Straßenstrich floriert in Bruchsal

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Das neue Wahrzeichen von Bruchsal ist das große EROTIC-Schild im Industriegebiet an der Autobahn. Unterzeile ERDBEERMUND.
Dienstag, 3. Juni 2014 - 10:38

no

Zuerst berichtete Stadtrat Jürgen Schmitt auf bruchsal.org zum Thema Straßenstrich: Bruchsal - der Schwalben-Tempel (http://www.bruchsal.org/story/bruchsal-schwalben-tempel), jetzt berichtet der SWR über dieses Bruchsaler Thema überregional:

"Das neue Wahrzeichen von Bruchsal - sagen Kritiker - ist das große EROTIC-Schild im Industriegebiet an der Autobahn. Unterzeile ERDBEERMUND - von Weitem und vor allem von der A5 aus schon sichtbar. Da wissen die Besucher doch gleich, woran sie sind. Sex für Geld kann man in Bruchsal aber auch auf der Straße haben. Seit ungefähr einem Jahr gibt es in der Stadt nämlich einen gut florierenden Straßenstrich. Und der wird immer größer - sehr zum Ärger der Anwohner."

Zum Bericht und den Interviews mit den Betroffenen bitte diesen Link klicken: http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/karlsruhe/aergernis-in-bruchsal...

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Kommentare

Sie meinen...

mit "wir, die Gesellschaft" sicherlich nur einen Teil der Gesellschaft, nämlich die "Männergesellschaft"? Habe noch nicht von von solch "dringenden Bedürfnissen" der Weiblichkeit gehört, daß deshalb an den Ausfallstraßen zig junge Männer stehen etc.

So ist es (@Waldemar Z.)

Das stimmt!

 Ich bin nicht gegen Prostitution in gewissem Rahmen. Ich mach mir da nichts vor, aber im Grunde ist es ein Relikt aus grauer Vorzeit.

Der "potente" Mann zahlt für eine willige Frau. Gut, nichts dagegen, dann soll er das tun, aber angemessen und nicht für ein paar Euro hopplahopp am Straßenrand. Wenn man den Berichten so glaubt können die Damen noch nichtmal mehr als die nötigen Worte Deutsch.

Das gibt doch mehr als zu denken. Vielleicht sind sie legal hier, kann ich nicht beurteilen, aber ist es wirklich ein erstrebenswerter Zustand?

Das ist jedenfalls meilenweit entfernt von der "altbekannten" Hure im Rotlichtviertel, die zumindest die Möglichkeit hat, sich ihre Klienten auszusuchen. Weil sie sich zumindest verständigen und aushandeln kann. Und zwar BEVOR sie in einer möglicherweise bedrohlichen Situation steckt, in einem Auto auf irgendeinem verlassenen Feldweg. 

Teil der Gesellschaft?

Herr Zimmermann, auch wenn Sie nicht deren Dienste in Anspruch nehmen wollen, partizipieren Sie und vor allem Ihre Frau, Ihre Kinder, ja sogar Schafe und Hühner an der Existenz dieser Dienstleisterinnen.

Manche Herrn mit "Überdruck" reagieren mitunter "unkonventionell", wenn sie kein Ventil finden.

Sie wissen, was ich meine...!

Straßenstrichs in dieser Form kenne ich auch nur als Angebot für die Herren der Schöpfung. Dass aber in einer anderen Form auch männliche Prostituierte eine ganz gute Auslastung haben, steht fest.

Mir ging es hier nur darum, klarzustellen, dass die Befriedigung von Grundbedürfnissen, die ja auch Damen haben und wo es "auf dem Strich" keineswegs seriöser oder weniger "eklig" zugeht, kein Schmuddelthema sein dürfte, über das man lieber schweigt.

Naja

Sicher, auch männliche Prostituierte sind nicht weniger "ausgelastet" durch ihre meist männliche Kundschaft ;-)

Ich will uns Frauen ja nicht über Gebühr loben, aber in dieser Thematik haben wir echt wenig zu schaffen (als Kundschaft).

Und Schafe und Hühner ebenfalls, dafür verbürge ich mich! Sogar manche Männer sind da recht anständig, es ist sogar eine beträchtliche Anzahl :-)

 

Damenwahl

Ich finde diese Diskussion sehr interessant, weil sie bisher mehr Informationen zusammengetragen hat, als Jürgen Schmitt mit seinem Beitrag in Bruchsal.org , die oben zitierte SWR-Sendung oder die "Bruchsaler Rundschau".

Bemerkenswert sagt Morgan le Fay am 6. Juni 2014 - 13:00,
"....Die Gesellschaft braucht die Liebesdiener/-innen, nur vor Ort will sie keiner haben.....Man sollte sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen und dabei immer im Hinterkopf behalten, dass wir, die Gesellschaft, dieses Gewerbe ebenso brauchen wie einen Metzger oder Optiker."

Das Thema Prostitution mag unbequem sein, weil es vielen Menschen unbehaglich erscheint und weil es sie "betroffen" macht. Über Dinge, die man nicht kennt, lässt sich trefflich spekulieren. Über Themen, die unter den Tisch gekehrt werden, kann man nicht sachlich sprechen. Ein sachlicher Diskurs ist aber notwendig, weil es hier um Eingriffe in die Freiheit ANDERER Menschen geht, nämlich derer, die die Prostitution zur Befriedigung ihrer Bedürfnisse bedürfen (aus welchen Gründen auch immer) und jener, die mit ihren Handlungen eine Dienstleistung gegen Entgelt ausüben.

