SonnTALK "Stadtbahneinschleifung" im Schlachthof

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Stadt Bruchsal hat angeblich bereits über eine halbe Million Euro in das Projekt investiert
Sonntag, 7. November 2010 - 13:23
SonnTALK

SonnTALK "Stadtbahneinschleifung" im Schlachthof

Neben zahlreichen Zuschauern waren Armin Rupalla (FDP), E.F. Schäfer (SPD), Ruth Birkle (Grüne), Eduard Holoch (Agenda Innenstadt) und Richard Schäfer vom Gemeinderat Karlsdorf-Neuthard der Einladung von Rainer Kaufmann und KraichgauTV in den Schlachthof gefolgt, die an alle Gemeinderatsfraktionen und die Stadt Bruchsal erfolgt war. Nicht vertreten waren die CDU Bruchsal sowie die Freien Wähler und auch die Stadt Bruchsal hatte keinen Vertreter zur Diskussion geschickt. Die KVV sagte zunächst zu, hat später dann jedoch ihre Teilnahme wieder abgesagt.

Befürworter und Gegner an einem Tisch

Über gut eineinhalb Stunden ging die Diskussion, die besonders für die noch wenig mit der Materie befasste Zuschauer einige Informationen zur geplanten Trassenführung und möglichen Alternativen bereithielt.

E.F. Schäfer von der Bruchsaler SPD und Ruth Birkle von den Grünen signalisierten deutlich ihre Unterstützung für die Einschleifung der Stadtbahn in die Stadtmitte von Bruchsal (wobei E.F.Schäfer darauf hinwies, dass eine Mehrheit der SPD-Fraktion im Bruchsaler Gemeinderat die Stadtbahneinschleifung unterstütze). Diese Unterstützung der Stadtbahn nach Bruchsal wurde von Richard Schäfer aus Karlsdorf-Neuthard insofern geteilt, als die Umlandgemeinden bei ihrer Anbindung von einem Ja aus Bruchsal abhängig sind. Richard Schäfer appellierte hier auch an die Verantwortung Bruchsals als Mittelzentrum und betonte, dass die Umlandgemeinden auch an den Kosten des Stadtbussystems MAX beteiligt seien.

Angst vor Automatismen

Diskussion Stadtbahneinschleifung Bruchsal

Diskussion Stadtbahneinschleifung Bruchsal

Armin Rupalla mahnte indessen als notwendige Instanz vor jeglicher Entscheidung die notwendige öffentliche Diskussion an, die nach seiner Ansicht vor der geplanten Standardisierten Bewertung erfolgen müsse. In diesem Zusammenhang warnte er auch vor der Gefahr eines Automatismus nach möglicherweise positivem Resultat bei der Standardisierten Bewertung.

Auch Eduard Holoch warnte davor, das Projekt abhängig zu machen vom Bewertungsverfahren, da dieses Ranking zwar normiert, jedoch in seiner Objektivitität nicht einschätzbar sei und überdies weder städtebauliche noch gesamtwirtschaftliche Aspekte berücksichtige.

Einer der aus Zeitgründen wenigen Zuschauerbeiträge stellte die Zerschneidung des historischen und nach dem Zweiten Weltkrieg wiederaufgebauten Schlossareals durch eine Stadtbahntrasse durch die Schönbornstraße in den Mittelpunkt seiner Kritik, ein anderer Besucher wollte die Diskussion in Zeiten leerer Kassen überhaupt nicht verstehen. Interessant in diesem Zusammenhang die Anmerkung von Armin Rupalla, dass die Stadt Bruchsal bereits jetzt über eine halbe Million Euro für das Projekt Stadtbahneinschleifung ausgegeben habe. Deutlich wurde überdies, dass das Bruchsaler Stadtbusnetz von einer Einschleifung der Stadtbahn direkt betroffen wäre und wohl mindestens neu konzipiert werden müsste. Dies, so E.F. Schäfer in seinem Schlusswort, biete jedoch auch die Chance neue Ortsteile und Quartiere einzubinden.

Als Fazit der Veranstaltung lässt sich festhalten, dass die Akteure in Kaufmanns Schlachthof zwar insgesamt wenig Neues zu sagen hatten, jedoch so möglicherweise die Diskussion in der Öffentlichkeit angeregt haben, die notwendig ist um ein Disaster wie um Stuttgart 21 in Bruchsal zu vermeiden.

