TIP Werbeverlag Kaufland-Konzern:

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bisher größte Massenentlassung ist Kapitalismus pur
Donnerstag, 25. September 2014 - 15:13

ver.di ist empört über die Ankündigung des zum Neckarsulmer Kaufland-Konzern gehörenden TIP Werbeverlages, bundesweit seine Austräger zu entlassen. Rund 55.000 Menschen, die von fünf Standorten aus geführt werden (Hamburg, Leipzig, Dortmund, Berlin, Heilbronn), sind bundesweit betroffen, überwiegend Rentner, Schüler und Studierende. Es handelt sich um die wahrscheinlich größte Massenentlassung in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Grund für die drastischen Sparmaßnahmen, die auch in anderen Bereichen des Konzerns gerade angegangen werden, ist offenbar, dass die Umsatzpläne derzeit nicht erreicht werden. Massenentlassungen mit der Verfehlung von selbst gesetzten Zielen zu begründen, ist für ver.di ein Novum in der Geschichte der deutschen Arbeitsbeziehungen und ein Riesenschritt hin zu amerikanischen Verhältnissen. Es ist zu prüfen, ob hier eine Umgehung des Paragrafen 613a BGB vorliegt.
Unter den Beschäftigten sind auch zahlreiche Leistungsempfänger, die damit bisher wenigstens ein geringes, nicht anzurechnendes Einkommen erzielten. Vorgesehen ist, dass bundesweit verschiedene Partner künftig die Verteilung übernehmen.

Leni Breymaier, ver.di Landesbezirksleiterin: „Es ist unglaublich. 55.000 Menschen werden ohne jede Vorwarnung, Flankierung oder sozialen Ausgleich auf die Straße gesetzt. Nicht weil der Konzern wirtschaftlich in irgendeiner Form gefährdet wäre, sondern um Profite weiter zu erhöhen. Mit sozialer Marktwirtschaft hat das nichts mehr zu tun, das ist Kapitalismus pur.“

Marianne Kugler-Wendt, ver.di Geschäftsführerin in Heilbronn: „Für Schüler, Studenten, Rentner und sonst nicht erwerbstätige Menschen ist das Austragen von TIP am Sonntag oft die einzige Möglichkeit sich Geld zu verdienen, für Schüler ein Taschengeld. Es gibt keine Alternativen für die Betroffenen. Diese unternehmerische Entscheidung ist sozial nicht nachvollziehbar und trifft die Zustellerinnen und Zusteller hart.“

Die in Heilbronn sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die unter anderem als Personalsachbearbeiter für die Austräger tätig sind, sollen Alternativangebote erhalten oder sind in Bereichen tätig, die weiter im TiP Werbeverlag benötigt werden.
Allein am Standort Heilbronn beziehungsweise von Heilbronn aus sind 22.500 Menschen betroffen. Vorgesehen ist, dass bundesweit künftig verschiedene Partner künftig die Verteilung übernehmen.

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Kommentare

Und die anderen haben Pech gehabt

Ist mal wieder klar, die Büros außerhalb von HN werden dicht gemacht und im eigenen Nest bekommt jeder ein Übernahmeangebot.

Ich hoffe das sich Kaufland bei der Entscheidung mächtig verhebt und die entsprechenden Köpfe AUCH MAL im Management rollen.

Ich denke nämlich, Kaufland wird durch diese Aktion noch mehr Probleme haben, denn Profitplan zu erfüllen.

Große Worte

"Es ist zu prüfen, ob hier eine Umgehung des Paragrafen 613a BGB vorliegt."

"§ 613a BGB verbietet nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts keine Gestaltung von wirtschaftlichen Prozessen, mit der die tatsächlichen Voraussetzungen eines Betriebsübergangs vermieden werden (BAG, Urteil v. 27.9.2007, 8 AZR 941/06)."

Genau das, was § 613a BGB erlaubt, macht doch der Werbeverlag. Der Paragraf wird nicht umgangen, sondern so ausgelegt, wie es das BAG ausdrücklich erlaubt.

Es sollte mich wundern, wenn die Austräger (arbeiten für ein Taschengeld) Mitglieder bei ver.di sind. Weshalb bläht sich ver.di so auf?

Auf der anderen Seite scheint mir dieses Vorgehen des Werbeverlags eine Antwort auf den Mindestlohn zu sein. Taschengeld zahlen ist vorbei. Und Verteilung und Laufstrecke so zu berechnen, dass die 8,50 Euro herauskommen ist eine schwierige und aufwendige Aufgabe. Dass solche Nebentätigkeiten auf der Strecke bleiben werden, war eigentlich bekannt. Man kann eben nicht alles haben.

