Kunstwerk "Graf Kuno" und Kneipp-Brunnenanlage auf dem Otto-Oppenheimer-Platz

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Der Gemeinderat stimmt der Verwaltungsvorlage mit großer Mehrheit zu
Mittwoch, 28. Mai 2014 - 11:34

Tagesordnungspunkt sechs der Gemeinderatssitzung am gestrigen Dienstag, 27. Mai 2014, kündigte sich bereits durch zwei in Sichtweite der Gemeinderäte und des Publikums aufgestellte Modelle von Kunstwerken an: Abgestimmt werden sollte über die Schaffung eines Kunstwerkes 'Graf Kuno' und einer Kneipp-Brunnenanlage auf dem Otto-Oppenheimer-Platz.

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Vorderseite des Kunstwerks. Foto: Wolfgang Thiel

Der Tagesordnungspunkt wurde eröffnet durch eine Vorstellung des Projektes durch Hauptamtsleiter Wolfgang Müller. Anstelle des Vortrages hier die Gemeinderats-Vorlage in Auszügen:

Beschlussantrag

Der Gemeinderat stimmt nach Vorberatung im Verwaltungs- und Finanzausschuss der Errichtung eines Kunstwerkes „Graf Kuno“ nach dem Entwurf des Künstlers Wolfgang Thiel und einer Kneipp-Brunnenanlage auf dem Otto-Oppenheimer-Platz zu. Er beauftragt die Verwaltung, die Finanzierung auch durch die Akquise von Drittmitteln sicherzustellen.

I. Sachverhalt und Begründung:

Durch die Umbenennung des früheren Holzmarktes in den Otto-Oppenheimer-Platz und die Verlagerung der Aktivitäten des Narrenrates, hat sich der Fokus für die Errichtung einer Faschings-Skulptur“ auf diesem Platz gerichtet. Bereits seit einiger Zeit wünschen die Bruchsaler Faschingsvereine ein Denkmal für die Bruchsaler Figur „Graf-Kuno“ auf dem Otto-Oppenheimer-Platz. Durch den Ehrenpräsidenten der GroKaGe, Michael Tinz, wurde Kontakt mit der Stadtverwaltung aufgenommen mit dem Ziel, eine durch Sponsorengelder finanziert Skulptur zu errichten. Aufgrund von Kontakten zur Hubbuch-Stiftung erfolgte parallel hierzu durch Herrn Rolf Schmitt ebenfalls eine Initiative zur Errichtung einer Graf-Kuno-Figur am selben Platz. Diese Initiative wollte eine kolorierte Federzeichnung des bekannten Künstlers Karl-Hubbuch als Platte verwirklicht sehen. Die Stadtverwaltung unterstützt die Initiativen auch mit dem Ziel, durch ein Kunstwerk die Attraktivität des Platzes weiter und nachhaltiger zu stärken. […]

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Rückseite des Kunstwerks. Foto: Wolfgang Thiel

Wegen der besseren Akzeptanz und des Anziehungseffektes sollte die Umsetzung der Skulptur in Form eines Brunnens erfolgen, der die vorhandene Brunnentechnik am Saalbach nutzen soll. […] Damit würde sich die Möglichkeit eröffnen, die schon seit langem vom Bruchsaler Kneippverein an einem gut zugänglichen Platz gewünschte Kneippanlage mit zu verwirklichen. […] Der Verein würde sich mit einem namhaften Betrag an der Finanzierung beteiligen. Die Umsetzung ist für das kommende Jahr anvisiert.

Die Staatliche Majolika beauftragte die beiden Künstler Thaddäus Hüppi und Wolfgang Thiel mit der Aufgabe. Die Entwürfe der Künstler wurden am 28.03.2014 einer Kunstjury vorgestellt. [...]

Die den beiden Künstlern gestellte Aufgabe war der Entwurf eines Kunstwerkes „Otto-Oppenheimer“. Dabei waren folgende Rahmenbedingungen zu berücksichtigen:

  • Kunstwerk als Anziehungspunkt für den Otto-Oppenheimer-Platz
  • Kunstwerk innerhalb und außerhalb der Fastnachtszeit
  • Integration einer Kneippanlage unter Verwendung der vorhandenen Brunnentechnik
  • Berücksichtigung der unterschiedlichen Platznutzung und des Hochwasserschutzes
  • Vandalismussicherheit

Entwurf Wolfgang Thiel:

