Vision oder Albtraum?

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Ein Szenario
Freitag, 15. Februar 2013 - 19:33

Es ist erstaunlich ruhig an der Euro-Front. Griechenland scheint gerettet, der Euro scheint gerettet, Europa scheint gerettet. Dank des unermüdlichen Einsatzes unseres Polit-Personals.

Aber es braut sich etwas zusammen. Es ist (vorerst) nicht Inflation oder Staatsbankrott, könnte aber jederzeit eintreten. Was den Bürger aktuell bedroht, kommt aus einer ganz andern Ecke. Es ist ein Ereignis, das zwangsläufig Elend erzeugt und die Existenz von Millionen bedroht, Millionen verarmen läßt. 

MalenSie sich mal auf Grund der vorliegenden Tatsachen folgendes Szenario aus, das im Fall der Fälle jeden beträfe:

"Ihre Ausgaben werden steigen so stark wie seit 1945 nicht mehr. Ihre Einnahmen werden sinken, egal ob Rente oder Gehalt. So wird das Leben von Millionen Deutschen buchstäblich aufgerieben. Machtlos taumeln sie in den sichereren Ruin.

Ihre Sparguthaben werden über Nacht halbiert, wenn nicht ausgelöscht. Medikamente werden unbezahlbar. Schon einfache Spalt-Tabletten kosten wohl 20 Euro. Ihre Lebensversicherung verliert 50% an Wert.

Und das Schlimmste kommt jetzt: Brot, Fleisch, Gemüse werden zum Luxusgut (stapeln Sie besser jetzt schon Konserven im Keller!).

Oder schauen sie sich mal in Ihrem Zimmer um. Sehen Sie in aller Ruhe auf Ihre Sessel, Ihre Schränke, Ihren Fernseher, Ihren Couchtisch. Betrachten Sie jetzt all Ihre Lieblingsstücke, die Ihnen in Jahren ans Herz gewachsen sind. So, und jetzt denken Sie nach: Was von all dem können sie entbehren? Denn es wird beim besten Willen nicht hineinpassen ins neue "Heim", das Sie vielleicht schon bald beziehen müssen. Eine kleinere Wohnung. Vielleicht ein Not-Asyl.

Das ist keine Panik-Mache. Solche Fälle sind längst bittere EU-Realität. Schon Hunderttausende sind davon betroffen. Nicht nur in Griechenland. Denn auch Wohnen wird bei uns unerschwinglich. Strom, Wasser, Telefon werden gnadenlos teuer, und Ihr Vermieter wird seinen eigenen Kostendruck an Sie weitergeben. Es zieht die Miete an, Sie werden es erleben.

Auch Wohneigentum schützt nicht, wenn sie Ihr Haus noch nicht abbezahlt haben. Banken werden ohne Skrupel die Zinsen frech anheben. Was passiert, wenn die Leute weniger verdienen und Vermieter und Banken ihre Kosten weitergeben, sehen Sie schon jetzt in Spanien: Zwangsräumungen! "In Spanien verloren 350.000 (!) Menschen ihre Wohnung in den letzten 4 Jahren. Weil sie Miete oder Kredit nicht mehr zahlen konnten", so die "Welt" am 2.11.2012. Aktuell sind es 500 Zwangsräumungen täglich!

Und die "tz" berichtet von Menschen, die 40 Jahre lang ihre Miete zahlten, doch jetzt ohne Strom und Wasser leben. Und es gibt Mieten, auch bei Sozial-Wohnungen, die um fast 400% stiegen. Ab 6000.- EU Mietschulden rollen die Räum-Kommandos an. Nach dem Rauswurf kampieren die Opfer oft unter freiem Himmel! Oder landen im Not-Asyl. Eine Selbstmordwelle erfasste 2012 ganz Spanien...

Es kommt aber noch schlimmer: Jeder, der kann, wird seine Preise erhöhen. Das geht los im Supermarkt. Sie werden wie ein Gehetzter von Aldi zu Lidl stolpern und trotzdem viel zu viel zahlen. Für ein Stück Butter, für Blumenkohl, für Kartoffeln.

Der Grund des Desasters: Die radikale Abwertung des Euro! Warum muß der Euro zwangsweise abgewertet werden? Wegen der Schuldenkrise der EU. Nicht nur Griechenland steht wegen seiner Schulden vor dem Bankrott. Auch Spanien, Portugal, Italien, Frankreich folgen - und auch wir gehen in diese Richtung.

Diese Katastrophe muss auch Deutschland erfassen, weil wir in der EU gefangen sind. Und weil der einzige Ausweg aus der Schulden-Krise die Euro-Abwertung ist.

