Häuslicher Unfall eines als schwäbische Hausfrau getarnten Lobbyisten

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Dienstag, 15. März 2011 - 17:19

St. Mappus

Stefan Mappus ist ein Politiker der besonderen Art. Gegner jedweder Art, gerne auch Parteifreunde, räumt er schon mal rhetorisch komplett ab. Prominente Opfer sind Schuster (Oberbürgermeister von Stuttgart) und Röttgen. (Umweltminister) Wenn man schon so drauf haut, sollte man(n) allerdings wenigstens wissen, was man(n) tut.

Aber genauso irrational, wie er redet, handelt er auch - zum Schaden des Steuerzahlers.

Schritt 1:

Mappus kämpft - der personifizierte Lobbyist der EnBW - erfolgreich für die Verlängerung der Restlaufzeiten alter Kernkraftwerke: Neckarwestheim, Philippsburg I und Philippsburg - EnBW-Meiler vorneweg. Mappus-Parole: «Röttgen raus!»

Schritt 2:

4,67 Milliarden Euro investiert Mappus - ohne den Landtag zu fragen - in den Kauf der Atomstrom-Papiere der EnBW. Der hohe Aktienkurs, den er das Land hat bezahlen lassen, wird durch die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke in ein besseres Licht gerückt.

Denn Atomkraftwerke, die länger laufen, produzieren Strom und damit Gewinn.

Die Laufzeitverlängerung wurde am 18.11.2010 verkündet - der Aktienkauf am 6.12.2010.

Das Land zahlte nach Presseberichten 900 Millionen € als sogenannte „strategische Prämie" - in Wahrheit wohl ein Äquivalent für die Laufzeitverlängerung der Alt-Anlagen.

Schritt 3:

(nach dem Japan-Unfall und vor der Landtagswahl)

Jetzt plädiert Mappus für den Atomausstieg. Damit ist das Gutachten, das dem Kauf zu Grunde lag, Makulatur, denn stillgelegte Reaktoren produzieren keinen Strom und damit keinen Gewinn mehr.

Der Wert der EnBW-Aktien, frisch erworben, stürzt in die Tiefe.

Hat der Mann noch alle Tassen im Schrank? Er ist als Investor (Land) in einen Atomstromerzeuger, wie die EnBW, aus wirtschaftlichen Gründen verpflichtet, sich gegen den Atomausstieg bzw. gegen die Rücknahme der Laufzeitverlängerung auszusprechen. Dafür gibt es heute die gleichen Gründe dafür und dagegen, wie vor dem Reaktorunfall von Japan. Eine milliardenschwere Erkenntnis, die Mappus damit - folgt man den Ereignissen - über Nacht überkam.

Man kann es vereinfacht so sagen: Zuerst liegt er als Atomlobbyist mit der EnBW im Bett, um schnell daraus zu entfliehen, als ihm ein drohender Machtverlust bewusst wird.

Die typische Mappus-Sprunghaftigkeit dürfte den baden-württembergischen Steuerzahler so 1 bis 2 Milliarden Euro kosten. Denn die schnellere Abschaltung der Meiler kostet die EnBW Geld, viel Geld. Geld kostet es auch die Bundesregierung, die pro Jahr 2,3 Mrd. Euro Einnahmen aus der Brennelementesteuer schon im Haushalt stehen hat, davon 700 Millionen Euro allein von der EnBW. Der Haushaltstitel ist von Mappus gelöscht worden, mit Hilfe der ebenso wendigen Angela M.

Mappus ist keine schwäbische Hausfrau, sondern ein windiger Regierungschef. In jedem normal funktionierenden Unternehmen wäre er schon längst entlassen. Aber - siehe Guttenberg - der schöne Schein ist Politikern aller Couleur so nahe, dass Kritik an Mappus auch nicht immer aufrichtig wirkt.

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Kommentare

es reicht!

Ich finde es sehr störend und auch immer mehr peinlich was Herr Schmitt so alles von sich gibt! Auch ihm gebe ich den selben rat wie Herrn zu Guttenberg erst richtig informieren dann richtig schreiben! aber was will man von jemanden erwarten der mit stolz pfälzer ist und ein badner immer wieder zum schwaben erklärt.

ps: noch 342 tage jost bis zur schliesung! auch hier typische lobby arbeit eines Herrn Schmitt kein unterschied zu Herrn Mappus! 10mal Mappus ist mir lieber als 1mal Schmitt!

Schreibt lieber mal etwas über die dauer Baustelle platz an der Stadtkirche! da wird seit monaten gebaut bzw nicht gebaut! ich möchte nicht wissen was das die Stadt kostet! es ist schon wirklich verwunderlich das fast 6monate nach eröffnung immer noch gebaut wird!

und zum thema ordnungsamt! das sind die grössten witzfiguren! laufen wie sheriffs duch die stadt schreiben strafzettel wo jeder weiss das es klar ist das dort nicht geparkt werden darf aber wenn ein anhänger wochenlang vor der stirumschule steht und parkplätze weg nimmt läuft man blind daran vorbei oder beim neuen parkplatz in der salinenstr richtung hdb hoch kann monate lang ein wohnmobil stehen und keinen interessiert es! oder das rasen in der württembergerstr! wie wäre es mal mit blitzen gerade hier! aber auch hier keinen interessiert es! die stadt macht sich in allen ebenen immer mehr zum gespött! jetzt fehlt nur noch die S-Bahn ! gute nacht bruchsal!

ach und zur demo s21 in bruchsal einfach lachhaft so etwas zu machen! ich gehe auch am samstag nach stuttgart und mache eine demo gegen die s-bahn bruchsal als ob das jemand interessiert!

Ohne Worte

OMG

Soviel zur Anhängerschaft Mappus´...

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