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Kommentare

SonnTALK im Schlachthof

Es war so, wie ich es erwartet hatte: Vertreter der Stadt und des KVV sagten ihre Teilnahme ab, die CDU und die FW fehlten, der profundeste Kenner der Materie aus den Reihen der SPD und Kritiker der Stadtbahnausschleifung, Jürgen Schmitt ausgebootet (?), stattdessen erschien E.F. Schäfer, bei dem anfangs nicht ganz klar war, ob er als Privatmann oder SPD-Mitglied die Stadtbahnausschleifung befürwortet - wie sich dann herausstellte in beiden Eigenschaften. Er gab zunächst einen Überblick über die bisherige Entwicklung des Projekts und erläuterte dem staunenden Publikum, daß schon seit Jahren an der Sache herumgedoktort wird und eine Unzahl von Planungsvarianten besprochen worden seien, sowohl was die Innenstadtquerung betrifft als auch Varianten, die den Bahnhof nutzen, und zwar den Güterbahnhof an der Westseite. Diese Variante wurde nur so nebenbei erwähnt, alles schien sich schon auf die Innenstadtdurchfahrung festgelegt zu haben - obwohl die Variante Güterbahnhof zwar machbar, aber mit ebensoviel Aufwand wie die Innenstadtquerung verbunden sei. Der Grund für das offensichtliche Desinteresse für diese Variante war schnell ersichtlich: Dafür fließen keine Fördermittel - natürlich. Aber auch ein anderer Grund wurde an den Haaren herbeigezogen: "Die Stadtbahn müsse zu den Menschen kommen, und nicht die Menschen zur Stadtbahn", so die Grüne Ruth Birkle. Es sei erwiesen, daß es nur so funktioniere. Da frage ich mich doch, wie hat das bisher funktioniert und wie funktioniert es immer noch? Tagtäglich kommen jede Menge Menschen mit der Stadtbahn zum Bruchsaler Bahnhof, und, oh Wunder, sie gelangen zu Fuß in die Innenstadt! Weshalb das mit den Karlsdörfern, Büchenauern, Forstern und Hambrückenern nicht funktionieren sollte, bleibt das Geheimnis von Frau Birkle. Überhaupt die Bruchsaler Grünen: Für ihren Götzen Personennahverkehr werfen sie all ihre bisherigen Werte über Bord. Bäume? Die zwei drei! (Es sind 81, die lt. Herrn Holoch weg müssen). Parks? Was soll's, die Stadtbahn braucht halt Platz. Parkplätze? Ist doch gut, daß die wegkommen, Bruchsal hat doch jetzt genug davon! Durch die stark befahrene Linie am Schloß vorbei ("besser die Stadtbahn vor dem Schloß als die dort geparkten Autos", so einige einhellig geäußerten Meinungen) kann auch die entsprechende Buslinie (Schülerbeförderung Käthe-Kollwitz-Schule, Krankenhaus etc.) wegfallen (Frage: bringen Schüler Kaufkraft in die Stadt?), was, so A. Rupalla von der FDP, zu einer Umstruktuierung des Busverkehrs führe und somit zu erhöhten Kosten für die Stadt. Auch Richard Schäfer vom Gemeinderat Graben-Neudorf ist ein unbedingter Anhänger der Stadtbahnausschleifung durch Bruchsal und meinte, die Bruchsaler hätten auch Verantwortung für ihr Umland, denn kein Einwohner seiner Gemeinde würde 30 Minuten nach Karlsruhe fahren, wenn er auch in 10 Minuten in Bruchsal sein könnte, zumal Bruchsal zur Zeit ja gerade seine Attraktivität verbessere. Er wolle den Bruchsalern aber nicht vorschreiben, wie sie diese Linie durch die Stadt führen, da sei deren Sache. Man müsse jetzt halt nur noch das Stadardisierte Bewertungsvefahren abwarten, um eine Entscheidung treffen zu können (wohlgemerkt, über eine andere, für Bruchsals Innenstadt weitaus bessere Variante wird gar nicht mehr nachgedacht!). Das Standardisierte Verfahren dient dazu, den Kosten-Nutzen-Effekt herauszuarbeiten und gilt in der ganzen BRD. Der Nutzen muß höher als die Kosten sein. A. Rupalla von der FDP meinte dazu, daß hier nur volkswirtschaftliche Gesichtspunkte berücksichtigt würden, nicht aber die Belange der Stadt. Zuerst sollte eigentlich festgelegt werden, wollen wir eine Durchfahrung der Innenstadt, und erst, wenn dies feststeht,
sollte die Standardisierte Bewertung durchgeführt werden. Mit dieser Feststellung erntete er Beifall, denn alles andere wäre eine Entscheidung über die Köpfe der Bürger hinweg. Rupalla war der einzige Politiker in diesem Gremium, der kritisch gegenüber der Innenstadquerung durch die Stadtbahn eingestellt war. Schlimm finde ich, daß die anderen diese Angelegenheit "von einer übergeordneten Warte" aus betrachten und dermaßen verblendet scheinen, daß sie nicht die schlimmen Folgen für Bruchsal sehen oder sehen wollen. Herr E. Holoch wies noch einmal schwerpunktmäßig auf die schlimmsten Folgen hin, er hätte das meiner Meinung nach mit mehr Vehemenz tun sollen, so, wie er es auf Bruchsal.org getan hat. Da habe ich ein wenig die Bissigkeit vermißt. Auf jeden Fall ist es erschreckend, wie weltfremd sich die Befürworter der Stadtbahn gaben und wie wenig sie auf die Bruchsaler Belange eingingen. Über die gewaltige Zerstörung, die dadurch in Bruchsal angerichtet wird - kein Wort. Kahle Schneisen mit riesigen Bahnsteigen und Oberleitungen, kein Grün mehr in der Stadt, Verkehrschaos, alles nachzulesen auf Bruchsal.org. Ja, wo bleibt denn da die in letzter Zeit immer wieder propagierte "lebens- und liebenswerte Stadt" mit "Aufenthaltsqualität", die zum "Bummeln und Einkaufen" einlädt?
Die ist doch kaputt! Wer will da bummeln? Ich nicht, und viele andere auch nicht. Die Kulturmeile zwischen Schloß und Stadtmitte geht flöten, das Schloßfest, die Saalbachaufwertung, die Gastronomie an der Strecke - das sind doch die Folgen einer Innenstadtbahn, dazu teilweise noch zweigleisig! Mit diesem Monstrum wird doch gerade nicht erreicht, was man erreichen will! Warum können die Leute nicht am Bahnhof aussteigen und die 5 Minuten zu Fuß in die Innenstadt zurücklegen, wie sie es heute doch auch tun? Verlegt man den Rendevousplatz an den Bahnhof, so kann nahtlos umgestiegen werden.
Es käme die Stadt allemal billiger, für gehfaule Karlsdörfer, Büchenauer, Forster und Hambrückener einen Sänftendienst zwischen dem Bahnhof und dem Schloß einzurichten, damit diese zu 10.000den kommen und ihre Millionen in Bruchsal lassen! Übrigens: Zu beginn dieser Veranstaltung wurde eine (nicht repräsentative) Umfrage von Kraichgau.TV gezeigt: Die Mehrheit der befragten Bruchsaler war dagegen. Vielleicht sollte man die Umfrage auch auf die Umlandgemeinden ausdehnen und die Leute befragen, wie groß ihr Interesse ist, in einem kaputten Bruchsal einkaufen und bummeln zu gehn!

Tiefgründig oder unterirdisch?

O Gottle, die Brusler Grünen! Was sind denn das nur für Gestalten?

In Stuttgart setzen sich die Grünen für den Juchtenkäfer und den Schlosspark ein. Und in Bruchsal? Originalton von Frau Ruth Birkle: Ein oder zwei Bäume oder viele Bäume werden fallen. Aber das mache ja nix. Und die Stadtbahn im Schlossbereich sei auch absolut kein Problem. Es seien nur die Autos, die das dortige Ensemble entscheidend stören würden. Zwischenruf aus dem Publikum auf den Vortrag der Frau Birkle: "Hör uff!!".