Der Vorgang "ist für ver.di ein Novum in der Geschichte der deutschen Arbeitsbeziehungen und ein Riesenschritt hin zu amerikanischen Verhältnissen".

Haben wir diese Verhältnisse nicht schon längst? Und wenn die abhängig Beschäftigten sich nicht wieder stärker organisieren, dann wird "hire and fire" noch mehr um sich greifen, obwohl davon weder die Arbeitnehmer, noch die Unternehmer, noch der Staat profitieren.

Werbung verteilen...

...ist ein Knochenjob und es ist beschämend genug, dass man sich auf diese Weise ein Zubrot oder sein Taschengeld verdienen muss.

Im ersten Moment habe ich freilich gedacht: Juhuuu, endlich weniger Müll im Briefkasten, weniger Bäume gefällt, weniger Ressourcen verschwendet. Aber dann der bittere letzte Absatz, dass die Verteilung nur "geoutsourcet" wird.

Liebes Kaufland, tu was Gutes für die Umwelt und spar Dir doch diese sche!ß Werbung ganz! Das gesparte Geld verwendest Du für besseren Service durch mehr Personal und bessere Bezahlung sowie für niedrigere Preise.

Das spricht sich schnell rum und das ist dann auch Werbung. Virales Markteting ist umweltfreundlicher und sozialverträglicher als Deine nervenden Fresszettel.

Entlassungen bei TIP werbeverlag

Hallo alle hier. Ich bin bei denen noch Austräger. Eigentlich kann ich dazu nur sagen "Frechheit" und von wegen, denen wäre die Entscheidung nicht leicht gefallen - wer's glaubt wird seelig.
Ganz einfach - Kaufland boikottieren - nicht mehr dort einkaufen gehen.

Pfff

"Ein Riesenschritt hin zu amerikanischen Verhältnissen"

"auf die Straße gesetzt"

Ist das nicht ein wenig übertrieben? Wer lebt schon hauptsächlich vom Prospekteaustragen? Gut. ist für die Betroffenen vielleicht ärgerlich, aber nicht vergleichbar mit Arbeitsbedingungen, die zB von Verdi tagtäglich hingenommen werden und zwar bei Menschen, deren Haupterwerb betroffen ist. Aber da engagiert man sich eher verhalten, jetzt bei Kaufland-Prospektausträgern das große Fass aufzumachen ist ja wohl mehr als verlogen.

 

Nebenverdienst

Mortiia schreibt: "Wer lebt schon hauptsächlich vom Prospekteaustragen?"

Ver.di schrieb: "Für Schüler, Studenten, Rentner und sonst nicht erwerbstätige Menschen ist das Austragen von TIP am Sonntag oft die einzige Möglichkeit sich Geld zu verdienen" Gemeint ist: nebenbei.

Moricia schreibt: "Gut. ist für die Betroffenen vielleicht ärgerlich"

Filou fragt: Wieso ist das gut? Und was heißt hier ärgerlich? So könnte der Verlag argumentiern, aber nie ein nicht Betroffener :-( ?

Morticia schreibt: "aber nicht vergleichbar mit Arbeitsbedingungen, die zB von Verdi tagtäglich hingenommen werden"

Filou fragt: Was haben Kündigung (Freisetzung) mit Arbeitsbedingungen zu tun?  Ver.di nimmt nichts hin, was durchsetzbar wäre. Zur Durchsetzung ist aber ein hoher Organisationsgrad erforderlich!

Aus meiner Sicht sind die Forderungen der Gewerkschaften grundsätzlich zu gering, die Abschlüsse zu niedrig. Begründung: Die Arbeitgeber zahlen auch den Beschäftigten die Lohnerhöhungen, die nicht organisiert sind. Das müßten sie nicht. Schließlich sind die Abschlüsse nur für die Mitglieder gültig.

Ja, warum geben sie dann unnötig Geld aus? Einzig allein deshalb, damit sich die Trittbrettfahrer nicht der Gewerkschaft anschließen. Damit halten sie die Gewerkschaften klein und schwach.

So ist es eben, wenn abhängig Beschäftigte nicht solidarisch sind. Und damit schließt sich der Kreis. Warum akzeptiert ver.di Bedingungen, die eigentlich nicht akzeptabel sind? Aus Schwäche, Trittbrettfahrer!

