Vor 80 Jahren: Errichtung des Konzentrationslagers Kislau bei Bruchsal

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Montag, 15. April 2013 - 19:15

Vor genau 80 Jahren – im April 1933 – errichteten die Nazis im ehemaligen Bischofsschloss Kislau nördlich von Bruchsal ein Konzentrationslager für politische Gegner des NS-Regimes.

Kislau

Nach der Auflösung des Schutzhaftlagers Ankenbuck auf der Baar im März 1934 war Kislau das einzige KZ in Baden – und schon bald auch das einzige in ganz Südwestdeutschland: Während die beiden württembergischen Konzentrationslager auf dem Heuberg und auf dem Oberen Kuhberg bei Ulm so wie die meisten anderen frühen KZs schon 1934/35 wieder aufgelöst wurden, bestand das KZ Kislau bis zum Frühjahr 1939 – also ganze sechs Jahre lang. In diesem Zeitraum waren dort mehrere Hundert NS-Gegner inhaftiert. Stellvertretend für all die vielen anderen seien einige bekanntere Namen genannt:

  • der ehemalige badische Staatspräsident und Landesinnenminister Adam Remmele
  • der ehemalige Landesjustizminister und Staatsrat Ludwig Marum
  • der spätere hessische Ministerpräsident Christian Stock
  • der ehemalige Landtagsabgeordnete Georg Lechleiter
  • das ehemalige Reichstagsabgeordnete Paul Schreck
  • der KPD-Widerstandsorganisator Robert Klausmann
Kislau

Foto: Stadtarchiv Karlsruhe

 

Im Rahmen einer an Niedertracht kaum zu überbietenden „Schaufahrt“ wurden am 16. Mai 1933 sieben prominente Sozialdemokraten – darunter Remmele und Marum – unter dem Gejohle und den Buhrufen zahlreicher Gaffer auf einem offenen Wagen durch Karlsruhe gefahren und von dort nach Kislau verschleppt. Marum sollte seine Freiheit nicht wiedererlangen: Im März 1934 wurde er in der Haft von SA- und SS-Schergen erdrosselt.

Der Mord an Marum blieb zunächst offenbar ein Einzelfall. Ohne Rechtsgrundlage verhängt, zielte die „Schutzhaft“ in den ersten Jahren der NS-Diktatur vor allem auf die Demütigung und Neutralisierung der politischen Gegner. Wenn allerdings das illegale KPD-Organ „Süddeutsche Volksstimme“ im Mai 1938 von einem in Kislau zu Tode gefolterten KZ-Häftling berichtete, so ist dies ein Indiz dafür, dass sich auch dort der Terror verstärkt hatte.

Wie viele Menschen insgesamt im KZ Kislau zu Tode kamen, lässt sich aktuell allenfalls mutmaßen: Die Geschichte dieses Lagers und die Schicksale der dort inhaftierten NS-Gegner sind bislang nur ansatzweise erforscht – ebenso wie die Schicksale der in einem anderen Trakt des Schlosskomplexes inhaftierten sogenannten „Asozialen“, von denen einige sterlisiert, kastriert und ermordet wurden. Auch über die Anzahl, die Namen und die Schicksale der Résistance-Kämpfer, die während des Zweiten Weltkriegs in Kislau eingesperrt waren, ist erst sehr wenig bekannt.

Was die KZ-Häftlinge betrifft, so war Kislau für viele von ihnen eine Durchgangsstation in andere KZs, in denen dezidiert „Vernichtung durch Arbeit“ betrieben wurde. Als extremes Beispiel sei der Fall des Mannheimer KPD-Funktionärs Stefan Heymann genannt, der nach dreijähriger Zuchthaushaft 1936 nach Kislau, von dort aus in die KZs Dachau und Buchenwald und schließlich ins Vernichtungslager Auschwitz „verschubt“ wurde – und überlebte.