Weiter im Text der Grünen-Stadträtin: Man müsse die Stadtbahn landesweit sehen. Bruchsal müsse seine ökologische Verantwortung wahrnehmen, auch als Teil der Bundesrepublik Deutschland. Du meine Güte! Die Stadtbahntrasse in Bruchsals Innenstadt als paneuropäische Magistrale? Ich schließe mich dem Zwischenrufer an: "Hör uff mit dem Gschwätz!"

Kann man das jetzt so

Kann man das jetzt so zusammenfassen:

Eine standardisierte Bewertung wird gemacht, ohne das man damit auch prüft ob andere Alternativen auch mit >1 abschneiden würde.

Der Grund dafür:

Man bekommt sonst kein Geld vom Land.

Da man keine Gründe dafür, außer dem Zuschuss, vorweisen kann, betrachtet man alles von einer "höheren Warte", welche der "gemeine Bürger" natürlich nicht versteht. Zumindest versucht man es erst garnicht ihm zu erklären.

Man zieh noch die Begründung "Käthe-Kollwitz-Schule" und "Krankenhaus" an der Haaren herbei und finde eine Straßenbahn schöner als Parkplätze. Ich zumindest finde Strassenbahnen mit Schienen und Oberleitungen hässlicher...

Zu guter Letzt mach man den Bruchsalern noch ein schlechtes Gewissen, denn wie können die so gemein sein, ihre Innenstadt nicht dafür her zu geben, dass die anderen Gemeinden in Scharen .... nach Karlsruhe fahren können.

Glaubt den wirklich irgendwer, das Geld bliebe in Bruchsal hängen?

Na, perfekt!

Diskussion mit dem Bürger: nahe 0

Ach so ne... der sieht das ja nicht von der "höheren Warte", der ist zu "klein" um Zusammenhänge zu verstehen... die es nicht zu geben scheint... außer im Zuschuss durch das Land (im übrigen AUCH!! Steuergelder)

Warum läd den Niemand die Befürwortet mal in ein Kaffee neben den Schienen in Karlsruhe oder Durlach ein... oder sollte sich da keines finden?

Ordnung muß sein

Dass der Fraktionsvorsitzende der SPD auf dem Podium redet ist natürlich in Ordnung. In Ordnung ist ebenso, dass es differierende Auffassungen gibt, bzw. Auffassungen, die nicht völlig deckungsgleich sind. Wichtig ist nur, dass die Interessen der Stadt klar definiert werden und nicht unter den volkswirtschaftlichen Tisch fallen dürfen

 

wabernde novembernebel aus dem Rathaus

Wabernde Novembernebel im ansonsten rauchfreien Schlachthof.
Viel geschwätzt und wenig gesagt wurde da vor interessiertem Publikum und TV-Kameras. Mit der Ausnahme von Armin Rupalla
bemühten sich die anwesenden Gemeinderäte einschließlich des Herrn aus Karlsdorf, nach besten Kräften den Nebelwerfer zu geben.
Nein, so eine Null-Nummer hätte ich nicht im schlimmsten meiner Albträume zu dieser Podiumsdiskussion erwartet. Da sitzen massenhaft Bürger im Publikum, die sich um die Stadtentwicklung ernsthaft Sorgen machen, weil eben diese Stadt ihr unmittelbarer Lebensraum ist und weil ihnen auch die "Stadt" als Steuerzahler tief in die Taschen greift, und die, die als gewählte Vertreter der Bürger oben auf dem Podium stehen, lächeln süffisant über die Ahnungslosigkeit des Wahlvolkes (gelle, Schäfer+Schäfer?) oder sondern "ökologisch korrekte" Plattitüden ab (gelle Frau Birkle?).
Nicht einmal im Ansatz war diese unheilige Koalition von SPD (E.F. Schäfer) und Grüne (Ruth Birkle) bereit, sich mit den Problemen auseinanderzusetzen, die eine Trassenführung der Stadtbahn durch die Bruchsaler Innenstadt mit sich bringen wird. Während sich die beiden genannten Bruchsaler Gemeinde"räte" in ihrer Rolle als Monopoly-Helden gefielen ( Motto: Die Stadtbahn muss durch die Bruchsaler Innenstadt und das Schloss-Areal nach Wiesental fahren, weil wir das für die einzige sinnvolle Sache halten. Schließlich haben die Deppen uns dafür gewählt, die Entscheidungen zu treffen, die sie sich nie zu treffen wagten), hatte der FDP-Vertreter Rupalla nicht das geringste Problem, sachlich Informationen zum Stand der Dinge zu geben. Hätte nicht jemand aus dem Publikum nachgefragt, ob denn die Stadtbahn ein- oder zweigleisig durch Bruchsal quietschen soll, wäre niemand auf die Idee gekommen, das zu erwähnen. (Sie soll, so weit es geht, ZWEIGLEISIG durch die Innenstadt fahren.)

Was mir jedoch beinahe den Morgenkaffee im Rückwärtsgang aus dem Verdauungtrakt geschleudert hat, war die gespielte "Ahnungslosigkeit" der Volksfrontkoalition Schäfer-Birkle zu leicht zu beantwortenden Sachfragen: Vor nicht allzulanger Zeit gab es eine Klausurtagung des Bruchsaler Gemeinderats, bei der u.a. der Geschäftsführer des Karlsruher Verkehrsverbundes, Walter Casazza, auf die Dringlichkeit einer so genannten "standardisierten Bewertung für eine durch Bruchsal führende Stadtbahnstrecke" hinwies. http://www.bruchsal.org/story/bruchsaler-gemeinderat-tagt-zwei-tage-klausur

Um hier noch einmal Christian Kretz zu zitieren:
"Als Fazit der Veranstaltung lässt sich festhalten, dass die Akteure in Kaufmanns Schlachthof zwar insgesamt wenig Neues zu sagen hatten, jedoch so möglicherweise die Diskussion in der Öffentlichkeit angeregt haben, die notwendig ist um ein Disaster wie um Stuttgart 21 in Bruchsal zu vermeiden."

