Das Landratsamt und der Steinkauz

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Aktionsplan "Biologische Vielfalt"
Mittwoch, 16. März 2011 - 23:11

Landrat im Baum

Landrat im Baum

Innerhalb des landesweiten Aktionsplans "Biologische Vielfalt" werden 111 besonders geschützte Tier- und Pflanzenarten unterstützt, denn trotz umfangreicher Anstrengungen des Naturschutzes befinden sich weiterhin viele Arten auf der Roten Liste, so auch der Steinkauz, für den das Landratsamt Karlsruhe eine Patenschaft übernommen hat. Zu diesem Anlass hat Landrat Dr. Christoph Schnaudigel, gemeinsam mit dem Karlsdorfer Bürgermeister Sven Weigt und Vertretern der Projektpartner, der Streuobstinitiative im Stadt- und Landkreis Karlsruhe, der Interessengemeinschaft Lebendiges Biotop Karlsdorf-Neuthard sowie der Lebenshilfe Bruchsal-Bretten, in einem hochwertigen Streuobstbestand entlang der Alten Pfinz in Neuthard am Mittwoch, den 16. März 2011 die erste Nisthilfe für diese Eulenart aufgestellt. Gleichzeitig wurde für das Projekt zum Erhalt der Wildbienen das erste von 200 "Bienenhotels" aufgehängt. Den Wildbienen soll zukünftig eine verstärkte Rolle für die Bestäubung der Streuobstbäume zukommen. Die Werkstätten der Lebenshilfe Bruchsal-Bretten stellen dabei die Nisthilfen und die Nistklötze der "Bienenhotels" her.

 

Steinkauz

Steinkauz (Athene noctua)

 

Was die Steineule betrifft, so galt diese bei den alten Griechen als weise. Ab Februar/März kann man diese ruffreudige Eule in stillen Nächten gut hören. Häufig aber ist die kleine, gedrungene Gestalt des Steinkauzes auch am Tage auf Koppelpfählen und anderen Ansitzen zu sehen. Männchen und Weibchen bleiben meist ein Leben lang zusammen. Das Männchen versorgt das brütende Weibchen mit Mäusen und anderem Kleingetier - für die Jungen fängt es auch schon mal Regenwürmer. Der Brutplatz befindet sich meist in einer geräumigen Baumhöhle - besonders gern in Kopfweiden und Obstbäumen, oder aber auch in Nischen von alten Gebäuden wie alleinstehenden Hütten, Scheunen und Ställen. Die enormen Veränderungen in seinen Lebensäumen haben in den letzten Jahrzehnten zu einem katastrophalen Rückgang der Art geführt. So richtig wohl fühlt sich der Steinkauz nämlich nur in einer strukturreichen Kulturlandschaft, weshalb vielerorts der Erhalt und die Förderung einer offenenen Grünlandschaft mit alten Obstwiesen und Kopfweiden vorgesehen ist. Da, wo solche nicht mehr
vorhanden sind, können spezielle Steinkauzröhren angebracht werden, so wie jetzt an der Alten Pfinz in Karlsdorf-Neuthard geschehen (Quellen: Landratsamt Karlsruhe und Internet).


Im nachfolgenden Video können Sie einen Steinkauz in seiner Niströhre beobachten:

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