In der baden-württembergischen Geschichtsarbeit spielt das KZ Kislau bislang kaum eine Rolle, im kollektiven Bewusstsein des Landes ist es nicht verankert. Auch am Ort des Geschehens selbst, der heute als Außenstelle der Justizvollzugsanstalt Bruchsal dient, finden sich kaum Hinweise auf dessen frühere Nutzung.

LernOrt

Der in Karlsruhe ansässige Verein "LernOrt Zivilcourage e. V. - Historisches Lernen für ziviles Widerstehen" hat es sich zur Aufgabe gemacht, den frühen Widerstand gegen den Aufstieg des NS und gegen die Etablierung seiner Terrorherrschaft in den Blick der regionalen Forschung und Vermittlung zu rücken. Anders als spätere Widerstandsformen nämlich kann der frühe Abwehrkampf uns eines lehren: dass es möglich ist, die Gefahr eines Abdriftens in Unfreiheit, Diktatur und Krieg frühzeitig zu erkennen und aktiv dagegen anzugehen.

Im Rahmen der Bemühungen des Vereins spielt Kislau eine zentrale Rolle: Der LernOrt Zivilcourage e. V. möchte dort einen zentralen LernOrt für Baden schaffen, an dem das politische Erbe der frühen NS-Gegner aus der Region direkt für die historisch-politische Bildungsarbeit und die Präventionsarbeit gegen rechts fruchtbar gemacht wird. Angesichts seiner Geschichte und seiner zentralen Lage ist Kislau der richtige Platz für diesen LernOrt.

LernOrt Zivilcourage e.V. - Historisches Lernen für ziviles Widerstehen

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Kommentare

Ich bin

In Sichtweite von Kislau aufgewachsen und kann sagen, dass die Nutzung als KZ durchaus von der Bevölkerung verdrängt wurde. Mit einigem Stolz wird gesagt, da drüben sei ein Gefängnis, manche bedauern auch, dass dieses auffallende Schlossgebäude eine JVA ist, aber viel mehr hört man darüber in der Regel nicht. Als ich mal einem interessierten Passanten aus Frankfurt erklärte, dass dies in den 30ern ein KZ war, zuckte dieser regelrecht zusammen, wo er schon enttäuscht war, als ich zunächst sagte, man könne das Gebäude nicht besichtigen, weil JVA.....

Vielleicht wie vieles andere auch totgeschwiegen die Vergangenheit Kislaus.....

Ich bin Ü40, in der Nähe von

Ich bin Ü40, in der Nähe von Kislau aufgewachsen und höre heute zum ersten mal von der Vergangenheit Kislaus. Es ist unglaublich.
Vielen Dank für diesen interessanten Artikel.

Kislau war überall

Es wird mir zuviel von „den Nazi’s“ und zu wenig von der allgemeinen Bevölkerung gesprochen. Zum einen sind die Schergen nicht vom Himmel gefallen, sondern waren Teil der Bevölkerung. Zum andern war die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung von Hitler begeistert. Wer gegen die Regierung opponierte war für die Bevölkerung derjenige, der „weg“ mußte. Für viele war Hitler auch noch nach dem Zusammenbruch der Gute, wie ich aus vielen Gesprächen heraushören konnte, die ich als Kind mitbekam.

Sätze wie: „Es war nicht der Hitler, es waren die Hitler, die an allem Schuld waren“, hab ich bis heute nicht vergessen.

Dass nach dem Zusammenbruch und beim Neubeginn keine andere Bevölkerung da war, ist wohl klar und deshalb waren die sogenannten „Nazigrößen“ auch in der Bundesrepublik wieder am Ruder, der Beispiele gibt es allerorten viele, bis hinauf zu Ministerpräsidenten. Nur die lange Besatzungszeit hat ein Abdriften verhindert. Demokratie war schon einmal in Deutschland gescheitert.

Die Intoleranz ist zu großen Teilen geblieben. Wer in den 70 Jahren an der BRD etwas kritisierte, dem wurde unverblümt gesagt: „Wenn es dir hier nicht passt, dann geh’ doch nach drüben“.

