Die Krise, die Banken, das Volk

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Die Not im eigenem Land
Dienstag, 9. August 2011 - 21:17

Warum wird immer nur von der Bankenkrise gesprochen? Wie oft haben die Banken die Menschen in den Ruin getrieben und jetzt wollen Sie sich schön zeigen. Willst Du von Ihnen Geld, wirst Du behandelt wie ein Bettler, sanieren tun  sie sich mit unseren Steuergeldern. Wie viel alte Menschen glauben immer noch, das was der Bänker sagt stimmt. Das Geld das sie günstig bekommen geben sie nicht weiter. Kredite vergeben sie fast gar nicht mehr. Sicherheiten wollen sie jede Menge. Baukredite bekommt fast keiner mehr, obwohl die Not an bezahlbaren Wohnungen hoch ist. Von den Banken wird man behandelt wie ein Mensch 2. Klasse. Schaut man die Wohnungssuche an, sieht man das es unbedingt bezahlbarer Wohnraum geben muss und die wo welchen zu vermieten haben, lassen es sich teuer bezahlen und Kind oder Tier darf man auch nicht haben. Es passt alles nicht mehr zusammen.

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Kommentare

Visionäre Politik...

Ein herausragender Kommentar aus dem bürgerlichen Lager von Frank Schirrmacher: „Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat“

http://www.faz.net/artikel/C30351/buergerliche-werte-ich-beginne-zu-glau...

Ich hab mich nicht getraut...

den von huhi verlinkten FAZ.Kommentar hier zu verknüpfen. Nein, ich kann's immer noch nicht glauben, dass derartiges im heiligen Frankfurter Papier stehen soll. Die müssen verrückt geworden sein, am Main. Und ja, in Old Brusl täten sie eh keine Lust haben, Kopfweh zu bekommen, vom vielen Lesen. Schon gar nicht auf dem Golfplatz.

Wenn schon die FAZ derartiges schreibt...

dann muß doch auch ein Körnchen Wahrheit darin stecken: "Das politische System dient nur den Reichen? Das ist so ein linker Satz, der immer falsch schien, in England vielleicht etwas weniger falsch als im Deutschland Ludwig Erhards. Ein falscher Satz, so Moore, der nun plötzlich ein richtiger ist. Denn wenn die Banken, die sich um unser Geld kümmern sollen, uns das Geld wegnehmen, es verlieren und aufgrund staatlicher Garantien dafür nicht bestraft werden, passiert etwas Schlimmes. Es zeigt sich – wie die Linke immer behauptet hat –, dass ein System, das angetreten ist, das Vorankommen von vielen zu ermöglichen, sich zu einem System pervertiert hat, das die wenigen bereichert. So Moore. Er geht es alles durch: Murdoch, von dem er sagt, dass ihn die Linke schon durchschaute, als die Rechte Populismus noch für Demokratie hielt, die Kredit- und Finanzkrise, den Rechtsbruch europäischer Regierungschefs, den Primat des ökonomischen Diskurses und schließlich die Krise der Eurozone selbst. Ein linker Propagandist, so Moore, hätte eine Satire, wie Geld die Welt regiert, nicht besser erfinden können." Am Erstaunlichsten ist diese Feststellung: "Es geht darum, dass die Praxis dieser Politik wie in einem Echtzeitexperiment nicht nur belegt, dass die gegenwärtige 'bürgerliche' Politik falsch ist, sondern, viel erstaunlicher, dass die Annahmen ihrer größten Gegner richtig sind." Na, welche Erkenntnis! Man braucht nicht "links" zu sein, um Derartiges festzustellen. Allein der Einsatz des "Gesunden Menschenverstands", verbunden mit einer genauen Beobachtung politischen Handelns und dessen Folgen müßte für jeden Normalbürger ausreichen, um einen gewissen Durchblick zu erlangen. Das Desaster begann doch, als die USA 1971 den Dollar vom Goldstandard entkoppelten. Bis dahin mußte für jeden Dollar der Gegenwert in Gold vorhanden sein, was für Stabilität sorgte.
Nun konnten die USA Geld drucken wie Heu und Billionenschulden anhäufen, die Strippenzieher jonglieren mit Milliarden, den Schaden zahlt der kleine Mann, der US-amerikanische Staatsbankerott konnte in der letzten Woche gerade noch verhindert werden, aber aufgehoben ist nicht aufgeschoben - das Finanzsystem ist nicht mehr zu retten - auch in Europa, trotz der gegenteiligen Beteuerungen unseres politischen "Führungspersonals". Jeder Staat muss scheitern, wieder Beispiel USA: Hilfs-Paket 700 Mrd. $. Noch offene Derivate 683 Billionen $. Das 976-Fache! Und: Rettungsversuche töten das System, weil nur dieses eine "Gegenmittel" angewandt wird: Neues Geld. Neues Geld. Immer neues Geld! Die Folge wird eine Inflation ungeahnten Ausmaßes sein. Unser politisches "Führungspersonal" weiß das. Und heuchelt. Zeigt uns falsche Statistiken, säuselt uns im TV vor: "Krise bald vorbei"! Die geht aber erst richtig los. Beispiel USA: Hunderte Banken "starben" seit 2008. Die Presse bejubelte im Juli 2009 den Gewinn der Bank J.P. Morgan von 2.72 Milliarden! Was kaum einer weiß: Im Keller dieser Bank "lagern" dagegen 24.5 Milliarden Verbindlichkeiten, nämlich "giftige" (den Begriff kennt bei uns inzwischen auch jeder, seit die Bundesregierung, sprich der Bürger, über sog. "Bad Banks" für solche Papiere haften darf) Derivate. Fallen diese Papiere nur 10% ins Minus, dann ist binnen Sekunden das ganze J.P. Morgan-Kapital "verglüht" (wie unsere Banker so schön sagen). Das ist kein Einzelfall, und ähnlich ist es bei uns. Nun kommt noch der EURO-Bond hinzu, wobei ganz Europa für die Schulden der Mitgliedstaaten haftet, die Kosten dafür zahlt natürlich hauptsächlich der deutsche Steuerzahler. Dem schaufelt der Briefträger sowieso Monat für Monat Rechnungen ins Haus, die ihn schwitzen lassen: Hypotheken-Rückzahlung für's Reihenhäuschen, Lebensmittel, Versicherungen, Strom, Gas, Wasser, Müllgebühren (Hundesteuer), Schulbus, Klassenfahrten, Arbeitsmaterial, für den "Otto-Normalverdiener" bleibt am Monatsende kaum noch etwas übrig, und er kann sich nicht wehren. Doch der Hammer kommt jetzt (s. oben): Von den paar Kröten soll er auch noch etwas abzwacken, nämlich für die Rettung Europas! Charles Moore, ein brillanter englischer, konservativer Publizist stellt fest: „Die Chancen für einen Job, für ein eigenes Haus, eine anständige Pension, einen guten Start für die Kinder, werden immer kleiner. Es ist, als ob man in einem Raum lebt, der immer mehr schrumpft. Für Menschen, die nach 1940 geboren wurden, ist dies eine völlig neue Erfahrung. Wenn es noch länger so weiter geht, wird sie ziemlich schrecklich werden" (s. FAZ-Artikel). Frank Schirrmacher führt dazu aus: "Die CDU aber,... sieht nicht, wer in diesen schrumpfenden Räumen sitzt: Lehrer und Hochschullehrer und Studenten, Polizisten, Ärzte, Krankenschwestern, gesellschaftliche Gruppen, die in ihrem Leben nicht auf Reichtum spekulierten, sondern in einer Gesellschaft leben wollen, wo eindeutige Standards für alle gelten, für Einzelne, für Unternehmen und für Staaten, Standards von Zuverlässigkeit, Loyalität, Kontrolle" (vgl. ebenfalls FAZ-Artikel). Davon ist nichts mehr geblieben, wie "vom Winde verweht". Verursacht von unserem politischen "Führungspersonal", das nicht gewillt oder nicht in der Lage ist, Schaden vom Volk abzuwenden. Um davon abzulenken, trimmen die Herrschaften die Medien. Sie brauchen ja "Erfolg". Nur so halten sie sich an der Macht. Aber: Immer mehr Menschen werden zu Opfern. Zu Krisenverlierern. Sie zahlen den Preis für die Fehler des politischen "Führungspersonals." In der Wirtschaft wird unfähiges Führungspersonal einfach "gefeuert". In einem Staat obliegt diese Aufgabe dem Bürger, dem Wähler- leider scheint dieser nicht durchzublicken, er läßt sich immer wieder durch wichtiges und "kompetentes" Gebaren unserer Politiker hinter's Licht führen.