Kann man die Schulden nicht zurückzahlen, um damit die Krise zu vermeiden, werden Sie sich jetzt fragen. Die Antwort lautet: Auf keinen Fall. Nicht einmal Deutschland als reichstes EU-Land schafft das, denn die Rückzahlung ist mathematisch schlicht unmöglich:

Angenommen, Deutschland tilgt jeden Monat 5.27 Milliarden Euro seiner 2.05 Billionen Euro Schulden. Wissen Sie, wann die Schulden dann abgetragen sind? In 121 Jahren und 3 Monaten! Das können sie mit jedem Tilgungsrechner aus dem Internet nachrechnen.

Lassen Sie sich also nicht von den Berliner Polit-Lügnern hinters Licht führen, wenn die Ihnen was von Schulden-Abbau erzählen! Denn unter "Schuldenabbau" verstehen die bloß "weniger Schulden" machen, das heißt die Schulden steigen unaufhörlich, kein einziger Euro wird getilgt!

Also: Schulden bezahlen geht nicht. Schon lange nicht durch Sparen. Und wenn Deutschland nicht auch noch die Schulden anderer Euro-Staaten übernehmen will (übrigens: da bin ich mir nicht so sicher. "Mutti" würde auch das noch tun), sieht es so aus:

Einziger Ausweg ist die Abwertung des Euro, denn jedes Prozent, das den Euro abwertet, senkt die Schulden aller EU-Staaten. Und wir sollen die Zeche zahlen. Durch explodierende Preise.

Sie zweifeln an der zwangsweise kommen-müssenden Euro Abwertung? Dann schlafen sie weiter.

Aber Sie sollten folgendes bedenken:

Experten von Weltrang, wie der Oxford-Ökonom Clemens Fuest fordern die Abwertung des Euro.

Die Bundesbank holt im Ausland gelagerte Goldreserven zurück. Es geht um Gold im Wert von 150 Milliarden Euro. So angekündigt am 22.10.2012. Offenbar trauen Bundesbanker dem Euro nicht mehr...

Und das nächste sollte Ihnen sehr, sehr zu denken geben: Die Schweizer Notenbank stößt heimlich große Euro-Bestände ab (Meldung vom 1.11.12 in der "Welt").

Die Abwertung wird von Brüssel ausgehen, denn die Bundesbank hat längst keinen Einfluß mehr auf den Euro ("Mutti" sei's gedankt). Und die Abwertung wird so verlaufen, wie alle Abwertungen ablaufen:

Sie wird verkündet an einem Wochenende. Sie ist über Nacht wirksam. Es wird nur eine kurze Meldung geben am Ende der 20-Uhr-Tagesschau. Vielleicht auch nur dieses Spruchband, das sie während des Tatorts einblenden: "Ab morgen 7 Uhr sind 100 Euro nur noch 50 Euro wert!"

Glauben Sie, daß es nie soweit kommen wird? Dann träumen Sie weiter. Noch radikaler wäre eine totale Geldentwertung. Dann wären alle Staaten ihre Schulden los und könnten neu anfangen (Schulden machen, was denn sonst!)."

Oder ist das ganze vielleicht doch völlig abwegig? Man wird sehen.

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Kommentare

@waldemar zimmermann

Das, was Sie hier im Szenario schreiben, war doch alles schon mal da. Blos wird dies unseren Wählern, die diese Zeit nicht mitgemacht haben, vorenthalten. Es sind bald wieder Wahlen!
Unser Kinder und Jugendlichen werden doch durch die "Systemmedien" regelrecht verdummt. Was wird ihnen denn in Sachen Geschichte noch gelehrt? Eventuell 30jähriger Krieg und jede Menge vom kleinen "Österreicher", dem wir heute noch unser Büsertum zu verdanken haben. Wer sich einmal mit unserer Geschichte befasst und das nicht nur 80 Jahre zurück, der sollte eigentlich die von Ihnen beschriebenen Zusammenhänge einigermaßen verstehen können.
Ganz interessant ist dazu dieser Bericht: http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/michael-morris/-moe...

Abwegig?

Nein. Die Vision ist vielleicht nur ein wenig zu schwarz gezeichnet. Die deutsche Regierung spricht von ausgeglichenem Haushalt bereits dann, wenn sie sich noch Schlupflöcher gelassen hat um bei einem ausgeglichenen Haushalt noch Milliarden neue Schulden aufnehmen zu können.

Die künstlich niedrig gehaltenen Zinsen dienen nur dem Zweck, die Schulden nicht ins Unermeßliche steigen zu lassen. Wenn bei einem Zinssatz von 0,5% für 2 Billionen gerade mal schlappe 10 Milliarden Zinsen fällig sind, wären es bei Zinsen wie vor 20 Jahren 100 Milliarden! Noch nicht einmal in einer Hochkonjunktur wie jetzt und bei niedrigen Zinsen, sind wir in der Lage, Schulden abzubauen. Wenn die Konjunktur nachläßt, was abzusehen ist, was dann?

