimischen Fahrzeugführer völlig unbekannt zu sein.

Gesetze sind das Papier nicht wert auf dem sie stehen, wenn die Einhaltung nie kontrolliert wird. Sie taugen nur noch, wenn etwas passiert ist, um den Schuldigen fest zu stellen. Die Verkehrsbehörde übernimmt dabei keine Verantwortung. Das alles hilft dem Opfer leider gar nicht mehr.

Wert des Menschenlebens

@Janine

Ich kenne jetzt die konkrete Situation an der (Straßen-)Stelle nicht, aber Sie treffen auf mein vollstes Verständnis. Am 11.11. wurde meine Tochter beim Überqueren der Straße nach Verlassen des MAX-Busses angefahren und am Bein recht schwer verletzt. Daran wird sie auch jetzt noch monatelang zu kurieren haben.

Der Unfallverursacher: ein Führerschein-Neuling, verurteilt zu 1 Monat Fahrverbot und natürlich Schadenersatz und Schmerzensgeld. Urteil ist nicht rechtskräftig, da der feine Herr in Berufung geht. Sein Hintergedanke: Das Fahrverbot soll erst während der Ferien gelten, dann juckt es einen auch nicht so. :-((

Die Kommunen können sich so lange aus der (Mit-)Verantwortung schleichen, solange die Gerichte den Kommunen für unzureichende Maßnahmen an Unfallschwerpunkten keine Mithaftung auferlegen. In dem Moment, in dem eine Kommune damit rechnen müsste, teuer zur Kasse gebeten zu werden, wenn durch pflichtwidrige Unterlassung (siehe z.B. kommunale Streupflicht im Winter) jemand zu Schaden kommt, dann wird auch (in Kontrollen oder Ampeln) investiert.

Der richtige Ansatz wäre demnach, die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, die Kommune in Haftung nehmen zu können. Wenn dort an der Stelle Schüler sowie seh- und gehbehinderte Senioren, deren Reaktionen oft unberechenbar sind, verunfallen, dann sollte man ein Schriftstück vorweisen können, dass ein Bürgerbegehren beizeiten eine Ampel verlangt hatte.

Zwar geht einer Schädigung immer eine individuelle Pflichtverletzung voraus, aber mit mutwilligen oder fahrlässigen Pflichtverletzungen ist zu rechnen und diesen durch zumutbare und geeignete Maßnahmen zu begegnen. Andernfalls können wir das komplette Gesetzeswerk der StVO abschaffen und uns auf den §1 beschränken. Wir könnten alle Verkehrszeichen abbauen, denn ein jeder hätte sich dann sowieso so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, behindert oder belästigt wird.

WENN man aber konkret irgendwo Maximaltempo 30 vorschreibt und diese Vorgabe nicht effektiv auf Einhaltung prüft, dann begeht die Kommune m.E. eine Pflichtverletzung, aus der sich eine Mithaftung bei Unfällen ergibt.

Die effektive Kontrollen müssen nachgewiesen werden.

Ach ja...

So sehr ich diese Situation bedauere...

so sehr finde ich es "Bemerkenswert", wie die Einhaltung von Verkehrsregeln und deren Kontrolle gefordert wird ... um dann bei passender Gelegenheit, sich genau über diese Kontrollen entsprechend auf zu regen und als "Wegelagerei" zu bezeichnen.

Regt man sich über parkende Fahrzeuge in einer Fussgängerzone auf oder darüber, dass einige "glauben", Regeln gelten nur für Andere, dann kommt sofort eine Aussage wie "Blockwart", "Denunziant" usw...

Ja, Regeln sind geschaffen worden um sich daran zu halten... ja, Regeln müssen "leider" kontrolliert und bei Verstössen geahndet werden... das zu Fordern ist immer schön... und sich über eben diese "Kontrollen" dann lang und Breit anschließend zu mockieren ... leider auch...

Wer sich also über Raser aufregt, sollte in Zukunft jeden der vor Radarfallen und Kontrollen warnt, mit Anlauf in den Ar... treten... und zusätzlich bei jedem Ordnungshüter, der ein "Knöllchen" ausstellt bedanken.

Aber nein... so ist der Deutsche nicht "gestrickt"... 