Der Künstler hat sich inspirieren lassen vom Buch „Das Narrenschiff“ von Sebastian Brant und der Federzeichnung von Karl Hubbuch. Formal handelt es sich bei seiner Version um einen Betonkorpus, der das Narrenschiff andeutet, mit Keramikplatten mit Motivauszügen von Karl Hubbuch an Stelen, Die Keramikplatten dienen als Malfläche. Der Schiffskorpus findet Verwendung als Sitzgelegenheit bzw. Verweilraum. Der Standort befindet sich oberhalb der Zugangstreppe zum Saalbach mit Sicht von drei Zugängen des Oppenheimer Platzes. Die Wasserschale fungiert als Armtauchbecken, ein betoniertes Becken, dessen Boden evtl. mit dem Text des „Brusler Dorscht“ belegt ist, als Wassertretbecken. Während der Faschingszeit können „Fastnachtsfahnen“ eingesteckt werden. [...]

Nach Beratung über die unterschiedlichen Entwürfe sprach sich die Jury einstimmig für die Planung „Wolfgang Thiel“ aus und empfiehlt dem Gemeinderat, diesen Entwurf umzusetzen. [...]

Der Entwurf Thiel überzeugt grundsätzlich sowohl hinsichtlich der künstlerischen Aussage als auch dem Umgang mit den vorgegebenen Rahmenbedingungen. Die Lage auf dem Platz selbst als auch die vorgesehene Größe setzen einerseits einen deutlichen Akzent und regt zum Besuch des Platzes ein, andererseits reduziert das Kunstwerk die nutzbare Fläche des Platzes.

II. Nachhaltigkeit und finanzielle Auswirkungen

[...]

Die Staatliche Majolika hat eine Kostenschätzung für das Kunstwerk Thiel vorgelegt, die von Gesamtkosten in Höhe rund 120.000 € für den künstlerischen Entwurf und die Verwirklichung durch Fachbetriebe ausgeht. Hinzu kommen bisher nicht ermittelte Kosten für die Brunnentechnik.

An Einnahmen durch Dritte waren im Vorfeld der Initiativen bisher rund 55.000 € zu erwarten. Auf der Grundlage des jetzigen konkreten und überzeugenden Entwurfes müssen zur Verwirklichung des Kunstwerkes weitere Drittmittel akquiriert werden. Gemeinsam mit den sonstigen Beteiligten wird die Stadtverwaltung versuchen, die Deckungslücke zu schließen und die Finanzierung sicher zu stellen. Über eine mögliche Übernahme eines noch verbleibenden Fehlbetrages muss der Gemeinderat gesondert entscheiden, sobald die Drittfinanzierungsbemühungen als abgeschlossen anzusehen sind.

Die Mittel dienen der Erschaffung eines heimat- und zeitgeschichtlich relevanten Kunstwerkes und einer der Gesundheitsfürsorge dienenden Kneipp-Anlage im Herzen der Stadt. Der Otto-Oppenheimer-Platz wird farbiger, moderner und zu einem Anziehungspunkt ausgestaltet.

Die Folgekosten der Anlage (Wartung und Reinigung) werden mit rund 2.000 € jährlich geschätzt. Die laufenden Kosten der bisherigen Brunnenanlage am Saalbach könnten im Gegenzug entfallen. Der Kneippverein hat sich verpflichtet, für die beiden ersten Jahre die Wartung und Pflege der Kneippanlage zu übernehmen.

Die komplette Vorlage kann hier nachgelesen werden: http://www.bruchsal.de/servlet/PB/show/1444073_l1/top_6_schaffung_eines_kunstwerk.pdf

 

Die Diskussion im Gemeinderat

Nach einer Vorstellung des Werkes durch den Künstler Wolfgang Thiel nahm für den Bruchsaler Kunstverein dessen Vorsitzender Günter Wagner zum geplanten Kunstwerk Stellung. Als Jurymitglied sei ihm schnell klar gewesen, dass in bemerkenswerter Form der Künstler das komplexe Thema skulpturell und malerisch umsetzte. Die Skulptur sei nicht zu monströs und nicht kitschig. Er sehe das Denkmal auch in Hinblick darauf, dass etwas gutzumachen sei in Hinsicht auf Otto Oppenheimer, der Gründer des Kunstvereins gewesen sei, des Kunstvereins, dessen Vorsitzender er jetzt ist. Das Kunstwerk sei ein schöner Abschluss des Platzes. Er bitte den Gemeinderat darum, das Projekt zu unterstützen.