Wenn sich mit Geld keine Gewinne mehr machen lassen, was machen die Spekulanten dann? Wohin mit den Billarden an zusammengerafftem Geld, das den arbeitenden Menschen entzogen wurde? Es wird mit Nahrung spekuliert und mit Rohstoffen. Wer arm ist, wird ärmer gemacht. Welch eine Perversion - man hat einen Sekundenhandel, wo mit Hilfe des Computers aus Geld Geld gemacht wird, ohne auch nur das Schwarze unterm Fingernagel erzeugt zu haben. Woher kommen diese Gewinne - wer bezahlt dafür?

Jeder macht mal einen Fehler. Der Normalbürger ist gehalten, einen Fehler einzusehen und zu berichtigen. Den Fehler der Einführung des Euro sehen heute alle Politiker ein. Doch keiner ist bereit, diesen Fehler zu korrigiern. Die Aufnahme Griechenlands in die EU war ein Fehler, wer korrigierts?

Die größte Gefahr ist die Radikalisierung, wenn es bergab geht. Es glaube doch niemand, dass dann kein "starker" Mann gefunden wird. Oder dünkt sich jemand klüger als seine Vorfahren? Glaubt denn wirklich jemand, die Menschheit hatte sich in den letzten 60 Jahren geändert, was sie in Tausenden von Jahren nicht geschaft hat?

Wer z.B. unbekümmert der Ausbeutung Afrikas zusieht um dann mit "Brot für die Welt" und was es sonst noch gibt, ein paar Brosamen dort auszustreuen, hat nichts dazugelernt. Sie beten für Afrika und glauben, das dies etwas nützen könnte.

Wer heute noch glaubt, Maria sei mit "Leib und Seele" in den Himmel aufgefahren, der hat die Realität unserer Welt nicht erkannt. Und doch ist dies heute noch ein unumstößliches Dogma der katholischen Kirche. Aber man soll die Hoffnung nicht aufgeben, schließlich hat man auch nach Jahrhunderten zur Kenntnis genommen, dass Galileo kein Ketzer war.

Die Menscheit macht sich Gedanken darüber, wann menschliches Leben entsteht. Ethikkommissionen verbiegen ihre Gedankenkonstrukte, um irgendwelche Entscheidungen zu treffen - auf der anderen Seite werden alle Anstrengungen unternommen um Gerät herzustellen, mit dem man geborenes Leben wieder auslöschen kann.

Nein, wir sind die Guten. Wir ermorden nicht mehr grausam, wie das im 20. Jahrhundert geschenen ist. Heute geschieht dies subtiler, wird kaum noch wahrgenommen. Millionenfach jedes Jahr. Betet für die Ärmsten der Armen - es wird ihnen nichts nützen, aber es wird euch ruhig schlafen lassen.

Fehler sehen die Politiker ein???

...Den Fehler der Einführung des Euro sehen heute alle Politiker ein...
Gibt es dafür Quellenangaben?

Werter Filou,

ich halte sie für einen umfassend gebildeten Menschen, der durchaus ab und an eine fundierte Meinung zum Besten gibt, wenngleich ich ihre Ansichten nicht immer teile.

Aber was sie hier abgeben ist unerträglich. Herr Zimmermann schreibt über Inflation und Geldentwertung, darüber was vor beinahe 65 Jahren schon einmal der Fall war.

Ihr Kommentar in den ersten 5 Absätzen mag noch mit dem Thema zu tun haben, aber bitte weshalb nutzen sie die Gelegenheit gleich noch dazu, Christen zu beleidigen? Zumal ihr Geschreibe ab dem Zeitpunkt wo sie über "Brot für die Welt" herziehen nichts mehr mit Inflation oder Herrn Zimmermanns Artikel zu tun hat.

Sie dürfen gerne nicht an Gott glauben und auch nicht mit dem einverstanden sein, was die katholische Kirche lehrt oder darstellt.

Doch das gibt ihnen nicht das Recht, jene zu kompromittieren, die sich ihrerseits das Recht herausnehmen, in jenen Lehren etwas zu finden, was ihnen etwas bedeutet.

Glaube zu akzeptieren, auch wenn man selbst nicht davon überzeugt ist wäre tolerant. Toleranz steht nicht nur Christen gut zu Gesicht, Filou.

