Nicht immer steckt ein kluger Kopf dahinter,

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manchmal jedoch schon.
Freitag, 5. Juli 2013 - 16:34

Kopf

Es ist ja wirklich so eine Sache mit den Blogs. Wie oft hört man, sei's am Stamm- oder Kaffeetisch: "Boa, ey, ich hab' jetzt meine eigene Homepage". Schaut man diese dann an denkt man vielleicht "toll, was der Herbert (oder Günter oder die Luise) da hingekriegt hat", besucht man jedoch zufälligerweise den Blog ein halbes Jahr später erneut muss man oft enttäuscht feststellen, dass der mit soviel Verve gestarte Blog-Betreiber nicht durchgehalten hat; die letzten Beiträge sind hingeschludert, der letzte mehr als sechs Monate alt.

So hat auch Matthias Holoch, ausgewiesener Gemeinderat der Stadt Bruchsal, bereits im Oktober 2010 ein zunächst groß angelegtes Blogprojekt zu Bruchsal gestartet. Im Impressum durfte man so illustre Namen lesen wie die der Gemeinderatsmitglieder Susanne Bacher, Armin Rupalla, Jürgen Schmitt und Dr. Hartmut Schönherr, natürlich auch Matthias Holoch, wie hier nachzulesen ist: Bruchsal-xxl ist online.

So richtig in Gang gekommen ist das Projekt nie. Auch deshalb, weil es einige Querelen zu den im Impressum genannten Personen gab, diese hatten sich dieser Holoch'schen "Wir-vom-Bruchsaler-Gemeinderat-Initiative" in dieser Form nie angeschlossen. Mittlerweile steht im Impressum dieses Blogs lediglich noch "Matthias Holoch" - und das ist gut und richtig so.

Warum Herr Holoch diese eigenbrötlerische, doch recht verzagte Art der Kommunikation mit seinen Anhängern und Wählern gewählt hat erschließt sich so richtig nicht. Wie sein Beitrag zur Verlagerung des Messplatzes zeigt, hat er sehr wohl etwas zu sagen, sein verschämtes Publizieren auf einer Seite, die kein Mensch kennt - vielleicht werden es mit Erscheinen dieses Artikels auf bruchsal.org ein paar mehr - ist absolut nicht nötig. Da wäre wirklich ein wenig mehr Stärke, Standhaftigkeit  und Selbstvertrauen zu wünschen. Auf einem unbekannten Blog kann sich das nicht entwickeln, was eigentlich das Salz in der Suppe eines jeden Politikers sein sollte: Der Dialog mit dem Wähler und Bürger.

Anders als Jürgen Schmitt in diesem Beitrag Die gescheiterte Jahrmarkt-Verlagerung, der die Entscheidung des Gemeinderates gegen eine Jahrmarkt-Verlagerung als eine vertane Chance geißelt, outet sich Matthias Holoch in seinem Blog als JA-ABER-Sager:

"Was für eine Chance: Die einmalige Kulisse des Barockschlosses, hundert Buden und Schausteller, schönes Wetter und jede Menge Menschen. Beste Werbung für die Stadt, ein Anziehungspunkt für die ganze Region. Und dann ein Gemeinderat, der das mehrheitlich ablehnt? Offensichtlich hat das von der OB Petzold-Schick vorgelegte Konzept große Schwächen. Doch anstatt das Konzept zu überarbeiten und die Entscheidung zu verschieben wollte die OB eine Abstimmung und ist gescheitert. Die sechs Monate Zwangspause bis zur nächsten Befassung des Gemeinderates müssen nun genutzt werden, um die Stadträte zu überzeugen.

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Matthias Holoch ist ein kluger Kopf. Er sollte sich nicht hinter seinem Bruchsal-XXL verstecken (alternativ: meinen zu müssen).

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