Er Fordert... um anschließend Jeden an zu greifen, der das Geforderte umsetzt... wenn es nicht gerade seine eigenen Forderung war...

Rücksicht? Jo! Auf MICH immer... auf Andere .... nimmer!

Richtig

Das ist richtig, was Sie schreiben, Herr Nichtern.

Ich versehe auch nicht, dass von fast jedem Radiosender vor Blitzern gewarnt wird, auch privat machen dies jetzt schon viele bei Facebook. Des Weiteren gilt es ja als unschicklich andere bei Ordnungswidrigkeiten in die Pfanne zu hauen, wie ich es selbst schon erlebt habe. Sucht man vorher das Gespräch und sagt etwa "ich finde nicht gut, dass sie hier parken" o. Ä. wird einem zum Dank der Vogel gezeigt. Hängt dann aber ein Strafzettel am Auto des Falschparkers, so hat man nahezu ein Sakrileg begangen, jemanden der sich falsch verhält, auch noch anzuzeigen!? - Ja, gehts noch?

Wir leben in einer Gesellschaft der Egoisten, jemand der auch mal noch für andere mitdenkt, gibt es quasi schon gar nicht mehr....

@Michael Nichtern

Da gebe ich Ihnen schon ein Stück weit recht, aber wo wollen Sie denn da zur totalen Anarchie auf den Straßen eine Grenze ziehen?

Ich selbst habe so manchen "Express-Zuschlag" an die Stadtkassen gelöhnt, da will ich mich nicht besser machen, als ich bin. Aber die Risiken, die ich eingegangen bin, waren stets für mich überschaubar.

Trotzdem - ich gebe zu, ich habe auch in den 41 Jahren, in denen ich jetzt "unfallverschuldungsfrei" fahre, auch Glück gehabt.

Ich bin gerade dabei, das auch meiner Tochter zu erklären, die seit Oktober den FS hat. "Rechne möglichst auch mit Dingen, mit denen Du nicht rechnen musst".

Das hat mir in 10 Jahren Motorradfahren so manchen Ausflug ins Gelände erspart.

Und einen Bus an einer Haltestelle (mit einem Affenzahn) zu überholen, durch den ich nicht hindurchsehen kann, ob ein übermütiges Kind, ein schwerhöriger Senior oder eine halbblinde Seniorin unachtsam hervortritt, ist in meinen Augen einfach sträflich fahrlässig.

Durch falsch parkende Autos oder Fahrzeuge, die nicht zugelassene "Applikationen" angebracht haben sind wohl die wenigsten Leute verletzt worden.

Prinzip...

Ohne als "Prinzipenreiter" auftreten zu wollen...

Aber genau darum geht es... wo bitte zieht man Grenzen?

Wann ist "Kontrolle" und "Bestrafung" den Zulässig?

Das ich bereits 3 mal durch in der Fussgängerzone fahrende oder vom parken anfahrende Fahrzeuge beinahe umgefahren/überfahren worden wäre, lassen wir einfach mal aussen vor...

Mir ist es auch schon passiert, dass ich vor einem Fussgängerüberweg angehalten habe, um ein Kind "sicher" über die Strasse zu lassen... und vom Nachfolgenden dabei einfach "Überholt" wurde. Das "Problem" ist nicht die Überwachung... das Problem ist die Rücksichtslosigkeit und Hirnlosigkeit viele Mitmenschen. Dazu kommen die, aus meiner Sicht, recht laschen Strafen für dieses Verhalten.

Daran ändert dann auch eine Ampel an einem Fussgängerüberweg wenig... ebensowenig wie Geschwindigkeitskontrollen, bei denen es dann "Radiowahrnungen" und sogar "Mitmenschen" gibt, die sich mit Schilder davor stellen oder mit dummdämlichen Begründungen dieses Verhalten rechtfertigen.

Da wird für einen "Sichheitsdienst", der nur mal eben schnell den Eingang einer Bank kontrollieren will (ca. 5 min. lang) und dabei verkehrsgefährdend Parkt, von Passanten eine Begründung gesucht und der Stadtscheriff mit "freundlichen" Ausdrücken belegt, weil die ja nur "Abzocken" wollen. 