Die Leiterin des Bereiches Kunst der Majolika, Frau Martina Kistner-Bayne verwies auf die schwierige Anforderung für die Künstler, die narrativen Elemente in einem gemeinsamen Projekt zu verarbeiten.

Fähnchen

Foto: Wolfgang Thiel

Eine Vertreterin der Städtischen Galerie Karlsruhe zeigte sich beeindruckt von der Funktionalität, dem ideellen Gehalt und der Lebendigkeit des Entwurfs. Dem Künstler sei inhaltlich eine ganz tolle Lösung geglückt. Sie verwies auf die maskenhafte Darstellung der Nazis und lobte die Idee, das Kunstwerk zu den Fasnachtszeiten mit Fähnchen herauszuputzen. Sie schloss ihren Vortrag mit „ein wunderschönes Denkmal“.

Ekkehard Mevius vom Bruchsaler Kneipp-Verein sagte, dass sein Verein schon seit sechs oder sieben Jahre einen Platz für eine Kneipp-Anlage suche. Der Gedanke, die Kneipp-Anlage in das Otto-Oppenheimer-Denkmal zu integrieren gefiel ihm sofort, ebenso wie der Entwurf. Er sagte einen Betrag von 30.000 Euro des Kneipp-Vereins für die Umsetzung zu und betonte, er freue sich, wenn der Gemeinderat dem Entwurf zustimmte.

Für die CDU-Fraktion ergriff sodann Raimund Glastetter das Wort. Er unterstrich, dass, obwohl die Anforderung an den Künstler eine Zumutung war, die Umsetzung genial gelöst wurde. Die Umsetzung der gesellschaftlichen Realität von vor der Nazi-Zeit fand er außerordentlich gut gelungen, das Kunstwerk bedeute eine deutliche Aufwertung des Otto-Oppenheimer-Platzes. Er dankte Hauptamtsleiter Wolfgang Müller und dessen Team für die hervorragende und schnelle Arbeit. Durch langanhaltenden Applaus schlossen sich die anderen Gemeinderäte diesem Dank an.

Jürgen Schmitt sagte, dass das Thema eindrucksvoll dargestellt sei und an die Stadtgeschichte erinnere. Allen Mitgliedern seiner Fraktion gefalle der Entwurf. Er verwies darauf, dass die Ideenfindung für den Friedrichsplatz viel mühsamer von Statten ging. Durch das Kunstwerk sähe er auch eine Aufwertung der bisher als problematisch erachteten oberen Kaiserstraße, eine negative Nennung der oberen Kaiserstraße könne ein Ende haben. Seine Fraktion stimme mit großer Freude der Vorlage zu.

Udo Sieg von den Freien Wählern verwies darauf, dass Kunst ansonsten viel diskutiert würde, diesen Entwurf halte er aber für eine außerordentlich gute Idee. Regionale Kunst fände er gut und Kacheln von der Majolika seien sicher dauerhaft, da hätten auch unsere Urenkel noch was von. Der Platz sei sehr gut ausgewählt. Bisher präsentiere sich der Otto-Oppenheimer-Platz grau in grau, dann farbig und auch die Funktionalität sei gegeben: sitzen und kneippen. Es sei das Optimale aus dem Thema herausgeholt worden und ein Denkmal sei angebracht, bestehe in Bruchsal doch Nachholbedarf für Kunst. 120.000 Euro seien für das Denkmal eine akzeptable Größe und sollte der Betrag nicht durch Spenden zusammen kommen, solle die Stadt den Rest gefälligst selbst übernehmen.

Lucia Biedermann von der FDP sagte, sie lehne das Denkmal ab, solange die Kosten nicht geklärt sind.

Ruth Birkle von den GRÜNEN/NEUE KÖPFE wies darauf hin, dass es mit den Einwerben von Spenden noch dauern könne, sie habe inhaltliche Kritikpunkte, die Debatte solle weiter gehen.

Hier warf Hans-Peter Kistenberger von der CDU-Fraktion ein, dass die Sanierung des Rill-Häuschens zeige, dass gesellschaftliches Engagement in Bruchsal vorhanden sei. Viele von der GroKaGe Bruchsal seien begeistert – viele Bruchsaler würden bei diesem Kunstprojekt mitmachen und er besiegelte seinen engagierten Vortrag mit den Worten: „Die Finanzierung steht!“.

