Natürlich Megalithmonumente - was denn sonst?

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Geht´s nicht auch anders?
Montag, 27. September 2010 - 19:51

Seit 20 Jahren nun wird private Cairn-Forschung in Deutschland betrieben, seit derselben Zeit versuchen die jeweils zuständigen staatlichen Stellen im Land mit immer denselben unbewiesenen Behauptungen, sich um genau diese Erforschung der Steingrabhügel in offensichtlich uralten Felsausbrüchen herum zu mogeln. Immer wieder wird behauptet, bei diesen stabil gemauerten Bauwerken würde es sich um Abraumhalden handeln. Praktiker vor Ort, Steinbruchmeister und -besitzer erklären jedoch, dass Schutt in diesen Dimensionen niemals anfällt und überhaupt nie im Steinbruchbereich entsorgt wird, wo er die Arbeit und Abfuhr eklatant behindert, sondern außerhalb. Der Großteil wird sowieso Lkw-weise an Firmen verkauft, die damit Schotter oder Betonzusatz herstellen. So wurde schon im 19. Jahrhundert verfahren, wie Albrecht Burrer 1911 in seinem informativen Buch „Der Steinhauer an der Arbeit“ über die Steinbrucharbeit berichtete.

Es ist für jeden Normalmenschen sofort ersichtlich, dass in den zur Frage stehenden Steinbrüchen die Masse des angeblichen Schutts fast das ganze ausgebrochene Volumen des Steinbruch in Anspruch nimmt. Jedem vernünftigen Menschen stellt sich sofort die Frage: Haben diese Dödels nur für die Schuttherstellung gearbeitet? Natürlich nicht. Diese großen gemauerten Hügel sind überhaupt nicht während der Zeit der großen Steinhauerfirmen entstanden, sondern schon Jahrtausende früher.

Natursteinwerk Mühlbach

Natursteinwerk Mühlbach mit zwei teilweise zerstörten Cairns, die Schuttthalde rechts oben ziegelrot eingezeichnet.

Steingrube bei Schmie-Maulbronn

Die Steingrube bei Maulbronn-Schmie mit Bauwerken, welche den ganzen Innenraum ausfüllen.

Die Firmen weiteten vorhandene „Steinbrüche“ lediglich aus, wie z. B. das Natursteinwerk in Mühlbach. Dort sind bis heute zwei hohe und ausgedehnte Cairns direkt am Hangabgrund stehen geblieben, wobei einer beim Bau des Kriegerdenkmals rechteckig aufgerissen wurde (Bild 1). Der tatsächlich Steinbruch jedoch ist völlig leer geräumt. In ihm stehen zahlreiche Baracken und zwei komplette Fußballfelder. Anstehender Schutt wurde in den Boden eingearbeitet und hat damit den Untergrund angehoben. An einer einzigen Stelle ist eine Schutthalde feststellbar. Sie wurde durch Abkippen des Schutts von oben über die Felswand erzeugt.

Doch deren Volumen ist lächerlich gering im Vergleich zu den fraglichen Steinhügeln, die die meisten untersuchten „Steinbrüche“ in der Regel hermetisch ausfüllen, z. B. die Steingrube bei Schmie-Maulbronn (Bild 2). Ihre Entstehung ist rätselhaft, da nachweislich des Katasters dort niemals Stein gebrochen wurde. Deshalb kamen Heimatforscher auf die Idee, dass schon 1147 beimBau des Klosters Maulbronn dieser Steinbruch geöffnet worden sei. Doch kein Dokument belegt diese Vermutung. Wozu hätten die Mönche die drei Kilometer nach Schmie hinausfahren sollen, wenn sie direkt im Ort eine ganze Hand voll Steinbrüche besaßen, von denen der größte noch heute in Betrieb ist?

Steinbruch beim Kloster Schönau

Steinbruch im Hintergrund eines Cairn, der zum Bau des Klosters Schönau diente, Zeichnung aus dem 16. Jahrhundert.