Nein, Herr Kretz, so wollen wir die Dinge nicht schönreden.
Dieses "Disaster wie um Stuttgart 21" besteht bereits in dieser Stadt:
-Der Ex-Oberbürgermeister -Bernd Doll- und ein Marionettengemeinderat haben die Stadt nicht nur finanziell ruiniert.
-Der Ex-Oberbürgermeister hat zu verantworten, dass ein derzeitiges Gemeinderatsmitglied der CDU rechtmäßig höchst fragwürdig zu seinem Amt gekommen ist und es weiterhin ausübt.
-Die CDU -Mehrheitsfraktion im Gemeinderat der Stadt- hat es nicht nötig, auf einer öffentlichen Podiumsveranstaltung Stellung zu einem aktuell brennenden Thema (die Stadtbahneinschleifung durch die Innenstadt) zu nehmen.
-Den "Freien Wähler"n fehlen hierzu ebenfalls die Eier in der Hose.
- Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands schickt einen Gemeinderat vors Publikum der stramm erklärt, nicht über alternativen nachdenken zu wollen.
-Die vermeintliche Alternative aus dem Gemeinderat von den "Grünen" ist eine Quotenfrau, die von Basisdemokratie vielleicht mal was gehört hat, da aber jetzt an der "Macht" es sich leisten kann, inmitten eines einzigartigen Bau-Ensembles -dem Bruchsaler Schloss- ökologisch-aesthetisch eine Straßenbahn schöner zu finden als diese jetzt noch da herumstehenden schrecklichen Autos.

Die einzige Partei, die in meinen Augen bei der Podiumsdiskussion Flagge gezeigt hat, waren die lokalen " Freien Demokraten" mit Armin Rupalla. Immerhin, ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Angesichts dieser lokalen Lehrstunde in Sachen Demokratie werden sich wohl einige Wahlberechtigte bei einer Orientierung hinsichtlich der anstehenden Landtagswahlen sehr schwer tun.

Ansonsten kann ich nur die Lektüre des Beitrags von Waldemar.Z
empfehlen, der sich mit der dreisten Nebelwerferposse der Bruchsaler Stadträte hier ausführlich beschäftigt hat.
http://www.bruchsal.org/story/sonntalk-stadtbahneinschleifung-im-schlach...

Grüne

Nun, nachdem die Bruchsaler Grünen als einzige Fraktion schon geschlossen für das SEPA-Projekt gestimmt haben erwartet man ja (offenbar zurecht) aus dieser Ecke nichtmehr viel.
Ich war bei der Diskussion im Schlachthof nicht zugegen, aber die beiden Zusammenfassungen sprechen Bände.
Eine Partei, die sich eigentlich Bürgernähe auf die Fahnen geschrieben hat agiert kommunalpolitisch in dieser Art und Weise? Das verstehe, wer will...
Vielleicht versteht es ja Frau Birkle.

Wenn einen schon die parkenden Autos im Schlossareal stören , dann baut man da besser eine hässliche Stadtbahnstrecke durch, sieht gleich viel besser aus... Kaum zu glauben...
Damit ist das ganze Areal dann unwiderbringlich verschandelt, wenn schon, dann richtig.
Ich bin eigentlich ein Freund dieser Partei, in Bruchsal sind sie für mich mittlerweile unwählbar( dank ihrer örtlichen Vertreter, bei denen ich mich frage, weshalb sie dieser Partei angehören, wenn 1-2 (also 80) Bäume in einer ohnehin schon trostlosen Stadt keine Rolle spielen).

Was die Meinung der Bürger betrifft: Falls mit der erwähnten Umfrage diejenige gemeint ist, die ich vor einigen Wochen auf KraichgauTV gesehen habe, dann wurden dort doch hauptsächlich ältere Bürger befragt, also jene, denen man längere Fußwege ersparen möchte. Zustimmung zur Stadtbahn durch die Innenstadt war kaum vorhanden.
Der Stadtbus wurde von einigen lobend erwähnt und eine Erweiterung gewünscht. Ansonsten wurde zurecht angemerkt, daß die geringen Entfernungen in Bruchsal (Bahnhof-SEPA ca 5 Min.) eine Stadtbahn unnötig machen. Nun, dem kann man nur beipflichten, zumal sich das Stadtzentrum in den letzten Jahren ohnehin Richtung Bahnhof verschiebt.
Jüngere Leute wurden in dieser Umfrage nicht befragt, die dürften ja aber die Minientfernungen grade noch bewältigen können ohne zusammenzubrechen.

Die Stadtbahn durch Bruchsal ist so unnötig wie ein Kropf, man sollte sich vielmehr bewusst machen, was man mit diesem Geld an wirklich sinnvollen Projekten voranbringen könnte, die die Stadt auch wirklich lebens- und liebenswürdiger machen würden, damit wäre den Bruchsalern eher gedient.

Warum die Verantwortlichen eine Abstimmung der Bürger fürchten wie der Teufel das Weihwasser hat wohl gute Gründe, zumindest aus deren Sicht.

Rumgemerkel

Standatisierte Bewertung, Kosten Nutzen Faktor, ökologische Verantwortung Bruchsals als schlechtes Gewissen für den Rest von Deutschland und Europa. Phrasen die meine Vorkommentatoren deutlich machten.

Wir brauchen die Stadtbahn damit man Bundes und Landesmittel abrufen kann. Was ist denn das für eine Einstellung?

Wenn mir jemand 50000 € anbietet um ein Haus zu kaufen, das aber 2 Mio. kostet. Und ich ansonsten Arm wie eine Kirchenmaus bin. Dann kann und werde ich diese 50000€ ganz bestimmt nicht in Anspruch nehmen.

Dass niemand von der Stadtverwaltung im Schlachthof zu gegen war spricht nicht gerade für Sie. Dass von der CDU Bruchsal und den Freien Wählern niemanden vor Ort war, wundert mich nicht. Anscheinend ist niemand mehr da, der Ihnen sagt was Sie zu sagen haben.  

Ob nun die Causa Dr. Scherbel oder SEPA, Sankt Raphaelund die Schulen im Allgemeinen, Internationale Universität und baufällige Brücken und jetzt noch die Stadtbahn. Frau Petzolt-Schick sollte endlich Stellung beziehen und nicht versuchen es jedem Recht machen zu wollen.

Dieses RumgeMerkeln  ist unerträglich.

was genau steht in der Planung?