Der Vorlage stimmte eine große Mehrheit des Bruchsaler Gemeinderates zu.

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Kommentare

Notwendigkeiten vs. Prestige-Kunst u. zweifelhafte Finanzierung

Statt Prestige-Kunstobjekten und deren zweifelhafter Finanzierung zuzustimmen, sollte sich der Bruchsaler Gemeinderat lieber endlich mit ebenso großer Mehrheit dazu entschließen, die schon Jahrzehnte überfällige Bahn-Unterführung bei der Holzindustrie (Südstadtanbindung B3/Kernstadt) zu bauen.

Da hätte die Bevölkerung wesentlich mehr davon ... !

" Die Finanzierung steht" Den

" Die Finanzierung steht"

Den Namen Gemeinderat Bruchsal würde ich lieber in Tollhaus Bruchsal umbenennen. Ich glaub die sind nicht mehr ganz bei Sinnen ...

Vor zwei Jahren hatten wir großes Heulen und Zähneknirschen, ob der Finanzlage der Stadt ( Kernstadt !). Kommissionen mit Bürgerbeteiligung wurden eingerichtet um Geld zu sparen... und jetzt.

Die Finanzierung ist gesichert. Wie in Stuttgart ?!

120.000 € Maijolika , + Wasseranlage + .. = 150.000 €

Schon wieder so ein Prestigeobjekt für die Kernstadt, das wirklich niemand braucht. ( Außer einem Faschingsverein und ein paar Wassertretern ! )
Bin mal gespannt wer die Bierdosen und Glassplitter und den Müll aus den Becken dann entsorgt. Sind da die städtischen Stundenkosten der Arbeiter bei den 2.000 € mit einberechnet oder sind dies nur die laufenden Unterhaltkosten wie Düsen, Reinigung der Bilder, Filteranlage.

Wir wünschen uns auch schon seit Jahren eine zeitgemäße DSL Verbindung in den Trabanten Orten um die Kernstadt, um unsere Ortschaften für Bewohner und Firmen attraktiver zu machen. Aber dafür ist dann leider kein Geld da. Da wird man dann mit Selbstbeteiligung der Anwohner abgespeist.

Es ist doch schön...

.. wenn man Beiträge nicht richtig liest, sich aber dann darüber beschwert...

Die Finanzierung steht!

Und... wer lesen kann, ist klar im Vorteil! Die Finanzierung wird NICHT!!! von der Stadt vorgenommen, sondern aus Spenden, genannt "Drittmittel". Wenn sie also ihre Unterführung bei der Holzindustrie haben wollen, suchen sie sich auch private Spender ( Drittmittel ) und die Stadt wird gerne zustimmen.

Ebenso die DSL Anbindung. In anderen Orten wird dies von der Bevölkerung umgesetzt. Die Stadt bietet dort lediglich Unterstützung.

http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article13872310/Buerger-verlegen-G...

Da legen sich Leute ins Zeug, um etwas zu erreichen, kümmern sich um Spender und die Finanzierung, bitten die Stadt lediglich noch Zustimmung und "etwas" Unterstützung und schon kommen aus allen Ecken diejenigen gekrochen, die nichts tun, ausser Forderungen zu stellen.

Die "Narren" haben etwas dafür getan, ebenso der Kneipverein. Was haben sie dazu beigetragen, ausser Forderungen? 

Lesen sie einfach NOCHMALS den gesamten Beitrag und nicht nur den Teil, der gerade in ihre Vorstellungen passt.

Öffentlicher Straßenbau durch Spenden ?!

@ Michael Nichtern:

Soll der Straßenbau - bzw. hier die erwähnte und notwendige Unterführung - etwa durch SPENDEN finanziert werden ?!

Zu welchen Zwecken verfügt die Stadt Bruchsal über Steuereinnahmen?
Weshalb gibt es die KFZ-Steuer ?
Bei oft sehr lange geschlossener Schranke am Bahnübergang stehen die Fahrzeuge mit meistens laufendem Motor (!) dort im Stau !
Man verpasst wichtige Termine, wenn man das Pech hat, bei Benutzung dieser Straße dort wieder mal sehr lange warten zu müssen - als Fußgänger/Radler/Autofahrer.

