Radfahrsituation in Bruchsal soll optimiert werden

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Einladung zum Fahrradforum am 9. Juli 2011
Montag, 4. Juli 2011 - 12:26

Bruchsal (pa) „Mehr Fahrrad statt Auto fahren." Laut Shell Jugendstudie 2010 ist dies - nach dem bewussten Energiesparen im Alltag - für Jugendliche zwischen 12 und 25 Jahren die zweitbeste Möglichkeit, persönlich etwas gegen den Klimawandel zu tun. Doch nicht nur junge Menschen sehen das Fahrrad als umweltschonende Alternative. Angesichts immer weiter steigender Benzinpreise bietet das gesundheitsfördernde Fortbewegungsmittel auch eine echte Erleichterung für den Geldbeutel. Folgerichtig will sich die Stadt Bruchsal gemeinsam mit der Lokalen Agenda Arbeitsgruppe „Radwege" für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen des Radfahrens in Bruchsal einsetzen. „Radfahren in Bruchsal soll Spaß machen" so das ambitionierte Ziel von Tilo Becker, Sprecher der AG Radwege.

Radstadt

Fahrradfahren in der Bruchsaler Fußgängerzone! Nur eines der Themen, die beim Fahrradforum diskutiert werden sollen. Bildquelle: JP

Wie dies erreicht werden kann, wissen vor allem die Radfahrerinnen und Radfahrer selbst. Denn bei ihren täglichen Touren erleben sie hautnah, wo es gefährliche Stellen gibt, wo Beschilderungen fehlen, wo es Lücken im Wegenetz für Radfahrer gibt, wo Fahrradständer fehlen usw.. Interessierte Radfahrbegeisterte - und solche, die es noch werden wollen - sind deshalb herzlich am Samstag, den 9. Juli, zu einem Erfahrungsaustausch in den Sitzungssaal im Rathaus am Marktplatz eingeladen. Von 9 bis 12 Uhr können sie sich dort über aktuelle Planungen informieren, sagen wo ihnen der „Radschuh drückt" und mit den Vertretern der Stadtverwaltung und der AG Radwege über Lösungen diskutieren.

Infos: Stadtplanungsamt, Herr Bernt (Tel.: 07251/79-345) und Agenda-Büro, Frau Geider (Tel.: 07251/79-373).

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Kommentare

Radfahren in der Fußgäöngerzone?

Verboten - und u. U. echt "kriminell" - mit Diskussionen über derartige abgelutschte Themen sollte man die Zeit nicht vertrödeln.

Überdruss

Solche Kommentare lassen mich den Glauben an dieses Medium verlieren. Wenn man hier schreiben kann, was man will, dann sollte man sich seiner Verantwortung für öffentliche Äußerungen bewußt sein. Auch das Kürzel "PM"  im "kommentierten" Bericht lässt keine andere Beurteilung zu.

