Von der Abfall- zur Kreislauf- und Rohstoffwirtschaft

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Abfallwirtschaftskonzept des Landkreises soll fortgeschrieben werden
Freitag, 19. Oktober 2012 - 14:32

Kreis Karlsruhe. Der Ausschuss für Umwelt und Technik des Kreistags, der gleichzeitig Betriebsausschuss des Abfallwirtschaftsbetriebes ist, nahm in seiner jüngsten Sitzung vom 18. Oktober die Abfallstatistik für das vergangene Jahr zur Kenntnis. Um 57.000 Tonnen ist demnach die Abfallmenge zurückgegangen, was allerdings hauptsächlich auf eine geringere Menge an Bodenaushub zurückzuführen ist, der auf Erddeponien abgelagert wurde. Die übrigen Abfallmengen haben sich dagegen nicht wesentlich verändert, womit die im Landkreis Karlsruhe verwerteten Mengen über und die entsorgten Restabfallmengen unter dem Landesdurchschnitt liegen. Dies belegt, dass die Bevölkerung ihre Abfälle vorbildlich trennt und die Verwertungsangebote rege nutzt. Zwei Drittel der sogenannten „Siedlungsabfälle“ werden stofflich oder energetisch verwertet, womit der Landkreis schon heute die Quote erfüllt, die bundesweit ab dem Jahr 2020 angestrebt wird. Das restliche Drittel wird in der Müllverbrennungsanlage Mannheim thermisch behandelt, wobei Energie erzeugt wird. Die Deponierung von Abfällen spielt nahezu keine Rolle mehr. Obwohl im Landkreis eine umfangreiche und komfortable Entsorgung mit großer Bürgernähe geboten wird, sind viele Leistungen bereits in den Abfallgebühren enthalten, die im Landesvergleich im Mittelfeld liegen. Große Veränderungen bei der Nutzung der einzelnen Entsorgungsangebote sind nicht zu verzeichnen, lediglich bei der Sperrmüllsammlung ist die Zahl der Abholungen und der erfassten Mengen zurückgegangen, nachdem seit 2011 nur noch eine Abholung je Sperrmüllart gebührenfrei angeboten wird.

Um sich zukunftsgerecht aufzustellen beschloss der Betriebsausschuss, das bestehende Abfallwirtschaftskonzept mit dem Zielhorizont des Jahres 2020 fortzuschreiben. Schwerpunkte sind Themen wie „Bioabfall“, „Zukunft der Wertstofftonne“, „Weiterentwicklung der Abfallsammlung“ sowie „Abfallgebührenentwicklung“ bzw. „Gebührensystem“. Grundlage ist eine Bestandsaufnahme, die als Standortbestimmung dient und bis Mitte 2013 abgeschlossen sein soll. In einem weiteren Schritt wird daraus dann die eigentliche Fortschreibung entwickelt, die dann in den politischen Gremien beraten und beschlossen werden kann.

Daneben stimmte der AUT der Fortführung der mit der Duales System Deutschland GmbH (DSD) bestehenden Nebenentgeltvereinbarung über eine Kostenbeteiligung bis zum 31.12.13 zu. Darin verpflichtet sich die DSD, sich an den Kosten des Landkreises für die Abfallberatung sowie an den Kosten, die den Städten und Gemeinden durch die Einrichtung, Bereitstellung und Unterhaltung von Flächen entstehen, auf denen Depotcontainer aufgestellt werden, zu beteiligen, was im Jahr 2013 einen Betrag von insgesamt 112.500 EUR ausmacht.

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