Hallo,

etwas was bisher immer nur in Ansätzen rüberkam, aber auf das Bild der Stadt Bruchsal ein eine extreme Auswirkung hat (so denn die Stadtbahn in die Stadt kommt) ist die Art, wie die Schienen angelegt werden. Die allermeisten denken wohl, es kommt so wie die Strassenbahn in Karlsruhe (im sogenannten Straßenbündigen Bahnkörper):

Leider erhält aber diese Variante keine Fördergelder. Fördergelder erhält stattdessen die Variante Besonderer Bahnkörper:

Zugegebenermaßen hätten wir bei der Variante etwas für Bruchsal völlig ungewöhnliches: grün in der Stadt, aber hier ist eine Nutzung der Gleise für etwas anderes als die S-Bahn nicht zulässig. Möge nun jeder selbst entscheiden, ob so etwas in einer Stadt (an Stellen an denen schon jetzt nicht ausreichend Platz ist) tatsächlich sein muß!

Ramschtischmentalität eben

Tja Carusino,

mit den Fördermitteln ist es eben so, wie am Ramschtisch: Steht da drauf sie sparen 10,-€ wird das Ding gekauft. Egal ob zu teuer oder nicht.

Oder wie war das bei SWR3: bin i billig drangekommen...

Besonders pikant dabei, daß man nach so vielen Jahren der Planung und Machbarkeitsstudien (anscheinend seit mindestens 2003 wie der Flächennutzungsplan angibt http://www.vvg-bruchsal.de/Fl%C3%A4chennutzungsplan%202020/Fl%C3%A4chennutzungsplan2020.htm ) immer noch nicht weiß, wieviel das ganze kostet (egal ob in der Erstellung oder im Betrieb).

Oder das man ja nichts schönrechnen kann, weil das ja eine standardisierte Berechnung ist: wie kommt man auf die Erhöhung der Fahrgastzahlen um 50% nur weil statt des Busses nun eine Stadtbahn fährt (siehe: Seite 18 http://www.fdp-bw.de/regional/Bruchsal/docs/Stadtbahn_20100922.pdf)? Warum gerade sollen die Hälfte mehr Leute fahren?

 

Forst vor Blödsal: Die Bürgerinformation!!!

So kann eine Gemeindeverwaltung auch ihre Arbeit machen:

Im Mitteilungsblatt Forst Nummer 44 findet sich eine Einladung zur Bürgerversammlung.
http://www.forst-baden.de/news/artikel/20101103144255mb44.pdf

Das ist ihr Inhalt:
(Zitat-Anfang)
Einladung zur Bürgerversammlung zum Thema
Stadtbahn
Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,
ein pulsierendes Gemeinwesen wie unsere Gemeinde steht vor
mannigfaltigen Aufgaben und Themen, die es zu bewältigen
gilt.
Mitwirkung, Mitgestaltung und Mitbestimmung sollte für alle
Bürgerpflicht sein.
Doch dieser Bürgerpflicht kann nur der nachkommen, der auch
richtig informiert ist. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger
sind zur Bürgerversammlung am
Dienstag, 23. November 2010, 19.00 Uhr,
in die Waldseehalle, Hambrücker Straße,
eingeladen.
Ihre Meinungen und Anregungen sind uns wichtig. Über eine
rege Teilnahme würden wir uns freuen.
Tagesordnung:
Informationen zur Stadtbahnplanung Spöck – Bruchsal – 1.
Waghäusel
Sonstiges 2.
Mit freundlichen Grüßen
Reinhold Gsell
Bürgermeister
zu Top 1:
Alle Gemeinden, die an der geplanten Stadtbahnstrecke Spöck –
Bruchsal – Waghäusel liegen, haben einen Grundsatzbeschluss
zur Planung der Stadtbahn getroffen, um deren Machbarkeit
festzustellen. Dieser Grundsatzbeschluss war Voraussetzung
damit unter anderem die Trassenvarianten erarbeitet werden
konnten. Dies ist zwischenzeitlich durch Ingenieurbüros geschehen.
Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mit Sitz in Karlsruhe (AVG)
wird den aktuellen Stand der Variantenuntersuchung in einem
ausführlichen Bericht den Forster Bürgerinnen und Bürgern in
der Bürgerversammlung vorstellen. Gemeinderat und Verwaltung
ist es wichtig, die Bürgerschaft frühzeitig zu informieren
und in die Diskussion mit einzubeziehen. Über Ziele, Zweck
und Auswirkungen soll in der Bürgerversammlung unterrichtet
werden, damit gemeinsam eine Lösung gefunden werden kann.
Nach Vorstellung und Diskussion in der Bürgerversammlung will
der Gemeinderat in einer öffentlichen Sitzung zwei Varianten
vorschlagen, die Grundlage einer standardisierten Bewertung
werden. Eine standardisierte Bewertung gibt Auskunft darüber,
ob eine Strecke aus volkswirtschaftlicher Sicht bauwürdig ist.
Erst zu einem späteren Zeitpunkt ist beabsichtigt, die genaue
Streckenvariante zusammen mit den Forster Bürgerinnen und
Bürgern zu finden. Die Bürgerversammlung am 23. November
2010 soll ein erster Schritt für eine Meinungsbildung sein.
Gemeinderat, Verwaltung und die Planer wollen diese Veranstaltung
nutzen, das Thema „Stadtbahn“ eingehend näherzubringen
und den Zeithorizont aufzuzeigen. (Zitat-Ende)

Besonderer Bahnkörper?

Na, das sieht doch gleich viel besser aus, ein "besonderer Bahnkörper" eben...
Man sieht es regelrecht vor sich, spielende Kinder, picknickende Paare, idyllisch... :-)
Dumm nur, daß ab und an die Stadtbahn durchfährt...

Also, ich hab für mich entschieden: Soetwas muss nicht sein!! ;-)
Und: Sorry, aber man fragt sich bisweilen, ob man es in unserem Land nur noch mit Irren zu tun hat ;-))) Darf doch eigentlich alles nicht wahr sein...

50% mehr... natürlich werden

50% mehr... natürlich werden die Fahrgastzahlen steigen. Man kann dann direkt aus der Innenstadt zum Gobus und nach Karlsruhe fahren.

Damit benötigt man auch weniger Parkplätze in der Innenstadt.

Wo man nicht mehr hin fährt, braucht man auch keine Parkplätze.