Nun hat jeder das Recht, nicht in einer Gewerkschaft organisiert zu sein. Aber damit gehört er zu denjenigen, die bessere Arbeitbedingungen torpedieren.

Und ich könnte heulen

Ich bin auch so ein "dummer" Austräger . Gerade jetzt , wo ich mit meinem "Stammgebiet" für einen Aufwand von ca. 8h im Monat 60€ verdiene , wird mir mein Nebenjob ersatzlos gekündigt .
Ich glaube , ich bin nicht der Einzige , dem dieses Geld schmerzlich fehlen wird .
Was mich dabei am meißten stört , ist das einem nicht mal ansatzweise gesagt wird : du , die und die Firma macht das in Zukunft - bewirb dich mal dort , wir können dir ja bestätigen , das du das für uns seit vielen Jahren zuverlässig erledigt hast . Nein , so etwas passiert nicht ! Von wegen , denen tut irgend etwas leid - denen sind wir einfach mal egal !
Schade , das jetzt auch Kaufland diese unsoziale Methode zulässt , anstatt sich auch für seine Austräger einzusetzen , stellen sie sich hin und sagen , der böse TiP Werbeverlag , mit dem haben wir ja nichts zu tun - wir sind ja so sozial ! Dann liebes Kaufland übernehmt doch einfach eure Austräger und Gebietsbetreuer in Eigenregie - das wäre sozial !!!

Na super, das ist unmöglich-

Na super, das ist unmöglich- bin gerade frisch als Gebietsbetreuerin eingesetzt worde, habe fast 40 Austräger zu betreuen- und auch ich habe mich über das Zubrot gefreut, wie soll man das den Austrägern erklären? Eine Frechheit sowas- typscih die Bonzen oben wollen mal wieder mehr verdienen ! Oder man will wieder weniger dem Austräger zahlen? Der STundenlohn für Austräger ist eh wenig ;-((((

TIP Werbeverlag, man tut noch was man kann

Auch ich bin als Gebietsbetreuerin von der Entlassung betroffem. Mir wird diese geringfügige Beschäftigung geldmässig auch sehr fehlen.
Immer wird von den ca 55.000 Austrägern gesprochen. Hinzu kommen ca 2.200 Gebietsbetreuer, dazu die fest Angestellten plus die Speditionen.
Ich werde Kündigungsschutzklage erheben. Und wenn ich die Einzige bin.
Intern hatte man sich angeblich auf den Mindestlohn eingestellt. Die Errechnung ist einfach und ist schnell praktisch umzusetzen.
Bei der Menge an Austrägern kann der TIP Werbeverlag sich nicht um Empfehlungen eines jedem kümmern.

Da sehe ich mich als Gebietsbetreuerin in der Verantwortung. Als ich Donnerstagfrühmorgens von der Kündigung erfuhr, informierte ich die Austräger. Ich wollte schneller sein als die Post.
Und dann alle Energie aufgewendet, um Kontakte bei der Konkurrenz zu recherchieren, hartnäckig zu bleiben und dann Gespräche zu führen, damit die zuverlässigen Austräger dort schnellstmöglich als Bewerber in Betracht kommen. Nun hoffe ich, dass viele eingestellt werden.
Nein, diese 1 1/2 Tage werden mir nicht vergütet. Doch sah ich dies als meine Aufgabe an!
Und ab Montag bewerbe ich mich wieder.
Und setze nie wieder einen Fuss in einen KAUFLAND.

Auflösung entgegen jeder sozialen Verantwortung!

