John Bopp | Deutsch-amerikanischer Geschäftsmann und Philanthrop | Ehrenbürger der Stadt Bruchsal.

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von Thomas Moos
Donnerstag, 24. Februar 2011 - 15:02

John Bopp (1858-1936)

Deutsch-amerikanischer Geschäftsmann und Philanthrop | Ehrenbürger der Stadt Bruchsal.

Eine Erinnerung anlässlich seines 75. Todestages

John Bopp

 

Durch die Rathaus-Galerie, den Wiederbezug des Rathauses am Marktplatz und durch das neue Parkhaus mit Supermarkt und anderen Geschäften ist die John-Bopp-Straße zu einer neuen innerstädtischen „Hauptverkehrsstraße" geworden. Grund genug, mal wieder an den Namensgeber der Straße zu erinnern, zumal sich sein Todestag vor wenigen Wochen zum 75. Mal jährte.

Der am 15. April 1858 in Bruchsal geborene John Bopp wanderte nach dem Absolvieren einer Schriftsetzerlehre in die Vereinigten Staaten aus und machte dort eine außerordentliche Karriere, die ihn bis in die Vorstandsspitze der größten New Yorker Brauerei führte. Aber auch in der neuen Heimat tat er viel für den Erhalt und die Pflege des deutschen Brauchtums und der Kontakt zu seiner Geburtsstadt ist nie abgerissen. Durch das Sammeln von Spenden, aber auch aus eigenen Mitteln, unterstützte er zahlreiche Projekte in seiner alten Heimat, besonders in den Notzeiten nach dem 1. Weltkrieg. Ein besonderes Anliegen war ihm das Wohl der Kinder und der alten Menschen, was sich besonders segensreich für das städtische Jugendheim und das städtische Versorgungsheim auswirkte. Darüber hinaus war er auch als Literat tätig: Zwei Gedichtbände - „Bruchsal von anno dazumal" (Bruchsal 1926, Nachdruck 1991) und „Allerlei aus meiner Sammelmapp'"(Bruchsal 1929) - sind aus seiner Feder geflossen.

John Bopp

Im Jahre 1924 hat ihn Bruchsal für sein soziales Engagement zu seinem Ehrenbürger ernannt. Als er am 28. Januar 1936 in New York an einem Herzschlag starb herrschte auch hier in seiner Vaterstadt Bruchsal eine große Trauer und zahlreiche ehrende Nachrufe haben gezeigt, wie hoch John Bopp diesseits und jenseits des Atlantiks angesehen war. Seine Verbundenheit mit der alten Heimat kommt besonders in einem seiner Gedichte zum Ausdruck. Dort schreibt er als Schlussvers:

 

 

„Drum laß i halt nix uf dich kumme,

lieb Brusel, traute Vaterstadt,

mei Lob uf dich soll erst verstumme,

wenn einst mei Feder Ruhe hat."

 

© Thomas Moos

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