Der Artikel

von Herrn Zimmermann zeigt mögliche Szenarien, was auf Grund der Staatsverschuldungen auf uns zu kommen könnte. Die Ursachen, weshalb diese Visionen wahr werden könnten, liegen aber nicht allein in der fehlerhaften Politik begründet, sondern in der Gier nach mehr und nach leichtem Gewinn. Gewissenlose Profiteure ruinieren die Staatsfinanzen ebenso wie korrupte Politiker. Und statistisch gesehen sind da sicher auch Christen beteiligt.

Ihre Kritik, werter MaBö, hebt im Wesentlichen darauf ab, dass mein Kommentar vom Thema abschweift. Mag sein, jedoch bin ich der Meinung, dass neben den Auswirkungen wie sie Herr Zimmermann geschildert hat auch die Ursachen betrachtet werden sollten.

Wer sein Gewissen damit beruhigen kann, wenn es nur ein paar Spenden für die Ärmsten gibt - ich habe damit kein Problem. Ich kann auch nicht erkennen, dass ich einen Christen beleidigt hätte, oder meinten Sie jetzt Katholiken? In meiner Schulzeit (vor über 60 Jahren) waren dies noch die einzigen, die das Recht auf den Himmel hatten. So viel Arroganz hat mich damals schon gestört.

Wenn Sie Toleranz einfordern, wo bleibt Ihre Toleranz? Ich muss keine der Heilslehren gut finden und darf das auch sagen. Auch ein katholischer Christ darf denken - zwar noch nicht so lange, aber doch! Und wo bleibt die Toleranz der katholischen Kirche? Ein gemeinsames Abendmahl mit evangelischen Christen ist immer noch verboten. Einem Geschiedenen wird die Kommunion verweigert. Wie tolerant die katholische Kirche als Arbeitgeber ist, darüber will ich lieber schweigen.

Natürlich gab es eine Zeit, wo die Mehrzahl der Menschen weder lesen noch schreiben konnten, wo sie von Naturwissenschaft und Entstehung der Welt nichts wußten. Ja, es war wichtig und richtig, dass Religionen den Menschen ihre Umgebung so erklärten, dass sie es verstehen konnten. Mit all den Problemen die daraus leider entstanden. Fragen Sie nicht, wie viele Menschen die katholische Lehre in schwere Gewissenskonflikte getrieben hat. Einer meiner Mitschüler wurde von unserem Herrn "Geistlichen Rat" (unser Religionslehrer) nahezu geächtet, weil sich seine Eltern getrennt hatten. Heirat zwischen Katholiken und Nichtkatholiken: unmöglich damals.
Heute könnten die Menschen die Zusammenhänge sehen, wenn sie wollen.

Sehen, woher die Not in manchen Ländern kommt und kein Mäntelchen des Schweigens darüber ausbreiten. Ich verstehe, dass man in gemeinsamem Gebet Trauer bewältigen kann und Gemeinschaft festigen. Worüber ich mich immer wieder wundere ist, wenn man glaubt, damit etwas verändern zu können.

Nein, meinetwegen soll jeder nach seiner Fasson selig werden. Jemanden zu beleidigen lag mir fern. Beständigkeit und Unveränderlichkeit, wie sie mache Religionen mit Zähnen und Klauen verteidigen, sind mir unverständlich.
Ghandi sagt: "Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit." 

Filou,

es ist ihnen tatsächlich gelungen, evangelische und katholische Christen vor den Kopf zu stoßen. Denn "Brot für die Welt" ist ein diakonisches Hilfswerk, dem sie unterstellen, es würde nichts weiter bewirken.

Im nächsten Satz greifen sie dann einen nicht unerheblichen Bestandteil der katholischen Lehre auf und an, indem sie jene, die an Maria als Mutter Gottes glauben, also katholische Christen, als realitätsfern bezeichnen.

Beten, was sie als nutzlos bezeichnen, bzw. nur als Instrument zur Selbstberuhigung für einen guten Schlaf vor dem eigentlich schlechten Gewissen ansehen, ist allen Christen gleichermaßen ein nicht unerheblicher Teil ihrer Religionsausübung.

Zudem möchte ich ihnen nicht in ihrer Aussage zustimmen, das Christentum, insbesondere das Katholische, sei eine Ursache der Eurokrise.

Mit Verlaub. Die Statistik zu bemühen, um an der Misere Christen beteiligt zu sehen ist wohl mehr als fragwürdig, um daraus eine Hetzkampagne herzuleiten. Als solche würden mir ihre Aussagen in diesem Kontext nämlich vorkommen.

 Wo meine Toleranz bleibt? Die habe ich doch wohl durchaus zum Ausdruck gebracht, indem ich es freistellte, nicht zu glauben und/oder sich nicht der katholischen Lehre anzuschließen.