Ich halte genau diese Aussage von Verdi für punktgenau. Ich selber habe mir mit dem Nebenjob beim Tip-Verlag mein Einkommen von meinem ebenfalls mies bezahlten Hauptjob im Pressevertrieb so aufgebessert, dass ich nicht mehr beim Jobcenter um Aufstockung betteln musste. Da ich beim Tip eine große Menge von 1200 Stück hatte, verliere ich fast 300 Euro pro Monat und kann anschließen wieder beim Staat betteln gehen und Anträge ausfüllen. Und so wie mir geht es vielen. Viele Erwachsene verdienen sich so ihr Zubrot, um sich was zuzuverdienen oder Kleinselbständige, die auch mit ihrem eigenen Einkommen nicht hinkommen. Für Schüler oder Rentner ist dieser Job eh nicht geeignet. Oft musste ich ca. 500kg Werbematerial in den Keller schleppen, 7-8 Beilagen zusammenlegen und dann wieder hoch und extra noch breittragen. Ich habe es aber gerne gemacht, nur um nicht beim Staat betteln zu müssen. Der Tip-Verlag war der einzige, der ordentliche Arbeitsverträge mit Urlaubsanspruch und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall hatte und für ostdeutsche Verhältnisse für Werbeverlage einen überdurchschnittlichen Lohn gezahlt hat. Alle anderen bieten nur Saisonverträge für nun 50 Wochen an, um Sozialabgaben zu sparen und zahlen damit keinen cent in die Rentenkassen. Das durfte natürlich nicht so bleiben!! Deshalb entlässt Kaufland seine Mitarbeiter aus der sozialen Verantwortung und zeigt nun auch wie die anderen seine turbokapitalistischen Zähne. Dessen Image ist für mich beschädigt und werde mein Geld für Lebensmittel so wenig wie möglich dorthin tragen. Als künftiger Hartzer habe ich wieder Anrecht auf Lebensmittlespenden von der Tafel.

Nie wieder Fuss in KAUFLAND und LIDL setzen - Schwarz Gruppe

Auch ich bin noch Gebietsbetreuer bei TIP. Auch ich habe in Erfahrung gebracht wer künftig den TIP der Woche verteilen wird.
Leider können hier die wenigsten zur "Konkurrenz" wechseln, da dies die örtliche Tages-Zeitung bzw. deren kostenloser Sonntags-Werbeableger sein wird und demzufolge nicht von unter 18-jährigen ausgeliefert werden darf.

Die Idee nie wieder einen Fuss in ein KAUFLAND zu setzen, finde ich gut! Vielleicht sollten sich alle Austräger und deren Familien konsequent mit dieser Idee solidarisieren.

Dabei würde ich auch gleich LIDL mit einschließen, die ja auch zum "Schwarz-Konzern" gehören - immerhin wird Herr Schwarz auf der Liste der deutschen Milliardäre ziehmlich weit oben geführt.
Auf die paar weniger Einnahmen aus den Einkäufen der ehemaligen TIP-Leute und dem solidarischen Anhang bringen ihn sicher nicht an den Bettelstab, sind aber ein deutliches Zeichen.

Kündigung

Hallo
auch ich bin Gebietsbetreuerin, nur leider haben meine Austräger die Kündigung vor mir bekommen, Post kam nicht überall gleich an ...nur das Telefon und so wurde ich benachrichtigt von meinen empörten Austrägern...im Endeffekt sollten wir Gebietsbetreuerin uns zusammenschließen und eine Sammelklage anzetteln auch im Sinne der Austräger. Immer wurde man vom Tip-Werbeverlag ohne Grosse Absprache vor vollendete Tatsachen gestellt...Austräger ab 15.. und nun externe Dienstleister beschäftigen ab 13...

die im Managementbereich wissen gar nicht was sie damit ins Rollen gebracht haben, hoffe es geht nach Hinten los und da muss so manch Ueberqualifizierter seinen Stuhl nehmen...

Kündigung Tip: Auch der Staat ist gefragt

Hiermit möchte ich nochmal meinen Komentar abgeben. In meiner Heimatstadt werden massenhaft Anzeigen geschaltet, um Austräger für Zeitungen und Werbung zu finden. Natürlich auf Basis der kurzfristigen Beschäftigungsverhältnisse und Schüler ab 13 Jahre. Das bedeutet: Ein ganzes Jahr 1-2 Tage die Woche arbeiten und wie ein Saisonarbeiter behandelt zu werden. Ohne Einzahlung von Sozialbeiträgen seitens des Arbeitgebers. Dann muß 2 Monate pausiert werden und mit etwas Glück erhält man dann die Verlängerung für fast ein weiteres Jahr. Zumal schon bereits Arbeistslose und andere Personengruppen bei der Einstellung ausscheiden, da sie nicht als Saisonkraft geführt werden dürfen (siehe Definition kurzfristige Beschäftigungsverhältnisse). Welche Politiker denken sich solchen Schwachsinn aus! Nur um einzelne Branchen auf Kosten der Sozialkassen zu beschenken! Bei mir zu Hause erscheinen inzwischen schon 4 kostenlose Anzeigenblätter. Unsere verloren gegangenen Beilagen wie Lidl, Toom, Poco tauchen jetzt maschinell eingelegt in eben diesen Zeitungen auf, welche natürlich entsprechend schwer und zum Platzen dick sind und zu einem Stückpreis mit allen darin enthalten Beilagen ausgetragen werden, die früher uns nur für das Tip-Journal ohne Beilagen gezahlt wurden. Nur das Tip-Journal alleine habe ich jetzt noch bis 31.10.2014. Mal sehen wo das dann auftaucht? Das ist Rationalisierung und Ausbeutung pur! Daher leuchtet mir ein, dass es dem Tip-Verlag mit seinen bisher noch relativ sozialen Verträgen zu teuer wird, sich gegen die Billigkongurenz durchzusetzen. Inzwischen gibt es bei mir nur noch 1 großes Zustellunternehmen, welches nun fast das gesamte Sortiment an Werbung und alle 4 Wochenzeitungen alleine verteilen lässt. Früher hatte dies nur den Kurier und etwas Werbung. Noch im Mai 2014 hatte der Tip-Verlag (und ich zu verteilen) eine Wochenzeitung davon - bis zur Abwerbung! Alle kleineren Zustellunternehmen sind im Laufe der letzten 2 Jahre in meiner Heimatstadt verschwunden.

