Mut, Zuversicht und Verantwortung

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Samstag, 24. März 2012 - 12:00

Gauck

Die Rede des neuen Bundespräsidenten Joachim Gauck.

In seiner ersten Rede als neuer Bundespräsident rief Joachim Gauck zu Mut, Zuversicht und Verantwortung auf. Als seine wichtigen Themen umriss er soziale Gerechtigkeit, die lebendige Bürgergesellschaft und Europa. Deutliche Worte fand Gauck außerdem gegen den Rechtsextremismus.

Zum Lesen: http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Downloads/DE/Reden/2012/03/120...

Zum Hören und Sehen:

 

Lebenslauf Joachim Gauck:

Joachim Gauck wurde 1940 in Rostock geboren. Nach dem Abitur studierte er Theologie. Von 1965 bis 1990 stand er im Dienst der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs und arbeitete viele Jahre als Pastor.

Schon als Jugendlicher trat Joachim Gauck in Opposition zur Diktatur in der DDR. 1989 gehörte er zu den Mitbegründern des Neuen Forum und wurde in Rostock dessen Sprecher. Joachim Gauck war Mitinitiator des kirchlichen und öffentlichen Widerstandes gegen die SED-Diktatur. Er leitete die wöchentlichen „Friedensgebete“, aus denen die Protestdemonstrationen hervorgingen.

Im März 1990 zog Joachim Gauck als Abgeordneter der Bürgerbewegungen, die sich im Bündnis 90 zusammengeschlossen hatten, in die zum ersten Mal frei gewählte Volkskammer ein. Joachim Gauck wurde zum Vorsitzenden des Parlamentarischen Sonderausschusses zur Kontrolle der Auflösung des Ministeriums für Staatssicherheit gewählt. Zum 3. Oktober 1990 berief ihn der Bundespräsident auf Vorschlag der Bundesregierung zum Sonderbeauftragten der Bundesregierung für die personenbezogenen Unterlagen des ehemaligen Staatssicherheitsdienstes. Von 1991 bis 2000 war Joachim Gauck Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR.

Von 2001 bis 2004 war Joachim Gauck deutsches Mitglied des Verwaltungsrates der Europäischen Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Wien.

2003 wurde er Bundesvorsitzender der Vereinigung Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.

Am 18. März 2012 wählte die Bundesversammlung Joachim Gauck zum elften Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland.

Für sein Wirken wurde Joachim Gauck mit zahlreichen Ehrungen und Preisen ausgezeichnet, darunter die Theodor-Heuss-Medaille, der Geschwister-Scholl-Preis, der Europäische Menschenrechtspreis und der Ludwig-Börne-Preis. Er ist Ehrendoktor der Universitäten Rostock, Jena und Augsburg.

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Kommentare

Es tut mir leid,

aber was soll ich an dieser Rede lobenswert finden? Die Mehrzahl der Worte sind rückwärts gerichtet, was einmal war. Die Wiederholung von Wulffs Hinweis auf den Islam war auch nichts Neues, nur eine Wiederholung in anderen Worten.

Worte gegen den Rechtsextremismus, ist das etwas Neues?

Die Distanz zwischen Regierenden und Regierten zu überwinden? Taten möchte ich sehen, nicht leere Worte.

Ob wir den Enkeln und Kindern Geld und Gut vererben? Nein, die Armen wissen das nicht, die Reichen schon. Mit Mut allein ist da nichts getan.

Was wir ihm schenken wollen? Vertrauen, ja gerne! Aber nicht in leere Worte an das "Volk" gerichtet. Kein Wort zu dem unsäglichen Mehrhabenwollen, der unmoralischen Gier der Habenden. Nein, es ist kein Neid, der jetzt aus mir spricht. Es ist die Arroganz derjenigen, die glauben, ihnen steht alles zu, die mich stört. Kein Wort dazu hat Herr Gauck gesagt.

Mich stört das Wort Neidgesellschaft, aber gleichzeitig bedrückt mich die Raffgier unserer "Elite".

Kein Wort zu sozialer Verantwortung (Eigentum verrpflichet). Nein, in dieser Rede war nichts Neues. Nichts Richtungweisendes. Nein, ich bin enttäuscht.

Sollte ich mich aber völlig irren, den tieferen Sinngehalt der Rede nicht entdeckt haben, dann lasse ich mich gern eines Besseren belehren. Für Hinweise, wo in der Rede etwas Neues steht, etwas Richtungsweisendes, das noch nicht Thema war, bin ich besonders dankbar.

Alter Wein...

...in neuen Schläuchen. Nichts Neues wurde in der Ansprache des BP erzählt. Wer jetzt hofft, es würde sich in unserem Land etwas ändern, sollte hinterher nicht enttäuscht sein.
"Der Worte sind genug gewechselt, nun lasst uns endlich Taten sehn"
Warum sich Gauck in dem Alter dies noch antut, ist mir unerklärlich. Könnte sich noch ein paar schöne Jahre machen.
Ich finde, dieses Amt ist überflüssig - wenigstens solange unsere "Angie" noch an der Macht ist.

Es ist halt so

wie mit des Kaisers neuen Kleidern. Jeder sieht den nackten Kaiser, nur keiner traut es sich zu sagen. Ich wäre gerne noch ein Kind.

Herausragende Rede Gaucks

Gauck hielt eine herausragende Rede!

Hat nicht jeder wenigsten etwas herausgehört, was eben nicht dem üblichen Polit-Sprech entspricht und auch authentisch zu sein scheint?

Ob die Rede auf Einstellung, Handlungen und Herzen der (anwesenden) Eliten sowie der Mehrzahl der Menschen tatsächlich "nachhaltig" wirken wird?

Wahrscheinlich wäre dies zu viel verlangt von Gauck.

Wir, die Empfänger scheinen meist zu abgestumpft, von Angst, Gruppen- und Einzelinteressen getrieben, um die Botschaft wenigstens zu hören!

Die Adressaten sollten sich dann aber weitgehend erst einmal an die eigenen Nasen fassen. Vielleicht auch gegenseitig. Jedenfalls aber nicht an Gaucks Nase herumzwirbeln!

Man ist gespannt, freut sich auf mehr von Gauck und hofft, dass dieser Mann kein einsamer Rufer in der bundesrepublikanischen Wüste bleiben wird.

(Sehr prägnant war auch Kretschmanns Kommentar zur Gauck-Rede)

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