Herr Waldemar.Z meinte am 6. Juni 2014 - 13:17, die betreffe nur die Hälfte der Gesellschaft, nämlich die Männer:
"Habe noch nicht von von solch "dringenden Bedürfnissen" der Weiblichkeit gehört, daß deshalb an den Ausfallstraßen zig junge Männer stehen etc."
Und Morticia unterstützt diese Ansicht am 6. Juni 2014 - 13:50
"Das stimmt!
Ich bin nicht gegen Prostitution in gewissem Rahmen. Ich mach mir da nichts vor, aber im Grunde ist es ein Relikt aus grauer Vorzeit. Der "potente" Mann zahlt für eine willige Frau.
....."
Beide, Herr Zimmermann und Morticia verkennen jedoch die Situation. Sie sind auf einem Auge blind. Es gibt sehr wohl einen Markt, an dem Männer sexuelle Dienstleistungen GEGEN GELD (um ihren Lebensunterhalt zu verdienen) für Frauen anbieten. Diese Männer stehen zwar bei uns nicht an der Straße, aber in Afrika und in der Karibik am Strand. Und selbst in Deutschland existieren Wellness-Institute, die Dienstleistungen für Damen bis zum "Happy End" anbieten.
Ich vermute, dass sowohl Männer als auch Frauen die angebotenen Dienstleistungen nicht aus "Spaß" in Anspruch nehmen, sondern eher aus einer Notlage heraus.

Durlach und Bruchsal -

- sind die Verhältnisse, die Rechtsgrundlagen, identisch?

Machen Sie sich selbst ein Bild:

http://www.durlacher.de/start/neuigkeiten-archiv/artikel/archiv/2014/mae...

@Gastritis

Sicher, es gibt auch die von ihnen geschilderten Dinge. Aber sie sind im Vergleich doch sehr geringfügig anzusiedeln.

 UND: Straßenstrich für Frauen gibt es so nicht! Nicht hierzulande und nicht in dieser Form.Und darum geht es ja. Es war ja bisher niemand generell gegen Prostitution (obwohl ich nicht finde, daß Frauen da den Männern unbedingt nacheifern müssen ;-) )

 

 

Nachtrag zu "Damenwahl"

zu meinem Beitrag http://www.bruchsal.org/story/stra%C3%9Fenstrich-floriert-bruchsal#comme... muss ich unbedingt folgendes anfügen:

Um die Damen, die die Dienstleitungen der dunkelhäutigen männlichen Prostituierten in den genannten Gebieten in Anspruch nehmen, handelt es sich
um Frauen aus Europa, die sich eine Reise in die sonnigen Länder (noch) leisten können. Auch um Frauen aus Deutschland. Ich bitte, das ganz sachlich zur Kenntnis zu nehmen. Die Tatsache, dass es sich hierbei um Prostitution handelt, bleibt bestehen, auch wenn sie weniger krude und mit etwas mehr"Niveau" ausgeübt wird.

Über die Bruchsaler "Empörung" zum jetzigen Zeitpunkt indes muss ich mich schon wundern. Bestanden und bestehen denn nicht gegenüber einer der größten Schulen der Stadt in Sichtweite bordellartige Betriebe?

Hm

Es hat doch niemand bestritten, daß es sich auch dabei um Prostitution handelt. Aber eben um eine andere als die hier diskutierte.

Das ist eben eine ganz andere Form und nur sehr wenige Frauen tun das. Es stehen nunmal beim Klumppschen Weingut nicht dunkelhäutige Männer.

Und auch in denen von ihnen benannten Ländern ist es nicht so, daß Frauen Männern 30 Euro in die Hand drücken, und dann schnell mit ihnen um die Ecke fahren, ist einfach so.

Prostitution wird in der überwiegenden Mehrzahl von Männern genutzt, da beißt die Maus keinen Faden ab. Das ist ja kein Vorwurf, es ist einfach Tatsache.

Und klar, es gibt und gab Bordelle, auch in Bruchsal, das ist doch nicht der Punkt, es geht einzig um den Strassenstrich und unter welchen Bedingungen bzw wo er stattfindet .Das sind doch zwei Paar Stiefel.

Und mir speziell ging es darum, welche Klientel (die sich teilweise sehr drastisch im Internet äußert) hier diese Dienstleistungen in Anspruch nimmt und ob das so ok ist. Bzw, ob man eine solche Klientel anziehen möchte? Und Bruchsal wird offenbar in einigen Netzwerken so beworben...

Und, btw, warum steht das Thema jetzt plötzlich wieder ganz oben??

Soll das ein Witz sein? Ist Radeln oder Seniorenrat plötzlich uninteressant?

Ich glaubs ja nicht, erst meckern, dann das Thema nutzen, oder was ist da grad los?

 

 

Arsch in der Hose

Wenn, also, die Zustände vor, hinter, im und um das Städtchen hier so schlimm sind, dass man (Frau und/oder Mann) sich fremdschämen müssen, warum geht/gehen man (siehe oben) nicht mit ein paar Freunden/Freundinnen spazieren und schauen sich das Elend an Ort und Stelle zwecks Beweissicherung selbst an? Es könnte sich dabei so zufällig ergeben, dass die Kundschaft rein zufällig vergisst, dass sie neben dem Hintern noch was anderes in der Hose hat.
Das wäre doch mal ein Event, aber für die Generation Flashmob
wird der Fußweg vermutlich ein wenig zu weit sein oder es regnet oder es scheint gerade die Sonne.

Prostitution ist „das älteste Gewerbe der Welt“?

