Neuer Bildstock mit historischer Statue im Kindergarten St. Peter

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Mittwoch, 27. April 2011 - 13:52

Die angestammte Herz-Jesu-Statue vom Vorgängerbau des  Kindergartens St. Peter hat nun ein dauerhaftes Quartier im neuen Außenbereich gefunden. Ihr Standort war ursprünglich eine Nische im Südgiebel des Altbaus. Von 1936 an wachte sie Jahrzehnte über die Kinderscharen zu ihren Füßen, die sich hier im Freigelände tummelten. Der Gebäudeabriss im Jahr 2000 machte sie heimatlos. Unterkünfte im Pfarrgarten und in einem Malergeschäft waren keine dauerhaften Bleiben, sondern nur befristete Notlösungen.

Neuer Platz fast am alten Standort: Die Herz-Jesu-Statue im Gehäuse  schmückt heute das Spielgelände des Kindergartens St. Peter im Außenbereich. Foto: schu.

Neuer Platz fast am alten Standort: Die Herz-Jesu-Statue im Gehäuse schmückt heute das Spielgelände des Kindergartens St. Peter im Außenbereich. Foto: schu.

Die Verwirklichung des Wunsches, die altehrwürdige Figur  aus Pfarrer Stöckles und Schwester Bonifatias Zeiten im Kindergarten- bereich wieder aufzustellen, begann mit der Gründung eines massiven Fundaments durch Pfadfinder anno 2007 bei deren  Jubiläums-kampagne "100 Jahre gute Taten". Gut drei Jahre dauerte Umsetzung des "Projektes Jesusstatue", welche möglichst kosten-günstig erfolgen sollte.
Schrittweise kam es zur Errichtung der ansehnlichen Behausung, die mit heimischem Kalkstein-material aus dem Steinbruch beim Naturfreundehaus verblendet wurde. Hierbei leisteten Freizeitmaurer Nagel und sein "Speisbub" Dedekker einwandfreie Maurerarbeit.

Gedeckt wurde das Jesushäuschen mit alten Biberschwanzziegeln, die ein Nachbar auftreiben konnte. Eine laut Voranschlag recht  kostenintensive Renovierung der in die Jahre gekommenen Skulptur wurde durch die Initiative einer  "Kindergartenmutti" vermieden. Kenntnisreich und mit viel Fingerspitzengefühl gelang Nicole Vilardo eine sachgerechte Überholung der Statue. Ein Geschenk der Fachfrau für alle zum Nulltarif. Nicht nur Transportschäden, etwa abgebrochene  Finger, sind spurlos beseitigt. Die zurückhaltend gelbliche Farbgebung steht dem Standbild mit den so einladend wie segnend geöffneten Armen gut.

Die durchweg gelungene Ergebnis bis hin zur Bepflanzung lassen Andrea Morlock strahlen. Die Kindergartenleiterin lobt die vielfältige Mitarbeit am Projekt durch tatkräftige Freunde und Gönner der Einrichtung, dem Kindergartenpersonal und vieler Eltern. Von Beginn an wirkten die unmittelbar angrenzenden Nachbarn Edmund Eppler und Ursula Oberüber nicht nur bei der Bauaufsicht und als Gärtnerin besonders tatkräftig mit. Viele gaben auch ihren Obolus, um die trotz aller Sparsamkeit notwendigen Ausgaben zu finanzieren. Andere schafften es, die freiwilligen Mitarbeiter per guter Verpflegung bei entsprechender Arbeitslaune zu halten.

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