Informationsstand der Parkschützer in der Bruchsaler Fußgängerzone

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Samstag, 12. November 2011 - 16:46

Letztmals vor dem Volksentscheid zum Ausstiegsgesetz bauten die Parkschützer einen Informationsstand in der Bruchsaler Fußgängerzone auf. Das Thema, auch nicht die wahrscheinlichen Einschränkungen im Pendlerverkehr von Bruchsal nach Stuttgart, scheint noch nicht in unserem Städtchen angekommen zu sein - die Standbesatzung rekrutierte sich aus Interessierten der weiteren Umgebung.

Sei's drum - Das böse Erwachen für Bruchsals Stuttgart-Pendler wird noch kommen. Vielleicht suchen die sich dann einen Job auf dem Stuttgarter Flughafen (10 Minuten Zeitersparnis gegen bisher) oder in Ulm (30 Minuten Zeitersparnis durch die Schnellbahntrasse). Oder wie wäre es mit einem Job in Bratislava? Zu erreichen über die europäische Magistrale? Jetzt mit noch mehr Zeitersparnis!

Sogar Lokalredakteur Daniel Streib, linksextremistischer Umtriebe sicher unverdächtig, schließt seinen heutigen Kommentar in der Bruchsaler Rundschau zur befürchteten Benachteiligung Bruchsaler Pendler mit diesen Sätzen: "Naturgemäß bestreitet die Bahn die Darstellung der Grünen und weist darauf hin, dass in einer späteren Simulation mit den besagten IC-Zügen gerechnet worden sei. Leider hat das Unternehmen dafür bislang keinen Beleg erbracht. Im Gegensatz zum ersten Stresstest wurden zur Nachsimulation nämlich keine Fahrplandetails veröffentlicht. Die Bahn wird schon wissen warum."

S21

Parkschützer erklärt die Breite des Bahnsteiges vom unterirdischen Bahnhof

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Lediglich so breit werden die Bahnsteige des unterirdischen Bahnhofs an einzelnen Stellen

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Der mit Kreide geschriebene Text: JA 27.11 zum Ausstieg - Signal für mehr Demokratie setzen!

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Reichlich Informationsmaterial, das in vielen ehrenamtlich geleisteten Stunden zusammengetragen und erstellt wurde. Viel Bürgerengagement, Einsatzbereitschaft und Leidenschaft für seine Heimat steckt da drin.

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Kommentare

Die Ersparnis bei S21

ist das Geld, das beim Ausstieg für andere, vernünftige Dinge bleibt. Ohne Zweifel wird kein vernunftbegabter Bruchsaler mit nein stimmen. Aber zwei Dinge scheinen mir problematisch bei dieser Wahl: a) gehen genügend Bürger zur Wahl und b) verstehen alle, dass man mit JA stimmen muss, wenn man nein zu S21 meint (ja, ich weiß, dass hier über den Ausstieg abgestimmt wird).

Oh weh!

Meine Güte, welche Arroganz! Wer nicht Ihrer Meinung ist, hat keine Vernunft. Mir ist die Strategie hier klar: Wenn die Abstimmung nicht nach Ihren Wünschen ausgeht (was ich sicher erwarte), muss man das Ergebnis nicht akzeptieren, die ja schließlich nur die Unvernünftigen gegen das Ausstiegsgesetz gestimmt haben. An Vorgaben von Unvernünfitgen muss sich ein vernünftiger Mensch ja auf keinen Fall halten.
Ein bischen weniger Verblendtheit wäre manchmal wünschenswert. Ich werde gegen den Ausstieg stimmen und denke, dass mir Vernunft nicht fern ist.

Hm

Hm, kann man sich nicht in erster Linie mal freuen, daß es diese Möglichkeit überhaupt (endlich) gibt?

Kein Grund, die eine oder andere Seite anzugreifen, für beide gibt es gute Argumente.Man wird sehen, wie es ausgeht und das gibt zumindest mal ein Stimmungsbild. Ich persönlich werd mit Ja stimmen, weil mir ehrlich gesagt diese großkopferten Projekte zum Halse heraushängen, wo es anderweitig überall fehlt.

Das ist leider nicht nur bei diesem Projekt so (man nehme nur die Stadtbahneinschleifung). Gut, ich kann dann eventuell ein paar läppische Minuten (oder Meter zu Fuß) einsparen, dafür werden Kindergärten, Bäder, Jugendeinrichtungen usw geschlossen. Es sei jedem selbst überlassen, wie er sich entscheidet, für mich ists ne klare Sache...

Muss mal sagen

Habe das eine Weile beobachtet, wie die Leute dort angesprochen wurden und was dort für Diskussionen geführt worden sind - also muss schon sagen, es war hart an der Grenze, ich hoffe, dass in Zukunft auch der Bruchsaler Bürger selbst noch denken darf. Leider gibts genügend Leute, die mit den Argumenten Geldverschwendung, Scheiß CDU USW. Schon ins Boot geholt werden.... Ich sage Demagogie mal anders rum, was da abgelaufen ist...

