Sei froh, dass Du nicht hier bist

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Badische Landesbühne zeigt szenische Lesung zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren
Freitag, 10. Oktober 2014 - 14:50

Mit einer szenischen Lesung bestehend aus Briefen von Schriftstellern und Künstlern aus dem Ersten Weltkrieg vermittelt die Badische Landesbühne in ihrer Reihe Café Europa am Sonntag, 12. Oktober 2014, unter dem Titel Sei froh, dass Du nicht hier bist ein Stimmungsbild der damaligen Zeit.

Erster WK

Mit euphorischem Jubel wurde 1914 die Nachricht vom Ausbruch des Krieges aufgenommen. Nach jahrelangem Frieden, in dem der grenzenlose Verkehr von Menschen, Meinungen und Waren zur Normalität in Europa wurde, sah man im Krieg eine reinigende Kraft, die den Patriotismus stärken würde. Auch unter den Künstlern und Intellektuellen konnten sich nur wenige dem Sog der Kriegsbegeisterung widersetzen. Im Gegensatz zu den öffentlich gehaltenen oder publizierten Texten, vermitteln die privaten Töne der Tagebuch- und Briefaufzeichnungen, wie die deutschsprachigen Schriftsteller und Künstler diese Zeit erlebten.

2014 jährt sich der Beginn des Ersten Weltkrieges zum hundertsten Mal. Zunächst als kulturgeschichtliche Entscheidungsschlacht gesehen, durch die das „deutsche Wesen“ gestärkt werden würde, wurde kurz nach Kriegsbeginn das Zerstörungspotenzial der maschinellen Massenschlachten offenbart. Über 17 Millionen Menschenleben und unzählige Verletzte forderte dieser Krieg. Zum Auftakt der Themenreihe 1914.1945.HEUTE an der Badischen Landesbühne vermittelt die szenische Lesung unter der künstlerischen Leitung von Joerg Bitterich durch Briefe, Tagebucheinträge aber auch Lyrik einen Eindruck dieser Zeit, die gegenwärtig auf erschreckende Weise wieder aktuell geworden ist.

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