Heute will man es gar nicht glauben, wie es möglich sein konnte, dass sich ein ganzes Volk so „verführen“ ließ. Doch darf man die wirtschaftliche Not nicht vergessen, die damals herrschte. Würde es den Deutschen heute so schlecht gehen, wie in der Weimarer Republik, ich befürchte, dass man sich sehr schnell radikalisieren würde.

Wie konnte sich die DDR so entwickeln? Woher kamen dort die Spitzel, die Denunzianten, die Überwacher, die es in der BRD nicht (oder doch?) gab? Und weshalb gibt es noch so viele, die der DDR nachweinen?

Ich denke noch an die Zeit, als es hieß, von Deutschland darf kein Krieg mehr ausgehen. Und jetzt? Jetzt sind deutsche Krieger in Afghanistan. Wie schnell haben die Militärs beschlossen, da müssen wir mitmachen. Der Bundestag hat „Friedenseinsätze“ beschlossen und 10 Jahre später haben sie zugegeben „ja, es ist Krieg“. Und sie haben nichts erreicht.

Es ist grotesk, dass gerade die Grünen für die ersten Kriegseinsätze gestimmt haben. Aber man muss die Sachen halt entsprechend „verkaufen“. Schämen wir uns nicht, dass wir drittgrößter Waffenlieferant geworden sind?

Dass Ende der 80er, anfangs der 90 Jahre noch Manöver abgehalten wurden, in deren Planspielen der Einsatz von atomaren Bomben auf deutsche Städte durchgespielt wurde, wußte davon die deutsche Bevölkerung?

Es ist gut, die Geschichte zu kennen. Es ist wichtig, nationalistische Strömungen zu verhindern ohne den Nationalstolz zu verdrängen.

Aber was heute teilweise geschieht, kann ich nicht verstehen. Da wird jeder Transport, jedes Lager, jeder jüdische Mitbürger ausgegraben und hochgehalten. Wobei die nach dem Wirtschaftswunder geborene Bevölkerung der BRD was damals geschah zwar akzeptieren, aber niemals begreifen kann.

Manchmal beschleicht mich die Angst, es sei schick, einen geretteten jüdischen Mitbürger aufweisen zu können. Seht her, bei uns gab es auch „Gute“. Warum gab es denn vor 50 Jahren in Bruchsal keinen „Otto-Oppenheimer-Platz“?

Und wo wollen wir mit dem „mea culpa“ anfagen? Mit dem 30jährigen Krieg, mit dem Franzosenkrieg, mit dem ersten Weltkrieg? In allen diesen Zeiten gab es furchtbare Untaten, wurden Unschuldige gefoltert und getötet, wurde gebrandschatzt, gemordet, niedergemetzelt, wurden Soldaten von ihren Herrschern und Führern in den Tod getrieben ohne Rücksicht auf Verluste. Nicht umsonst heißt es Schlachtfeld.

Ja, ich weiß, Geschichte ist dazu da, um aus ihr zu lernen. Nur frage ich mich, wann endlich wird das Lernen beginnen?

wie hört man doch so oft

auf Nachfragen, was am dritten Reich gut oder schlecht gewesen sei -> Hitler hat ja "auch" die Autobahn gebaut..... Da könnte ich jedes Mal ausflippen, wenn einer sowas sagt; leider meinen die, die das sagen das auch ernst.....

Jetzt wird mit Sicherheit auch wieder einer kommen und sagen, wo wären wir denn ohne die Autobahn....

Zeitzeugen

Von Zeitzeugen hört man auch immer wieder (außer dem "Autobahn-Argument"),
dass es im "Dritten Reich" keine Kriminalität gegeben hätte ("man hätte seine Gepäck unbeaufsichtigt am Bahnhof stehen lassen können"),
es gab keine Arbeitslosigkeit,
"es wäre viel für die Jugend getan worden" (BDM, Arbeitseinsätze, Sport etc.) ... - weshalb?

Ich kann jedem nur dringend anraten, Eltern oder Großeltern eingehend zu befragen -
solange sie noch leben.
Viele waren auf beiden Augen blind ...
Und dann auch Aufklärungsarbeit zu betreiben und Argumente dagegen zu setzen.