Prostitution ist „ein Beruf wie jeder andere“? Prostitution wird es immer geben, denn ihre Abschaffung ist utopisch? Nicht ganz richtig! Auch die Abschaffung der Sklaverei galt vor gar nicht so langer Zeit noch als Utopie. Auch wenn die Sklaverei aus unserer Welt keineswegs ganz verschwunden ist, so wäre es heutzutage für einen aufgeklärten, demokratischen Staat doch undenkbar, die Sklaverei zu tolerieren oder gar zu propagieren…
http://www.emma.de/

Offen gesagt

Offen gesagt finde ich es als Mutter, die an den Prostituierten zeitweise tagsüber mit Kind vorbeifährt, nicht lecker, sie dort zu sehen. Wenn es wenigstens nur den Abend betreffen würde, wenn die Kinder sich in der Regel nicht mehr auf der Straße aufhalten. Meines Erachtens ist die Heidelberger Straße so derzeit nicht jugendfrei. Vielleicht sollte man über dem Ortseingangsschild von Bruchsal ein FSK-18-Schild anbringen.

@Gastritis

Und wie soll das ihrer Meinung nach aussehen?

Soll man jetzt beim Spaziergang den Freiern in die Autos schauen und "Beweismittel" sichern oder was?  Ich hab mich zu Kunden dieser Frauen geäussert  bzw deren Äusserungen bewertet, "das Elend" kann ich mir halbwegs vorstellen, ich möchte damit nicht meine Freizeit verbringen. Ein "Event" ist für mich was anderes. Und zur "Generation Flashmob" gehöre ich auch nicht.

Es haben wohl einige Bürger ein Problem mit einem so offensichtlichen Straßenstrich, um Weiteres muss sich die Stadt kümmern.

Es war doch irgendwie auch lange Zeit sowas wie "Tradition", daß sich ´solche Dinge in bestimmten Vierteln abspielen, die Freier wussten doch sicher, wo sie diese Damen finden (und Nichtinteressierte konnten es meiden), ist es wirklich notwendig, daß man an jeder Straßenecke damit konfrontiert wird? Beim Katzenfutterkauf im Industriegebiet? Vor der Weinprobe bei Klumpp?

Bitte, wenn das so gewollt ist, dann doch auch auf dem Wochenmarkt, oder spricht etwas dagegen?

Und warum gilt soetwas nur für Prostituierte? Dann jeder überall, auch Junkies auf Spielplätzen usw, damit man nur kein Elend aus der Gesellschaft ausschließt.

Ich sags ganz ehrlich: Ich verurteile diese Art der Prostitution und möchte sie nicht vor der Haustür! Dafür lebe ich auf dem Land und nicht am Bahnhof Zoo!

Und anstelle des Herrn Klumpp würde ich mich gehörig verarscht fühlen, mir ein überregional geschätztes Geschäft aufgebaut zu haben und dann ein Schmuddelimage zu bekommen, gegen das ich nichts unternehmen kann. Es ist nunmal nicht dem Image eines ländlichen Weingutes entsprechend, wenn sich quasi vor der Haustür prostituiert wird.

Wenn man zB in die Pfalz zum Esskastanien- oder Weinkauf fährt, dann hält man ja auch nicht vor nem Weingut, vor dem solche Damen stehen. Gut, mag da noch extremer sein, weil es eine idyllischere Umgebung ist als die Heidelberger Strasse, trotzdem ist es hier ein ländliches Gebiet, indem viele Kunden nicht erwarten, auf so etwas zu treffen.

vergoldete Heiligenscheine

Zum Stand der Dinge:
1. Ich habe Verständnis für Herrn Klumpp, wenn er befürchtet, dass wegen ein paar g'schamiger Kunden seine Reputation sinkt.

2. Als mir des erste Mal diese Form der Prostitution in Bruchsal bei Feinkost Albrecht gegenüber der Kläranlage begegnete, war ich sehr befremdet.

3. Mir gefällt diese Form des Straßenhandels auch nicht.
"Einkaufen" würde ich in der ganzen Branche nicht.

4. Dennoch gibt es einen "Markt" für Dienstleistungen dieser Art, ob mir das gefällt oder nicht. Auch ein verfressener Grillfreak muss akzeptieren, dass es in der Pfalz an jeder Ecke dieses sonderbaren Angebote für Veganer gibt. Auch Herr Klumpp darf dafür Verständnis aufbringen, dass das Angebot seines Unternehmens beim Blauen Kreuz auf absolute Ablehnung stößt.

Hier betreten wir das verminte Gelände des so genannten goldenen Heiligenscheins. Herr Klumpp verkauft kruden Alkohol in veredelter Form (den ich auch konsumiere) und die Frau, an der ich ein paar Mal vorbeigefahren bin (sie stand nicht(!) an der Einfahrt zum Weingut sondern jedesmal am andern Ende des öffentlichen Parkplatzes) verkauft (ich spekuliere mal) krude, sexuelle Dienstleistungen.
Merkwürdigerweise erhebt Frau Morticia nicht ihre Stimme dagegen, dass man hierzulande ganz legal und ohne schräge Blicke Alkohol an jeder Ecke kaufen kann und es akzeptiert ist, sich nahezu die Birne wegzusaufen. Sie erhebt auch nicht ihre Stimme gegen die Verfügbarkeit von Zigaretten an jeder Ecke, die die allermeisten Konsumenten in die Sucht führen.
Besucher aus anderen Ländern dürften die in Deutschland an jeder Ecke erhältlichen Alkohol- und Tabakprodukte schon etwas erstaunen.

