Steinbrück hätte recht!

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Sonntag, 30. Dezember 2012 - 10:33

Wenn jeder Sparkassendirektor mehr verdient als BundeskanzlerInnen, dann stimmt etwas nicht in der Republik. Die Frage ließ er aber offen, ob nicht ein Sparkassendirektor zuviel verdient. Ein Mann wie Steinbrück, der im Nebenjob mit einer Rede am Abend mehr verdient als eine Kanzlerin im Monat, der kann gar kein Gefühl mehr dafür haben, was angemessen ist.

Den weniger Bemittelten, die das Auseinanderdriften der Einkommen anprangern, wirft man vor, sie seinen eine Neidgesellschaft. Dabei ist es doch so, dass sich die extrem hohen Managergehälter aus dem Neid der Manager entwickelt hat, wer denn von ihnen am höchsten bezahlt wird.

Und dabei haben sie jedes Maß verloren. Weil sie so hohe Einkommen haben, gewähren sie Rednern unverschämt hohe Honorare. Aus der eigenen Tasche müssen sie es ja nicht bezahlen, nein das zahlt der Bürger mit dem kleinen Salär.

Die Frage stellt sich langsam, von wem Steinbrück zurzeit sein Geld erhält. Wird er von der CDU gesponsert, damit die Chancen der SPD mit ihrem Kandidaten ins Uferlose fallen? Oder merkt er es gar nicht mehr, wenn er von einem Fettnäpfchen ins andere tritt?

Wann kommt der Tag, an dem er als Kandidat zurücktritt, um Frau Kraft den Vortritt zu lassen, die sich natürlich schweren Herzens von ihrem Amt trennt? Schließlich kann ja nur eine Frau den Frauenbonus nutzen, wie er selbst beteuert.

Armes Deutschland mit Abgeordneten, die ihr Amt nur im Nebenjob machen. Arme SPD, die nach langer Quälerei keinen würdigeren Kandidaten gefunden hat. Steinbrück hätte recht, wenn er geht, bevor er fliegt,

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Kommentare

Neues-aus-der-Anstalt

Wenn ihm das Gehalt nicht reicht, soll er halt weiter Vorträge bei klammen NRW-Kommunen und Rechtsanwaltskanzleien halten.
Der Mann ist soviel Sozialist, wie ich eine Strickomi bin.
Die guten Leute gehen in die Wirtschaft, warum sitzen mehrheitlich Beamte, Lehrer und Rechtsanwälte in Landtagen und Bundestag?
Wer „Berufs“-Politiker geworden ist um Geld zu verdienen und den „Deutschen Bundestag“ als öffentliche Versorgungsanstalt für Besserverdiener und bis zur Pensionierung ansieht , der sollte bitteschön möglichst schnell seinen Hut nehmen (schade, macht ja doch keiner von denen, na schreiben wir mal, mindestens 50% dieser Spezies ist geldgeil).
Allerdings wäre ich auch dafür, die Gehälter der Politiker deutlich zu erhöhen, die Ruhestandsregelungen an die von Normalbürgern anzupassen, keinerlei Nebenbeschäftigungen zuzulassen und ein Arbeitsverbot für 24 Monate nach Ausscheiden aus der Politik.
Noch ein Tipp > Wenn Bochum abgegrast ist, dann soll er zum öffentlich-rechtlichen „GEZstapo“-Zwangs-Rundfunk gehen, da wird in den höheren Riegen mit dem vielfachen eines Bundeskanzlergehalts gerechnet.
Man sieht es ja heute, die Macher von ARD und ZDF residieren in Schlössern und Palästen.

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