Zudem sollten sie sich vielleicht mal mit Menschen auseinandersetzen, denen die Trennung der Kirchen ebenfalls mißfällt. Von denen gibt es nämlich mehr, als es der Amtskirche lieb ist. Auch hier hat unten schon begonnen, was leider Oben noch nicht sein soll.

Interkonfessionelle Ehen sind schon lange kein Thema mehr. Hier kramen sie in einer Vergangenheit, die längst überholt ist.

Dass in der katholischen Kirche vieles im Argen liegt, das bestreite ich ja nicht.

Und, verzeihen sie mir die Unterstellung, wären sie nicht der Erste, der eine ständige Anpassung der kirchlichen Lehre damit abtun würde, dass das Fähnlein der Kirche nach dem Winde hängt, welcher gerade allgemein weht?

 

So viel zum Thema Eurokrise und Geldentwertung....

Wer sich mal abseits der linken Journallie...

... mal etwas konkreter informieren möchte, den lege ich die aktuellen Artikel des "kopp-verlages" nahe. Auch wenn es die Administratoren nicht gerne sehen, denn viele meiner Antworten erscheinen sehr spät bzw. gar nicht. Viele Grüße an die Zensurkommission. Bitte ausgiebeig ausschlachten.

Leider bald keine Vision mehr.

Wir stehen kurz davor, das dies Realität wird. Mit den Geldern an die Helenen gehts los.

Kopp-Verlag, das "Hauptquartier der deutschen Spinner"

"Der 11. September: War es wirklich Al-Quaida? Oder doch die CIA, die Freimaurer oder das Welt-Judentum? Die Außerirdischen: Gibt es sie doch und man erzählt uns nicht die ganze Wahrheit? Verschwörungstheorien erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Genauso übrigens wie Esotherik oder alternative Heilmethoden zu schlimmen Krankheiten. Man kann mit solchen Themen richtig Geld verdienen. Es gibt sogar einen Verlag, der sich nur von diesen Theorien ernährt. Und zwar mit wachsendem Erfolg"

Der NDR berichtete über den in Rottenburg am Neckar ansässigen Kopp-Verlag im Mai 2012. Dieser Verlag bietet danach "Literatur am Rande der Legalität, alles im Schutze der Meinungsfreiheit."

Kopp-Verlag 'Die andere Sicht der Dinge'

news.de nennt den Kopp-Verlag "Das Hauptquartier der deutschen Spinner": Verschwörungsverleger nah am rechten Rand


KOPP-Verlag

Das Literaturangebot des KOPP-Verlages stellt für Jeden mit wachem Verstand KEINE seriöse Informationsquelle dar.

Kritischen Interessierten sei anempfohlen, sich das Angebot des Verlages an Büchern, CDs, DVDs im Bestellkatalog näher anzusehen.
Besonders das in der Rubrik "Medizin & Gesundheit":
"Quantenheilung", "Heilzahlen", "Heilgebete", ""Energetische Medizin" inkl. "Stimmgabel-Set" usw. etc.
Esoterik/Pseudo-/Paramedizin lassen grüßen - gefährlich wird es dann, wenn es ernst genommen wird ... - und den Arztbesuch ersetzt.
Insofern hat es nicht nur mit Verschwörungstheorien, Rechts-Lastigkeit und Spinnerei zu tun ...

Mit all dem lässt sich in der Tat DICK Geld verdienen ...

Bei psiram.com gibt es zum KOPP-Verlag eine eigene Seite:

http://psiram.com/ge/index.php/Kopp_Verlag
http://psiram.com/ge/index.php/Psiram:Impressum

@Rolf Schmitt

Bezüglich des Kopp-Verlages sehr gut recherchiert. Leider halt beim staatlichen Rotfunk.
Es wird ja niemand dazu gezwungen, sich dort zu informieren Herr Schmitt. Wenn Sie der Meinung sind, beim "Neuen Deutschland" schreiben die Journalisten objektiver, dann wird Ihnen das niemand verbieten, sich dort zu informieren.
Ich hole mir auch viele Tips und Anregungen sowie aktuelle Nachrichten von Kopp und bin dabei immer gut gefahren. Auch wenn ich von manchen belächelt werde, dass soll halt jeder selbst entscheiden. Man muss sich ja nicht alles einziehen, was angeboten wird. Wenn Herr Schmitt das macht, ist es seine Sache.

GG: Artikel 5

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten...

Provokateuren keine Plattform bieten!

Der Thread ist inzwischen etwas entgleist, trotzdem möchte ich noch meinen Senf dazugeben:

Dieser Verlag vertritt kein rechtes Gedankengut. Er provoziert nur. Dass er versucht, mit rechten Parolen zu provozieren, beruhigt mich einigermaßen, denn es beweist mir, dass die überwiegende Gesinnung eine linke ist.

