NSN (Siemens Bruchsal): Verhandlungen mit dem Betriebsrat über Neuausrichtung abgeschlossen.

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Freitag, 10. Dezember 2010 - 14:22

Wie von Nokia Siemens Networks soeben berichtet wird, wurden die Verhandlungen mit dem Betriebsrat über die Neuausrichtung des Werks von Nokia Siemens Networks abgeschlossen; heute morgen wurden die Kollegen in einer Mitarbeiterveranstaltung über die Ergebnisse informiert.

Danach bleibe laut Information von NSN mit der geplanten Neuausrichtung das Werk in Bruchsal ein integraler Bestandteil des weltweiten Produktionsverbunds von Nokia Siemens Networks. Das neue Konzept sieht folgendes vor:

  • Der Produktionsfokus liegt auf Komponenten für Kernnetze, für die qualifizierte Ingenieursleistungen gebraucht werden, auf der Unterstützung bei der Einführung neuer Produkte (NPI) sowie bei komplexen Produkten in der Anlauf- und Auslaufphase (phase-in bzw. phase-out Produkte).
  • Fokus auf geringe Volumenproduktion hochkomplexer Produkte mit breitem Spektrum / Diversität sowie Konfiguration und Integration für Systemlieferungen.
  • Nokia Siemens Networks wird weiterhin in sein Werk in Bruchsal investieren und hat bis Ende 2014 ein jährliches Investitionsvolumen von mind. 2 Mio. € zugesagt.

Nokia Siemens Networks wird, so die Pressemitteilung, in Zukunft mehr als 600 Arbeits- und Ausbildungsplätze in Bruchsal anbieten:

  • Durch die geplante Neuausrichtung sind 225 Arbeitsplätze betroffen, anstatt der genannten 270 Arbeitsplätze:
  • 40 Arbeitsplätze wurden in der Zwischenzeit bereits abgebaut, durch natürliche Fluktuation und Altersteilzeit
  • 185 Arbeitsplätze werden ab dem 1. Januar 2011 wegfallen; betroffene Mitarbeiter erhalten ein Angebot zum Wechsel in eine Transfergesellschaft /beE (Laufzeit 18 Monate) oder zum Abschluss eines Aufhebungsvertrages oder können Altersteilzeit machen.

Heinrich Jurtan, Werksleiter in Bruchsal bei Nokia Siemens Networks kommentierte das Verhandlungsergebnis wie folgt:

"Heute ist ein wichtiger Tag für den Produktionsstandort in Bruchsal, weil wir mit der Neuausrichtung die Zukunft des Werks sichern. Mit der Produktion von komplexen Produkten kommt die Ingenieursleistung hervorragend zum Tragen und wir heben uns von der hochvolumigen Massenproduktion deutlich ab. Die Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern waren lang und intensiv, aber stets konstruktiv um eine zukünftsfähige Lösung für den Standort zu finden, die wirtschaftlich sinnvoll ist und für die betroffenen Kollegen mit der Möglichkeit neue Perspektiven für sich zu entwickeln umgesetzt wird."

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Kommentare

Und was bedeutet dies eigentlich?

1. Am Standort Bruchsal werden rund 200 Stellen gestrichen.
2. Dadurch sinkt die Belegschaft in den kommenden Jahren von 900 auf 700.
3. Abgebaut werden sollten zunächst 270 Stellen; in den Verhandlungen wurde dieser Abbau auf 225 Stellen reduziert.
4. Neu ist die Standortsicherung bis 2014.

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