"Es haben wohl einige Bürger ein Problem mit einem so offensichtlichen Straßenstrich, um Weiteres muss sich die Stadt kümmern." Aha. Und wenn ICH jetzt ein Problem mit Zigaretten und Alkohol habe, dann muss sich da halt auch die Stadt drum kümmern, oder wie?
Nun, möglicherweise wäre das Poblem gelöst, wenn die Stadt oder einer ihrer Bürger den Frauen einen ordentlichen und hinreichend bezahlten Arbeitsplatz anbieten könnte. Warum sonst stehen sie bei Wind und Wetter leicht bekleidet in der Gegend? Ist es nicht besser, die Ursachen der Probleme zu lösen, als die Symptome mit Schminke zuzukleistern?
Oder wünscht Frau Morticia, dass man auf diese Frauen schießt?

Übrigens: Ich habe dieses Phänomen Straßenstrich zuerst vor 20 Jahren in Italien kennengelernt. Da habe ich erfahren, dass die Frauen auf den Parkplätzen, von der strickenden Oma auf dem Stühlchen (!) bis zur untenrum Textilfreien (!) beim Espressokochen an der Landstraße nach Pisa ihren Platz da suchen, weil man die Bordelle in der Stadt geschlossen hat.

So viel zu staatlich-/städtischer Regulierung.

immer die andern

Zu meinem Beitrag: http://www.bruchsal.org/comment/reply/24421/13022#comment-13022 erhielt ich von Morticia am 9. Juni 2014 - 4:34. diese Antwort:

"Und wie soll das ihrer Meinung nach aussehen?

Soll man jetzt beim Spaziergang den Freiern in die Autos schauen und "Beweismittel" sichern oder was? Ich hab mich zu Kunden dieser Frauen geäussert bzw deren Äusserungen bewertet, "das Elend" kann ich mir halbwegs vorstellen, ich möchte damit nicht meine Freizeit verbringen. Ein "Event" ist für mich was anderes. Und zur "Generation Flashmob" gehöre ich auch nicht."

Ich meinte das aber schon so, dass man da selbst hinlaufen soll, das mit eigenen Augen betrachten. Denn dann wird aus einem "Problemfall" ein Mensch. Diese unmittelbare Begegnung kann möglicherweise zu weiteren Einsichten und weniger Spekulationen führen.

Nun mal ganz langsam

Jetzt geht es aber los...

"Wünscht Frau Morticia, daß man auf diese Frauen schießt?".

Nein, wünscht sie nicht und alleine diese rhetorische Frage ist eine Unverschämtheit sondergleichen.

Was Alkohol und Zigaretten betrifft: Diese kann man hierzulande legal erwerben, ich habe auch nichts dagegen, daß Prostitution legal ist, das habe ich mehrfach dargestellt. Ich bin mit Sicherheit kein Freund staatlicher Regulierung über ein vernünftiges Maß hinaus.

Darum geht es hier aber nicht. Es geht um eine bestimmte Form der Prostitution, den Straßenstrich. Mit DEM habe ich ein Problem und wenn man sich ein wenig mit der Problematik beschäftigt, dann ist das auch begründet. Ist es wirklich begrüßenswert, daß Frauen ihren Körper für 30 Euro verkaufen, sich unberechenbaren Gefahren aussetzen und zudem erhebliche gesundheitliche Risiken eingehen (letzteres betrifft dann nicht nur diese Frauen und ihre Freier, sondern im Zweifelsfall auch die Ehefrau zuhause, die sich dem nicht willentlich aussetzt)?

Was gibt es da zu beschönigen?

Im Übrigen: Auch Vollsuff im öffentlichen Raum wird nicht ohne weiteres geduldet. Auf vielen Plätzen ist sogar der Konsum von Alkohol verboten.

Und: Irgendwo muss man eine Grenze ziehen, ansonsten muss man, wie gesagt, auch dulden, daß sich ein Junkie auf dem Kinderspielplatz seinen Schuß setzt, was ja sicher auch ein Ärgernis wäre.

Sie versuchen mich hier in eine Ecke zu drängen (nämlich der des Moralapostels mit vermeintlichem Heiligenschein), in die ich ganz sicher nicht gehöre. Aber es gibt eben Grenzen.

Ich hab hier auch keine Lust auf eine derartige Äpfel-Birnen-Diskussion, sonst sind wir am Ende bei den Süßigkeiten an der Supermarktkasse.

Straßenstrich ist ein Problem für sich. Punkt. Es ist die gefährlichste Art der Prostitution und zugleich die billigste. Lassen Sie sich das mal auf der Zunge zergehen, 30 Euro kostet eine solche Dienstleistung, das ist beschämend!

Und ja, das empört mich, das lass ich mir auch nicht nehmen.

Und nein, ich möchte das nicht tagtäglich sehen, genausowenig wie offenbar Mütter mit Kindern, die diese Stellen am hellichten Tag befahren müssen. Es geht hier nicht um eine Prostitution zu nächtlicher Stunde. Eine gewisse Diskretion darf man hier erwarten, ganz ohne Bevormundung. Ich kann auch nicht alles im öffentlichen Raum ausleben, wenn ich andere belästige, das hat schlichtweg mit Rücksichtnahme zu tun.

Ich finde es übrigens nichtmehr nachvollziehbar, wann hier vom Admin eingegriffen wird und wann nicht.

Folgt das irgendeiner Logik? Schwulenbashing ist ok, Diskussionsteilnehmern zu unterstellen, Prostituierte zum Abschuß freizugeben ist auch ok, sowas hab ich noch nicht erlebt. Stattdessen ein Einschreiten zu völlig unangemessenen  Zeitpunkten, verstehe wer will...

 

 

 

 

 

 

 

 

Lächerlich

"ich möchte das nicht tagtäglich sehen, genausowenig wie offenbar Mütter mit Kindern, die diese Stellen am hellichten Tag befahren müssen."