Grüße vom Sandmännchen

Ich lebe nun wirklich lange genug in diesem Kaff, in dem die Radfahrer seit Jahrzehnten verarscht werden. Entschuldigung, Ihr feinen Leute, dass ich Euch mit groben Worten in den Tee spucke.
Diese Stadt befindet sich bezüglich der Förderung des Fahrrades als Verkehrsmittel -nicht als Lifestyleobjekt- auf dem Niveau eines europäischen Entwicklungslandes. Während anderenorts, beispielsweise in Spanien, mit unseren Steuergeldern exzellente Radfernstrecken durch die Pampa gebaut werden, bringt es die Bruchsaler Verwaltung seit einem Vierteljahrhundert nicht auf die Reihe, entlang der stark frequentierten Balthasar-Neuman-Straße und der Zollhallenstraße einen halbwegs funktionierenden Radweg zu installieren. Während man bemüht ist, den PKW-Nutzern weitgehend den Weg frei zu machen, mutet man den Radlern übelste Buckelpisten zu, die man heimtückischerweise noch mit jeder Menge
Verkehrszeichen spickt, die jedoch der Regelung des auf der Fahrbahn fließenden Verkehrs dienen. In Gegenrichtung, also vom Siemenskreisel in Richtung Krankenhaus gab es den Versuch, mit etwas Farbe einen Radweg auf die Fahrbahn der Balthasar-Neumann-Straße zu pinseln. Weshalb dieser Radweg, der nur noch von Stadt-Archäologen gesehen wird, seiner Funktion entbunden wurde, ist mir bislang nicht bekannt.
Ich finde es mittlerweile völligen Quatsch, noch mehr mit Leuten
über Dinge zu diskutieren. die derzeit nicht finanziert werden können und die in Wirklichkeit von unsreren Dorfpolitikern keiner will. Viel sinnvoller wäre es, die komplette Innenstadt zur Tempo 20 Zone zu erklären, in der alle Fahrzeuge gleichberechtigt die Fahrbahnen nutzen können und ihr somit jeglichen Reiz zur Durchquerung mit Kraftfahrzeugen zu nehmen.
An die Geschwindigkeitsbeschränkung müssten sich selbstredend die Busse des Regionalverkehrs halten, die seit längerer Zeit durch Tempo 30 Zonen mit weit überhöhter Geschwindigkeit brettern. Der jüngste Unfall eines Busses der Linie 182 in der Nähe des Schwimmbades mit drei Verletzten Passagieren wegen eines Bremsmanövers(!!!) mag unterstreichen , dass ich hier nicht gnadenlos übertreibe.
Wenn ich mir angesichts dieser Realitäten das obige Gesäusel des Sandmannes der Stadtpressestelle antun muss -"wo es Lücken im Wegenetz für Radfahrer gibt, wo Fahrradständer fehlen usw..", geht mir allmählich das Stilett in der Tasche auf. Mir reichen die nüchternen, täglichen Schilderungen meines Ehepartners, der regelmäßig mit dem Rad zum Einkaufen in der Innenstadt unterwegs ist, um zu wissen, dass es so nicht weitergehen kann.
Wie oft habe ich hier auf Bruchsal.org hingewiesen, dass in Tempo 30 Zonen der Stadt "freie Fahrt für Rücksichtslose" gilt und von diesen für sie folgenlos praktiziert wird. Diese Rücksichtslosigkeit der Katalysatorbetreibenden Gutmenschen auch auf Schulwegen gehört zu den Gründen, weshalb das Fahrrad als Verkehrsmittel bei uns so einen schlechten Stand hat.
Die Verantwortlichen in Politik und Behörde jedoch kratzt das einen feuchten Regenschirm. Ich erinnere mich nicht, dass in den letzten Jahre in der Bruchsaler Rundschau die Meldung erschien:
Mit Tempo 70 in der 30er-Zone erwischt.

Städtische Geschwindigkeitsmessungen?

Wer hat wann und wo das städtische Geschwindigkeitsmessfahrzeug gesehen? Gibt es das noch?

Mit Tempo 70 erwischt? Das war eher Glück!

Wer in Bruchsal tatsächlich mit Tempo 70 in der 30er Zone erwischt wird hat ja verdammt viel Glück gehabt und tatsächlich mal eine Verkehrskontrolle erlebt.
Wie schon oft hier festgestellt ist die Überwachung des fließenden und des stehenden Verkehrs in Bruchsal sehr überschaubar.
Daher interessiert es auch keinen, ob man nun durch die Fußgängerzone mit dem Fahrrad fährt oder durch x-beliebige Einbahnstraßen (in falscher Richtung).

Ebenso wie die zuhauf ausgewiesenen 30er Zonen, die aber in keinster Weise eine bauliche Veränderung erfuhren, ohne die es aber bekanntermaßen nicht zu einer Änderung der Verkehrssituation (vulgo Geschwindigkeit) kommt.
Viele dieser Änderungen wären nicht einmal ein finanzielles Problem- man müsste eben wollen.

Zum Thema zurück: ich fahre auch häufig mit dem Rad durch Bruchsal, aber mit einem guten Schuß Ignoranz und (noch?) ausreichend schneller Reaktion ist das eigentlich kein wirkliches Problem.
Wie wäre es, wenn mal ein paar vorstellen wie Bruchsal radfahrfreundlich gemacht werden könnte? Damit meine ich nicht solch nett ignoranten Versuche wie 20er Zone überall sondern vernünftige Lösungsvorschläge, damit man einfach mal eine Idee bekommt.

Basis-Arbeit für die Radler?

Ja, das ist eine gute Idee - und keine Diskussionen über solch weltfremde Vorhaben wie "Radfahren in der Fußgängerzone zulassen" - das ist einfach reine Zeitverschwendung.
Die Damen und Herren, die solche Themen breittreten, kommen nie in die Verlegenheit, die Verantwortung für derartige Entscheidungen übernehmen zu müssen und lenken nur von den eigentlich wichtigen, machbaren Dingen ab.