Selbst hier in Bruchsal hat die Bevölkerung bei Nazi-Aufmärschen kräftig mitgemacht und gejubelt (es gibt da alte Filmaufnahmen).
Von Kislau wissen bis heute die Wenigsten - bzw. wollen es nicht wissen ...

Wer sich für die Weimarer Republik interessiert:
Es gibt eine Menge guter Bücher darüber, wie z.B.:
die Geschichts-TB von B. Engelmann
"Die verbrannten Dichter"
alles von Tucholsky, Kästner, Mehring etc.
u. v. m.

Was m. E. ein absolutes Novum in der Geschichte ist:
Die Vernichtung von Juden, Minderheiten und Regime- Kritikern (Millionen!) ist noch nie zuvor mit einer solchen Akribie und deutscher Gründlichkeit geplant, organisiert und durchgeführt worden !
Und der "Großorganisator" dessen, Eichmann, war kein Monster oder Dämon;
sondern einer, der "nur seine Pflicht getan hat" ...
siehe dazu der Prozessbericht von Hannah Arendt

http://de.wikipedia.org/wiki/Eichmann_in_Jerusalem

Übrigens:
Rechtsextremismus ist wieder am Kommen -
siehe
NSU (Prozessquerelen)
Ausländerfeindlichkeit (Flüchtlinge in Bruchsal?!)
Braune Esoterik - z. B. " Germanische Neue Medizin" (GNM):
http://psiram.com/ge/index.php/Germanische_Neue_Medizin

usw.

Meine Großmutter war auch...

...vom GRÖFAZ begeistert... Wenn der per Autokorso durch den Ort fuhr, waren die Straßen überfüllt! Sollte ich ihr deshalb einen Vorwurf machen?
Wir waren auch "begeistert" von der DDR Führung, wer anderer Meinung war, bekam Besuch von der Stasi...
Und unser Hosenanzug wird auch begeistert gefeiert bei uns, aber bei Nachfrage hat sie niemand gewählt, komisch? Und dann soll mal einer von Demokratie faseln...

Heldentum ?

Nein, es gibt kein" Heldentum" - keine Ausreden
braucht es auch gar nicht zu geben -
nur gesunden Menschenverstand ...

Aber es gab auch damals viele Leute, die passiven Widerstand geleistet haben.
Nicht mitgemacht haben, wo es möglich war.

Dazu braucht es "nur Zivilcourage" ...

Tucholsky z. B. hat schon in den 20-er Jahren vor dem aufkommenden Faschismus gewarnt -
immer wieder ...
es war nicht zu übersehen ...
Jeder, der die Augen aufmachen wollte, konnte sehen, was abging ....

Und das ist nichts?

Auch wer nichts wusste von Selektion, Gas und Krematorien, wusste doch von
Kristallnacht, Judenstern, Berufsverbot, Synagogenbrand, Enteignung,
Deportation, Lager, Zwangsarbeit. Und das ist nichts?
Paul Mommertz (geboren 1930)
Aus: Sichtwechsel. Aphorismen zu Menschen und Meinungen

Veröffentlicht in: 'Oppenheimer - eine jüdische Familie aus Bruchsal' als Einleitung zum Kapitel: Bruchsal unterm Hakenkreuz / Eine deutsche Kleinstadt im Nationalsozialismus.

Übrigens: Rechtsextremismus ist wieder am Kommen -

...war dieser jemals weg?

Wie verhält es sich mit seinem Gegenspieler, dem "Linken Extremismus"? Wird dieser geduldet? Waren die Nationalen Sozialisten im 3. Reich nicht diejenigen...?

Die politischen Einordnungen Rechts und Links kommen aus der Zeit nach der französischen Revolution. Die Adligen (wenig Staat, wenig Bürgerrechte, hierarchische Gesellschaft) saßen rechts, die Liberalen (wenig Staat, viel Bürgerrechte, individualistische Gesellschaft) mehr in der Mitte und die Sozialisten (viel Staat, wenig Bürgerrechte, keine Hierarchie außer einer absolut regierenden Elite an der Spitze) links. Da die Adligen politisch ausgestorben sind, gibt es eigentlich keine politische Rechte mehr. Die Liberalen sind im Laufe des 20.Jahrhunderts ebenfalls stark zurückgedrängt worden.