Wenn ich Auto fahre, nehme ich das, was über den Straßenrand hinausgeht, nur am Rande wahr. Und wenn ich absichtlich hinschaue, sehe ich junge Frauen in kurzen Kleidchen. Daran ist noch nichts Abstoßendes, weder für Mutter noch für Kind. Weshalb eigentlich die Ausschmückung "helllichter Tag"? Sind die Damen in der Dämmerung oder an dunklen Tagen nicht zu sehen?

Wer sich allerdings zu allem, was zu sehen ist, den Hintergrund vorstellt, hat sicher andere Probleme als den Straßenstrich. Ich denke nicht an die Millonen Kinder, die verhungern. Ich denke nicht an die Milliarden, die in Deutschland mit Waffen verdient werden. Ich denke nicht an die Waffenlieferanten, die einen Syrienkrieg ermöglichen. Warum? Weil ich absolut nichts daran ändern kann. Deutsche Waffen bringen Leid in die ganze Welt. Und egal, welche Partei ich wähle, sie exportieren die Waffen, weil es ums Geld geht und nicht um Menschen. Meine Hoffnung waren einmal die Grünen. Tja, das war auch ein Griff ins Klo als sie endlich an der Regierung waren.

Außer dem Erzeuger von alkoholhaltigen Getränken hat sich scheinbar noch niemand wirklich aufgeregt. Und ehrlich gesagt, mich juckt weder, wieviel die Damen einnehmen, noch wieviel mit dem Verkauf von alkoholhaltigen Getränken verdient wird. Weshalb sich Morticia so ungewöhnlich breit über Kunden von Prostituierten echauffiert und Alkoholproduzenten bedauert, keine Ahnung.

So what!

Die Stimme eines Fachmanns

Im SWR-Interview Patrick Krieg von der AG Rotlicht der Kripo Krlsruhe:

http://pd-ondemand.swr.de/nachrichten/regional/karlsruhe/2014/06/715349....

Fremdscham?

Ich bin nicht so sicher, ob es Herrn Klumpp lieber wäre, wenn vor seinem Haus Waffenhändler dealen würden.

Allerdings verliert Morticia ein bisschen die Stringenz in ihrer Argumentation. Es ist doch für Kinder- und Erwachsenenaugen dasselbe, ob die Damen dort für 30 oder für 300 Euro zu haben sind. Ein höherer Preis der Stricher am Bahnhof Zoo macht das Viertel doch nicht seriöser!

Übrigens habe ich mal im Zusammenhang mit dem Durlacher Bordell gelesen, es gäbe dort "Flatrates" für 70 Euro/Woche.

@Morticia

Ich habe ein bisschen den Eindruck, als würden Sie sich fremdschämen für das, was die Mädels am Bordstein tun. Ich glaube, Sie sind sich nicht darüber im Klaren, dass die das - natürlich mehr oder weniger - freiwillig tun.

Klar..., hätten die in Tschechien einen gut dotierten Job als Chefsekräterin oder würden einen begüterten Mann kennenlernen, dann bräuchten sie nicht auf den Strich zu gehen und würden das wahrscheinlich auch nicht tun. DASS sie es aber tun, ist ihre freie Entscheidung und ich finde, Sie müssten sich dafür nicht fremdschämen.

Ich denke, wir sind uns darüber einig, dass diese Art Gewerbe reglementiert gehört. Tatsächlich sollten derartige Offerten nicht überall gemacht werden dürfen.

Aber man sollte eben auch für die Prostitution einen Platz schaffen und das Treiben dort tolerieren.

@Morgan le Fay

Danke, daß Sie wenigstens versuchen, meine Argumentation zu verstehen und sie nicht mit allen Mitteln ins Lächerliche zu ziehen. (Waffenhandel, Prostituiertenabschuß...).

Ich denke, die Billigpreise auf dem Straßenstrich ergeben sich erst durch diese Art der Prostitution, für eine schnelle Nummer im Auto wird wohl niemand einen  Preis bezahlen, wie er zB in einem halbwegs seriösen Bordell üblich wäre. Für die Frau ist es jedoch die gleiche Leistung, wenn nicht sogar deutlich unangenehmer und unter größeren Gefahren .

Insofern stellt sich mir die Frage, ob man den Straßenstrich nicht komplett verbieten sollte. Ich denke, das wäre durchaus eine Überlegung wert.

Ich denke, man sollte alle Anstrengungen unternehmen, damit Prostituierte einen gewissen Schutz und Wertschätzung genießen und das ist auf dem Straßenstrich selten der Fall. Diese Leistung muss etwas besonderes bleiben , es darf sie durchaus in gewissem Rahmen geben, aber nicht an jeder Straßenecke und zu jedem Dumpingpreis.

Mein Fremdschämen bezieht sich ausdrücklich nicht auf die Damen oder das, was sie anbieten, sondern auf einige Freier, für die es normal zu sein scheint, nach dem Burger am Samstagabend noch schnell mal was zum "abpumpen" (wörtlich so geschrieben auf einer entspr. Website zum Bruchsaler Strich und NICHT meine Wortwahl) für wenig Geld zu finden. Das ist und bleibt für mich zum Fremdschämen, auch eine Prostituierte ist ein Mensch und keine Gummipuppe.

Und so eine Klientel möchte ICH hier nicht, sie wird aber durch diese Art der Prostitution angelockt, offenbar auch aus der weiteren Umgebung.

Solche Kundschaft (die noch dazu nicht selten auf ungeschütztem Sex besteht, man will ja was fürs Geld) würde in manchem Bordell hochkant rausfliegen und das ist richtig so!

