Vom Sabbeln über den TTIP

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Mittwoch, 14. Mai 2014 - 19:11

Was stammelt der Herr Gabriel von der SPD denn da zusammen? Soll man drüber lachen - oder macht es einen eher nur traurig, wie da ein Regierungsmitglied versucht, den Bürger mit inkonsistentem Geschwätz totzusabbeln?

Da gibt es Dinge nicht und die gleichen nichtexistenten Dinge bergen irgendwie halt doch Chancen in sich. Und die 500.000 Menschen, die sich mit ihrer Unterschrift ganz klar gegen TTIP positioniert haben, stellt er in die Ecke und tut sie als tumbe Verschwörungstheoretiker ab.

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Kommentare

Das Chlor-Huhn haben wir noch nicht...

...schriftlich. Monsanto auch nicht.

Und irgendwie kann ich mir auch nicht vorstellen, dass die Sprungturm-Ausrichter mit ihren Wattzahlen-Begrenzern krummer sein sollen, als die Gurken, die man handeln darf.

Andererseits lese ich heute, dass die "mühsamen" Freihandels-Verhandlungen mit den Kanadiern, die ähnlichen Sprengstoff enthalten sollen wie die mit den Amis, schon weiter fortgeschritten wären.

Aber auch da kenne ich persönlich noch keine Details und ich bin stets dafür, den Anfängen zu wehren.

Nur.., jetzt zu dieser Zeit hat ein Gabriel leicht populistisch rauszuschwätzen, denn das Thema interessiert keine Sau. Schon vor etlichen Tagen wurde an die Augsburger Allgemeine Online der Wunsch herangetragen, sich mit einem Artikel zu dem Thema hervorzuheben. Doch die AA bringt keinen und die Beschwerden, dass der Artikel nicht kommt, bleiben aber auch aus.

Ergo... im Moment besteht kein Interesse an dem Thema. Ich möchte allerdings vorsorglich alle "Volksvertreter" auf deutscher und europäischer Ebene nachdrücklich davor warnen, die europäische Bevölkerung den Amis und ihren Global Playern zum Fraß vorwerfen zu wollen.

Das wird garantiert nicht funktionieren, noch nicht einmal dann, wenn es das Chlorhuhn gratis zum Tütchen Monsanto-Samen dazugibt.

"TTIP ist ein Angriff auf Demokratie und Rechtsstaat"

Klaus Staeck, Präsident der Akademie der Künste, kämpft gegen das EU-Freihandelsabkommen mit den USA. Für die SPD sei es ein ähnlich riskantes Thema wie Hartz IV.

http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-05/interview-staeck

Volksverräter?

Zitat:

Die haben Uruguay vor einem Schiedsgericht verklagt, weil dessen Regierung das Rauchen einschränkt. Das schädigt nach Meinung des Tabakkonzerns seine Gewinnchancen.

Solche Möglichkeiten dürfen wir doch Konzernen in Europa nicht einräumen. Als nächstes verklagt dann beispielsweise eine Pharmafirma, die ein gutes Diabetesmittel hat, Deutschland – weil die Bundesregierung Maßnahmen gegen Diabetes ergreift.

Das haben wir doch gerade in einer etwas anderen Form! Wollen nicht die Energieerzeuger die Verluste durch die gesetzlich verankerte Energiewende vom Steuerzahler ersetzt haben?

Hat man die Wirte entschädigt, denen man durch das gesetzliche Rauchverbot die Kundschaft vertrieben hat?

Auch wenn ich von dieser "bisher angelegten Fassung"(sic) noch keine Zeile gelesen habe/lesen konnte, möchte ich Gabriel und Gesinnungsgenossen nochmals ausdrücklich warnen:

Glaubt nur nicht, dass der doofe Michel alles mit sich machen lässt, auch und gerade dann nicht, wenn es ein SPDler tut!

Wer neben dem billigen Genmaiskolben einen hochwertigeren Bio-Maiskolben anbieten möchte, übt Druck auf die ohnehin gebeutelten Erzeuger aus. Letzendlich spart der EU-Bürger vielleicht die 600 Euro, kauft und frisst aber Dreck.

Noch bin ich aber so naiv, zu glauben, dass uns unsere Politiker - schon aus reinem Selbstschutz - nicht verkaufen werden.

Auch in Amerika wurden schon übermächtige Firmen zerschlagen und Bürger für zu heißen Kaffee und "unzureichende" Gebrauchsanweisungen entschädigt.