Gemeinderat und 30er-Zonen

Der Gemeinderat entschied sich seinerzeit mehrheitlich für den Doll'schen Vorschlag, bei der Einrichtung von 30er-Zonen "aus Kostengründen" auf die, wie Sie richtig schreiben, eigentlich zwingend vorgeschriebenen baulichen Massnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung zu verzichten und stattdessen durch den Kauf eines Geschwindigkeits-Messfahrzeuges die kommunale Verkehrsüberwachung in bisher ungeahnte Bereiche (auch kostenmässig!) auszudehnen.
Was daraus wurde, sieht man heute. Aber den Gemeinderat interessiert das nicht.

Wo ist den Radfahren in der

Wo ist den Radfahren in der Fußgängerzone verboten?

Immerhin ist diese als "Radwanderweg" ausgeschildert.

Oder soll ich das jetzt so verstehen, das man auf Radwanderwegen nicht Radfahren darf?

Wer meine Ironie in diesem Beitrag findet, darf sie gerne auch verstehen.

Um eine "Diskussion" zu führen, bedarf es Menschen, die mehr wollen als Worte unters Volk zu bringen.

Überall, Herr Nichtern!

Wo es "erlaubt" ist, verstößt die Beschilderung gegen Bundesrecht - schauen Sie mal in's www.!
Der Bruchsaler "Radwanderweg durch die Fußgängerzone" ist eine der vielen einheimischen Spezialitäten - geboren aus dem unbedingten politischen Willen, öffentlichkeitswirksam "etwas zu machen" ohne zugeben zu müssen, dass durch Fußgängerzone und Bürgerpark vor Jahrzehnten die Innenstadt für Radler geteilt wurde.
(Ironie war ausgeschaltet)

"Ignorante Versuche wie 20er Zone"

"Wie wäre es, wenn mal ein paar vorstellen wie Bruchsal radfahrfreundlich gemacht werden könnte? Damit meine ich nicht solch nett ignoranten Versuche wie 20er Zone überall sondern vernünftige Lösungsvorschläge, damit man einfach mal eine Idee bekommt" von Marco Ertel am 5. Juli 2011 - 13:22.

Noch bin ich am Grübeln, wie Marco Ertel das meint, mit dem "ignoranten Versuch" einer 20er Zone. Was bitte spräche dagegen, eine solche zwischen Damianstor und Justus-Knecht Gymnasium, zwischen Oppenheimer-Plätzchen und Siemenstunnel zu etablieren?
Dazu noch die Steighohle, Adolf Bieringer Straße, Beethovenstraße Styrum und Söternstraße wegen der unmittelbaren Nachbarschaft der Schulen und die Robert-Koch-Straße am Krankenhaus ?

Die Bruchsaler Verkehrskasper haben wieder zugeschlagen

In meinem Beitrag http://www.bruchsal.org/comment/reply/12673/5814#comment-5814
habe ich bereits auf die prekäre Situation der Radfahrer im Bereich Balthasar-Neuman-Straße und Zollhallensstraße hingewiesen.
Jetzt haben die Bruchsaler VerkehrsOberKasper erneut zugeschlagen und dort eine Vielzahl mobiler Verkehrszeichen "Absolutes Halteverbot" aufgestellt. Liebe Leser, Ihr habt EINEN Versuch, zu erraten wo:
Gewonnnnen! Natürlich AUF dem Radweg!

Muss man nun eine Oberbürgermeisterin anmahnen, ihre Dienstaufsicht ernst zu nehmen ?

Ignoranz

Gegen 20er-Zonen dieser Größe spricht der gesunde Menschenverstand und die alltägliche Erfahrung von Millionen Mitbürgern: In geschwindigkeitsbeschränkten Zonen solcher Größe werden derart niedrige Fahrgeschwindigkeiten von der Mehrzahl der Autofahrer aus völlig nachvollziehbaren Gründen einfach nicht eingehalten - zumindest nicht ohne permanente Überwachung, die nicht durchführbar ist. Das haben zahlreiche Versuche gezeigt und diese Diskussion ist - Entschuldigung - für Fachleute genauso abgelutscht wie das Fahrradfahren in Fußgängerzonen!
Nehmen Sie das doch bitte einfach zur Kenntnis und arbeiten Sie mit uns an kleine, machbaren Verbesserungen ohne durch Phantomdiskussionen Gelegenheit zu Ablenkung und Verzögerung zu geben!

Erklärung für "nett ignorante Versuche"

Hallo,
ich spielte damit auf einen Kommentar an, in dem der Schreiber ganz Bruchsal in eine 20er Zone verwandeln wollte.
Das man einige Straßen verkehrsberuhigt liegt dagegen völlig in meinem Sinne. Die Beispiele dazu finde ich auch ganz gut.