Wer zieht den wo die Grenze? Da wo das eigenen Kind betroffen ist? Oder überall da, wo überhaupt Jemand davon "betroffen" ist... oder nur da, wo es einem selbst gerade in den Kram passt?

Eine Busshaltestelle vor einen Fussgängerüberweg so einzurichten, wie in diesem Fall, zeugt auch nicht gerade von "Mitgedacht"... eine einfache Barriere in der Mitte der Fahrbahn an dieser Stelle, hat mind. genausoviel Erfolg, wie eine Ampel... und kostet keine 30.000 Euro.

Fahrbahnverengung

@Michael Nichtern

Meine Tochter wurde in der Florian-Geyer-Straße angefahren. An der dortigen Haltestelle wurde die Fahrbahn verengt und eine Fußgängerquerung geschaffen. Hält ein Bus, kommt ein Fahrzeug aus der Gegenrichtung gerade noch durch. Aber  auch das hat den Rowdy nicht gehindert, an wartenden PKWs und am Bus vorbeizubrettern.

Übrigens wurde er deshalb von Amts wegen auch wegen VORSATZ angeklagt, aber nicht verurteilt.

Aber mit der Sicherheit kann man ´s halt auch übertreiben. Wie anscheinend in Forst.

Was die da aus lauter Sicherheitswahn angestellt haben, hat ein Herr aus der Bruchsaler Verkehrsbehörde kopfschüttelnd erzählt, als vor Südstädtern zur Verkehrssicherheit referiert hat: Dort hätte man an einem Kreisel allen Ernstes den Fußgängern Vorrecht vor dem Verkehr im Kreisel gegeben, so dass sich zwangsläufig der Kreisel füllen muss, wenn z.B. eine Horde Schulkinder die Kreiselausfahrt quert. Das sei angeblich überhaupt nicht zulässig! In Forst wird es trotzdem gemacht.

Oder die beiden "halben" Säulen vor dem Forster Rathaus, die die Fahrbahn verengen sollen..., die ideale Stelle, sich alle Knochen zu brechen, wenn man vom Rad oder Motorrad stürzt. Wären sie wenigstens rund..! Neeeein, man muss sie vierkantig gestalten, denn sonst hat ja das Auge nichts davon.

Nicht zuletzt: Manche Fahrbahnverengungen, seien sie sinnvoll oder nicht, sind echte "Schmuckstücke" für eine Gemeinde, weil man noch nicht einmal für ein paar Euro wenigstens einen Blumenkübel hinstellt.

Was nutzt...

Was soll den eine Ampel "nutzen"?

Die kann genauso "ignoriert" werden. Mit diesem Argument, müsste man bei haltendem Bus, Betonpfeiler auf die Strasse klappen...

Aber... dies war nicht der Sinn meines Beitrages... es ging darum, wenn eine Ampel zu teuer ist, sich andere Möglichkeiten zu überlegen...

Aber auch das war nicht der ursprüngliche Grund. Es ging darum, dass immer sofort nach mehr Kontrollen "gebrüllt" wird... und im nächsten Moment, eben diese "Kontrollen" vertäufelt werden. Geschwindigkeitskontrollen? Ja! Sofort! Aber... bitte unbedingt Warnschilder davor, damit auch Jeder mitbekommt, das er heute ausnahmsweise mal aufpassen muss. Wo kommen wir den hin, wenn wir ständig bezahlen müssen, weil wir uns nicht daran halten? Abzocke!

Diese Vorschrift, dieses Verkehrsschild gibt es doch nur um noch mehr Geld kassieren zu können! Kleines Mädchen angefahren? Jo... kann vorkommen... liegt aber nicht am Rasen... nur an den unvorsichtigen Autofahren, die zu schnelle fahren....

Rot heißt immer noch HALT!

Die Obergrombacher Straße ist längst zur Rennstrecke mutiert. Für Kinder ist die Verkehrssituation kaum zu überblicken. Wenn hier nun bald viele Kindergartenkinder und Senioren den Zebrastreifen in Höhe der kath. Kirche überqueren, muss auch deren Verkehrssicherheit gewährleistet sein. Dies bedeutet, es muss Vorsorge getroffen werden. Die Verkehrsschilder und der Zebrastreifen nutzen nichts. Das hat der schreckliche Unfall des kleinen Jungen gezeigt. Regelmäßige Verkehrskontrollen sind nicht möglich.

