Osterhäschen, komm zu mir!

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Samstag, 19. April 2014 - 15:45

Osterhase

Früher war wohl zumindest manches besser, wie ein lustiger Zeichentrickfilm von Walt Disney zu beweisen scheint. Es gab noch genug Häschen in Feld und Flur, die geschäftig dazu beitrugen, die Osternester unserer Kinder mit leckeren Ostersachen zu füllen. Heute hat Meister Lampes Aufgabe der Supermarkt übernommen – gibt es doch kaum noch Hasen, die diesen Job übernehmen könnten; zu ausgeräumt ist unsere Landschaft. Nicht umsonst steht der Mümmelmann auf der Roten Liste gefährdeter Arten.

Kinder lernten früher dieses Gedichtchen aufzusagen:

Osterhäschen, komm zu mir,
komm in unsern Garten!
Bring uns Eier, zwei drei vier,
lass uns nicht lang warten!
Leg sie in das grüne Gras,
lieber, guter Osterhas!

Und siehe da. Streifte das aufgeregte Kind dann an der Hand von Vater oder Mutter durch den Garten, fand es tatsächlich bunte Ostersachen, wohl tatsächlich gelegt vom Osterhasen. Große, kleine Eier, hart gekocht oder aus Schokolade, Marzipan oder gar Zucker- oder Rahmhasen.

Erst nach der Einschulung huben dann in der Schule Diskussionen darüber an, ob es den Osterhasen jetzt wirklich gäbe oder doch nicht. Und vorlaute Kinder posaunten heraus: „Die Eier versteckt immer mein Vater, ich hab's beim aus dem Fenster rausgucken genau gesehen!“ Vorbei war die glückliche Zeit, wo man noch an die Existenz des Osterhasens glauben durfte.

Bruchsal.org wünscht allen Freunden der Netzzeitung für Bruchsal ein frohes Osterfest und viel Spaß mit dem Disney-Kurzfilm Funny Little Bunnies aus dem Jahre 1934.

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Kommentare

Osterhäschen und Ostermärsche

Außer Häschen gibt`s zu Ostern auch noch Ostermärsche:

http://taz.de/Traditionelle-Ostermaersche/!137080/

Zitate (Auszüge):

"Traditionelle Ostermärsche
Der harte Kern gegen den Krieg
Gegen Atomwaffen, US-Militärbasen und Kampfdrohnen: Bei den Ostermärschen haben Tausende in deutschen Städten für Frieden demonstriert."

"Während in den 80er Jahren bundesweit bis zu eine Million Menschen zu Ostermärschen auf die Straße gingen, um gegen das atomare Wettrüsten zu protestieren, ist es heute nur noch der harte Kern."

"„Am Ende des Ost-West-Konflikts fällt die Positionierung schwerer“, hat Thorsten Bonacker vom Zentrum für Konfliktforschung der Marburger Universität festgestellt. Die Friedensbewegung habe ihre politischen Forderungen immer vor allem an die westliche Seite gerichtet. Beim Ostermarsch in Duisburg bewegt nun der Ukraine-Konflikt die Gemüter - zwei „imperialistische Machtblöcke“ stünden sich dort gegenüber, heißt es von Veranstalterseite. „Man kann mit Militär keinen Frieden schaffen“, so Przyrembel."

Kommentar untergegangen?

Ich vermisse meinen Kommentar, den ich zu Ostern zu diesem Beitrag verfasst und abgeschickt hatte.

Es ging um "Ostermärsche" ...

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