Die erste überlieferte Darstellung eines Steinbruchs in Deutschland (Bild 3) zeigt, dass schon damals im Mittelalter diese Bauwerke in den Berghang hinein gebaut vorgefunden wurden. Beim Bau des Klosters Schönau mussten die Steine brechenden Mönche auf diesen Cairn Rücksicht nehmen und die schmale Gasse zwischen Felswand und Cairn als Fuhrweg benutzen. In einem regulären Steinbruch hätte man niemals so einen großen Schutthaufen im Steinbruch aufgetürmt und damit seine Arbeit und den Abtransport dermaßen behindert. Soviel Schutt wäre auch überhaupt nicht entstanden, denn die Deckschicht über dem Gestein ist in der Regel um ein Vielfaches geringer.

Die zuständige Behörde hat offensichtlich auch wenig Wissen über die Mannigfaltigkeit der Megalithmonumente Europas. Es gibt diese großen Hünengräber im Norden Deutschlands, die sich durch grob gehauene große Blöcke auszeichnen und die dem Vertreter der Abteilung Denkmalpflege vor Augen gestanden haben müssen. Jedoch gibt es auch die viel zahlreicheren Cairns, die aus kleinteiligem Trockenmauerwerk aufgebaut und deshalb mit unseren Steingrabhügeln hier unmittelbar zu vergleichen sind. Wie der Denkmalpfleger schreibt. „können z.B. besonders geschichtete Steine (Trockenmauern) bereits Veranlassung geben, einen historischen oder kulturellen Bezug herzustellen, der aus wissenschaftlicher Sicht nicht zulässig ist.“ Doch gerade die objektive Wissenschaft lässt es zu, diese Vergleiche anzustellen und auf ihre Stichhaltigkeit zu prüfen. Es dreht sich ja nicht nur um Trockenmauern, sondern um die Gänge und Kammern in unseren gemauerten Monumenten, die denjenigen aufs Haar ähneln, deren Vorkommen bislang auf die Bretagne, England, Schottland und Irland begrenzt war.

Wie der Denkmalspfleger richtig sagt, es ist wissenschaftlich unzulässig, etwas zu behaupten, was nicht bewiesen wird. Bis heute hat es das Denkmalsamt unterlassen, auch nur eine einzige Untersuchung anzustellen, um ihre These von den „ummauerten Abraumhalden“ zu stützen. Dieser Terminus ist im Vokabular der Montan-Archäologie überhaupt nicht enthalten. Es gibt sie einfach nicht. Wer käme denn auf die Blödsinnsidee, eine Abraumhalde zu ummauern? Diese wächst ja durch ständiges Hinzukippen. Der Bau einer Mauer wäre völlig sinnlos.

Wir dagegen haben in 20 Jahren zahlreiche Untersuchungen, Freilegungen und Ausgrabungen durchgeführt, um die Architektur der Bauwerke zu klären. Die Ergebnisse wurden in meinem Buch „Die Entdeckung deutscher Pyramiden“ und auf unserer Homepage www.megalith-pyramiden.de veröffentlicht, wo sich das Landesdenkmalamt schon vor Jahren hätte informieren können, es aber offensichtlich unterlassen hat. Wie festgestellt wurde, bestehen die künstlichen Hügel im Außenbereich aus konzentrisch gesetzten Trockenmauern, wie es allen Cairns typologisch eigen ist. Dieser Aufbau konnte in Sternenfels bei der Zwerchhälde bis auf 4 m Tiefe dokumentiert werden. In Oberderdingen wurden an der Sommerhälde drei konzentrische Mauerzüge freigelegt, hinter denen eine solide und stabile Baumasse aus Lehm und geschichteten Bruchsteinen zum Vorschein kam, also kein Schutt aus Tonschiefer und Mergel, wie immer behauptet.

