Volkszählung am Futterhäuschen

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NABU und LBV rufen auf zur „Stunde der Wintervögel“ vom 6. bis 8. Januar 2012
Donnerstag, 8. Dezember 2011 - 13:02
Haubenmeise

Haubenmeise | Foto: Frank Derer

Berlin/Hilpoltstein – Vom 6. bis 8. Januar findet zum zweiten Mal deutschlandweit die „Stunde der Wintervögel“ statt. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Landesbund für Vogelschutz (LBV), NABU-Partner in Bayern, rufen Naturfreunde auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und für eine gemeinsame Auswertung zu melden. Die Naturschützer wollen aus den Beobachtungen neue Erkenntnisse über schleichende Veränderungen in der Vogelwelt ziehen und darauf notwendige Schutzstrategien aufbauen.

Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten wie Kohl- und Blaumeise, Haussperling oder Star. Wo kommen sie vor? Wo sind sie häufig und wo selten geworden? Wie wirkt sich der Klimawandel auf die Vögel aus? Je mehr Menschen ihre Beobachtungen zusammentragen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse.

Bereits bei ihrer ersten Auflage 2011 war die „Stunde der Wintervögel“ mit 85.000 Teilnehmern und rund 2,6 Millionen gemeldeten Vögeln die größte naturkundliche Mitmachaktion in Deutschland. Eine besondere Qualifikation außer dem Interesse an der Vogelwelt ist für die Teilnahme nicht erforderlich. Weitere Infos sowie Porträts der häufigsten Arten stehen online zur Verfügung. Auch die Auswertung der Meldungen ist im Internet live zu verfolgen.

Amsel

Amsel | Foto: Frank Derer

In Bayern organisiert der LBV die „Stunde der Wintervögel“ inzwischen zum siebten Mal. Die Beobachtungen der vergangenen Jahre brachten interessante Ergebnisse. Es wurden überraschend viele und zunehmend mehr „traditionelle“ Zugvögel gezählt, die sich den Zug in den Süden sparten. Dieser Trend könnte sich angesichts des ungewöhnlich warmen Herbstes in diesem Jahr noch verstärken. Andererseits sind bisher kaum Wintergäste aus dem Norden und Osten wie Seidenschwanz oder Bergfink bei uns eingetroffen. Dabei wäre der Tisch reich gedeckt: Buchen und Eichen haben ein ausgesprochenes Mastjahr, sie hängen voller Früchte. Auch die Beerensträucher sind gut bestückt, was Weichfutterfressern wie Drosseln oder Rotkehlchen gut tut.

Und so wird es gemacht: Von einem ruhigen Plätzchen aus wird von jeder Art die höchste Zahl notiert, die im Laufe einer Stunde entdeckt werden kann. Die Beobachtungen können per Post, Telefon (kostenlose Rufnummer am 7. und 8. Januar von 10 bis 18 Uhr geschaltet: 0800-1157-115) oder einfach im Internet unter www.NABU.de/stunde-der-wintervoegel und www.lbv.de/stunde-der-wintervoegel (für Bayern) gemeldet werden. Einsendeschluss ist der 16. Januar 2012. Unter den Teilnehmern werden zahlreiche Preise verlost.

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