Immortal Bach - unsterblich und inspirierend

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Sonntag, 20. November 2011, 19.00 Uhr - Lutherkirche Bruchsal
Freitag, 11. November 2011 - 16:33

Vergänglichkeit und Unsterblichkeit

Johann Sebastian Bach

Zwei Motetten von Johann Sebastian Bach und verschiedene Bearbeitungen seiner Werke hat der Kammerchor Cantus Solis unter dem Motto „Immortal Bach“ für sein Konzert zum Ewigkeitssonntag ausgewählt. Erstmals hat sich das Ensemble für dieses Projekt mit dem Karlsruher Barockorchester zusammengefunden, das sich schwerpunktmäßig der historisch informierten Aufführung von Musik des Barock und der Klassik mit jeweils zeitgemäßen Instrumenten widmet.

Bachs Werke und seine musikgeschichtliche Bedeutung stehen im Programm auf vielfältige Weise exemplarisch für Zeit und Ewigkeit, Vergänglichkeit und Unsterblichkeit. „Singet dem Herrn“ und „Komm, Jesu, komm“ sind wie alle Motetten Bachs wahrscheinlich als Musiken zu Begräbnissen oder Trauergottesdiensten entstanden. Die Sehnsucht nach dem Tod, der Wunsch nach einem Sterben in Frieden, die Bitte um Erbarmen im Angesicht des Todes kommen in den Texten der Motetten ebenso wie im Bach-Nystedt’schen Choral zum Ausdruck. Neben dem Moment der Zeit als Symbol der Vergänglichkeit tritt der Raum in Dieter Schnebels ebenfalls 20-stimmiger Bearbeitung des ersten Contrapunctus aus Bachs „Kunst der Fuge“ als weitere Dimension hinzu. Schnebel macht die vier Stimmen der Fuge im Raum plastisch erfahrbar. In der Rezeption durch nachfolgende Generationen von Komponisten wird Bachs Musik selbst zu einem historisch verbindenden Element. Tief verwurzelt in einer langen musikalischen Tradition, ist Bach mit seinem einzigartigen Personalstil und seiner beispiellosen Modernität und Schöpfungskraft bis heute in der Musikgeschichte singulär. Das macht ihn so interessant und bedeutend für Komponisten wie Interpreten, für viele Menschen ist seine Musik einfach nur unsterblich und inspirierend.

Programm

Johann Sebastian Bach

  • Singet dem Herrn - BWV 225
  • Komm, Jesu, komm - BWV 229
  • Die Kunst der Fuge - BWV 1080 (Ausz.)

Dieter Schnebel (bearb.)

  • Contrapunctus I (1973) Bearbeitung des 1. Contrapunctus aus Johann Sebastian Bachs „Kunst der Fuge“ BWV 1080) für 20 Stimmen

Knut Nystedt Immortal Bach (1988)


Ausführende Künstler:

Kammerchor Cantus Solis

Barockorchester Karlsruhe

Leitung: Anja Daecke

Konzertkarten: 14,- Euro / ermäßigt 11,- Euro, Kinder bis 16 Jahre frei

Kartenvorverkauf: Touristinformation Bruchsal und unter karten [at] cantus-solis [dot] de (mailto:karten [at] cantus-solis [dot] de)

Weitere Informationen unter http://www.cantus-solis.de

 

Über Cantus Solis Karlsruhe

Geistliche Chorwerke aller Stilrichtungen und Epochen stehen im Zentrum der musikalischen Arbeit vonCantus Solis Karlsruhe. Der Name des Chores bezieht sich auf den Sonnengesang des Heiligen Franz von Assisi und verdeutlicht sein christliches Selbstverständnis und die Verbindung in der Zeit der Gründung im Jahr 1992 durch Ralf T. Halk zum damaligen Franziskaner-Kloster in Karlsruhe-Dammerstock.

Cantus Solis erarbeitet jährlich zwei anspruchsvolle Konzertprojekte, die in Karlsruhe und anderen Orten in der Region aufgeführt werden. Wichtig ist dem Kammerchor dabei die stete Verbesserung des Chorklanges, zu der auch die Einzelstimmbildung der rund 40 Sängerinnen und Sänger beiträgt. Ein intensives Musizieren, das den musikalischen Eigenheiten und textlichen Inhalten der jeweiligen Chorwerke gerecht wird, ist oberstes Ziel von Cantus Solis. Daneben sind die Freude am gemeinsamen Singen und die positive Atmosphäre der Chorgemeinschaft wichtig.

Die Qualität des Chores wurde vielfach bei Wettbewerben honoriert: Cantus Solis Karlsruhe trägt seit 1995 ununter­brochen den Titel „Meisterchor im Badischen Sängerbund“ und wurde mehrfach bei internationalen Chorwettbewerben mit Silbernen Diplomen ausgezeichnet. Zudem gestaltete der Chor wiederholt erfolgreich mit anderen Kammerchören und Kantoreien die „Nacht der Chöre“ in Karlsruhe.

 

Über das Karlsruher Barockorchester

Das Karlsruher Barockorchester wurde 1997 von Musikern aus der Region Karlsruhe gegründet, die sich auf das Musizieren mit historischem Instrumentarium spezialisiert haben. Schnell hat sich das Orchester einen Namen als exzellenter und zuverlässiger Klangkörper geschaffen und ist inzwischen im gesamten süddeutschen Raum ein gefragter Partner in der Kirchenmusik. Eine besonders enge Zusammenarbeit verbindet das Ensemble mit der Ev. Stadtkirche in Karlsruhe und der Jesuitenkirche in Heidelberg, wo es unter anderem in Händels Messias, Haydns Schöpfung und der Bachschen Johannes-Passion zu hören war. Bereits zweimal war es bei den „Internationalen Händelfestspielen“ in Karlsruhe zu hören.

Die Mitglieder bringen ihre Erfahrungen aus überregional bekannten Ensembles wie dem „Freiburger Barockorchester“, „La Stagione Frankfurt“, dem „Barockorchester Stuttgart“ oder dem „Balthasar-Neumann-Ensemble“ mit in die Arbeit des in der Region immer häufiger zu hörenden Karlsruher Barockorchesters ein. Das Repertoire reicht von Monteverdi über die Oratorien, Passionen und Kantaten Bachs und Händels bis hin zu Werken der späten Klassik und frühen Romantik auf dem jeweils zeitgemäßen Instrumentarium.

 

Anja Daecke

geboren in Bad Neustadt an der Saale, ist seit 2001 künstlerische Leiterin des Kammerchores Cantus Solis Karlsruhe. Ihre erste musikalische Ausbildung erhielt sie an den Instrumenten Orgel und Klavier. Ab 1995 studierte sie an der Hochschule für Musik Karlsruhe Schulmusik mit Leistungsfach Dirigieren bei Prof. Martin Schmidt (Chorleitung) und bei Prof. Andreas Weiss (Orchesterleitung). Ihr Diplom-Klavierstudium bei Prof. Günther Reinhold schloss sie 2001 mit Auszeichnung ab. Seit Sommer 2006 ist Anja Daecke Gymnasial-Lehrerin mit den Fächern Musik und Mathematik. Sie arbeitet und konzertiert als Dirigentin und Pianistin und ist als Klavierpädagogin tätig.

 

Cantus Solis Karlsruhe e.V.

http://www.cantus-solis.de

 

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