Aber: dann bitte nicht einfach nur ein Schild hinstellen, sondern tatsächlich beruhigen! Sprich bauliche Veränderungen durchführen. Diese müssen nicht immer in der kompletten Neugestaltung der Straße enden (wie z.B. in der Bergstraße wobei dies eigentlich ein Negativbeispiel ist, da dort wohl eher Rennen gefahren werden mit der Maßgabe wie komme ich am schnellsten zwischen den Hindernissen durch), sondern können auch viel trivialere Änderungen sein wie z.B. statt Parken immer nur auf einer Seite alle paar Fahrzeuge die Straßenseite auf der Parken erlaubt ist zu wechseln. Bei einer schmalen Straße wäre dies völlig ausreichend (zugegebenermaßen würden damit ein paar Parkplätze verloren gehen). Dafür wäre nur ein bisschen weiße Farbe nötig (gut u.U. müßten Schilder rechts und links getauscht werden).

Es ist doch ein Wahnsinn...

durch bauliche Maßnahmen den Verkehr nicht nur zu beruhigen, sondern auch zu behindern, siehe Bergstraße. Was ist das Ergebnis? Man muß bei Gegenverkehr halten und wieder anfahren, erzeugt Lärm und mehr Abgase, außerdem gefährliche Situationen, weil es Fahrer gibt, die meinen, sich die Durchfahrt durch so einen Engpass erzwingen zu müssen, nicht halten und andere zu Vollbremsungen nötigen. Daß es auch anders geht, zeigt das Beispiel USA. Dort rollt auf breitesten Straßen der Verkehr, wenn vorgeschrieben, mit 10 mph ungehindert und damit flüssig dahin. Und wehe, einer hält sich nicht daran, besonders in Schul- oder Kindergartennähe, dann setzt es drakonische Strafen. Der so Betroffene tut das kein zweites mal. Das weiß dort jeder, und demnach hält sich auch jeder daran. Bei meinen USA-Aufenthalten wurden meine Kollegen und ich speziell auf diese Regelung hingewiesen mit der eindringlichen Ermahnung, sich 100%ig daran zu halten, die Amerikaner seien "gnadenlos" bei Verstößen. Es ist alles nur eine Erziehungs- und damit Überwachungssache. Ein Beispiel: Auf einer leeren, schnurgeraden Landstraße im Süden Kaliforniens Richtung Mexiko. Geschwindigkeitsbegrenzung 55 mph. Als "guter (und vor allen Dingen junger) Deutscher" sieht man nicht ein, weshalb man derart dahinzuckeln soll, besonders wenn man noch eine weite Strecke vor sich hat. Also ein bißchen Gase reingeschoben und mit lässigen 100 mph (160 kmh) - immer noch verhältnismäßig langsam zu dem, was man von zu Hause gewohnt ist - dahingeglitten.
Es war wie im Film. Plötzlich tauchte aus dem Nichts (hinter einem Busch versteckt) ein Beamter der Highway Patrol auf einer Harley auf, mit Sirene und Blaulicht. Hand am Colt erblickte ich ihn nach Anhalten am Straßenrand vor meinem Seitenfenster. Er war sehr höflich und hatte auch Verständnis für deutsche Autobahnen, aber ich bekam - keinen Strafzettel - sondern eine Vorladung zum Gericht der County-Hauptstadt (Kreisstadt), einige 100 km von meinem Dienstort entfernt! Ich mußte zur Verhandlung tatsächlich dorthin fahren und in zwei Minuten (Feststellung der Personendaten, Tat und Urteil, Hammer runter der Nächste bitte) wußte ich auch den Geldbetrag, den ich zu zahlen hatte - ein erkleckliches Sümmchen. Den Rest meines Aufenthaltes bin ich auch auf leeren, schnurgeraden, vierspurigen Highways mit 55 dahingezuckelt. Das nenne ich Verkehrserziehung, und ein bißchen USA in solchen Sachen täte uns bestimmt gut.

"zero tolerance": eine Möglichkeit?

die von Herrn Zimmermann geschilderte Variante ist eben die auch aus New York bekannte "Zero Tolerance" Variante.
Ob man die mag oder nicht muß jeder für sich selbst entscheiden- mein Fall ist sie nicht. Ganz nebenbei gibt es dort noch einige andere Dinge im Straßenverkehr die bei uns eher unüblich (genaugenommen teuer) sind wie z.B. rechts überholen u.a.