Oh weh?

Oh, jeh! Wer hat nicht schon einmal unvernünftig gehandelt und hat dies danach auch eingesehen? Ohne dass ihm die Vernunft abgesprochen wird? Und unvernünftig bleibt es für mich allemal, wenn den Parteien und Verbänden nachgeplappert wird.

Nun haben wir vielleicht einmal die Möglichkeit, etwas zurück zu drehen, was offensichtlich schief gelaufen ist. Und selbst, wenn die Argumente auf beiden Seiten gleichwertig wären, würde ich für den Ausstieg stimmen, schon die geringe Chance etwas zu verändern muss genutzt werden.

Jeder sollte sich die Frage des Für und Wider stellen, ohne an Parteien zu denken. Das, was die Parteien verlauten lassen, ist noch lange nicht die Meinung der Menschen. Aber sie wird es nach und nach, wenn die Führung lange genug und öffentlich Meinung verbreitet.

Aber wenn es um Arroganz geht....
Arrogant waren Mappus, Gönner, die Bahn. Wer die sog. Schlichtung verfolgt hat, konnte sehen, wie gute Argumente beiseite gefegt wurden. Wie getrickst und getäuscht wurde. Vorsätzlich gelogen wurde (Beispiele Ausstiegskosten, Baukosten, Leistungsfähigkeit) um des Prinzips Willen, man hat ja schließlich lange genug geplant. Und Geißler? Respekt vor seiner Leistung! Aber es konnte doch gar nichts wirklich verändert werden. Es gab nie die Chance für einen Kompromiss, der diesen Namen verdient hätte.

Auch die Planfeststellung war (und ist) so ein Trick. Widersprüche in kleinen Kreisen wurden hinweggefegt, die Planer haben sie einfach überfahren. Es ist doch das einfachste der Welt: wer in einer Materie steckt, den kratzt doch kein Einspruch, der fegt den Einredenden einfach hinweg. So etwas kann man gut in Polittalks beobachten, wo gute Argumente mit immer denselben Totschlagssprüchen beantwortet werden (typisch für C. Lindner).

Ich will ja nicht jetzt auf ein Vorurteil zurückgreifen: „Was mr händ, des hämmer, sonscht kriag mr gar nix“

Aber lassen wir das. Was für mich in meinem Kommentar eigentlich das Wichtigste war:

a) Lebt unsere Demokratie noch? Gehen genügend Wähler zur Wahl?

b) Für was stimmt man, wenn man mit JA oder NEIN stimmt. Ich bin nicht überzeugt, dass es allen so klar geworden ist.

Erinnerungen an Eröffnung der Schnellbahntrasse Ma-Stuttgart

Hallo,

Bruchsal droht wieder von einer guten Zugverbindung abgehängt zu werden.

Vor ca. 20 Jahren gab es noch eine hervorragende durchgängige Schnellzugverbindung zwischen Bruchsal und Mannheim über Graben-Neudorf, die ich als Student gerne und täglich nutzte.

Mit der Eröffnung der Schnellbahntrasse Mannheim-Stuttgart wurde diese direkte Verbindung abgeschafft. Anschließend mussten andere Pendler und ich jeweils in Heidelberg umsteigen. Die Fahrzeit erhöhte sich um ca. 50%.

Ich kann mich noch an die Lobhudeleien von Bernd Doll und Berthold Moos zu den angeblichen Vorteilen der Schnellbahntrasse für Bruchsal erinnern. Die Nachteile wurden natürlich ausgeblendet. Ein Einsatz der Politik für die Bürger bei der Bahn gab es nicht. Ein Leserbrief von mir wurde damals von der BNN erst unterdrückt und auf mehrmaliges intervenieren abgeändert gedruckt.

Ich wünsche den Bruchsalern, dass die Politik sich für die Interessen der Bruchsaler einsetzt.

Im Gegensatz zur damaligen Situation hat diesesmal jeder Bürger Bruchsal's die Möglichkeit mit Hilfe der Volksabstimmung das Abhängen von Bruchsal zu verhindern. Hierzu ist nur für den Ausstieg mit "JA" zu stimmen.

Oben bleiben.

Liebe Grüße nach Bruchsal, von einem der im Herzen immer noch Brusler ist.

Eigentlich ist es egal...

... ob "dafür" oder "dagegen" gestimmt wird. Es wird immer einen Verlierer geben.
Nur unsere Regierung ist aus dem Schneider und braucht sich hinterher keine Vorwürfe wegen evemtuell nicht eingehaltener Wahlversprechen zu machen. Clever gemacht!
Das gilt auch für die Administratoren, die gelegentlich Kommentare unter den Tisch fallen lassen.