An einigen Cairns konnte sogar der harte Kern aus massivem anstehenden Fels nachgewiesen werden, z. B. in Freudenstein (Burgstall), in Untergrombach (Köpfle) und Bruchsal (Pfaffenhohl). Einen massiven Kern besitzen auch die Tumuli (Grabhügel) der Etrusker-Nekropole bei Cerveteri, die vollständig in einem ausgehobenen „Steinbruch“ entstand und sich über 1,3 km erstreckt. In diesem Felskern sind die Kammern als Grabhöhlen enthalten. Wer einmal in Cerveteri war und dort durch die engen Gassen zwischen den hoch aufragenden Grabhügeln gewandert ist und dann zurück nach Schmie kommt und dort dasselbe Erlebnis hat, weiß, dass alles was das Amt behauptet, einfach nicht der Realität entspricht. In Freudenstein kam bei einem hälftig abgetragenen Cairn ebenfalls der Felskern zum Vorschein. Die zutage getretene Felskammer wird von dem Pächter des Grundstücks, dem Heimatverein, stolz aber auch fälschlich als „Luftschutzbunker“ ausgeschildert.

Cairn Le Petit Mont in der Bretagne

Der bretonische Cairn Le Petit Mont mit seinen Rampen

 

Die Rampe des Cairn bei Heibronn

Die große Rampe am Cairn von Heilbronn, Walddistrikt Paradies.

Die Architektur unserer angeblichen „Abraumhalden“ ist also nahezu identisch mit dem Aufbau der Cairns. Wenn diese in West- und Nordwesteuropa Stufen besitzen, so auch unsere angeblichen Abraumhalden hier im Süden Deutschlands. Wenn die Cairns in der Bretagne schräge Auffahrrampen besitzen, z. B der „Cäsarhügel“ oder der „Petit mont“ (Bild 4) beide bei Arzon im Morbihan, dann auch unsere in Schmie, Sternenfels, Sulzfeld, Heilbronn (Bild 5) und Bruchsal, etc. Wenn bei den megalithischen Cairns Europas ein uraltes Bauprinzip zum Einsatz kam, nämlich der Bau von Strebemauern, zwiebelschalenförmig aufeinderfolgenden Mauerzügen, dann auch hier, nachgewiesen durch die Grabungen in Oberderdingen, Sternenfels und Schmie (siehe Artikel auf bruchsal.org „Megalithmonumente in BW vs. Landesamt für Denkmalspflege“).

Portal von Belas Knap in Schottland

Das Portal von Belas Knap in Schottland, ein ebenso niedriger Cairn, wie man ihn auch bei Würzburg findet.

 

Portal eines Cairn auf dem Marsberg bei Würzburg

Das Portal eines ~20 m langen Ganges in einem der Cairns auf dem Marsberg bei Würzburg

Am deutlichsten werden die architektonischen Übereinstimmungen beim Aufbau der Gänge und Kammern. Megalithgänge bestehen aus großen Felsplatten und kleinteiligem Bruchsteinmauerwerk, welche die Wände bilden. Flach darüber gelegt wurden große Felsplatten. Diese bilden die Decke. Diese simple Architektur kam noch völlig ohne Mörtel aus. Wir vergleichen mal einfach nur den Cairn Belas Knap in Schottland und den gemauerten Steingrabhügel auf dem Marsberg bei Würzburg (Bild 6, Bild 7), das berühmte New Grange in Irland, wie es aussah, bevor es rekonstruiert wurde mit dem Steingrabhügel No. 6 in Maulbronn-Schmie und dessen Portal (Bild 8, Bild 9).

 

 

 

 

 

 

 

 

Megalithmonument New Grange in Irland

Das Megalithmonument New Grange in Irland vor seiner Rekonstruktion

Cairn No. 6 in der Steingrube von Schmie

Der 6. von 20 Cairns in der Steingrube von Schmie-Maulbronn, das verdeckte Portal links von der Mitte.

Portal von Cairn No 6 Steingrube Schmie

Das provisorisch freigelegte Portal von Cairn No 6 mit der typisch megalithischen Deckplatte und den Orthostaten beiderseits.

 

Die Grabgänge und -kammern unserer Cairns können jederzeit vom Amt untersucht werden, worum wir sie immer und immer wieder bitten, auch diesmal und hiermit ganz dringlich. Es müsste lediglich die Besitzer, die sich bisher der Erforschung widersetzen, davon überzeugen. Der Staat hat schließlich bedeutend mehr Machtmittel als ein kleiner privat forschender Bürger und seine Mitstreiter.