Von daher ist die Argumentation so falsch nun auch wieder nicht.

Außerdem... in einen Stadtbus passen "nur" 50 Personen. In eine Stadtbahn mind. 200. Das rechnet sich. 4 x mehr leere Sitzplätze und man kann Nachts um 22:00 Uhr noch mit der Stadtbahn zum Krankenhaus fahren.

Um es klar zu sagen: ich habe NICHTS gegen eine Anbindung der umliegenden Gemeinden, eher im Gegenteil. Nur kann diese "Anbindung" nicht auf Kosten der bruchsaler Innenstadt gehen.

Wenn es ohne die Fördermittel des Landes nicht geht, dann geht's halt nicht. Bauen um der Fördermittel willen kann nicht die Lösung sein.

Aber ich sehe das natürlich nicht aus der "höheren Warte", mit den Kopf in den Wolken, sondern aus der Sicht des unbedeutenden Menschen, der in dieser Stadt lebt und arbeitet.

 

Eine Frage noch: Das Land

Eine Frage noch:

Das Land gibt Zuschüsse  in Höhe von xxx Millonen um damit ein Projekt zu unterstützen, das OHNE Stadtbahneinschweifung xxx Millionen weniger kosten würde.

Niemand weiß, was Lösung A, B, oder gar C kosten würde... aber man weiß, dass es ohne Zuschuss nicht geht. Interessant...

Gesamtkosten für das Stadtbahnprojekt

Wenn ich mich nicht verhört habe bei der Fernsehdiskussion, sprach man von minimalen Gesamtkosten für die Strecke in Höhe von 200 Millionen Euro, eher aber von 500 Millionen, wovon die Stadt Bruchsal ihren Anteil tragen müßte - eine gewaltige Summe. Soviele zusätzliche Fahrgäste gibt es gar nicht, als daß dies wieder hereingewirtschaftet werden könnte - und trotzdem plant man lustig drauf los. Die Betriebskosten könne man übrigens auch nicht abschätzen, diese werden sich erst "beim Betrieb" zeigen. Na dann Gute Nacht. Ich dachte immer, in eine standardisierte volkswirtschaftliche Bewertung müßten solche Zahlen mit einfließen. Wie seriös kann dann eine solche Bewertung überhaupt sein? Auch interessiert mich die Frage, wie hoch der Bruchsaler Anteil von den hunderten Millionen sein wird und wie hoch die Zuschüsse dann ausfallen - vor allen Dingen: könnte die Stadt den dabei herauskommenden Betrag stemmen? Weiterhin wäre von Interesse, was eine machbare, nicht bezuschussungsfähige Alternative über den Bahnhof kosten würde und ob solch eine Alternative dann noch unter den Kosten für eine bezuschusste Führung der Stadbahn durch die Stadt lägen. Zuallererst müßten aber die Bruchsaler Bürger befragt werden, ob sie eine Stadtbahneinschleifung in die Stadt wollen, wobei ihnen offen und schonungslos auch die städtebaulichen Konsequenzen aufgezeigt werden müßten sowie deren Folgen für Bruchsal als "liebenswerte Einkaufsstadt mit Aufenthaltsqualität". Nur so können die Bruchsaler das Projekt abschätzen und vielleicht auch gegen eventuell vorhandene Vorteile abwägen. Dies wäre die richtige Vorgehensweise, denn die Bruchsaler müssen in dieser Stadt leben, nicht die Einwohner der Umlandgemeinden.
Entschiede man gegen den Willen der Bruchsaler und über deren Kopf hinweg, wäre das absolut undemokratisch und eigentlich unter der neuen OB mit ihren Vorstellungen nicht denkbar.

Auf nach Forst!

Nun - so treffen wir uns am 23.11. in Forst und hören mal, was uns unsere Oberbürgermeisterin CPS und ihre führenden Mitarbeiter in aller Transparenz hier in Bruchsal vorenthalten wollen.
So geht's auch - oder vielmehr nicht.

Bruchsal - Waghäusel? Bruchsal - Stutensee??

Ob diese Verbindungen für uns Bruchsaler so interessant sind? Interessant genug, um deswegen -zig Millionen Euro auszugeben und weite Teile der Innenstadt, na, sagen wir mal vorsichtig, grundlegend und für ein bis zwei Generationen umzugestalten?

Mich würde auch mal die Streckenalternative Karlsdorf - Forst interessieren. Und erzähle mir niemand, das sei technisch nicht möglich!
Natürlich wird DIESE Trasse bei der Standardisierten Bewertung schlecht abschneiden - eben weil sie nicht das Bruchsaler Publikum "abschöpft" - und wird des halb nicht von Land und Bund usw. bezuschusst werden (nehme ich mal an).
Aber wie wäre es denn, wenn dann die so sehr daran interessierten Gemeinden von Neuthard bis Waghäusel die Sache selbst finanzieren würden (natürlich zusammen mit dem fürsorglichen Landkreis...)?
Die Bruchsaler, die dann ab und zu diese Strecke benützen wollen, können immer noch in Karlsdorf oder Forst zusteigen...

Noch etwas...

Weshalb gibt es eigentlich nur Zuschüsse für eine Innenstadtdurchfahrung und nicht für die Bahnhof-Alternative? Weil von den Verantwortlichen ein "wirtschaftlicher" Betrieb (und man kennt nicht einmal die Betriebskosten, s. oben) nur nach dem Motto: "Die S-Bahn muß zum Bürger und nicht der Bürger zur S-Bahn" gesehen wird. Aufgrund dieser zweifelhaften Prämisse soll eine ganze Stadt zerstört werden, die in dieser Hinsicht doch weißgott schon viel durchgemacht hat. Andererseits höre ich schon die Stimmen, die bei einem möglichen Bürgerentscheid gegen die Einschleifung behaupten werden, die "Stadt Bruchsal" habe das Gesamtprojekt zu Fall gebracht (ohne Einschleifung keine Stadtbahnanbindung der Umlandgemeinden, so der bisherige Stand), und welcher Politiker will das auf sich sitzen lassen? Mal andersherum gefragt: Warum bezuschußt man nicht einfach die eigentlich "normale" Bahnhofslöung
(in anderen Städten muß man am Bahnhof auch in Bus oder Straßenbahn umsteigen, siehe Mannheim, viele Bruchsaler fahren dorthin und lassen sich davon nicht abschrecken), und das Problem wäre gelöst! So ungeheuer weniger wirtschaftlich als daß man das nicht rechtfertigen könnte, wäre eine solche Lösung sicherlich nicht.