Nichts gegen Rezensionen/Interpretationen Schirrmachers

Nichts gegen Rezensionen/Interpretationen Schirrmachers und Hinweisen auf Charles Moore im Daily Telegraph, aber man sollte das FAZ-Original unbedingt lesen. Unabhängig von der politischen Orientierung!

Moores Artikel ist unter:

http://www.telegraph.co.uk/news/politics/8655106/Im-starting-to-think-th...

Ich gehe davon aus, daß...

jeder Leser meines Kommentars zuerst den Artikel in der FAZ gelesen hat. Was ich unter anderem aussagen wollte ist dies, daß man nicht Schirrmacher oder Moore heißen und auch nicht links orientiert sein muß, um zu ähnlichen Ergebnissen zu gelangen. Solches schafft man allein durch Beobachtung der Politik und ihrer Folgen sowie den Einsatz des Denkapparats.

Übersetzung?

Es wäre nett, wenn man da eine Übersetzung finden könnte.

Die Talfahrt des €uro

Die Auslieferung der Deutschen Mark an die Pariser Hegemonialpolitik war der Preis für die Zustimmung Frankreichs zur deutschen Wiedervereinigung.
Der Euro war ein Abfallprodukt der Wiedervereinigung, auch wenn die verantwortlichen Schreibtischtäter auf deutscher Seite das noch so hartnäckig leugnen.
Jetzt, da der Euro gerade endgültig den Graben runtergeht; während Frankreich selbst unter Beschuß steht und sich trotzdem auf ganzer Linie durchsetzt – die EZB wird zur Bad Bank der Staatsschuldenfinanzierung à la francaise, die Lumpen, Kleider, Eisen, Altpapier und mediterrane Schrottanleihen bedenkenlos aufkauft, die EU-Wirtschaftsregierung kommt , und die Gemeinschafts-Staatsanleihen („Eurobonds“) liegen nur deshalb vorerst noch auf Eis, weil sie auch für Frankreich mit seinem Noch-AAA-Rating derzeit die Schuldenfinanzierungskosten in die Höhe treiben würden.
Schon klar, Maastricht ist Versailles ohne Krieg (Le figaro dixit), die Billionen-Wohlstandsverluste durch das Euro-Abenteuer sind nichts anderes als verkappte Dauer-Reparationen.
Souveräne Staaten sollten Besseres zu tun haben, als einander die Fiskalpolitik vorzuschreiben, sich in Kungelrunden farblose, von niemand gewählte Bürokraten als Wirtschafts-Superregierung vor die Nase zu setzen und für dieses zweifelhafte Vergnügen auch noch den eigenen Staatsbankrott zu riskieren. Wie man es auch dreht und wendet, das beste für alle Beteiligten wäre, das fehlgeschlagene Experiment Euro endlich abzubrechen.

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