Austrägerstreik?

Die AusträgerInnen sollten halt mal darüber nachdenken, ob sie sich nicht in irgendeiner Form organisieren.

Das Trifft es auf den Punkt

Der Tip Werbeverlag war im vergleich zu den Anderen ein TOP Arbeitgeber. Jetzt wo das weg fällt, bleiben nur die schon vorhandenen schwarzen Schafe übrig und die werden nun auch noch gefüttert. Alles auf Kosten der Austräger.

Kündigung Tip Werbeverlag

Es gibt so viele Betroffene, für die die Tätigkeit seit vielen Jahren nicht nur ein Taschengeld ist. Auch ich und mein Mann sind schon über 10 Jahre Gebietsbetreuer. Die Kinder arbeiten als Austräger. Unserer Familie fehlen nun rund 900 € monatlich - das bedroht unsere Existenz sehr wohl. Viele Austräger verteilen mehrere Gebiete und kommen monatlich auch auf rund 400 € - von Peanuts ist hier nicht mehr die Rede. Wir sollten uns alle zusammenschließen und gegen diese Ungerechtigkeit vorgehen und Kündigungschutzklage einreichen. Es ist ja nicht so, dass dieser Konzern mit uns die letzten Jahre nicht viel Geld gemacht hätte. Dafür, dass dumme Leute an der Spitze unnötig Geld zum Fenster hinausgeworfen haben für die Digitalisierung der Pläne und anderen Schrott den keiner braucht, dafür können wir wirklich nichts. Es ist keinesfalls so, dass wir bei der Konkurrenz unterkommen, die hat bereits ihr bestehendes Verteilernetz. 55.000 Kündigungen und keiner wehrt sich? Das kann doch nicht wahr sein.

Kündigungsschutzklage

Hallo

Ich bin auch eine gebietsbetreuerin bzw war ich beim Tip werbeverlag

Haben sie die Klage eingereicht?

Wie war das Ergebnis?

Würde mich sehr um eine Nachricht freuen

der Tip kommt nun hinterhältig

Also wir sind auch Austräger haben für 2 Werbeverlage ausgetragen, nun ist es nur noch einer, da Tip uns ja gekündigt hat.

Der absolute Hammer ist nun, dass der Tip nun weiter von uns ausgetragen werden muss, weil er jetzt über den anderen Werbeverlag (Hohenloher Verteilerring) kommt.
Dieser zahlt Staffelpreise fürs 1. Prospekt 2 ct/Stck. beim 2. und 3. Prospekt 1 ct/Stck. und ab dem 4. Prospekt und jedem weiteren 1/2 ct/Stck. - (hat schon mal jemand einen halben cent gesehen?).

Jedenfalls ist das ne riesen Sauerei, denn das Gewicht der zu verteilenden Prospekte ist geblieben.
Der Tip hat ohne Frage sehr gut bezahlt und auch Urlaub gewährt, er war das Zugpferd zum Verteilen von noch anderen Verlagen, die weitaus weniger belohnt haben, aber da man die Briefkästen ja doch bedienen musste, konnte man sich noch was dazuverdienen.

Der andere Werbeverlag lacht sich nun eins ins Fäustchen - hat neue Kunden gewonnen und zahlt seinen Austrägern keinen cent mehr.

Es bleibt uns nichts anderes übrig wie zu kündigen, soll`n sie nen anderen Dummen finden.

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