Doch kommen wir zurück auf unser lokales Problem:
in Deutschland funktioniert es eben entweder durch bauliche Maßnahmen (weil man eben nicht schneller fahren kann) oder durch finanzielle Maßnahmen (Überwachung u. Strafe).
Jetzt haben wir allerdings in Bruchsal das Problem, daß für bauliche Maßnahmen kein Geld da ist und die Überwachung ein gewisses Verbesserungspotenzial bietet (um das mal sehr optimistisch auszudrücken).

Veränderungsmöglichkeiten gäbe es bei beiden Varianten (es gibt sehr günstige bauliche Varianten) sowie die Möglichkeit für das Ordnungsamt Leute einzustellen (die nach Schätzungen hier auf bruchsal.org in einem Kommentar sich sogar mehr als selbst tragen würden).

Nur: es tut sich weder da noch dort etwas!

Wenn es um Menschenleben geht...

darf es eigentlich keine Toleranz geben. Die Zahl der Verkehrstoten ist in den USA, gemessen am Verkehrsaufkommen, viel geringer als bei uns. Man kann auch mal was übernehmen, das sich woanders bewährt hat. "Zero-Toleranz" in New York hat mit den hier diskutierten Verkehrsproblemen nichts zu tun, diese richtet sich gegen "kleinkriminelle Eierdiebe", ebenfalls hat "Rechtsabbiegen bei Rot" keine Relevanz zur hier geführten Diskussion. Ich persönlich fahre lieber unbehindert, wenn es sein muß, auch durch eine 20km-Zone, aber überwacht, als mich im Slalom umweltschädigend durch bauliche Maßnahmen zu zwängen - man macht es sich einfach, wenn man sagt, "in Deutschland funktioniert es eben (u.a.) nur so". Ist das ein Zwang oder ein Glaubensbekenntnis? Das Allerbeste ist Verkehrserziehung durch scharfe Kontrolle (das wirkt, wie ich selbst bestätigen kann), und drakonische Bußgelder (Deutschland liegt diesbezüglich im Vergleich zu anderen europäischen Ländern im letzten Drittel). Alles andere sind Halbheiten, und wenn man kein Geld für nichts hat, dann soll man es doch lassen und nicht jammern!

USA-D Vergleich Unfalltote

Nichts gegen Vergleiche, aber lt. http://www.yetanotherblog.de/item-820.html gab es 2003 144 Tote pro 1 Million Einwohner zu 80 Toten pro Million Einwohner in Deutschland.
2009 gab es in Deutschland 50 Tote pro Mill. Einwohner und in USA 110 Tote pro Mill Einwohner (Quellen kann ich gerne bei Bedarf raussuchen)

So super scheint "zero tolerance" wohl doch nicht zu funktionieren (um das erste Argument mal zu entkräften).
Es ist richtig, daß in New York mit "zero Tolerance" hauptsächlich die Kriminalität zurückgedrängt werden sollte- aber das von Herrn Zimmermann gewünschte Verhalten versucht das einfach auf andere Dinge zu übertragen.

Kommen wir zurück zu den Zahlen und dem von Herrn Zimmerman vermuteten Zusammenhang: die Zahlen verheißen genau das Gegenteil. Trotz schärferer Kontrollen gibt es rund doppelt so viele Verkehrstote in den USA wie in D.

Wenn Herr Zimmermann natürlich gerne überwacht durch 20km/h Zonen fährt ist das sein Ding- ich finde, der Staat überwacht schon uns auch so schon genug, daher sind andere Maßnahmen wohl angebrachter (ja ich weiß hier geht es genaugenommen um reine Geschwindigkeitskontrollen, deren Daten aber in anderen Bundesländer rechtswidrig gesammelt und gespeichert wurden.)

Dann doch eher San Marino...

Laut WHO Strassenverkehr:

USA vs D

Tote absolut

33800 3600

per 100,000 Einwohner

12,3 4,5

per 100,000 Fahrzeuge

15 7,2

per 1 Mrd.-Auto-km

8,5 7,2

Selbst letztere Zahl ist für die USA schlechter und, wenngleich scheinbar am ehesten zum Vergleich geeignet, dennoch Äpfel/Birnen (Bevölkerungsdichte, Verteilung etc. etc.).

Falls sich D an den USA zum Autoverkehr dbzgl. ein Beispiel nehmen will, so schafft man einfach die Fußgänger und Radfahrer ab (schauen sie sich mal diesbezüglich die Fatalities an- pro Radfahrer-km etc.).