Womit wollte er seine Geschäfte machen, wenn alle nur noch Krebs auspendeln und alle wieder deutschnational dächten?

Dann bezöge er vermutlich linke Positionen und wäre konsequent für Schulmedizin.

Solchen Läden sollte man erst gar keine Plattform bieten und sie am besten totschweigen.

"Entgleister Thread", "solche Läden", M. le Fay; KOPP-Verlag

Wo ist die" überwiegende Gesinnung eine linke"?
Doch wohl nicht im KOPP-Verlag?
Und auch nicht in der Bevölkerung der BRD -
und besonders nicht in good old Bruchsal ... :-)

"Totschweigen" sollte man gar nichts.
Welche Folgen ein Wegsehen bzw. Totschweigen haben kann, ist hinreichend bekannt.

Wenn die wirtschaftlichen Bedingungen schlechter werden und
das dahinterstehende System kaum mehr zu steuern bzw. überhaupt zu durchschauen ist (Eurokrise, Finanzkrise, Bankenkrise),
politische Parteien und deren Entscheidungsträger/Repräsentanten (Wulff, Guttenberg, Steinbrück, Schavan usw.) ins Zwielicht geraten,
die soziale Schere immer mehr auseinander geht (Hartz IV versus Boni)
rechter Terror unter den Augen des Verfassungsschutzes zunimmt (NSU),
der Medizin-" Betrieb" immer mehr zum Business wie jedes andere verkommt (Transplantationsskandale, Industriesilikon als Implantat-Material),
und Ärzte sogar bei Massen-Heilungsveranstaltungen brasilianischer Wunderheiler (Joao de Deus) in Deutschland und Österreich als unterstützende Referenten auftreten -

boomen die Geschäfte eines KOPP-Verlages, weil sie thematisch alles aufgreifen, an was man GLAUBEN kann - in Zeiten großer Verunsicherung und Zukunftsangst.

Im Zuge der Globalisierung haben sich ehemals ideologisch gut handhabbare Feindbilder aufgelöst (Kalter Krieg, Zerfall des Ostblocks, China als aufstrebende globale Wirtschaftsmacht usw.) - man muss sich neue schaffen.
Bzw., es müssen neue geschaffen werden, die auch wirtschaftlich genutzt werden können - wie z. B. vom KOPP-Verlag mit seinen angebotenen diversen Verschwörungstheorien.

Wenn wir am Anfang dieser Entwicklung wären, würde ich sagen:
WEHRET DEN ANFÄNGEN ...!

Lesen Sie hier...

einen satirischen Beitrag von mir aus dem Jahre 2009 zum Kopp-Verlag...

http://www.bruchsal.org/story/vorsicht-b%C3%BCrgerkriegsos-abendlandder-...

@ Waldemar Z.s satirischer Beitrag (2009) zum Kopp-Verlag

Sehr schön zu lesen, erheiternd und witzig geschrieben ...
Aus der Sicht von jemandem, der darüber steht.

Es wäre lustig, wenn es nicht so ernst wäre.
Denn es gibt Leute, die das alles für bare Münze nehmen, solch einen Mist aus diesem Verlag kaufen und es für "wissenschaftliche Information" halten.

Ich habe es selbst schon miterlebt, wie man greise, kranke Menschen mit diesen "Informationen" quasi gefüttert hat - in der Absicht, in der Folge seine teuren Esoterik-Produkte besser bei ihnen absetzen zu können.

Da hört m. E. der Spaß auf ...

@Beobachter

Sie haben ja vollkommen recht. Ihre Meinung widerlegt mich doch aber gar nicht.

Nur..., glauben Sie ernsthaft, dass jemand, der den ganzen Käse, den Esoteriker (der Begriff müsste noch genau definiert werden) verzapfen, glauben möchte, Ihren durchaus vernünftigen Argumenten zugänglich ist??

Garantiert nur die allerwenigsten.

Selbst wenn man mit Fakten einen Irrtum belegen könnte, werden die Fakten angezweifelt. Borniertheit ist Trumpf.

Lohnt es sich also, zu versuchen, objektive Irrtümer auszuräumen? Nein!

Und deshalb ist jede Diskussion eigentlich überflüssig. Je weniger einen Kopp-Verlag kennen, desto weniger kaufen da Bücher. Und wenn mich ein Arzt mit Baströckchen empfängt und meine Allergie mit Klangschalen behandeln möchte, dann frag ich ihn einfach, ob das evident ist und von der Kasse bezahlt wird. ;-)

@Stefan

Klar doch informiere ich mich bei "neues deutschland" ;-). Man beachte den Hinweis auf der Titelseite zu den Seiten 2 und 6:

nd

@ Morgan le Fay

Es stimmt:
Esoterik (und andere) - Gläubige sind sozusagen aufklärungsresistent; d .h. rationalen Argumenten nicht zugänglich und nicht zu vernünftigen Diskussionen bereit.
Insofern ist es erfahrungsgemäß ein fruchtloses Unterfangen ...