Und eine Ampel ist eben eine Ampel. Und ROT heißt immer noch HALT! Und wer das nicht weiß, sollte seinen Führerschein abgeben. Eine Ampel ist die wirkungsvollste Schutzmaßnahme. In der Weingartener Straße wurde der damalige Zebrastreifen durch eine Fußgängerampel ersetzt, nachdem hier bereits ein Kind zu Tode gekommen war. Soll in der Obergrombacher Straße auch so lange abgewartet werden?

Zu dramatisch geschildert? Ich glaube nicht. Die Frage von Janine ist durchaus gerechtfertigt: "Was ist ein Menschenleben wert?". Hier fordert eine Mutter den höchsten Schutz für unsere Kinder im Straßenverkehr macht uns darauf aufmerksam, wie gefährlich dieser Zebrasteifen ist. Das verdient unsere Unterstützung. Völlig egal, ob wir direkt betroffen sind oder nicht.

Bei den Bau-/bzw. Umbaumaßnahmen zur Sanierung unserer Ortsmitte, von denen Kinder und Senioren profitieren sollen, kann die Verkehrssicherheit nicht einfach außen vor bleiben oder "weggespart" werden. Ich glaube, hier fehlt es tatsächlich an der Weitsicht der zuständigen Behörden oder einfach nur am Willen. Die Summe von 30.000 Euro kann man ja auch an anderer Stelle für irgendwelche Dinge ausgeben, die kein Steuerzahler braucht oder haben möchte...

Unsere Kinder verdienen die höchste Förderung und den besten Schutz. Deshalb muss diese Ampel sein.

Zum Bericht: was ist ein Menschenleben wert?

Ich bedanke mich an alle, die die Situation meines Sohnes und mir nachvollziehen können. Mein Wunsch ist nicht zu groß.. Eine Ampelschaltung würde reichen. Ich denke nicht, dass ich meinen Fall zu sehr dramatisiere, ich bin froh, dass mein Sohn "nur" schwer verletzt wurde..Es hätte schlimmere Folgen haben können...

Meinen herzlichen Dank an den Kommentar von "Avatar". Es ist schön, solche Worte zu lesen.

Die Oberbürgermeisterin schweigt

Ja, sie schweigt. Und lässt schweigen.
Was soll auch das Gerede von der Transparenz - wir als Stadtverwaltung haben es doch nicht nötig, uns auf dieses Niveau zu begeben.

@Michael Nichtern

Ihr Ansatz ist völlig richtig...
Im Übrigen hilft in Anbetracht der unzähligen Unfallschwerpunkte die es zu beseitigen gäbe, die mangels Inkompetenz der Verkehrsplaner und leerer Kassen wohl weiterhin existent bleiben nur eines:
Das rücksichtslose und verkehrswidrige Verhalten Dritter in Bezug auf das eigene Handeln mit einplanen. Insbesondere auch in die Verkehrserziehung der Kinder. Dies kann Leben retten.

Nicht noch ne drecks Ampel

Tragischer Vorfall ohne Frage, tut mir sehr Leid für die Familie. Doch halte ich Ampeln für kein Allheilmittel, ich hasse sie, weil sie den Verkehr behindern, da es die Verantwortlichen nicht hin bekommen deren Schaltung so einzustellen das sie den Verkehr fließen lassen (grüne Welle). Weil wenn ich zum Durchfahren einer Stadt länger brauche als für 100km auf der Autobahn, dann hört es auf. Mir ist auch klar das ganz ohne Ampeln nicht geht, doch sollte der fließende Verkehr Vorrang haben. Deshalb favorisiere ich die Lösung einer Unterführung, das ist für alle Seiten das beste. Denn auch bei einer Ampel ist nicht ausgeschlossen das irgendwann mal jemand beim Überqueren der Straße ums Leben kommt, was beim Unterqueren nicht der Fall sein kann. Das Argument der Stadtverwaltung die Stelle wäre nicht genug frequentiert kann so nicht gelten, denn jedes geschädigte Leben ist eines zu viel... :)

Ralation beibehalten

Die Forderung nach einer Unterführung ist nicht realisierbar. Erstens weil sie bei der Enge des Areals kaum behindertengerecht gebaut werden kann, zweitens weil dafür noch weniger Geld vorhanden ist als für eine Ampel.

