"Klo, Klo, Klobürsteneinsatz"

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Freitag, 10. Januar 2014 - 18:41

Während mittlerweile auch überregionale Medien das umstrittene "Gefahrengebiet" in Hamburg thematisieren und kommentieren, hat sich im Hamburger Kiez St. Pauli ein neues Symbol des Widerstands entwickelt: die Klobürste.

WC-Bürste

Einige Leute wollten sich einen Spaß aus den Kontrollen machen und die polizeiliche Maßnahme ad absurdum führen. Daher tauschten sie weißes Pulver in klarsichtigen Tütchen gegen Bündel von Geldscheinen vor den Augen der hochgerüsteten Polizei oder packten garstig arg verschmutzte Unterwäsche oder Gemüse mit Zündschnur in ihre Rucksäcke, um das von der Politik und auch vielen Medien skizzierte Bild des "Demo-Terrors", so die "Bild"-Zeitung, zu konterkarieren.

Ein junger Mann steckte sich eine Klobürste in die hintere Hosentasche. Tatsächlich wurde er - wie viele andere Personen - von der Polizei kontrolliert. Bereits vor wenigen Tagen zeigte das Nachtmagazin der ARD Bilder, wie der Unbekannte mit erhobenen Händen durchsucht wird - und ein Polizist in voller Kampfausrüstung die Klobürste hervorzieht.

Im Nachtmagazin vom 10.01.2014 berichtete die ARD über "die Klobürste als subversive Protestform":

Leider beantwortet das Nachtmagazin eine Frage nicht: Woher haben die Chaoten das Geld für die Klobürsten? Ist doch wohl in Hamburg eine Klobürste nicht unter EUR 291,97 zu kriegen:

Hier noch ein kleines Filmchen von der "Informations Revolte", nach Eigenauskunft eine "globale antifaschistischen Protestbewegung" und "gegen die Militarisierung der Polizei."

Ein hübsch ironischer Bericht aus der ZEIT:

Ach wie schön lebt es sich in der Gefahrenzone. Polizisten im Ganzkörperpanzer, Polizeitransporter auf Spähfahrt und mittendrin im Hamburger Gefahrengebiet: 50.000 Bewohner. Manche üben sich in heiterer Renitenz: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2014-01/hamburg-gefahrenzone-erfahrungsbericht/seite-1

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Kommentare

Ungeheuer witzig...

... was will Eberles Edi uns damit wohl sagen...?

Bemustert

ist noch nicht gekauft. Von der Meldung stimmt nur, dass auch Bürsten um 292 €/Stück  bemustert wurden.

Laut Dirk Große-Leege, Geschäftsführer bei Cardo Communications, ein Verantwortlicher für die Öffentlichkeitsarbeit des Projekts hätten die bestellten Toilettenbürsten letztendlich nur 41,95 Euro das Stück gekostet.

Gefahrenzone!!!!!!!!

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