Der KOPP-Verlag macht offensiv Werbung für seine Elaborate:
Kürzlich habe ich einige eingeheftete Werbebroschüre-Seiten mitten in der TV-Beilage der BNN vorgefunden ...!
Es ist nicht zu übersehen/ignorieren oder gar totzuschweigen.

Was die Ärzte betrifft, die da mitmachen (Esoterik, Pseudo-/Paramedizn):
Die treten leider nicht im Baströckchen auf, sondern im beeindruckenden weißen Kittel, und bieten ihre obskuren Leistungen/Dienste/Therapien als IGeL-Leistungen an (sind also vom Patienten selbst zu bezahlen).
Im Übrigen ist z. B. Homöopathie (oder was sich alles als solche deklariert) inzwischen salonfähig geworden - obwohl erwiesen ist, dass die angebliche Wirkung nur auf Placebo-Effekten beruht.

Beunruhigend und gefährlich ist die Tatsache, dass sehr vieles aus diesem Themen-Bereich salonfähig geworden ist.
Der Einfluss der dahinter stehenden mächtigen Lobby ist mehr als beträchtlich - es geht wie gesagt ums Geschäft.
Dazu gibt es mittlerweile unzählige Berichte und Recherchen in der seriösen Presse und anderen Medien.

@rolf schmitt

Tut mir leid, aber damit kann ich nichts anfangen. Soll damit suggeriert werden dass beim Kopp-Verlag "Nationale Sozialisten" am Werk sind? In dem Artikel von W. Zimmermann habe ich da nichts gelesen. Es ging lediglich um ein Szenario, welches nicht ganz unabwägig scheint.
Und wenn jemand seine Informationen unter anderem auch beim Kopp-Verlag bezieht, muss er deswegen ein "Nationaler Sozialist" sein?

@Stefan: Nicht unbedingt.

Niemand, der seine Informationen beim Kopp-Verlag bezieht, muss ein Nationaler Sozialist, Nationalsozialist, Rechtsextremist oder Nazi sein. Aufgrund der Ausrichtung dieses Verlages ist dies jedoch zumindest nicht im Bereich des Unmöglichen. So sollen Veröffentlichungen des Kopp-Verlages "gern von Nazis in sozialen Netzwerken zitiert (werden), wenn sie sich den Anschein des "Seriösen" geben wollen."

Dieses Zitat stammt nicht aus dem Neuen Deutschland sondern von der Seite NETZ-GEGEN-NAZIS.DE, die von der Amadeu-Antonio-Stiftung betrieben wird. Unterstützt wird diese Stiftung von DIE ZEIT, der Freudenbergstiftung aus Weinheim und dem Generali Zukunftsfonds (Versicherungsgruppe). Insofern dürfte diese Stiftung doch irgendwelcher linker Umtriebe eher unverdächtig sein.

Der aus Angola stammende Amadeu Antonio Kiowa wurde am 6. Dezember 1990  eines der ersten Todesopfer rassistisch motivierter Gewalt in Deutschland nach der Wiedervereinigung. Die Urteile im Gerichtsprozess gegen die Täter wurden vielfach kritisiert. Während das Gericht die Täter wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu maximal vier Jahren Haft verurteilte, stuften Wissenschaft, politische Öffentlichkeit und Medien die Tat vielfach als Mord ein.

http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/nach-den-portal-sperren-im-weltne...

Verbindung Rechtsextremismus - Esoterik - "Medizin"

Ausgehend vom Angebot des umstrittenen KOPP-Verlages -
(Rechts-Lastigkeit, Esoterik, Medizin & Gesundheit)
gibt es nachweisbare Verbindungen zwischen der rechten Szene, Herstellern von Esoterik-Produkten und "Medizin":

Website "Deutsches Afrika Korps":
http://xinos.wordpress.com/2010/11/03/der-bormia-effekt/

Website "Bormia.de":
http://bormia.de/de/produkte.htm
(man beachte die Preislisten im "Shop")

DVD-Videos einer Jahrestagung eines "Verein(s) zur Hilfe umweltbedingt Erkrankter" e. V. (!):
http://www.youtube.com/watch?v=ppapNH84DMs
http://www.youtube.com/watch?v=MUYcypuCHnY
(man beachte die personelle Zusammensetzung von Vorstand, Gründungsmitgliedern und "wissenschaftlichem Beirat" des Vereins; bei näherem Interesse leicht für jedermann zu ergoogeln)

Und es ist offensichtlich für alle Beteiligten eine finanziell lohnende Verbindung, denn sonst würde es sie nicht geben.