In den USA schauen nur noch wenige Autofahrer beim Ausfahren aus dem Diner nach rechts, selbst wenn ein Fußgängerweg besteht...!

Es ließe sich auch so machen:

"...Ich persönlich fahre lieber unbehindert, wenn es sein muß, auch durch eine 20km-Zone, aber überwacht, als mich im Slalom umweltschädigend durch bauliche Maßnahmen zu zwängen ..." (Waldemar.Z am 6. Juli 2011 - 14:35.)

Dieser Meinung schließe ich mich gerne an. Schon vor über 20 Jahren habe ich in Spanien Ampelanlagen kennengelernt, die unweigerlich auf "Rot" umspringen, wenn man die vorgegebene Höchstgeschwindigkeit überschreitet. Meiner Ansicht nach ist das die beste Erziehungsmaßnahme für Raser. Wenn Schnellfahren keinen vermeintlichen Zeitgewinn mit sich bringt (es "lohnt" sich real in den wenigsten Fällen, an der nächsten Verkehrsstockung trifft man sich mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder), dann kann man es durchaus ruhiger angehen lassen.

Um es noch einmal auf den Punkt zu bringen: Mir geht es darum, geeignete Lösungsansätze zu finden, damit das Fahrrad im innerstädtischen Verkehr als Verkehrsmittel mehr Akzeptanz erfährt und nicht weiterhin gegenüber Motorfahrzeugen benachteiligt wird. Deshalb plädiere ich für eine Gleichrangigkeit
der Fahrzeuge im lokalen Bereich. Und die beginnt da, wo die Geschwindigkeitunterschiede der Fahrzeugarten vermindert werden. Um noch eins draufzusetzen: Durch die rücksichtslose / gedankenlose/ unkonzentrierte Fahrweise einer großen Zahl von PKW-Lenkern lassen sich immer mehr Radler auf Gehwege verdrängen und gefährden dort die schwächsten aller Verkehrsteilnehmer. Viele davon sind ältere Menschen mit Einschränkungen im Bereich des Hörens, Sehens, oder der Kontrolle des Gleichgewichtssinns. Sollen diese etwa zur Seite hüpfen, wenn Frau oder Herr Eilig mit Trecking-Bike oder Pedelec
heranrauschen?

Zero Tolerance

hat mit dem Verkehr nichts zu tun und ich möchte diese Regelung nicht "auf andere Dinge übertragen", sondern allein die in den USA (und nun auch in den anderen europäischen Ländern) schon immer angewandten härteren Regelungen bezüglich Geschwindigkeitsüber-
schreitungen und anderen Verkehrsverstößen (diese gab es schon lange vor der Null-Toleranz-Regelung in New York) angewandt wissen, denn es geht um die körperliche Unversehrtheit von Menschen. Wie wir alle wissen, bringt Nachsicht wenig. Wer auf menschliche Einsicht setzt, kann es eigentlich auch bleiben lassen - das weiß jeder Pädagoge, und in Bruchsal trat das in den letzten Jahren ja deutlich zu Tage.

Nachsicht?

interessant, daß jetzt plötzlich die Zahlen der USA doch keine Rolle mehr spielen. Nun ist es die Nachsicht, die schlecht ist.
Nachsicht lassen die USA auch bei Mordfällen wohl kaum walten (Todesstrafe lässt grüssen)- trotzdem gibt es dort noch mehr als genug Morde.
Und nun?

Bauliche Massnahmen

Schöne Sache... feine Sache...

Jemand mal nach Forst geschaut?

Da hat man genau das "versucht" um zu setzen... Ergebnis:

Genau soviel Autos viele vorher, die sich nun beim durchfahren der Stadt gegenseitig behindern. Einziger "Erfolg" aus meiner Sicht: Das "Jumpen" zwischen den einzelnen Parklücken mach die Fahrerei "interessanter", da man nie weiss ob der Gegenüber der vorher warten mußte nicht doch plötzlich Gas gibt um die 5 Sek. aus zu nutzen die sich gerade anbieten.

Die eingeschränkte Geschwindigkeit hat man schon innerhalb von, glaube ich, 6 Wochen von 30 jetzt wieder auf 40 angehoben bzw. gleich wieder abgeschafft.

Seltsamerweise, zeigt hingegen die Blitzanlage in Untergrombach bessere Ergebnisse oder der, meist nicht benutzte wenn überhaupt noch funktionierende Blitzer in Heidelsheim. Gerade dort gehen überraschend viel vor dem Blitzer vom Gas...