Offensichtlich sind die Denkmalspfleger nicht in der Lage, die vorhandenen megalithischen Gänge zu erklären, denn in der Stellungnahme wird mit keinem Wort darauf eingegangen. Alle in den Jahren gehörten Ausreden sind einfach nicht nachvollziehbar. Wenn so offensichtlich die Merkmale übereinstimmen, muss sofort reagiert werden. Dass das immer noch nicht geschieht, hat sich in den 20 Jahren zum Skandal dieses Landes ausgewachsen.

Ich habe schon im Jahr 2000 Kontakt zu einem ausgewiesenen Experten gesucht. Dr. Diether Ziermann vom Amt für Kultur und Archäologie in Stade/Westfalen ist einer der wenige Kenner prähistorischer Grabarchitektur in Europa mit dem entsprechenden Überblick, den unsere Fachleute gar nicht haben können, da sie sich schon im Studium auf ihre jeweilige archäologische Provenienz kaprizieren, also z. B. die Römer oder Alemannen. Der sagte beim Anblick der eingesandten Bilder von Portalen und Grabgängen, dass Forschungsbedarf besteht. Leider hat dieser Fachmann hier im Bundesland nichts zu sagen, und so hat unser Landeskonservator, der schon am Telefon verriet, dass er von Cairns überhaupt keine Ahnung hat, alles ignoriert, was seit den ersten Begehungen Neues an Forschungsergebnissen hinzu kam, vor allem das Buch, das ihm freundlicherweise zugeschickt wurde und die grundlegenden Forschungsergebnisse präsentiert.

Man könnte Dr. Biel unter Umständen auch verstehen. Das Risiko, bei Grabungen nichts Datierbares zu finden, ist hoch, da die Gänge schon immer betretbar waren und deshalb als Lagerräume hergerichtet wurden. Ein ordentlicher Lagerraum aber muss mindestens einmal die Woche ausgefegt werden. Wie kann da auch nur ein Fitzelchen, ein winziges Überbleibsel aus der Vorgeschichte zurück bleiben? Das konnte schon durch Steinbrucharbeiter im Mittelalter geschehen sein, so alt sind z. B. auch die Steingruben in Mühlbach und Sternenfels, die einzigen Industriesteinbrüche, die bis in das frühe 20. Jahrhundert hinein große Mengen von Bausteinen in alle Welt lieferten.

Die hier in Frage stehenden sogenannten „Steinbrüche“ jedoch sind z. T. viel größer. Sie sind in keiner Aufzeichnung als Industriesteinbrüche vermerkt. Die Steingrube in Schmie z. B. wurde während der großen Steinhauerzeit überhaupt nicht ausgebeutet, obwohl sie sich über eine Strecke von 700 m erstreckt. Das lässt sich aus dem Ortsbuch der Gemeinden entnehmen, wo alle Katasternummern der laufenden Steinbrüche veröffentlicht sind. Keine stimmt mit denen in der Steingrube überein.

Doch wenn eine neue bislang undatierte Architekturform gefunden wurde, die alle Merkmale des Monumentalbaus aufweist und durch diese Charakteristiken auch noch mit den bekannten Megalithmonumenten in anderen Teilen Europas verglichen werden kann, muss unverzüglich reagiert werden.

Es gibt nicht nur betretbare und damit voraussichtlich restlos geplünderte, sondern auch völlig verschüttete Gänge in diesen Cairns, deren Ablagerungs-Niveau genauso hoch ist wie der Boden vor dem Cairn. Hier dürfen noch ungestörte Ablagerungsschichten zu erwarten sein. In Schmie kennen wir 4 Gänge dieser Art, die allerdings mit Grabungsverbot belegt sind. Anzeichen für weitere noch verborgene Portale sind vorhanden. Mit den heute zur Verfügung stehenden biologisch-chemisch-phsikalischen Methoden können auch allerkleinste Spuren noch Auskunft über die Ursprungszeit geben.

Diesen Einsatz muss das Regierungspräsidium riskieren, um unser Land mit einem Schlag in die vorderste Liga der europäischen Hochkulturen zu katapultieren. Wir kennen rund 50 verschiedene Cairns und Cairn-Nekropolen mit mehr als drei Cairns und rund 20 sichtbare Grabgänge, Portale und eingestürzte Kammern. Es muss in einigen davon noch irgendetwas zu finden sein.