@ OH WEH! Arrogant und zudem

@ OH WEH!
Arrogant und zudem eine Frechheit ist die Art und Weise, wie hier von Seiten der S21 Befürworter vorgegangen wird.

Manipulieren, diffamieren, kriminalisieren – Für S 21 ist jedes Mittel recht

Sie lassen nichts aus, was es so im Werkzeugkasten der Demagogie gibt. Schon die erste Plakatserie diskriminierte die Kopfbahnhoffreunde . Die neuen Plakate sind ein herber Schlag in die Magengrube eines jeden Demokraten. Die Werbemasche eines größeren Kaufhauses abkupfernd schlagzeilen die Verfechter des Röhren-Bahnhofs mit einer Blondine mit leuchtend blauen Augen „Milliardenstrafe beim Ausstieg? – Wir sind doch nicht blöd!“ und ein fröhliches Schulmädchen erklärt „Zukunft geht vorwärts. Nicht rückwärts! – Meine Eltern sind doch nicht blöd“ und ein empörter Opa setzt den Finger an den Kopf und fragt „Randale statt Demokratie? Wir sind doch nicht blöd!“

Mit anderen Worten: Das Demonstrationsrecht der Bürgerinnen und Bürger hat nichts mit Demokratie zu tun, das ist „Randale“; und all jene, die S 21 ablehnen sind blöd. In der politischen Auseinandersetzung geht es manchmal ruppig zu, aber es sollte unter Demokraten Grenzen geben. Die Auftraggeber dieser Propaganda für S 21 haben diese überschritten. Sie demaskieren sich damit selbst: sie wollen nicht die Auseinandersetzung mit Fakten, sondern mit billiger Stimmungsmache ihr Projekt durchboxen – koste es was es wolle, auch zu dem Preis, dass dabei die Demokratie Schaden nimmt. Sie belegen damit, dass sie eigentlich gar keine Bürgerbeteiligung wollen. Mit ihren Plakaten und ihrer unehrlichen Argumentation wollen sie nicht nur ihren unterirdischen Bahnhof durchsetzen, sondern schlussendlich vor allem den Bürgerinnen und Bürgern die Lust nehmen, sich je wieder für etwas zu engagieren. Zwar reden alle von Bürgerbeteiligung, am liebsten wäre aber vielen, wenn die Bürgerinnen und Bürger erkennen würden, dass ihr ganzes Mitreden eigentlich umsonst ist, weil es eh nichts bringt.

Wenn man sich diese Plakate anschaut und gegenüberstellt die Arbeit, die Tausende von Menschen, investiert haben, um sich durch die Details der Bahnplanungen zu arbeiten, sogar neue Entwürfe auszuarbeiten, dann ist ein Slogan „Wir sind doch nicht blöd!“ nicht nur unangemessen, er ist eine Frechheit.
(Quelle / Zitat: Jens Berger)
Den ganzen Artikel gibt es hier auf den nachdenkseiten.de zu lesen:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=11378

Hyper-Oh-Weh

@Detonator

Haben Sie sich vielleicht geirrt und wollten ihren ´Beitrag´ irgendwo anders bloggen...?

Sie schreiben:

"Arrogant und zudem eine Frechheit ist die Art und Weise, wie hier von Seiten der S21 Befürworter vorgegangen wird. Manipulieren, diffamieren, kriminalisieren..."

´Hier´ geht es ganz gesittet zu!

´Hier´ sind eher S21-Gegner und S21-Agnostiker unterwegs. Lesen Sie mal bitte die Beiträge.

´Kriminalisieren´ der S21-Gegner?

´Hier´?

Tut mir leid.

Oder sind Sie Hyper-Sensitiv-Irgendwas...

 

 

Ich glaube...

Detonator hat mit "hier" eigentlich das Verfahren, die Vorgehensweise der Strippenzieher und Befürworter dieses unsäglichen Projekts gemeint und weniger die Kommentatoren von Bruchsal.org, das scheint mir jedenfalls aus dem Kontext seines Beitrags ersichtlich zu sein ;-)

Plisch und Plum?

@Waldemar Z.

Ein einfacher Hinweis auf die Web-Seiten von Albrecht Müller hätte dann genügt!

Aber nein, besser einen zweizeiligen "Abspann" vorab...

Auf was bezog sich denn dieser?

Das steht nicht in Albrecht Müllers Vorlage...auch nicht bei Hermann Zoller

Na ja, Detonator wird sich sicher ´hier´ selbst dazu noch einmal melden...

Also...

ich empfand gerade den "zweizeiligen 'Abspann' vorab" und das "hier" darin nicht auf Bruchsal.org bezogen, sondern auf die Verfahrensweise der der S-21-Befürworter ganz allgemein im Kontext der weiteren Ausführungen. Nun ja, jeder "empfindet" halt anders, je nach emotionalem Engagement in der Sache mal mehr oder weniger dünnhäutig.

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