Was "Freiwilligkeit" betrifft: Ich hab schon Dokus gesehen, in der Leute zu Wort kommen, die tagtäglich mit Straßenprostituierten arbeiten. Diese schätzten den Anteil der Frauen, die dies selbstbestimmt und wirklich freiwillig tun, auf etwa 3-4 Prozent.  Ich lass das einfach mal so stehen...

 

 

@Filou

Also, da fällt mir wirklich nichtsmehr ein.

Was hat jetzt Waffenhandel mit dem Straßenstrich zu tun?

Diskutieren sie doch bitte über die entsprechenden Themen da wo es hingehört...

Herr Klumpp verkauft auch nicht "kruden" Alkohol, er betreibt ein Weingut. Wer macht sich denn hier bitte lächerlich, Sie oder ich?

Straßenstrich basiert (das kann man durchaus so sagen) auf sexueller Ausbeutung, denn es ist nunmal eine Mär, daß hier Frauen ach so glücklich sind, sich für 30 Euro von jedweden Männern beglücken zu lassen. Wo leben sie denn?

Warum gibt es denn fast nur osteuropäische Frauen auf dem Strich, wenn das ein so toller Job ist? Und ja, ich thematisiere diese Tarife, weil ich sie unter aller Sau finde.

Und wenn ich das sehe, dann fallen mir eben diese Bedingungen ein und nicht Waffenhandel oder Hungersnot. Würde da ein abgemagertes Kind oder ein Händler mit Waffen stehen, dann würde mir sicher das in den Sinn kommen. Das spielt aber in dieser Thematik keine Rolle.

Meinetwegen scheren Sie das alles über einen Kamm, bitte.

Mir ist ein Klientel des Weinguts Klumpp deutlich lieber als das von den Prostituierten angezogene, ist mir egal, was Sie davon halten. Mich als Frau stört es, eine solche Ausbeutung vor Augen zu haben, fertig. Und wenn Sie sich mal dahingehend informieren, dann sehen Sie das auch, es ist in den meisten Fällen pure Ausbeutung, nichts weiter, soetwas wird für die allermeisten Frauen der allerletzte Ausweg sein, die Ausnahmen sind an einer Hand abzuzählen!

 

Wer sich "die Stimme eines Fachmmans"

angehört hat, muss zu dem Schluss kommen, da übertreiben einige ganz mächtig, und wie die Lindenstraßenhausmeisterin Else Kling schreien sie: "Sodom und Gomera" in Bruchsal.
Das Beste finde ich, ist, dass dieser Thread auch unter dem Oberbegriff "Kultur" in Bruchsal.org zu finden ist ;-)

Fachmänner-Klub ...

In diesem Thread äußern sich nur Männer - bis auf "Morticia", die sich redlich bemüht, ihren Standpunkt zu erklären/zu vertreten und die man(n) nicht ernst nimmt und dumm anmacht.

Dass es zu diesem Beitrag zum "Bruchsaler Straßenstrich" bisher 52 Kommentare gibt, ist bezeichnend.
Dieses Thema tangiert offensichtlich mehr als der Konflikt in der Ukraine, das TTIP-Abkommen oder die NSA-Totalüberwachung.

Wenn Straßenstrich und "Bordsteinschwalben" sich nicht an so exponierter Stelle befinden würden (Ortseingang BR, Nähe Schloß, Weingut, Büro J. Schmitt), würde man das Thema hier mit dem "Mantel des Schweigens" bedecken.
Es geht hier nur um den vermeintlichen Image-Schaden der Stadt Bruchsal - nicht um das Problem Prostitution an sich.
Man(n) denkt nur bis zur eigenen Nasenspitze bzw. bis vor die eigene Haustür.

Morticia, regen Sie sich hier nicht auf - es lohnt nicht ...
Das haben schon etliche Threads in der Vergangenheit gezeigt ...

Handeln nicht beobachten

Im Netz ist es offenkundig beliebt, den politischen Akteuren, wie mir als Stadtrat, grundsätzlich und immer negative Absichten zu unterstellen. Aber vielleicht ruft  "Beobachter 3"´, der Anonymus, mich mal an und fragt mal  bei mir nach, wenn er sich identifizieren lassen will...

Ich habe bei der Tankstelle  an der Heidelberger Straße nachgefragt (nicht eigens, denn mein Auto braucht Benzin) und habe dort erwartungsgemäß erfahren können, dass die Dienstleisterinnen am Straßenrand arme Schweine sind. Weder verfügen sie über ein Telefon, noch über mehr als ein paar Cent - offenkundig müssen sie alles, was sie vereinnahmen an ihre "Beschützer" abliefern.  Deshalb bitten sie gelegentlich in der Tanke um Behilflichkeiten.  Darüber hinaus sind die Damen des Deutschen nicht mächtig - was auf eine Prostitutions-Vorgeschichte hinweist, die man durchaus aufklären muss.

Vorgestern berichtete die BNN, dass "Armutsprostitution Alltag geworden ist". Weiter schreibt das Blatt: "Viele Freier stellen dreiste Forderungen bei niedrigen Preisen". Das ist hier  bereits richtig kommentiert worden - jetzt steht es endlich in der Tagespresse.

Die Frauen befinden sich in einem Kreislauf von Armut, Abhängigkeit und Depression. Das dürfte niemand verwundern, der die Damen bei der Arbeit (zwangs-) beobachtet.

Das Zurschaustellen sexueller Bedürfnisbefriedigung an den Stadteingängen ist natürlich niemandem zuzumuten - vielleicht mit dem Anonymus "Beobachter 3" als Ausnahme..