Mit der Bestätigung, dass diese Bauwerke tatsächlich Grabmonumente der Megalithepoche sind, ziehen wir automatisch gleich mit den Hochkulturen der Etrusker, Illyrer und Minoer. Nicht nur das. Unsere Monumente sind bei weitem größer und höher als alles, was die Megalithkulturen Europas bisher zu bieten haben. Eine unglaubliche weit entwickelte Monumentalarchitektur dürfen wir unser Eigen nennen, die man durchaus mit der ägyptischen vergleichen kann. Denn unser größtes Megalithmonument, die Paradies-Pyramide bei Heilbronn, dürfte das weltgrößte dieser Art überhaupt sein.

Lohnt es sich nicht, dafür alles Machbare zu tun?

Gerade in diesem Sommer fand ich ein weiteres Monument, das so unglaublich beeindruckend ist, weil es eindeutig megalithischen Ursprung hat. Das nahezu viereckige Bauwerk wurde in den Hang des Sonnenstuhl bei Würzburg-Randersacker hinein gebaut. Hier ist die Baufassade der Rückseite auf einer geraden Strecke von sage und schreibe 100 m fast ganz erhalten geblieben und hier sind tatsächlich noch die großen Megalithen vorhanden, die man bei den meisten anderen Cairns schon mit den allerersten Steinbrucharbeiten weggeräumt hat (Bild 10-15). Hier kann der Vertreter des Regierungspräsidiums die monierten großen Megalithen ausgiebig studieren, denn wie er ja in seiner Stellungnahme sagte: „Megalithmonumente zeichnen sich dadurch aus, dass sie große, oft unbehauene Steinblöcke sind, die als Baustein für Grab- und Kultanlagen benutzt oder als Einzelsteinblock aufgerichtet oder in Steinsetzungen positioniert wurden.“ Noch irgendein Zweifel, dass die hier zu sehenden Steinblöcke genau die vom Amt geschilderten Kriterien erfüllen?

Cairn auf dem Sonnenstuhl bei Würzburg Megalithwand 1

Cairn auf dem Sonnenstuhl bei Würzburg Megalithwand 2

Cairn auf dem Sonnenstuhl bei Würzburg Megalithwand 3

Cairn auf dem Sonnenstuhl bei Würzburg Megalithwand 4

Cairn auf dem Sonnenstuhl bei Würzburg Megalithwand 5

Cairn auf dem Sonnenstuhl bei Würzburg Megalithwand 6

Natürlich fanden wir auch dort ein verschüttetes Portal, das dem auf dem Marsberg und denen in Schmie sehr ähnelt und vermutlich noch ungestörte Relikte unter den Ablagerungsschichten enthält (Bild 16).

Portal des Cairn auf dem Sonnenstuhl bei Würzburg

Verschüttetes Portal am Cairn auf dem Sonnenstuhl bei Würzburg

Vielleicht erinnern ihn diese nicht unbehauenen, sondern eindeutig geglätteten Steinblöcke an die großen megalithischen Steintempel auf Malta (Bild 17+18)? Nur, die sind halt viel kleiner als unsere. Wenn der hier abgebildete Steintempel „Gigantija“ genannt wird, wie soll man dann unser Megalith-Mausoleum bei Würzburg nennen?

Megalithtempel Gigantija auf Malta
Megalithtempel Gigantija auf Malta im Detail

 

Was hindert das Amt jetzt noch daran, aktiv zu werden? Das Fehlen jeglicher Neugierde seitens von Natur aus wissbegieriger Wissenschaftler ist das Befremdlichste dieser Affäre. Sind die Zwänge des Bürokratendaseins tatsächlich derart demoralisierend, wie man in der Allgemeinheit immer vermutet, dass man zu keiner Initiative mehr fähig ist, dass man wissenschaftliche Impulse aus dem Kreis der Heimatforscher mit derartig permanenter Ignoranz begegnet und überhaupt nichts unternimmt, um die dargelegten Fakten zu überprüfen? Das wäre doch das Mindeste. Es kann nicht angehen, dass von Mitteln der Steuerzahler gut dotierte Planstellenbesitzer so pflichtvergessen sein dürfen, wie derzeit nun schon seit zwei Jahrzehnten an vorliegendem Fall demonstriert.

