Schlusssteinversetzung am Amalienbrunnen

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Montag, 27. August 2012 - 19:36

Amtsgericht

Vor 100 Jahren, anno 1912, wurde nicht nur der Ferdinand-Keller-Brunnen im Stadtgarten errichtet, sondern auch der Amalienbrunnen vor dem Amtsgericht.

Mit ihm wollte man an Amalie von Baden, die letzte Bewohnerin des Bruchsaler Schlosses erinnern. Er entstand an Stelle eines kleinen älteren Nutzbrunnens und sollte als Blickfang das Gerichtgebäude mit dem jenseits der Straße liegenden Torwachthaus und Ehrenhof des Schlosses verbinden. Den architektonischen Entwurf für den Brunnen schuf Bruchsals Ehrenbürger Dr. Fritz Hirsch (1871-1938), der figürliche und dekorative Schmuck war ein Werk des Medailleurs Heinrich Ehehalt (1879-1938). Die historische Aufnahme zeigt die "Schlußsteinversetzung" am 12. Januar 1912. Der zweite Mann von rechts in der vorderen Reihe dürfte Dr. Fritz Hirsch sein.

Die aufwändige Malerei über dem Balkon des Amtsgerichtes ist leider nicht mehr vorhanden.

Nähere Informationen zum Brunnen finden sich in dem Buch "Der badische Bildhauer, Medailleur und Graphiker Heinrich Ehehalt" von Wassiliki Kanellakopoulou-Drossopoulou (Karlsruhe 1999).

Amtsgericht
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