Privatsphäre als Luxusgut

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"Benennen Sie einfach mal Facebook um in Stasibook."
Dienstag, 16. Juli 2013 - 22:21

Jacob Appelbaum

"Benutzt am besten gar keine Mobiltelefone" oder "Im Moment gibt es einige Parallelen zum Leben eines Klerikers, wenn man seine Privatsphäre erhalten will. Denn so viele Dinge, mit denen wir interagieren, sind Spionagegeräte. Und wer nicht ausspioniert werden möchte, muss widerstehen, muss auf vieles verzichten."

Im Interview auf ZEIT ONLINE spricht Jacob Appelbaumüber das Anonymisierungsnetzwerk "Tor" und das Luxusgut Privatsphäre.

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Kommentare

Tor ist ja

grundsätzlich eine gute Sache, habe es selbst mal ausprobiert, aber mein Datenverkehr wurde derart verlangsamt, daß ich nicht damit arbeiten kann.

... und schützt euch selber ...

Die Politik reagiert im Sinne von:

Lasst die Geheimdienste machen, wir haben keinen Einfluss (oder wollen keinen haben oder wissen von nichts oder ...) - schützt euch selbst.

taz.de heute:

http://taz.de/Bankrotterklaerung-des-Innenministers/!120071/

"BANKROTTERKLÄRUNG DES INNENMINISTERS

Friedrich ruft zum Verschlüsseln auf

Die Innenpolitiker der CSU sagen, dass die Bürger beim Datenschutz nicht auf den Nationalstaat hoffen dürfen. Sie sollen ihre Daten selber schützen. ..."

 

TOR langsam?

Ja, TOR kostet schon etwas Speed, aber so, dass man nicht arbeiten könnte, hab ich das noch nicht erlebt. Zusammen mit einem aktiven Antivirusprogramm kann es natürlich ätzend werden.

Sie können aber auch eine Linux-Live-CD basteln (meine Empfehlung: "Slax". Lässt sich nahezu wie Windows bedienen), über die sie TOR starten.., völlig ohne Antivirus und Firewall, denn beides brauchen Sie hier nicht, da auf dem Rechner nichts abgelegt wird. Sie legen dann vor dem Start des Rechners die CD ins Laufwerk und die CD installiert einen virtuellen Rechner mit sämtlichen Treibern, die man zum Surfen benötigt.

Es ist auch schon einiges erreicht, wenn Sie statt Guugl die holländische Suchmaschine "Ixquick" verwenden (sehr gut!) und statt Skaip "Jitsi". Beides kostet nix, es darf aber gespendet werden.

Ortungsgerät, mit dem man telefonieren kann...

Der Einzelhandel hat gute Gründe seinen Kunden freien WLAN anzubieten, wie man in folgendem Video (zwar auf Englisch, aber gut zu verstehen und weitgehend selbsterklärend) sehen kann. Wohlgemerkt, das Tracking ist bereits bei eingeschaltetem WLAN und ohne dass das betreffende Smartphone auf den Router einloggt möglich - übrigens auch der Grund, warum umgekehrt die Navigation mit dem Smartphone bei aktivierter WLAN-Funktion besser funktioniert.

Attention, Shoppers - Store Is Tracking Your Cell

Offenes W-LAN

... ist jetzt trotz früheren Widerstands der Stadtverwaltung auf Druck breiter Bevölkerungsschichten in Augsburg in Planung.

In München gibt es das anscheinend schon und die Leute jubeln!!

Die Guugl-/Sony-/Microsoft-Brille zum Surfen tut dann ein Übriges, um die Leute vollends auszuspionieren.

Manchen Leuten ist einfach nicht zu helfen. Mehr als ständig vor "Big brother" zu warnen, können wir nicht. Und auch unsere Gegner werden zugeben müssen, dass wir stets vor solchen Gefahren gewarnt haben.

Aber wenn man über uns berichtet, dann nicht, weil sich spätestens jetzt herausgestellt hat, wie sehr wir doch recht hatten, sondern da wird über die Hochzeit der "schönen Piratin" berichtet, über ein paar abgefahrene Typen in Berlin und über den Einbruch an Mitgliederzahlen und Wählerstimmen.

Guter Tipp

Ixquick kannte ich noch gar nicht...

Jetzt erst recht ...?!

"Neues Abhörzentrum in Deutschland?"

Als Ergebnis der "Gespräche unter Freunden"?

http://www.tagesschau.de/inland/prism120.html

 

Zu "Netzneutralität" und "Zwei-Klassen-Netz":

http://www.spiegel.de/thema/netzneutralitaet/

 

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