Fußgänger sind das schwächste Glied im Verkehr, also muss es ein Dauerziel sein, diese zu schützen. Eine Ampel ist sicher nicht ideal, aber an der Ecke das Einzige was einigermaßen bezahlbar ist und einigermaßen hilft.

Verkehrsdeppen gibt es immer, dagegen hilft kein so tolles Gesetz, aber eine grundlegende Reglementierung an bekannten und kommenden Brisanzstellen tut genau aus diesem Grund Not. Sonst schreibt hier demnächst eine Mutter, dass Ihr Kind nicht mehr lebt....

Wie kommt es eigentlich...

Wie kommt es eigentlich, dass jeder Arsch, der auf einem Sattel sitzt, meint, er habe ein Vorrecht vor dem Fußgänger und letzterer müsse weichen?
Das beginnt beim Radfahrer und endet nicht zuletzt bei der Lenkerin eines zivilen Allradlers. Ob auf dem schmalsten Weg im Wald, dem Fußweg in der Stadt oder selbst in einer reinen Fußgängerzone.

Ja, ja, ich weiß, dass der werte Leser so etwas nieeee machen würde und sich deshalb persönlich ans Bein gepinkelt fühlt.
Als passionierter Fußgänger, Radfahrer, Motrorradfahrer und PKW-Pilot darf man diese Frage doch einmal stellen.

Das ist jetzt erst mal meine private Reaktion auf den Beitrag
mit der "Drecksampel".

Super Ansicht

Ampeln stören den Verkehrsfluß > weg damit!
Busse behindern den Verkehr > schnell vorbei fahren!
LKW's sind Hindernisse > auch bei Gegenverkegr überholen!

Sind das Ihre Ansichten werter Obi-Wan? Und das Grinsezeichen am letzten Satz Ihres Kommentars? Na, super!

Leider...

[zitat]

Das rücksichtslose und verkehrswidrige Verhalten Dritter in Bezug auf das eigene Handeln mit einplanen. Insbesondere auch in die Verkehrserziehung der Kinder. Dies kann Leben retten.

[/zitat]

Leider sehen sich viele Menschen und auch ich, ausserstande so rücksichtslos zu denken, wie leider einige sich verhalten und fahren.

Dummerweise, wir dieses "Rücksichtslosigkeit" in jedweder Form gefördert und sogar als "Heldentum" verehrt und belohnt.

Bitte keine Unterstellungen...

... Herr Nichtern, ja?

Wem?

Wem bitte Unterstelle ich den Irgendwas?

Sorry, wenn sie sich in irgendeiner Art angesprochen fühlen, so sehe ich dies als ihr alleiniges Problem an,

Um Ihnen irgendwas zu "unterstellen" müsste ich sie wenigstens im Ansatz kennen... wobei ich leider nicht mal im Ansatz eine Unterstellung erkennen kann.

Übertriebene Darstellung des Problems

Leider ein komplett voreingenommener Beitrag (verständlicherweise). An diesem Zebrastreifen passieren solche schrecklichen Unfälle nicht häufiger (ich persönlich weiß nur von diesem einen) und eine Ampel dort hinzustellen, einzig und allein aus dem Grund, dass einmal etwas im Straßenverkehr an dieser Stelle schiefgelaufen ist halte ich für äußerst übertrieben. Zudem gibt es desweiteren die Möglichtkeit einen kleinen Umweg, welcher nicht mehr als 5 Minuten Zeit kostet, über die von Ihnen erwähnte Kreuzung mit Fußgängerampel zu machen. Den Umweg zu nehmen, kann man auch Kindern beibringen, wenn man der Überzeugung ist der Zebrastreifen sei für diese nicht sicher genug.
Mein Beileid für den Verlust ihres Sohnes ist Ihnen gewiss, jedoch ist dies kein Grund unnötig Steuergelder auszugeben, welche an anderen Stellen dringender gebraucht werden.

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