Ich habe die Diskussion ausgelöst, um den zuständigen Bürgermeister H.  zum Handeln zu zwingen. Es steht für mich außer Zweifel, dass 30 Straßendamen an Stadteingängen, gar einer Kleinstadt, nicht akzeptabel sind. Dumm ist, dass das Gesetz, das Straßenprostitution ab 35.000 EW zulässt, fehlerhaft ist. Denn Kleinstädte mit eingemeindeten Dörfchen geraten über die magische Einwohnergrenze, ohne deshalb die reale Stadtgröße zu erreichen , bei der Gesetzgeber hinreichende Anonymität für gegeben hält. Dass es dringend nötig ist in Bruchsal zu handeln, zeigt ein vom Gemeinderat jetzt last Minute  abgelehntes nagelneues Hotelbauprojekt in der Industriestraße. Dort sollte ein 100-Betten-Hotel entstehen, dass offensichtlich als besonderes Dienstleistungszentrum gedacht war. Man sieht also, dass in Bruchsal die Prostitution enorme Dimensionen angenommen hat. Natürlich ist das Phänomen zunehmender Prostitution auch ein Produkt zerfallender Beziehungen und zunehmender Anonymität und allein mit Verboten nicht einzuschränken. In Bruchsal allerdings ist eine völlig unzumutbare Situation entstanden: Das Stadtbild wird davon geprägt.

Die Vielzahl negativer Kommentare, mit denen ich jetzt im Netz wegen meines Vorstoßes "bedacht" worden bin, muss ich nun doch kommentieren: Ich, und die überwältigende Mehrzahl der kommunalpolitischen Verantwortungsträger ("Gemeinderäte") arbeiten sehr intensiv zum Wohle der Stadt - sicher mit wechselndem Erfolg. Wenn das nicht mehr honoriert  wird (immerhin geht über die Hälfte der Bevölkerung zu keiner Kommunalwahl mehr) sägt den demokratischen Ast ab, auf dem die Gesellschaft sich noch befindet. Hämische Kommentare, die im anonymen Netz flott aus einigen Federn fließen, sind regelmäßig völlig oberflächlich und von wenig Sachkenntnis geprägt - diese "Bewertung" politischer Arbeit überleben nur hartgesottene Zeitgenossen, zu denen ich zum Glück zähle. Andere sind zarter besaitet und exponieren sich lieber überhaupt nicht. Deshalb nutze ich die Gelegenheit und appelliere an die Co-Kommentatoren: Seid kritisch, aber überlegt, was ihr schreibt. Freiheit ist auch Verantwortung.

Herr Schmitt, ich glaube...

Sie verkennen hier Beobachter oder Beobachterin ;-)

Ihm oder ihr stösst das Thema, so denke ich, ebenso bitter auf. Da sind mir einige Kommentare aus dem treffend so beschriebenen "Fachmänner -Klub" unangenehmer aufgefallen. Haben sie alle Kommentare gelesen?

Aber seien sie getröstet, sie sind diesmal nicht der alleinige Buhmann, ich fühle mich als "Else Kling" von Bruchsal.org mittlerweile auch als "Buhfrau".

Was das Thema an sich betrifft haben Sie natürlich völlig recht, ihre Erkundigungen an der Tankstelle unterstreichen das, was, für jeden zugänglich, von Freierseite im Internet berichtet wird. Sämtliche negativen Klischees werden hier bestätigt. Wenig bis keine Deutschkenntnisse, Billigpreise, auf Nachfrage gefährliche und gesundheitsschädliche Praktiken.

In diesem Fall hoffe ich, Sie bleiben an dieser Thematik dran und schätze ihre "Hartgesottenheit". Es gibt da nichts zu beschönigen, ein solcher Strich ist und bleibt beschämend für eine Stadt und darf kein Aushängeschild werden!

Viel Glück und, auch das muss gesagt werden, Danke für ihren Einsatz!

Darf ich auch mal schreiben, hab Sie hier ja auch schon oft kritisiert ;-)

@Filou : War "Sodom und GOMERA" jetzt ein Witz oder fällt Ihnen sowas nicht auf? Vorstellbar wärs, ist aber ne schöne Insel :-)

 

 

 

Armutsprostitution

Armut

Zitat bleibt Zitat

Sehr geehrte Morticia,

Zitat bleibt Zitat.

Ich bin auch Frau (mit Kindern), kann aber Ihre Meinung nur sehr selten teilen.
Zum Thema frage ich mich u.a.
Was ist real, was ist Angeberei im Netz?
Erkennt ein Kind eine Prostituierte? Kann es sich daran stören?
Was zahlen Frauen in einem festen Establishment an Miete? Was bleibt diesen von den angeblichen Mehreinnahmen pro Kunde?`............ Was sind die wirklichen Probleme und Ursachen der Prostitution?

@ Jürgen Schmitt

@ Jürgen Schmitt:

Ich unterstelle Ihnen keine negativen Absichten - schon gar nicht immer und grundsätzlich.
Dass man gegenüber politischen Akteuren - als öffentlichen Entscheidungsträgern mit Lobby - vielleicht besonders kritisch ist, ist wahrlich kein Wunder; angesichts dessen, wie sie oft mit Einfluss und Macht (auch und gerade in der Provinz) umgehen.
Sie werfen mir unterschwellig meine Anonymität vor.
Es hat hier jeder die Möglichkeit, sich unerkannt zu äußern - damit allein Meinungen und Argumente ohne Ansehen der Person und bei gleicher Gewichtung zählen.
So sollte es zumindest im Idealfall sein.
Ich "oute" mich insofern, als dass ich mich als Frau zu erkennen gebe - selbst das sollte in der Beurteilung sachlicher Argumentation unerheblich sein (welcher Hälfte der Menschheit man angehört).
Als Frau berührt mich das Problem "Prostitution" persönlich bedeutend stärker als die dadurch vermeintliche Beeinträchtigung der Interessen örtlicher Unternehmer (und sei es z. B. auch ein Produzent hervorragender Bio-Weine).
Ich handle insofern (und beobachte nicht nur), als dass ich mir die Mühe mache und hier Kommentare verfasse, wenn mir etwas besonders auffällt und/oder mich etwas besonders "aufregt".
Diese Mühe machen sich - leider - viel zu wenige Leute.
Und die meisten beobachten nicht mal.

