Nach TelDaFax-Insolvenz: Ersatzversorgung durch ewb Bruchsal

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Privater Energiedienstleister hat Belieferung seiner Kunden ausgesetzt
Mittwoch, 22. Juni 2011 - 15:49

Die vor einigen Wochen in Zahlungsschwierigkeiten geratene Troisdorfer TelDaFax ENERGY GmbH ist zahlungsunfähig und musste mittlerweile Insolvenz anmelden. Nachdem der Energiedienstleister in der Zwischenzeit erklärt hatte, ab dem 18. Juni seine Verbindlichkeiten, insbesondere gegenüber den Netzbetreibern, nicht mehr erfüllen zu können, war die Energie- und Wasserversorgung Bruchsal GmbH (ewb) als Netzbetreiber ihrerseits gezwungen, der TelDaFax mit Wirkung des genannten Datums die Netznutzungsverträge aufzukündigen und die rund 70 davon betroffenen Kunden im Netzgebiet der ewb der Ersatzversorgung zuzuordnen. Die ewb hat diese Kunden in einem persönlichen Anschreiben über den Vorgang informiert.

Die gute Nachricht vorweg: Niemand, der bisher von der TelDaFax mit Strom und Erdgas beliefert wurde, muss aufgrund des Insolvenzantrags Versorgungsengpässe oder gar Versorgungslücken befürchten. Im Rahmen der so genannten Ersatzversorgung werden die bisherigen Kunden des privaten Energiedienstleisters zunächst von der ewb mit Energie beliefert. Als Grundversorger ist die ewb nach dem Energiewirtschaftsgesetz (§ 38 EnWG) verpflichtet, bei Ausfall eines Lieferanten die betroffenen Kunden längstens drei Monate im Rahmen der Ersatzversorgung mit Energie zu beliefern. Dadurch ist deren Versorgung mit Energie zumindest für die kommenden drei Monate sichergestellt.

Für die Ersatzversorgung zu den ewb-Preisen der Grundversorgung für Strom und Erdgas müssen die Kunden finanziell selbst aufkommen. Sie haben die Möglichkeit, sich innerhalb der Dreimonatsfrist einen neuen Energielieferanten zu suchen. Unternehmen sie nichts oder finden sie keinen neuen Lieferanten, werden sie von ihrem örtlichen Grundversorger, in diesem Fall der ewb, ab dem 18. September mit Energie beliefert. Mit der Kündigung des Vertrages zwischen der ewb (Netzbetreiber) und der TelDaFax (Lieferant) endet allerdings nicht automatisch der Liefervertrag zwischen den Kunden, die meist in Vorleistung getreten waren, und dem Energiedienstleister, der sich erklärtermaßen in Zahlungsschwierigkeiten befindet. Bei Fragen hierzu sollten sich die betroffenen Kunden direkt mit der TelDaFax Energy GmbH in Verbindung sitzen.

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