Mindestlohn,

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ein Sache der Gewerkschaften
Sonntag, 30. Oktober 2011 - 17:21

Die CDU gibt ihren Widerstand gegen einen allgemeinen Mindestlohn auf: "Die Frage ist nicht mehr, ob wir einen Mindestlohn haben werden, sondern wie man die richtige Höhe aushandelt", sagte Arbeitsministerin Ursula von der Leyen.

Na, toll. Jetzt scheint auch die CDU zu begreifen, was in unserm Staat notwendig ist. Mindestlohn ist ja ein sehr umstrittenes Thema. Und die bisherige Haltung war: das ist Sache der Tarifparteien, hier darf sich die Politik nicht einmischen.

Und was ist die Wirklichkeit? Mehr als die Hälfte der Beschäftigten ist gewerkschaftlich nicht vertreten (dazu zähle ich auch die sogenannten "christlichen Gewerkschaften", die mit christlich so wenig zu tun haben, wie der Teufel mit der Kirche).

Aber schlimmer noch, die Arbeitgeber arbeiten mit Tricks, die ein normal denkender Mensch nicht für möglich hält.

Beispiel: Ein Arbeitgeber tritt aus dem Verband der Metallindustrie aus. Das hätte natürlich Nachteile für ihn. Deshalb tritt er in den selben Verband, Abteilung o.T. wieder ein (dieser Verband wird von denselben Magerrn geführt, nur ohne Tarifbindung (deshalb o.T.). Bei Neueinstellungen ist dieser Arbeitgeber nicht mehr an den Tarif gebunden.

Toll, und deshalb sind Löhne eine Sache der Tarifparteien? Ist das noch verständlich? Was noch gesagt werden muß: ein Arbeitgeber kann mit der Gewerkschaft einen Tarif aushandeln. Der Arbeitnehmer ist nicht tariffähig.

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Kommentare

Der Mindestlohn ist eine

Der Mindestlohn ist eine faire und gerechte Sache. Aber es sind dann auch die Zeiten vorbei, in denen man für 6 Euro die Haare geschnitten und für 3 Euro ein Pfund Spargel bekommt. Das muss jedem klar sein

Menschenverachtender Hungerlohn

nenne ich das, was gewisse Gewerkschaften abzuschließen sich erdreisten. Oder was soll man zu 3,14 Euro Stundenlohn in den neuen Ländern für eine ausgelernte Frisörin im ersten und zweiten Gesellenjahr sagen?

Und was zu diesem Thema bei A. Will die Gäste CH. Lindner, J. Klöckner, U. Poschardt von sich geben ist menschenverachtend. Mit dickem Einkommen über gerechten Lohn von 3,14 Euro zu reden. Da ist man zunächst sprachlos.

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