Aber... so weit ich es in Erinnerung habe, ging es um Fahrrad und Stadt, nicht um Auto und rasen. Wobei ich, als Autofahrer, mit den "paar", zweirädrigen Straßenbenutzern erheblich mehr Ärger habe, als mit der Vielzahl an Autofahrern... irgendwie scheinen für Radfahrer keine Verkehrsregeln zu gelten.

 

Herr Ertel...

so führt man keine Diskussion, die Ergebnisse bringen soll. Sie greifen sich jedesmal ein Stichwort heraus und gleiten anhand dessen auf ganz andere Themen ab, die im Ansatz auch nicht das Geringste mit den hier erörterten Problemen zu tun haben. So etwas nennt man Rechthaberei. Und was die Zahlen betrifft, so waren die meinigen, ich räume es ein, vielleicht etwas veraltet, was aber nichts an der Tatsache ändert, daß man, sobald es um die körperliche Unversehrtheit geht, doch erzieherisch eingreifen muß, da Nachsicht, sprich Nichtstun wie in Bruchsal lange praktiziert, nichts bringt. Das gilt im Übrigen auch für die restlichen Verkehrsprobleme Bruchsals, wie auf dieser Plattform zur Genüge erörtert. Was das mit Mordfällen in den USA zu tun haben soll, verschließt sich meiner Einsicht. Oder darf ich Sie etwa so interpretieren, daß, weil in den USA trotz mangelnder Nachsicht "mehr als genug Morde" vorkommen, hier in Bruchsal bezüglich der Verkehrprobleme dann halt Nachsicht ausgeübt werden soll? Da wären wir dann da, wo wir jetzt sind.

Überschrift mit Namen...

Ach ich liebe es wenn in Überschriften statt zusammengefasste Inhalte sich auf Personen bezogen wird- aber Schwamm drüber.

Ich hatte bereits den Vorschlag gebracht mit geringen Mitteln Änderungen zu bewirken- sie schlagen andere Mittel vor. So weit so gut.
Meine Mittel halten sie ohne weitere Argumente für untauglich und bringen für ihre Maßnahmen Argumente (oder genauer gesagt Zahlen) die schlicht und ergreifend falsch sind. Mit veraltet lassen sich diese auch nicht hinbiegen- ich hatte sie mit einem Beispiel von 2003 und 2009 widerlegt (und nich nur ich).
Trotzdem ist ihrer Meinung nach nur "hartes Durchgreifen" die einzig mögliche Variante. Hier hatte ich als Gegenbeispiel gezeigt, daß Abschreckung leider nicht funktioniert (oder leider nur sehr sehr beschränkt).

Aber kommen wir zu konkreteren Dingen:
ich hatte schon Kontakt zur Stadt aufgenommen, um die Strasse in der ich wohne nicht nur schildertechnisch (dies wurde schon vor vielen Jahren gemacht) sondern auch baulich zu einer Tempo-30-Zone werden zu lassen.

Die Antwort war recht einfach: bringen sie aus dieser Straße genügend Leute vorher wird nicht einmal darüber diskutiert. Vorschläge interessieren einfach nicht. Verkehrsüberwachung (egal ob zur Erreichung des Zweckes sinnvoll oder nicht) gibt es nicht. Meines Wissens gab es in all den Jahren in dieser Straße nie eine Geschwindigkeitskontrolle, obwohl diese gerne als Abkürzung verwendet wird.

Was für komplett Bruchsal benötigt wird ist ein Verkehrskonzept welches die verschiedene Verkehrsströme (Auto, Bus, Rad, Fußgänger) sinnvoll vereint und diese nicht gegeneinander kämpfen lässt. Gleichzeitig ist der ständige Ruf nach Autos raus aus der Stadt (per Umgehungsstrasse) auch nur sehr bedingt hilfreich, da damit die Innenstädte aussterben (Kaufkraft bleibt auf der grünen Wiese).

Was haben sie für konkrete Vorschläge Herr Zimmermann um z.B. die Radfahrer und die Autofahrer in Bruchsal besser zusammen zu bringen? Natürlich freue ich mich auch über Vorschläge von allen anderen!

Seufz..