Zu mir wichtigen Themenbereichen habe ich mich hier schon an Diskussionen beteiligt (z. B. Gesundheitssystem und "Alternativ"-Medizin; Krieg und Einsatz von Drohnen; Diffamierung von sozialen Schichten und Tafelladen-Kunden) und bin dabei immer wieder heftig persönlich angegriffen worden.
Deshalb habe ich es eigentlich aufgegeben (denn das muss sich niemand antun), hier zu posten - "uneigentlich" habe ich mich dann doch wieder zum Thema "Prostitution" geäußert.

Nach wie vor bin ich der Meinung, dass das Thema nicht von Ihnen angesprochen/aufgegriffen worden wäre, hätte es sich nicht an exponierter Stelle und direkt vor Ihrer Haustüre breitgemacht.
Hätte es Sie (in gleichem Maße) interessiert, wenn z. B. eine Südstadt-Bewohnerin sich hier beklagt hätte, dass sich in ihrer Straße, vor ihrer Haustür, vielleicht in Spielplatz- und Schulnähe, Prostituierte aufhalten?

Ansonsten schätze und achte ich Ihr Durchhaltevermögen als engagierter SPD-ler in einem ansonsten "schwarzen" Bruchsal und Ihr sehendes Auge auch für globale Zusammenhänge, Probleme und Konflikte (was man hier selten antrifft).

Mit solidarischen Grüßen - um beim früheren Polit-Jargon anzuknüpfen - ;-) - und mit einer Träne im Knopfloch ...

Beobachter(in) 3

Kurze Erklärung für Beobachter 3

1. Auf dem Weg von Büchenau nach Bruchsal (Südstadt) jubelten mir zwei halbnackte Damen, die aus dem Wald sprangen, zu.  Da spätestens wurde mir klar: da läuft etwas außerhalb gewohnter Bahnen.

2. Sofort anschließend: Tanke und Gespräch mit Bio-Weingutsbesitzer und Tankstellenmitarbeiterin (gemeinsam) und Hintergrund-Informationen.

3. Schlussfolgerung (da bin ich durchaus schneller als die Polizei erlaubt respektive: spontan) : jetzt muss mit Flugblatt und Internet gegen diese Entwicklung vorgegangen werden.

4. Mein Büro? Wirklich völlig unerheblich. Wer um Gottes willen, sollte mich meiden, nur weil  500 Meter weiter ein "Freudenmädchen" auf Kundenfang gehen muss?? Bin ja nicht gerade neu im Beruf... Angst habe ich eigentlich gar keine und wenn: dann vor NSA & Co.

 

 

Re: Erklärung für/Fragen an Jürgen Schmitt

Dass an Bruchsals Ortseingängen und auch in dortigen Industriegebieten die Prostitution zunimmt, fällt nicht nur Auto fahrenden Stadträten, sondern auch radelnden Privatpersonen auf, die z. B. von Karlsdorf an der Müllverbrennungsanlage vorbei Richtung Stadtgebiet auf der Lußhardtstraße unterwegs sind.

Es stellen sich dazu folgende Fragen:
Warum nimmt dieses Gewerbe hier in diesem Maße so zu; was macht Bruchsal als Standort so beliebt bzw. einträglich?
Warum nimmt es überhaupt, auch andernorts, so zu?
Warum sehen sich immer mehr Frauen dazu gezwungen, ihren Körper statt ihre Arbeitskraft zu verkaufen?
Weshalb sind die Bedingungen beim Verkauf weiblicher Arbeitskraft offensichtlich so schlecht (geworden), dass man die Demütigung des Verkaufs des eigenen Körpers hinnimmt?
Wer verdient daran (die Prostituierten selbst am allerwenigsten); wer sind die Hintermänner (!)?
Welche(n) Zusammenhang/Korrelation gibt es zur steigenden Kriminalitätsrate (auch hier: Delikte wie Wohnungs-/Geschäftseinbruch, Diebstahl, Trickbetrug, Taschendiebstahl, Überfall, Gewalt) und Zunahme des legalen (!) Glücksspiel-/Wett-/Poker-Geschäfts?
Warum ist das weithin sichtbare Erotic-/Erdbeermund-Schild mit quasi Signalfunktion nicht verhindert worden, ein einschlägiges Hotelprojekt erst "last minute"?
Waren da die Gewerbesteuereinnahmen und die Auftragsbücher örtlicher Bauunternehmer wichtiger als alles andere?

Im Grunde ist Prostitution ein Dienstleistungs-Geschäft - ein menschenunwürdiges, Frauen verachtendes, gesundheitsgefährdendes, demütigendes Geschäft.
Wer sich nur an der zunehmenden öffentlichen Präsenz von Prostituierten stört, denkt sehr verkürzt.

Einige Posts von männlichen Kommentatoren zum Thema haben auch mich sehr empört - sie waren an Häme, Oberflächlichkeit und Ignoranz kaum mehr zu überbieten.

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