Das Amt hat zwei große Fehler gemacht. Der

  1. Es wurde nichts unternommen, um sich bzgl. Cairns fachkundig zu machen und die spezielle Architektur mit den hier gefundenen zu vergleichen. Das ist, wie es der Amtsvertreter so richtig formulierte, schlicht gesagt wissenschaftlich unzulässig. Der

  2. Die tatsächliche Geschichte der regionalen Steinbrüche und ihrer Arbeitsabläufe, speziell der Abraumbehandlung, wurde nicht erforscht, dafür aber völlig haltlose Behauptungen in die Welt gesetzt, was ebenfalls wissenschaftlich völlig unzulässig ist.

Fehler kann man wieder ausmerzen, indem man sich neu besinnt. Wir sind jederzeit zum Dialog mit aufgeschlossenen Fachleuten bereit. Wir stehen für alle Auskünfte über machbare Projekte und Exkursionen zu den Monumenten gerne zur Verfügung. Nur getan werden muss jetzt endlich etwas!

Wir haben über drei Jahre hinweg mit der Universität Karlsruhe zusammengearbeitet, die mit ihrem technischen Equipment und den Studenten der Fachschaft Geophysik zahlreiche Messungen durchführte, von denen die geomagnetischen leider kein verwertbares Resultat brachten, die leider zu selten durchgeführten geoelektrischen dagegen durchaus. Hinweise auf weitere noch unbekannte Hohlräume konnten dadurch gewonnen werden. So eine Zusammenarbeit wünschen wir uns auch mit dem Amt für Denkmalspflege, oder zumindest eine Vermittlung zu den Fachschaften für Urgeschichte in Heidelberg und Freiburg.

Wir sind jederzeit zum Dialog mit aufgeschlossenen Fachleuten bereit. Wir stehen für alle Auskünfte über machbare Projekte und Exkursionen zu den Monumenten gerne zur Verfügung. Nur getan werden muss jetzt endlich etwas! Es geht nicht an, dass man dem deutschen Volk den besten Teil seines kulturellen Erbes weiterhin vorenthält und so tut, als gäbe es ihn nicht.

Oder verfolgt man vielleicht die Strategie, warten bis der Entdecker gestorben ist, um dann die Cairns selbst als seine Entdeckung auszugeben und den Entdecker um den Lohn seiner Arbeit zu bringen? Das ginge nicht auf, denn ich habe eine sehr lange Lebenslinie.

Mein lieber Schwager, der schon immer auf´s Engste mit der CDU verbandelt ist, meint, man müsse den Oberen schmeicheln, sonst käme man überhaupt nicht voran. Nun wohlan, wieso nicht.

Liebe Archäologen des Landes Baden-Württemberg, bitte schön, bemüht´s Euch doch endlich um die wahnsinnig interessanten Entdeckungen. Schließlich ist keiner so fachlich versiert wie Ihr, keiner hat so einen großen Durchblick wie Ihr, nicht einer, der nicht bedingungslos glaubt, was Ihr gerade halt mal so von Euch gibt. Ihr Wissenschaftler habt ja immer recht, deswegen tragt ihr auch so einen weißen Kittel. Ich hab mir auch schon einen bestellt... Vielleicht glaubt´s und vertraut´s Ihr mir dann endlich!?

 

 

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Kommentare

Natürlich Megalithmonumente - was denn sonst?

Märchenonkel 'K. Walter Haug' in voller Fahrt.

Deutschland gehört 'in die vorderste Liga der europäischen Hochkulturen', denn 'unsere Monumente sind bei weitem größer und höher als alles, was die Megalithkulturen Europas bisher zu bieten haben'... Freizeit (und davon scheint er viel zu haben) Entdecker Haug sieht an jeder Ecke 'Cairns', kein Steinbruch ist vor ihm sicher.