Alternative Oberleitungsbus

Auch darüber sollte mal nachgedacht werden dürfen

http://de.wikipedia.org/wiki/O-Bus

Standardisierte Bewertung irrelevant für Gemeinderat!

Es ist schon bedauernswert, welchen Eiertanz insbesondere auch SPD und Grüne aufführen.

Alle im Gemeinderat sollte nur eine Frage interessieren:

Ergibt aus Bruchsaler Sicht eine EIGENE Bewertung einen Wert > 1!

Alle pekuniären und nicht-pekuniaren Nutzen und Kosten Bruchsals sind aufzurechnen und abzuschätzen!

Ist dieser Wert weit über Eins, dann sollte Bruchsal darüber nachdenken! Bruchsal sollte aber nicht auf die gesamte Bewertung schauen, sondern seinen eigenen Teil!

Nicht nur die Dame der Grünen scheint dies nicht zu kapieren, denn gesamtgesellschaftliche oder verkehrpolitische Verantwortung in allen Ehren, aber dazu ist ja genau die Förderung da! Wenn dann danach (nach Berücksichtigung der Fördermittel) für Bruchsal isoliert betrachtet in einer eigenen Bewertung aber kein Nettonutzen bleibt, dann gilt: a. Sonderförderung für Bruchsal, um einen Ausgleich zu schaffen oder b. entschieden dagegen stimmen! 

Eine Standardiesierte Bewertung des Gesamtprojektes > 1 und das Verhalten des Bruchsaler Gemeinderats im Interesse Bruchsals sind also zwei paar Stiefel! Letztes sollte nur auf einer eigenen isolierten Bruchsaler Standardisierten Bewertung basieren!

Standardisierte Bewertung irrelevant...

Dem kann ich vorbehaltlos zustimmen und an meinen obigen Kommentar anknüpfen. Warum sollte Bruchsal für andere eine gesamtgesellschaftliche und verkehrspolitische Verantwortung übernehmen (wie von den Umlandgemeinden gefordert) und selbst dabei kaputtgehen? Bruchsal sollte das Projekt, so wie es geplant ist, einer eigenen Bewertung unterziehen, in welche alle finanziellen, ideellen, harten und weichen Standortfaktoren miteinfließen + die Meinung der Bevölkerung. Schließlich sind es die Bruchsaler, die auf Generationen mit einer weiteren Fehlplanung leben müßten. Sollte eine solche Bewertung negativ für eine Innenstadtanbindung ausfallen, so müßte den Stadtbahnbefürwortern knallhart gesagt werden, daß eine Stadtbahnanbindung aus Bruchsaler Sicht nur über den Bahnhof geht, und wenn diese Variante nicht gefördert wird, es eben keine Stadtbahn gäbe. Basta. Ich bin überzeugt, daß dann ganz schnell auch eine Förderung dieser Variante erfolgen würde!

Bürgerinformation Forst

Es ist traurig, aber wahr: Da muß man als Bruchsaler Bürger nach Forst gehen, um informiert zu werden...

Notizen aus der stadteigenen Propaganda-Abteilung

Den Anblick dieser Bilder muss man einfach genießen und sich die Situation in Bruchsal vorstellen: die Schloßstraße, die Friedrichstraße, das Schloss-Areal.
http://www.bruchsal.org/story/sonntalk-stadtbahneinschleifung-im-schlach...

Ob die Bruchsaler Hausbesitzer sich im Klaren darüber sind, was diese Oberbürgermeisterin und dieser Gemeinderat ihnen aufbürdet?
Wer ersetzt ihnen die entstehenden Gebäudeschäden?
Und bitte ganz, ganz genau hinschauen und sich vorstellen, wie das sein wird, wenn die Stadtbahn durch die Schloßstraße zweigleisig(!) dahinrumpelt.
Welche Schutzvorrichtungen für freilaufende Schulkinder und ältere, und behinderte Menschen werden dann wo sein?

Und dann haben wir da eine Oberbürgermeisterin, die von der Pressestelle der Stadt solche Weisheiten verbreiten lässt:
(Zitat-Anfang)
Im Anschluss daran legte die OB neun Thesen für die Entwicklung der Stadt Bruchsal vor:

These 1. Stadträume bestimmen maßgeblich die Lebensqualität der Menschen. Deswegen wird sie sich für eine Humanisierung der Straßenräume einsetzen, so dass dort kulturelle und soziale Aktivitäten stattfinden können.

These 9: Bruchsal als Wohlfühlstadt weiterentwickeln ist Wertschätzungsarbeit.(Zitat-Ende)

http://www.bruchsal.org/story/bruchsals-oberb%C3%BCrgermeisterin-skizzie...

Für wie blöd hält die Rathaus-Chefin eigentlich die Bruchsaler Bürger? Während in der Nachbargemeinde Forst längst zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung am 23.11. in der Waldseehalle hingewiesen wird, verströmt die stadteigene Propaganda-Abteilung Wohlfühldüfte aus dem Duftkerzen-und Seidentuchschwingermilieu.

Thesen der OB zur Entwicklung der Stadt

Dies ist nun aber mein vorläufig letzter Kommentar zur Stadtbahn, sonst glaubt man noch, ich hätte das Thema gepachtet. In einer heutigen (http://www.bruchsal.org/story/bruchsals-oberb%C3%BCrgermeisterin-skizzie...) Presseinformation auf Bruchsal.org legte die Oberbürgermeisterin 9 Thesen zur Entwicklung der Stadt vor. Man beachte Thesen Nr. 1,3,4 und 9 sowie Abs. 3 unter dem Bild. Ob sich dies wohl mit einer Innenstaddurchfahrung der Stadtbahn verträgt?

E. F. Schäfer aus SPD ausgetreten?!

"Da kein Vertreter der Bruchsaler SPD aufs sonntägliche Kaufmann-Podium geladen ist..."

Verfasst von Jürgen Schmitt am 6. November 2010 - 14:54.