Wer entscheidet denn

Wer entscheidet denn überhaupt, ob diese Bahnunterführung überhaupt notwendig ist? Der Gemeinderat? die Bahn, der Bund? oder sonstwer? Icvh bin seit drei Jahren Leser von bruchsal.org und habe hier noch nie etwas über diesen vermeintlichen Mißstand gelesen. Ergo scheint es doch ein etwas bei den Haaren herbie gezogenes Problem zu sein. Man kommt doch in die Südstadt auch über die große Brücke beim Justus-Knecht-Gymnasium. Man muss nur zwei Ampeln mehr in Kauf nehmen - aber wenn man dadurch keine Termine mehr verpast ist das doch in Ordnung.

Hmm...

Sehr geehrter beobachter...

mir ist es im Grunde erst mal Gleichgültig, womit die Unterführung gebaut wird. Darum geht es ja schliesslich nicht. Nur versuchen sie, leider, eine durch Spenden finanziertes Projekt, das nicht von der Stadt bezahlt wird, sondern nur genehmigt und im besten Fall unterstützt, damit gleich zu setzen. Deswegen biete ich ihnen an, es genauso zu machen: Spenden sammeln, Projekt bei der Stadt einreichen und über die Genehmigung freuen.

So lange sie also Äpfel mit Birnen vergleichen, müssen sie damit leben, dass man ihre "Vergleiche" auch so behandelt.

Zum "Rest" macht es wenige Sinn, noch etwas zu schreiben... wo kein Geld ist, taucht auch keines auf, nur weil man dieses gerne hätte. Beschweren sie sich bei den Leuten, die den Sanierungsstau und die überzogenen Projekte injiziert haben, die Heute das Geld der Stadt fressen. Bürgerzentrum, Int. Universität, zum Geschäftshaus umgebautes Rathaus welches dazu zwingt, Räume an anderer Stelle zu nutzen usw. usw. usw.

Leider stellt sich der Gemeinderat heute auf den Standpunkt: Wir haben den Mist zwar jahrelang unterstützt und gefördert und freuen uns noch heute, wenn bestimmte Leute mit erhobenen Hauptes und in Joppe durch die Stadt laufen, doch "Schuld" am mangelnden Geld sind alle Anderen...

Finanzierung gesichert ?! Da

Finanzierung gesichert ?!

Da fühlt sich ja jemand ordentlich auf den Schlips getreten .

Sehr geehrter Herr Nichtern, an ihrer Stelle würde ich mir den Artikel mal genau durchlesen. ( Oder haben sie beim Rechnen in der Schule gefehlt ?)

120.000 € für Gestaltung, dazu die ganze Brunnentechnik, gut berechnet mit 30.000 Euro. Nach zwei Jahren Pflege gehen die Kosten an die Stadt ...

Bisher aufgeführt die 30.000 vom Kneipverein und weitere Spenden mit 55.000 €.
Also nach meiner Rechnung fehlen noch 65.000.
Aber nach Herrn Sieg ist das ja kein Problem, da die Stadt den Rest ja begleichen wird. ( soll )
Falls die Finanzierung tatsächlich auf den letzten Cent steht, können sie von mir aus auch den Eifelturm nach Bruchsal versetzen.

Zum Thema DSL wünsche ich ihnen mit ihrer Firma und der Stadtverwaltung mal nur ein viertel Jahr eine DSL Leitung von 385 KB Download.
Dies ist nicht eine Sache von Spenden der Anwohner ( welch intelligente Antwort von ihnen ) sondern in der heutigen Medien und Geschäftswelt eine Grundversorgung wie Wasser und Strom, die die Kommune zu leisten hat.
Aber in der Kernstadt ist man da ja schon gut versorgt.

@ Herrn Nichtern Noch eine

@ Herrn Nichtern

Noch eine kleine Anmerkung:

Es ist lobenswert wie sie sich für diese Sache einsetzen. Aber über andere Menschen und deren Arbeit im sozialen Umfeld zu urteilen, die sie überhaupt nicht kennen ist schon grenzwertig und bedarf keines weiteren Kommentars!

"Da legen sich Leute ins Zeug, um etwas zu erreichen, kümmern sich um Spender und die Finanzierung, bitten die Stadt lediglich noch Zustimmung und "etwas" Unterstützung und schon kommen aus allen Ecken diejenigen gekrochen, die nichts tun, ausser Forderungen zu stellen.

Die "Narren" haben etwas dafür getan, ebenso der Kneipverein. Was haben sie dazu beigetragen, ausser Forderungen? "

Ich wünsche uns und ihnen, dass sie den beachtlichen Restbetrag auch noch durch private Spenden abgedeckt bekommen.

lach...

