Trinkwassergebrauch in Bruchsal weiter rückläufig

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Stadtwerke sorgen für nachhaltigen Grundwasserschutz
Freitag, 11. März 2011 - 14:11

Wasserwerk Bruchsal

Seit 1993 wird der 22. März als weltweiter „Tag des Wassers" begangen. Dessen diesjähriges Thema lautet: „Wasser für Städte - eine urbane Herausforderung". Beim Trinkwasser sind neben der Energie- und Wasserversorgung Bruchsal GmbH (ewb), einer Gesellschaft des Stadtwerke-Untefrnehmensverbundes, alle Bruchsaler Bürgerinnen und Bürger gefordert, einen bewussteren Umgang mit dem kostbaren Gut Trinkwasser zu pflegen. Die ewb fördert 2,5 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr. Der Bruchsaler Tagesspitzenbedarf liegt bei rund 10.000 Kubikmetern Wasser. Trotz der beeindruckenden Zahlen ist der Trinkwassergebrauch auch in Bruchsal trendgemäß rückläufig. Aus Sicht des Wasserversorgers ist dies nur bedingt erfreulich: Während weiterhin die fixen Kosten für die Wassergewinnung und die Unterhaltung des Wasserrohrnetzes anfallen, werden die Leitungen weniger durchströmt. Langfristig stellt es einen zu beobachtenden, nicht zu verachtenden trinkwasserhygienischen Aspekt dar. Auch die geringere Kostendeckung beim Trinkwasser wird zu thematisieren sein.

Wasserwerk Bruchsal

Da einige Städte und Gemeinden östlich von Bruchsal ihre Trinkwasserbrunnen aufgegeben haben und stattdessen Bodenseewasser beziehen, besteht die Gefahr der Vernachlässigung des oberen Grundwasserschutzes. In Konsequenz müssen Wasserschutzgebiete erweitert werden. In diesem Zusammenhang wird das Wasserschutzgebiet in Heidelsheim neu ausgewiesen sowie das bestehende Wasserschutzgebiet in Bruchsal überarbeitet. Letzteres erfolgt In enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Karlsdorf-Neuthard als gemeinsame Antragsteller.

Wasserwerk Bruchsal

Auf den Grundwasserschutz legt die ewb großen Wert, wie Wassermeister Ralf Frank betont: „Seit 25 Jahren beauftragen wir das Technologiezentrum Wasser (TZW) mit der Beratung der Landwirte in puncto grundwasser-schonender Bewirtschaftung und der Kontrolle der Felder. Diese Maßnahmen haben deutliche Erfolge gezeigt. In unseren Brunnen sind die Nitratwerte im genannten Zeitraum um 60 Prozent zurückgegangen." Gründe hierfür sind das Düngen zur richtigen Jahreszeit, die Dauerbegrünung der Felder und nicht zuletzt die Beratung der Landwirte durch das zum Landratsamt Karlsruhe gehörende Landwirtschaftsamt Bruchsal. Letztes leistet „sehr viel Umweltschutzarbeit", wie Frank lobend hervorhebt. - Wissenswertes über die Herkunft unseres Trinkwassers und dessen Weg vom Brunnen bis in die Haushalte erfährt man in einer Führung durch die Wasserwerke Bruchsal und/oder Heidelsheim. Voranmeldungen bei ewb-Wassermeister Ralf Frank unter Tel. (07251) 706-336 oder per Mail an ralf [dot] frank [at] ewb-bruchsal [dot] de

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