Der Märchenklassiker „Hänsel und Gretel“ bei der Koralle

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Dienstag, 20. November 2012 - 11:18

Die Märchensammlung „Kinder & Hausmärchen“ der Brüder Grimm erschien 1812 als Erstdruck. Anlass genug dieses Jahr die beiden Hanauer Brüder Jacob und Wilhelm Grimm mal wieder richtig zu feiern. Die Post tat das ebenso fleißig im Juni durch eine  Sondermarke zum Jubiläum mit mehreren Märchenmotiven wie die Republik mit der Prägung einer 10 – Euro – Sondermünze, welche die Konterfeis der beiden Märchensammler und Sprachforscher abbildet.

Das Theater im Riff der Koralle in Bruchsal will da nicht zurückstehen und zeigt als Bühnenadaption im Riff „Hänsel und Gretel“. Die Amateurbühne hat  bisher schon einige Grimm-Märchen auf die Bühnenbretter gebracht. So auch mit dem letzten Märchenstück „Das Waldhaus“. Allein schon dank den Brüdern Grimm und ihrer Märchensammlung gehen der Koralle die unsterblichen Märchenstoffe in den nächsten hundert Jahren kaum aus.

Im Jubiläumsjahr steht einer der weitverbreitetsten Stoffe auf dem Theaterprogramm. Im Dezember werden „Hänsel und Gretel“ beim Wintermärchen,  an  etlichen Wochenenden dort zu sehen sein. Armut, Hunger und Not, Ausbeutung und Übergriffe von Erwachsenen erfahren viele Kinder in unserer heutigen Welt, nicht weniger intensiv als die Kinder armer Leute vor Jahrhunderten. Insofern hat das Märchen vom Geschwisterpaar und seinen Erlebnissen einen zeitlosen Aspekt.

Der große Vorteil von Theateraufführungen im Vergleich zu Gedrucktem oder dem Film ist die Personifizierung der sagenhaften Figuren in Wesen aus Fleisch und Blut und das Erleben ihrer Handlungen. Das Heraustreten aus der Zweidimensionalität von Büchern oder Bildern, das Lebendigwerden in buchstäblich (an)fassbarer Wirklichkeit ist durch nichts zu ersetzen. Dies begeistert bei sorgsam gestalteten Bühnenmärchen das junge Publikum wie die Eltern- und Großelterngeneration.

 Beate Schmidt-Gärtner und Marcus Joos haben eine Bühnenvorlage erfunden, die vom üblichen Klischee etwas abweicht, und inszenieren diese Version gemeinsam. Zwar kommen sie ohne das leibhaftige Elternpaar aus, nicht aber ohne Hexe und verschiedene interessante Waldwesen. Der bekanntlich für zarte Kinderseelen nicht sonderlich geeignete Stoff wird aber so aufbereitet, dass kleine Leute ab sechs einzeln oder im Klassenverband die Knusperhäuschen-Prozedur schadlos überstehen. Für seelisches Gleichgewicht sorgen auch musikalische Einlagen.

Hänsel-und-Gretel-Premiere ist am 1. Dezember. Weitere Aufführungen sind am 2., 8., 9., 15., 16., 22.., 23 und 26, 12. 2012, jeweils um 16 Uhr. Kartenvorverkauf bei Der Club Bertelsmann, Kaiserstraße 37. Kartenreservierung erfolgt unter www.diekoralle.de  im Internet. Weitere Vorstellungen werden nach Neujahr geplant.

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