Übrig blieben die Sozialisten (die Linken), die durch ihre internen Flügelkämpfe (nationaler gegen internationaler Sozialismus) die Welt durch die Hölle gingen ließen und Millionen an Leben beseitigten. Da die nationalen Sozialisten durch die systematische Vernichtung der Juden und anderer Verbrechen in der Öffentlichkeit nicht mehr tragbar waren und die internationalen Sozialisten ja von ihren Brüdern im Geiste, den nationalen Sozialisten, verfolgt wurden, rückten die internationalen Sozialisten die nationalen einfach von der linken auf die rechte Seite. Nazis sind heute also rechts, obwohl sich die Nazis selbst als links bezeichneten und Hitler bedauerte, den "Kampf gegen Rechts" nicht konsequent geführt zu haben und die gesamte Struktur des Dritten Reichs der sozialistischer Staaten ähnelt und obwohl linke Idole wie Mao oder Che Guevara nationale Sozialisten waren.
Quelle: marc doll

Deshalb ...

Genau deshalb:

Immer ein wachsames Auge haben ....

heute wie damals ....

Hitler links?

Dem würde ich jetzt nicht uneingeschränkt zustimmen, da Hitler ja etliche Adelige geradezu herrschaftlich behandelt hat, zu Anfang u. a. auch noch den Präsidenten Hindenburg (welcher lange Zeit ein erbitteter Gegner von Hitler war) und viele Adelige waren ja mit Offiziers-oder gar Generalrängen in der Wehrmacht oder in sonstigen Behörden bestens versorgt.

Bestimmt finden sich im Gesellschaftsbild der Nationalsozialisten und z. B. auch der ehemaligen DDR einige Gemeinsamkeiten, was z. B. die Erziehung von Kindern angeht oder evtl. Bemühungen zur weiblichen Emanzipation. Dies waren bei Hitler aber meistens eher Strohfeuer - sozusagen Opium fürs Volk - oder es betraf Prominente wie Lehni Riefenstahl und andere herausragende Frauen der Nazizeit.

Was die führenden Nazis (in meinen Augen) um A. H. ein klein wenig ehrt, ist dass Sie tatsächlich bis zum Untergang "gekämpft" haben und mit dem Untergang ihres Weltbildes auch gleichzeitig sozusagen auch einen Weltuntergang gesehen haben.

Nicht vergessen dürfen wir aber was hier im großen wie im kleinen für Verbrechen begangen wurden. Mein Großvater pflegte auch immer zu sagen, dass Mörder oft auf der Stelle gehängt wurden - aber bitte unter welchen Umständen??? Oft war die Tat nicht mal bewiesen, man nahm einfach den Erstbesten und die Sache war erledigt. Ähnliche Tendenzen zur Rechtsauffassung finden sich witzigerweise auch in den amerikanischen Südstaaten, wo es auch bis weit in die 70er Jahre eine sogenannte Lynchjustiz gegeben haben soll.....

Wieviele Nachkriegskinder die das Dritte Reich selbst gar nicht oder nicht bewusst erlebt haben, sind zu wahren Bewunderen der Nazis oder zumindest zu akribischen Sammlern von Nazidevotionalien geworden??? An und für sich unverständlich aber bestimmt gezeichnet dadurch, dass die Nazizeit von der Mehrheit der Bevölkerung einfach verdrängt und niemals aufgearbeitet wurde.

Dies nur ein kleiner Aufriss meiner Gedanken....

Über Kislau

und seine Geschichte wurde in den vergangenen Jahren schon viel veröffentlicht, gerade auch im Zusammenhang mit Ludwig Marum. Man muss sich eben ein wenig mit der Heimatgeschichte beschäftigen und einen Blick in regionale Presseerzeugnisse werfe.

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