Homosexuell veranlagten Menschen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen

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Donnerstag, 20. Februar 2014 - 11:18

Kirche in Not

 

Zunächst dachte der Empfänger des unten veröffentlichten Schreibens an einen bösen Scherz eines "Freundes",  lebt der Adressat doch offen in einer gleich-geschlechtlichen Partner- schaft. Eine Recherche im Internet machte ihm dann aber unmissverständlich klar, dass der Verfasser dieses Pamphlets, ein Verein mit der Bezeichnung "Kirche in Not - Ostpriesterhilfe Deutschland", eigen gewählter Werbespruch: "... damit der Glaube lebt", dieses Schreiben bundesweit vieltausendfach verbreitet hat.

Inwieweit hier Ironie angebracht ist? Nun, ein weiterer Leitspruch dieses Vereins ist "Unsere verfolgten Brüder und Schwestern sind die Elite der Kirche". Ob dieses "weltweite Hilfswerk päpstlichen Rechts" die schwulen Brüder und lesbischen Schwestern in der katholischen Kirche gemeint hat?

Eine Kirche, die solche Freunde hat, braucht keine Feinde.


München, 31. Januar 2014

"Hört nicht auf, zu beten und zu flehen!" (Eph 6,18)

Lieber XXX,

im Katechismus der katholischen Kirche heißt es:

Wer die Ehe bricht, verletzt das Zeichen des Bundes, er verletzt das Recht des Ehepartners und.setzt das Wohl der Kinder aufs, Spiel. Der Ehebruch ist eine schwere Sünde und schließt vom Empfang der Heiligen Kommunion aus.

Homosexuell veranlagten Menschen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Doch homosexuelle Handlungen sind in sich nicht in Ordnung. Sie verstoßen gegen das natürliche Gesetz, denn die Weitergabe des Lebens bleibt ausgeschlossen. Sie sind in keinem Fall zu billigen. Beide Handlungen bringen potenziell große Unordnung in Familie und Gesellschaft.

Trotzdem wird der Ehebruch seit vieles Jahren immer salonfähiger, in letzter Zeit ebenso das sogenannte "Outing" von Homosexuellen. - "Das Sündenbewusstsein ist gegen Null gesunken", formulierte kürzlich treffend ein deutscher Bischof.

Die Regierung in Baden-Württemberg scheint jetzt zu beabsichtigen, mit entsprechenden Bildungsplänen systematisch die Jugend zu verderben. Auch wenn man im Koalitionsvertrag der CDU/CSU - SPD auf Bundesebene unter der Rubrik "sexuelle Vielfalt" nachliest wird deutlich, dass das Ende der Fahnenstange noch längst nicht erreicht ist.

In Frankreich gingen gegen ähnliche Bestrebungen im vergangenen Jahr rund eine Million Menschen auf die Straße. Wann fangen wir in Deutschland damit an, endlich deutlichen Widerstand gegen diese herannahende Diktatur zu leisten?

Im Brief des Apostels Paulus an die Epheser Kapitel 6 heißt es: "... wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister des himmlischen Bereichs. Darum legt die Rüstung Gottes an: ... Hört nicht auf, zu beten und zu flehen! Betet jederzeit im Geist; seid wachsam, harrt aus und bittet für alle Heiligen."

Kontemplative Ordensfrauen, die verborgen vor der Welt ihren Dienst am Reich Gottes tun, beten und flehen rund um den gesamten Globus für alle Heiligen und die Ausbreitung des Reiches Gottes. Wie wirkungsvoll Gebet und Fasten sein kann, haben wir letztes Jahr erlebt, als ein weltweit ausgerufener Fast- und Gebetstag offenbar die Wende brachte beim drohenden Eingreifen der USA in den Syrien-Konflikt. Unterstützen wir daher die Ordensfrauen mit unseren Gaben, aber auch mit unserem Gebet und wagen wir es, auch unseren eigenen Mund aufzutun.

Mit allen guten Segenswünschen,

Ihre

Karin Maria Fenbert

Geschäftsführerin


Auf der Homepage bietet der Verein eine Art Glückskekseöffnen für Christen an. "Kirche in Not" bezeichnet dies als "Bibelversziehen - Virtueller Korb mit über hundert Bibelversen". Die Gebrauchsanleitung zum Bibelversziehen empfiehlt: "Beten Sie vor dem Ziehen und vertrauen Sie Gott, dass er Ihnen oder der Person, für die Sie ziehen, einen passenden Vers zuteilt." Nun, gebetet habe ich vor dem Ziehen nicht, aber ganz, ganz arg an Karin Maria Fenbert gedacht, die Geschäftsführerin des Vereins Kirche in Not.

Der Zufallsgenerator zog daraufhin diesen Bibelvers:

"1 Samuel 16,7

Gott sieht nämlich nicht auf das, worauf der Mensch sieht. Der Mensch sieht, was vor den Augen ist, der Herr aber sieht das Herz."

Verstehen Sie das, liebe Frau Fenbert?


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Kommentare

Klarer Fall von Katholiban,

Klarer Fall von Katholiban, aber wenigstens verschicken die nur wirre Briefe.
Auf CSDs habe ich auch schon mal religiöse Wirrköpfe gesehen und leider getroffen, die mir und Freunden hässlich kopiere Zettel in die Hand gedrückt haben mit angeblichen Bibelzitaten. Wenigstens haben die Herren die aus den Fingern gesaugten Textstellen damals noch mit angegeben. Beim Nachschlagen hat sich herausgestellt, daß an der Stelle was ganz anderes steht.

Was für ein Zynismus!!

"Kirche in Not"

Wundert das jemanden hier?

"..damit der Glaube lebt"

Ich glaube, hier haben ein paar Leute den Ar*** offen bis zum Stehkragen. Dieser Glaube lebt tatsächlich in mir, seit ich in diversen Kirchen die verblichenen Exzellenzen "in Vitro" und die völlig vergeistigten "Gläubigen" mit ihren Votivtäfelchen um die Altöttinger Kapelle herumrennen gesehen habe. Umsäumt ist diese Kapelle von allerlei Läden und Geschäften, allesamt natürlich dem Heil der Kirche und ihrer Schäfchen verschrieben.

Jedenfalls, solange sie Geld da lassen.

Was den Sex angeht und das Verlangen danach: Natürlich entspricht es eher der Natur des Menschen, sich am besten zölibatär zu verhalten und die Hormone durch die Rippen zu schwitzen, wie es die katholischen Ordensleute anscheinend beherrschen. Jedenfalls, solange jemand guckt.

Guckt aber gerade keiner, werden mitunter schon mal die Hosen runtergelassen, bzw. die Soutane hochgehoben, gell??!!

Das ist auch "der Weitergabe des Lebens" dienlicher als schwul zu sein.

Pfui Teufel! Dahin sollten sich gewisse Leute auch scheren und sich nicht über eine liberale Welt auslassen, von der sie keine Ahnung haben, weil sie von ihr auch nichts wissen wollen.

Ziehen Sie, Frau Fenbert, mit Ihrersgleichen auf eine Insel, dann braucht Sie die Verkommenheit der Menschen nicht mehr zu jucken und die Menschheit bleibt von Ihnen verschont.

Schaffen müssen Sie auch nichts, denn wie Sie wissen, brauchen Sie weder zu säen, noch zu ernten, der himmlische Vater ernährt Sie doch.

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