Das alles hat (leider) nichts mit Satire zu tun, sondern ist Realität -
und zwar schon seit Jahren.
Und ist deshalb ernst zu nehmen ...

@rolf schmitt

Vielen Dank für Ihre Antwort. Frau Anetta Kahane, Initiatorin der o.g. Stiftung stammt aus dem Osten und war knallharte Kommunistin, die sogar für die damalige Staatssicherheit ihre eigenen Landsleute anschwärzte. Von solchen Menschen nehme ich Abstand, denn ich war selber ein Opfer der Stasi. Von 1974 bis 1982 arbeitete sie unter dem Decknamen „Victoria“ als Inoffizieller Mitarbeiter des Ministerium für Staatssicherheit (MfS). Was soll man von Menschen halten, die sich an ehemaligen Stasi-Spitzeln orientieren???

Homöopathie hat nichts mit Baströckchen zu tun

Moin Beobachter,

bevor das Thema hier endgültig entgleist, gehe ich nicht weiter auf den Unterschied Alternative Heilmethoden und Scharlatanerie ein. Aber da gibt es durchaus Unterschiede. Vielleicht können wir uns darüber mal in einem anderen Thread unterhalten oder an einem unserer Piratenstammtische. Ich bin bei den Piraten hauptsächlich für die AG Gesundheitswesen tätig.

Grenzen der "Alternativen Heilmethoden"?

Moin, M. le Fay,

worin besteht der Unterschied zur Scharlatanerie, wenn man behauptet, mit Homöopathie AIDS heilen zu können?

Aber in der Tat - es ist ein Thema für sich und hier bestimmt "off topic" ...

Wenn Interesse besteht, könnte man in einem gesonderten Thread argumentativ darüber weiter diskutieren.

Ich warte

jetzt noch bis jemand hier in diesem Thread behauptet, die Welt wäre erst 8.000 Jahre alt...

Freiheit oder Ausbeutung

In einer unfreien Wirtschaft, wie der heutigen, bestehen die Preise außer aus Lohnquoten auch aus Zinsquoten aller Art. Jede Behinderung der Konkurrenz wirkt monopolistisch, kürzt den Lohnanteil und erhöht den Zinsanteil. Den arbeitenden Menschen, denen nach aller Wissenschaft der Kuchen des Sozialproduktes allein gebührt, kann der Zinsbezieher, gestützt auf die Monopole, einen Teil ihres Arbeitsertrages vorenthalten.

Es ergibt sich die nur auf den ersten Blick erstaunliche Tatsache, dass die Ausbeutung im Laufe der Jahrtausende ihrem Wesen nach gänzlich gleich geblieben ist. Es ist grundsätzlich dasselbe, ob in der Vergangenheit der Sklave als Arbeitsmotor infolge seiner persönlichen und daher wirtschaftlichen Unfreiheit unmittelbar für seinen Herrn fronen musste; oder ob im heutigen Privatkapitalismus der Arbeitende vorwiegend infolge des Geld- und Bodenmonopols – also infolge einer unfreien Wirtschaft – nur einen um den Zins verkürzten Arbeitsertrag erhält oder ob schließlich in dem von den Marxisten gepredigten Staatskapitalismus, der sich fälschlich als Sozialismus ausgibt, infolge der Monopolisierung nahezu der gesamten Wirtschaft durch den Staat der Grundsatz der wirtschaftlichen Unfreiheit zur höchsten Potenz erhoben, die Ausbeutung also auf die Spitze getrieben wird, wobei der Zwangsarbeiter zusehen muss, was – nach Befriedigung der Ansprüche der herrschenden Bürokratie und des riesenhaft aufgeblähten Staatsapparates, die begreiflicherweise den Vorrang genießen – zuletzt für ihn übrig bleibt. In allen drei Fällen ist das Ausbeutungsprinzip dasselbe geblieben, bedingt das Monopol die Einschränkung oder gar den Ausschluss der Konkurrenz und damit zugleich die Ausbeutung.

Nur in der Technik der Ausbeutung besteht ein Unterschied. Während der Sklave bzw. Zwangsarbeiter in der Natural-, bzw. Kollektivwirtschaft unmittelbar lohnverkürzt werden, indem ihnen von vornherein nur ein Bruchteil ihres Arbeitsertrages zufällt, der Eigentümer, bzw. Arbeitgeber also zugleich auch der Ausbeuter ist, vollzieht sich die Erhebung des Zinses in der kapitalistischen Marktwirtschaft auf andere Weise.

http://opium-des-volkes.blogspot.de/2013/02/marktgerechtigkeit.html

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