Nö, auf den Schlips getreten fühle ich mich nie.

Zum einen musste ich dazu extrem weit runter, bei 1,92 m und so besoffen war ich bisher noch nie, zum anderen erst mal einen anziehen. Wobei ich eher den Eindruck habe, das ich bei ihnen einen Nerv getroffen habe? Jedenfalls könnte man das glauben, wenn man ihren Beitrag liest, der mir sogar "Unfähigkeit" im Rechnen bescheinigt. Aber arbeiten so ruhig weiter unterhalb der Gürtellinie. Das bin ich von "Kleineren" gewöhnt. Sobald ihnen die Argumente ausgehen, unterstellt man Unfähigkeit, damit die eigenen Leistung "Größer" aussieht.

Was bitte, haben eine Unterführung von Bahngleisen, und ein DSL-Anschluss für umliegende Ortschaften, mit einem Denkmal zu tun, das, und so ist immer noch der Beschluss, wenn man ihn sich mal durchliest, aus SPENDEN finanziert werden soll?

Noch kann ich keinen Beschluss entdecken, der etwas anderes Aussagt. Nur weil ein paar Gemeinderatsmitglieder dabei etwas vorgerecht sind?

Haben sie den Beitrag, den ich verlink habe mal durchgelesen? 

Ich gehöre zu den Menschen, die z.B. auf einen schnellen Internetzugang angewiesen ist. Von daher kann ich ihren Unmut durchaus nachvollziehen. Nur... die Stadt Bruchsal ist kein Internetprovider, kein Kabelanbieter und auch kein Telekomunikationsunternehmen. 

Wenn ihr Vorhaben mal eben mit 200.000 Euro umzusetzen wäre, bin ich sicher, hätten sie ihren schnellen Internetzugang bereits.

Nach ihrer Meinung ist also die Stadt dafür zuständig, eine Finanzierung sicher zu stellen, die es auch den Vororten ermöglich, einen schnellen Internetzugang zu haben? Und wir reden hier nicht von 500.000 Euro... wohl noch nicht mal von ca. 1.000.000 Euro. Sondern von einen vielfachen dessen... zuzüglich der Folgekosten pro Jahr (soviel noch zum Thema: Rechnen)... Wie viele Ort/Dörfer in Deutschland möchten sie benannt haben, wo die Bevölkerung selbst ihren "Ar..." bewegt hat um diese Möglichkeiten zu schaffen?

Mir fallen da auf Anhieb ein paar ein. Fragen sie mal in Steinbockenheim nach, wo ein Verein gegründet wurde und per Funk von einem Kirchturm der Ort versorgt wird/wurde. 

Fragen sie mal nach, wieviele Häuser in den Nachbarorten heute mit langsamen DSL leben müssen, weil der Häuslebauer damals das "teure" Kabel für Fernsehen nicht in Haus gelegt haben wollte... alles Schuld der Stadt, die ja damals die Leute hätte zwingen müssen...

Aber... das alles ist nicht das Thema. Das Thema ist: 2 Vereine (wobei es auf Narrenseite mehrere Vereine sind) habe sich zusammen getan, Geld gesammelt und DANN bei der Stadt einen Vorschlag eingereicht. Hätten diese warten sollen, bis sie einen Betrag von unbekannter Höhe, denn die Kosten mussten ja erst mal ermittelt werden, zusammen haben um dann zu erfahren, dass man dieses Projekt nicht möchte?

Steht da jetzt irgendwo, das die Vereine aufhören werden, weiter zu sammeln und sich für dieses Projekt ein zu setzen?

Nein, ein paar Vereine tun sich zusammen und bewegen etwas... was habe sie bisher "Bewegt", ausser mit einen komplett neben dem Thema liegenden Beitrag auf zu fallen? Es seht ihnen doch frei, hier ein Thema auf zu machen, dass den von Ihnen aufgezeigten "Missstand" anprangert, statt das Engagement von Anderen für ihre "Probleme" zu verwenden.

Oder erwarten sie dann, bei einem solchen Beitrag von ihrer Seite "Bemerkungen " alla: Die kriegen ihr schnelles Internet... und was ist mit unserem Narrenbrunnen?

Und... ja, ich weiss nicht wer sie sind... und... es würde mich auch nicht interessieren wenn ich es wüsste. Im Gegensatz zu ihnen, bin ich sogar in der Lage, für meiner Meinung mit dem Klarnamen ein zu treten.

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