Ein Zitat:

Steinbruch Sommerhälde, Kürnbach
Keine megalithische Anlage, sondern reiner Steinbruch !

Intensive Untersuchungen des Vereins Celtica VIPS e.V. zusammen mit einem archäologischen Fachmann, welcher sich auf die Themen Megalithik, Keltologie und Montanarchäologie spezialisiert hat, haben zu der Erkenntnis geführt, daß das alles keine Cairns sind, sondern reine Abraumhalden aus dem Steinbruchbetrieb. Es fehlt die typische Cairnstruktur (z.B. immer rechteckig). Typische Cairn sind immer vom Mauerwerk her um 7° nach innen geneigt, bestehen immer aus senkrecht stehenden Steinplatten und ein Cairn ist immer abgeplattet. Typische Cairns haben keinen Schwellenstein und keine Fundamentsteine; es gibt Bodenplatten, Kiesschüttung, gestampfter Lehm oder Pflasterung. All dies haben wir in der Sommerhälde nicht vorgefunden. Dolmen sind immer aus großen qualitativ guten Steinplatten gebaut; es wird nie Abfall verwendet. Die hochkant stehenden Tragsteine haben immer ein 7° Neigung nach innen.
Herr Haug vergleicht die Sommerhälde Kürnbach mit dem carnacäischen Carn von Barnenz (Morlaix, Bretagne). Einen kleinen aus Trockenmauerwerk gesetzten Gang, mit dünnen überliegenden Deckplatten, bezeichnet er als Dolmen.
Carnacäische Carne weisen als Grundriss eine langgestreckte trapezoide Form auf. Der Grundriss gleicht dem neolithischer Langhäuser. Das Trockenmauerwerk ist aus gutem verwitterungsstabilem Stein in lückenloser Mauertechnik aufgesetzt. Die Mauern weisen eine Neigung von 7° zum Carninneren auf.
Carnacäische Carne wurden an hervorstechenden Stellen in der Landschaft errichtet (z.B.auf Bergrücken oder großen Hügeln.). Sie sind weithin in der Landschaft als einzelstehendes Bauwerk sichtbar und sollen so die Größe und Macht des Bestatteten symbolisieren.
Dolmen sind Bauwerke megalitischer Bauart. Unter Verwendung großer Steinplatten, den Tragsteinen, wird ein umbauter Raum erstellt, die Dolmenkammer. Diese wird mit einem oder mehreren Decksteinen abgedeckt. Es ist keine Seltenheit, dass Tragsteine eine Höhe von 3,50 Meter aufweisen und Decksteine ein Gewicht von 40 Tonnen.
Jedem Dolmen ist ein Gang vorgelagert, der deutlich schmaler als die Dolmenkammer ist. Die Dolmengänge weisen eine Besonderheit auf. Sie sind ansteigend gebaut. Bei einigen Dolmen ist dies so stark ausgeprägt, dass der Eingang nur kriechend betreten werden kann. In Richtung Dolmenkammer steigt die Höhe des Ganges an, so das man schon vor der Kammer in dem Gang stehen kann. ( z.B. Dolmen von Rondosec, Plouharnel, Bretagne)
Bei der Sommmerhälde Kürnbach sind solche megalithischen Strukturen nicht erkennbar.
Die erkennbaren Strukturen weisen eine mit Stützmauern versehene Steinbruchhalde aus.

Die Grundmauer der linken Halde stehen auf der 1. Abraumschüttung. Zuerst wurde eine kleine Mauer gesetzt, die dann innen aufgefüllt wurde. Dann wurde die Mauer wieder erhöht und wieder aufgefüllt. Dabei wurde dann auch der Gang gesetzt. Das hier nichts für lange Dauer gesetzt war, sieht man an den unregelmäßigen Steinsetzungen und daran, dass die Abdeckplatte zerbrochen ist. Für Cairns werden immer nur beste Steine benutzt (darum überdauern diese auch Jahrtausende).

Die linke Halde ist der Abraum aus der Zweitnutzung des Steinbruchs. Der Abraum der Erstnutzung des Steinbruchs wurde noch den Abhang hinuntergeworfen und dort leicht terrassenförmig aufgesetzt (diese sind immer noch sichtbar).