Es wäre an der Zeit und Gabriel wäre gut beraten, wenn man da endlich mal etwas zu lesen bekäme.

Nachtrag, weil gerade erst eingetroffen....Es handelt sich um ein Interview zu Vertretungen deutscher Gesundheitspolitik auf europäischer Ebene durch deutsche Interessenvertreter der Industrie (vulgo: Lobbyisten)

Frage: Nun sind viele Verbände aus unserem gesundheitswesen in brüssel …

van Lente: Das stimmt. Besonders stark vertreten ist die Industrie, die pharmazeutische und die Medizinprodukte-Industrie.  

....

Leistungserbringerorganisationen wie die kassenärztliche Bundesvereini- gung, die Bundesärztekammer, die deutsche Krankenhausgesellschaft und    die ABDA, die Bundesvereinigung deutscher Apothekerverbände, haben    ebenfalls eine Vertretung in Brüssel. [Quelle]

Ich gehe davon aus, dass sich deutsche Unternehmen vor der Übernahme durch Amis zu schützen wissen, auch wenn der Bürger nur statt an der Pest an Cholera stirbt.

Ich verstehe die Aufregung

nicht. Gabriel hat Recht, dass man nichts ablehnen kann, was man nicht kennt. Verhandlungen, die geheim sind, sind inakzeptabel. Egal ob es um TTIP oder um Waffenlieferungen geht.

Da aber unsere Volksvertreter sich anmaßen über uns und für uns zu zu entscheiden (parlamentarische Demokratie) bekommen wir das, was wir verdient haben. Was die europäische Bürokratie so anstellt, hat mit demokratischem Verhalten so wie so nichts zu tun.

Sind die Verträge erst mal geschrieben, hilft ein Protest eh' nichts mehr. Vorher nicht öffentlich, nachher nicht veränderbar.

Wie wenig die Deutschen bereit sind für ihre Rechte zu kämpfen läßt sich aus den Arbeitsbedingungen ablesen: Wenn sich eine ganze, gut ausgebildete junge Generation es gefallen lässt, mit Zeitverträgen und Praktikumsverträgen abgespeist zu werden, dann fehlt es an Mumm und und an Widerstand gegen die gesellschaftlichen Verhältnisse.

Wenn wir als Betriebsräte früher noch darauf bestehen konnten, dass ein Dauerarbeitsplatz mit einem unbefristeten Arbeitsverhältnis abgeschlossen wird, sind heute der Willkür und fortgesetzten Zeitverträgen Tür und Tor geöffnet (Danke liebe SPD!).

Dass ein Arbeitgeber aus seinem Arbeitgeberverband ausschert und in den gleichen Verband o.T. (nicht tarifgebunden) eintritt, ist ein Zeichen, dass die immer wieder viel gelobte Tarifpartnerschaft auf tönernen Füßen steht. Die ganze Welt beneidet uns angeblich um unsere Sozialpartnerschaft, deshalb höhlen wir sie aus, wo es nur geht.

Wenn "das Volk" sich nicht einmal um seine wichtigsten Belange (Arbeitsplatz und Vertragssicherheit) kümmert, dann sind Dinge wie TTIP völlig wurscht. Die Frage, habe ich morgen noch ein Einkommen, interessiert die Gesellschaft scheinbar nicht mehr.

Wir brauchen keine Kinder als Beitragszahler, schön. Auch nicht als Kranken- und Altenpfleger. Wir zahlen Hungerlöhne und warten bis diese Menschen nur Minimalrenten bekommen (wie dieses Problem wohl einst gelöst wird?). Wir preferieren private Vorsorge, die sich ein Niedriglöhner gar nicht leisten kann, damit die Versicherungen ihren Reibach machen. Wir jammern über die Kosten von Rente mit 63 und Mütterrente und vergessen, dass diese Menschen das System am Laufen gehalten haben.

Nein, es läuft etwas schief. Und keiner will es merken.

Statt Euren Abgeordneten in den Arsch zu treten zettelt Ihr Petitionen an. Respekt! Bleibt weiter Bittsteller! Die Almosen werden vom Tisch der Mächtigen fallen.

Herr Guttiiiiing...

..haaaallooooo, Herr Guttiiing.., bitte kommen Sie doch mal langsam rückwärts in die Garage ´rein!

Ich muss Sie dringend "motivieren"!

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