Konzert-"Laudate" Hofkirche, Bruchsal

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"Laudate-wen loben wir wenn wir nicht bloß zitieren?"
Sonntag, 18. April 2010 - 20:16

Konzert in der Hofkirche, Bruchsal am Samstag 24.4.2010, 20 Uhr

Katholische Kantorei Bruchsal

San Taddeo-junger Chor Neureut

Salonorchesdter Schwanen

Leitung :Leo Langer

Mehrchörige Musik von Monteverdi, Gabrieli, Praetorius, LangerAm Beginn des 17. Jahrhunderts entstand in Norditalien, genauer in Venedig, eine neue, außerordentlich prächtige Kirchenmusik, die in vielen Stimmen – zu Chorgruppen geordnet – die großen Dome und Basiliken mit unerhörtem Klang erfüllte.

Der Ruhm dieser „mehrchörigen“ Musik wie auch des neuen madrigalischen Chorstils drang über die Alpen und lockte auch deutsche Komponisten in Scharen zum Studium nach Norditalien. Die Gruppen von Streichern, Blech- und Holzbläsern musizierten im Wettstreit mit – für die damalige Zeit – riesigen Sängergruppen von bis zu vierzig Sängern, die gegen- und miteinander agierten.

Der Sinn dieser Massierung der musikalischen Mittel ist unschwer auszumachen: Das Lob Gottes sollte in den prachtvollen Räumen, die aus dem Mittelalter überkommen waren, in gesteigerter Form, die Grenzen sprengend jeden Winkel erfüllen.

Im unseren Konzert möchten wir die besondere Struktur dieser „alten“ Musik lebendig werden lassen, indem die verschiedenen Gruppen im Raum verteilt sich einander zusingen und -musizieren. In den Ablauf integriert wird die Erstaufführung einer Komposition von Leo Langer, der „MISSA IN RESURRECTIONE“ nach Texten von Paul Konrad Kurz. Dieses Stück hinterfragt musikalisch die Haltung, die der Mensch einnimmt, wenn er seinen Schöpfer „lobt“. So kommt es, dass ein moderner Psalm ausschließlich aus Fragen bestehen kann oder ein „Heilig-Qadosh“ aus lauter Negationen. Auch in dieser „Messe“ wird die Form der Mehrchörigkeit als Stilmittel eingesetzt, nun allerdings mit einer moderneren Tonsprache.

Der Einsatz des „Salonorchester Schwanen“ – eines in Bruchsal und Karlsruhe wohlbekannten Ensembles – dürfte in solchem kirchenmusikalischen Zusammenhang einmalig sein; es dient zur Begleitung der Chöre in „alter“ Musik ebenso wie zur Gestaltung von musikalischen Meditationen zu Texten von Dekan Peter Holzer, der in vertiefenden Worten den Sinn des Programms theologisch erschließen möchte.

 

 

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