Die rechte Halde ist wahrscheinlich der Abraum aus der Drittnutzung Anfang des 20sten Jahrhunderts. Wir haben da auch keine Grundmauer gefunden, da dies scheinbar nicht notwendig bzw. erforderlich war. Die hangseitige Halde mußte vielleicht gegen Abrutschen in den Hang geschützt werden. Die Größe der Grundmauer der linken Halde wurde so gesetzt, als ob sehr viel Abraum erwartet wurde. Die sichtbare Trockenmauer in der Mitte der Halde deutet auf mehrstufigen Ausbau hin. Weitere Gänge in der linken Halde konnten wir nicht entdecken, obwohl dies verschiedentlich vermutet wurde. Durch lose aufgeschütteten Abraum erwecken manche Einbrüche an der Halde das Vorhandensein eines versteckten Ganges. Durch die lose Schüttung und ein Zusammenbrechen bzw. Zusammenrutschen der Halde an manchen Stellen entsteht nur der Eindruck, dass etwas vorhanden sein könnte.

Der von uns als ursprünglicher Eingang angesehene Steinbruchteil am hinteren Ende der linken Langhalde ist der Beginn des Steinbruchbetriebes. Hier wurde vermutlich eine Mutung niedergebracht um die Qualität des Steines zu ermitteln.

Die sogenannten jetzt noch sichtbaren großen Balkenlöcher sind keine Balkenlöcher im Sinne von eventuellen Bedachungen, sondern dienten eher als Balkenauflage für ein Hebegerüst oder waren Verstrebung um einen Kran o.ä. zu fixieren, damit große Steine auf Karren geladen werden konnten.

Der vom Verein im letzten Jahr freigelegte Gang ist, wie bereits seinerzeit vermutet, ein reiner Steingang zur vermutlichen Unterbringung von Werkzeug. Wir haben sowohl an diesem Gang, als auch im Gang an der linken vorderen Abbruchhalde Scharniere gefunden, die auf das Vorhandensein von Türen hinweisen.

Zusammenfassend kann also festgestellt werden, daß es sich bei der Sommerhälde um einen ehemaligen Steinbruch handelt und nicht um megalithische oder keltische Anlagen, wie von Herrn Haug zusammenfantasiert wurde.

Walter Dubronner
1.Vorsitzender
Celtica VIPS e.V.

deine Untersucungen

Walter. komm mal runter !
Du bist auf der falschen Fährte - es tut natürlich weh - aber Deine
unsäglichen Auswürfe sind nichts als peinlich--bitte verschone uns damit !
Du bist kein Wissenschaftler - auch wenn Du es bestreitest - kümmere Dich mal mehr um Deine Psyche - das täte Dir sicher gut !

Mit freundlichem Gruß

Axel Arheidt

1900 Jahre Geschichte - eine reine Erfindung

Resümee aus "Kalenderfälschung - warum?" von K. Walter Haug:
http://www.ilya.it/chrono/pages/kalenderfalschungdt.htm

"Während die reale Geschichte nach dem Ende des Alten Testaments und der Einführung des neutestamentlichen Kalenders sich in den knapp 140 Jahren zwischen 1356 und ~1500 A. D. ereignete, mussten die Geschichtsfälscher den heute gültigen Zeitraum von 405 v. Chr. bis 1500 n. Chr., also ~1900 Jahre Phantomzeit, durch reine Erfindungen auffüllen. (......) Eine Rekonstruktion der tatsächlichen Ereignisse rückt in greifbare Nähe."

Einen Zeitraum von 2000 Jahren Geschichte im Geschichtsunterricht umsonst gelernt! Danke! Danke dem Gründer und wissenschaftlichem Beirat von Celtica VIPS e.V, K.Walter Haug!
2000 erfundene Jahre Geschichte kann ich zu den gedanklichen Akten legen.
Danke Axel Arheidt, der mit seinem Kommentar: "Deine Untersuchungen, Walter, komm mal runter" mir den Anstoß gab, die hervorragenden Erkenntnisse der Geschichtsfälschung in mich aufzunehmen (womit er natürlich einen anderen Walter meinte).

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