..er tut es schon wieder - falsch zusammenfassen und daraus die falschen Schlüsse ziehen, was soll man da noch erklären, es wird doch nicht angenommen...einerseits meine Forderung nach stärkeren Kontrollen - bringt nichts, weil Abschreckung bei Morden in den USA nicht hilft und ergo auch nicht bei Verkehrskontrollen in Bruchsal, andererseits beklagen, daß es keine Verkehrsüberwachung gibt und keine Geschwindigkeitskontrollen - was nu? Dann wieder 30km-Zonen fordern - ohne zu bedenken, daß diese auch kontrolliert werden müssen. Herr Nichtern hat es oben in seinem Kommentar
schön gesagt: Da, wo geblitzt (also kontrolliert) wird, ist Wirkung zu sehen, ansonsten nicht. So ist der Mensch nun mal. Und bei allen zukünftigen Verkehrskonzepten, die für Bruchsal vielleicht ausgedacht werden: Vertrauen ist gut, Kontrolle besser. Glauben Sie mir: Wenn Sie in den USA vor einem Kindergarten schneller als 10 Meilen fahren, machen sie das anschließend nie wieder. Und das ist genau das, was wir doch wollen. Allemal besser als ein totes Kind. Und wenn jeder Autofahrer den Grundsatz beherzigen würde: "Nimm Rücksicht auf die Fußgänger und Radfahrer, denn sie sind die schwächeren Verkehrsteilnehmer", wäre auch schon viel geholfen, egal, wie sich der Zustand gegenwärtig darstellt.

Ähhhh...

Zitat: Herr Nichtern hat es oben in seinem Kommentar
schön gesagt: Da, wo geblitzt (also kontrolliert) wird, ist Wirkung zu sehen, ansonsten nicht.

Nö, das hat Herr Nichtern weder so gesagt, noch so geschrieben.

Ich bin nur zu der Ansicht gelangt, das bauliche Maßnahmen auch nicht das gelbe vom Ei sind. Das stationäre Überwachung hingegen da Wirkung zeigt, wo bauliche Maßnahmen nicht machbar sind. Das allerdings beides für sich gesehen jeweils nur begrenzt Wirkung zeigt und sogar Kontraproduktiv sein kann. Was nutzt eine stationäre Blitzanlage, wenn davor jeder auf die Bremse tritt und dahinter die Reifen qualmen? Eine stationäre Blitzanlage, die seit langem nicht mehr im Einsatz ist, ist eher eine "bauliche" Maßnahme, den eine tatsächlich "Regulierende".

Wie in meinem Beitrag auch geschrieben, ändern beide Methoden nix an der Situation der Radfahrer. Weder in Deutschland noch anderswo... und Statistiken glaube ich nur dann, wenn ich sie selbst fälsche!

Was nutzt eine Aussage, wie viele Menschen im Verhältnis zum Mio. Autofahrern bei Unfällen umkommen? So eine Statistik wäre nur Aussagekräftig, wenn man diese in Bezug auf Raser aufgestellt hätte oder wenigstens in Bezug auf Unfallursachen. So kann ich daraus auch ableiten, das der Führerschein mit 16 hoch gefährlich ist oder die Autofahrer in USA schlicht schlechter...

 

Deutsche Fahrer lernbehindert?

Wenn ich es richtig verstande habe, sind die deutschen Autofahrer nicht durch Strafen zu bewegen, umzulernen.
http://www.versicherungen-tipps24.de/versicherungswesen-aktuelle-nachric...

Dann bedarf es eben anderer pädagogischer Mittel. Wenn Herr Scheinreich das Knöllchen aus der Portokasse zahlen kann und ansonsten nix is, wird sein Bleifuß nicht leichter werden. Wenn er aber befürchten muss, dass sein Autoschlüssel umgehend eingezogen wird, er sein Fahrzeug nach drei Tagen in der Pampa abholen kann und er im Wiederholungsfall umgehend für 3 Monate Fußgänger sein wird, ist anzunehmen, dass er sich unerwartet schnell lernfähig zeigt.

Deutsche Fahrer lernbehindert?

Wenn ich es richtig verstande habe, sind die deutschen Autofahrer nicht durch Strafen zu bewegen, umzulernen.
http://www.versicherungen-tipps24.de/versicherungswesen-aktuelle-nachric...

Dann bedarf es eben anderer pädagogischer Mittel. Wenn Herr Scheinreich das Knöllchen aus der Portokasse zahlen kann und ansonsten nix is, wird sein Bleifuß nicht leichter werden. Wenn er aber befürchten muss, dass sein Autoschlüssel umgehend eingezogen wird, er sein Fahrzeug nach drei Tagen in der Pampa abholen kann und er im Wiederholungsfall umgehend und kompromisslos für 3 Monate Fußgänger sein wird, ist anzunehmen, dass er sich unerwartet schnell lernfähig zeigt.

Eine kleine Gesetzesänderung

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