Oder kam Schäfer ungeladen?

Darüber haben wir überhaupt noch nicht gesprochen

ob denn die Stadt die Bauzeit der Stadtbahn überlebt.
Die lange Beeinträchtigung von Läden, Bewohnern , Verkehr, Zugänglichkeit wäre nöch hinnehmbar, wenn danach eine Verbesserung entstünde, Das Gegenteil ist der Fall. Die Beeinträchtigung bleibt.
Bei der Bauzeit von Sepa ist die Stadt zeitlich und örtlich begrenzt behindert worden, bei der Stadtbahn jedoch die gesamte Innenstadt.

E Holoch

BR 21 und Karlsruhe und...

irgendwie sieht das im Moment so aus als gäbe es eine höchst exklusive (oder explosive?) Mischung dieser Bauvorhaben...
mal sehen, wann unser notleidender Einzelhandel erwacht...

Greift Mappus Parkschützer und Erbsenzähler in Stuttgart an?

Mappus?

1. „…wir müssen tatsächlich manchmal von oben drauf kucken, es ist ein Gesamtkonzept. …dann werden die Bäume fallen…wir werden neue (Bäume) pflanzen.“

2. „…wenn wir weiterhin den Baum vor der Haustür zählen, aber nicht das Gesamtkonzept sehen…kommen wir so nicht weiter.“

3. „…diese Kostenfrage…muss man oben drauf kucken…wo wollen wir die Gelder haben…. wenn wir unsere ökologische Verantwortung wahrnehmen wollen…auch als Bundesrepublik Deutschland, dann können wir nicht immer so kleinkariert an solchen Dingen sparen“

4. „…ich bitte mal darum, dieses Thema…nicht alleine an Veränderungen - Fällen von Bäumen, Wegfall von Parkplätzen und so weiter - festzumachen...“

Es scheint tatsächlich alles von der Perspektive abzuhängen (bzw. man muss doch von oben drauf kucken), denn die Kommentare sind von 1-3: GR Ruth Birkle (Grüne), und 4 GR Ernst-Friedrich Schäfer (SPD) während der "Stadtbahneinschleifungsdiskussion" im Schlachthof.

Der Handel schläft nicht, er ist narkotisiert.

"mal sehen, wann unser notleidender Einzelhandel erwacht..."
Verfasst von Gast (Kontakt der Redaktion bekannt) am 9. November 2010 - 13:46.

So einfach sollte man es nicht betrachten. Der Handel schläft nicht, er ist narkotisiert. Nirgendwo gibt es bislang zugängliche Informationen über die aktuellen Pläne von KVV und Stadtverwaltung Bruchsal. Die Frau Oberbürgermeister hat meiner Kenntnis nach über diese Situation selbst bei ihrem Auftritt beim Bürgerforum der Vereins Haus und Grund genau der Interessentengruppe, die als erste von den Maßnahmen betroffen ist, nur aufgeblähte Leerhülsen
in die Ohren gepustet. Das Kondensat liest sich nach dem Feinschliff durch die Presseabteilung so:
http://www.bruchsal.org/story/bruchsals-oberb%C3%BCrgermeisterin-skizzie...

Kein Nebelwerfen

Als Zuhörer der Haus&Grund-Veranstaltung und des OB-Vortrages gibt es allenfalls kritisch anzumerken, dass der Vortrag etwas Theorie-lastig war. Zutreffend waren die Thesen allemal und für alle politischen Akteure ein brauchbarer Handlungs-Leitfaden für die Praxis. Hieraus unmittelbar abzuleiten, es ginge im Blick auf die Stadtbahnausschleifung ersichtlich nur um Nebelwerfen, ist wohl Reaktion auf schlechte Bruchsaler Stadtplanungs-Erfahrungen, aber nicht zutreffend. Die Stadtbahn-Ausschleifungs-Debatte in Bruchsal vollzieht sich nämlich vor dem Hintergrund enormen politischen Drucks auf Bruchsal durch den Landrat und die Umlandgemeinden und im Hintergrund steht der auf Passagierzahlen spechtende KVV, Da mag es sein, dass eine sanftes Ende der Ausschleifungs-Debatte, etwa durch eine häßliche 0,9 bei der standardisierten Bewertung, einer kontroversen Diskussion vorgezogen wird, auch wenn das (Armin R. mag das verzeihen..) Bewertungs-Geld kostet. Das kann man durchaus kritisieren und man muß so nicht vorgehen (siehe mein Kommentar a.a.O.) - nur soll sicher niemand in die Irre geführt werden. Debatten sind allemal ergiebiger, wenn man nicht von vornherein bösen Willen unterstellt - möglichweise ist die sich dann einstellende Erkenntnis auch ergiebiger..

 

 

Handlungs-Leitfaden für die Praxis

Na klar sind die Thesen der OB zutreffend: Wer hätte etwas dagegen, das Wohnen in Bruchsdal wieder "chic" zu machen, einen "freundlichen Stadtraum" zu gestalten und eine "Humanisierung der Straßenräume" anzustreben, damit dort "kulturelle und soziale Aktivitäten" stattfinden können. Natürlich hängt die Aufenthaltsqualität auch von der Gestaltung der öffentlichen Räume ab und der Aufwertung privater Räume. Es ist vollkommen richtig, daß Einzelhandel und Gastronomie die "Triebfeder einer ständig wachsenden Attraktivität" sein sollten und daß Bruchsal als "Wohlfühlstadt" weiter zu entwickeln sei.
Man muß doch aber auch einräumen, daß eine Innenstadtdurchfahrung all dies obsolet werden läßt und diesen Wünschen oder Forderungen diametral gegenübersteht. Das haben Sie Herr Schmitt, in einigen Punkten doch auch selbst so ähnlich formuliert (Attraktivitätsproblem, Interessen der Stadt wahren usw.). Was soll nun dieses Herumeiern. Wenn diese Thesen ein "brauchbarer Handlungsleitfaden für die Praxis" sein sollen, kann der Bürger von seinen Vertretern klare Aussagen erwarten: Vertragen sich die Thesen der OB mit der Stadtbahn oder nicht? Wenn nein, dann muß der Innenstadtdurchfahrung eine klare Absage erteilt werden. Man sollte sich darüber im Rathaus mal Gedanken machen

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