Gründung der IG Pyramide in Sternenfels

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Aufruf an alle, unser Grabungsprojekt zu unterstützen
Dienstag, 10. Mai 2011 - 0:45

 

Am 28.4.2011 lehnte der Gemeinderat von Sternenfels mit Mehrheit unsere geplante geologische Erkundung der Zwerchhälde ab.

Das war für uns der Anlass, eine „Interessengemeinschaft Pyramide“ zu gründen.

Logo IG Pyramide

 

Bürger von Sternenfels und anderer Gemeinden haben sich in ihr zusammengeschlossen, um ein Projekt voranzutreiben, das endlich wissenschaftlich fundierte Beweise für die Existenz einer Stufenpyramide in Sternenfels, die ja auch im Ortswappen abgebildet ist, liefern soll (siehe auch unsere Internetseite www.megalith-pyramiden.de).

Die meisten Bürger von Sternenfels wissen vermutlich nicht einmal, was sich auf dem Boden ihrer Gemeinde alles an übersehenen Relikten der Vorgeschichte befindet, insbesondere die Zwerchhälde als einer der höchsten Cairns Europas dürfte den Meisten völlig unbekannt sein. Unsere IG will alle, die es interessiert, darüber informieren.

Tatsächlich begann die Forschung an dieser neuen Grabgattung Zentraleuropas schon vor mehr als 20 Jahren just hier in Sternenfels. Denn direkt an der L 1104 nach Oberderdingen befindet sich das mit 25 m Höhe äußerst beeindruckende Monument, die sogenannte Zwerchhälde. Wir wollen, dass immer mehr Menschen dieses Mammutbauwerk kennenlernen und veröffentlichen hier einen präzisen Plan mit genauer Wegbeschreibung.

Plan der Zwerchhälde Sternenfels

Diese gewaltig hohe Stufenpyramide allein umfasst eine Grundfläche von ca. 60 x 80 m und hat ein Gewicht von ca. 200.000 Tonnen. Der Böschungswinkel ist sogar zwei Grad steiler als der der Cheopspyramide. Über 250 m erstreckt sich der gesamte, auf drei Felsstufen errichtete Bauwerkskomplex direkt neben der Straße, dicht bewachsen von Bäumen. Die archäologischen Grabungen erbrachten an jeder untersuchten Stelle massiv gesetztes Trockensteinmauerwerk unter Humus, Lehm und Schutt. Damit ist die von der staatlichen Archäologie vertretene Behauptung, es handle sich um eine Schutthalde, klar widerlegt. Würde es sich tatsächlich um eine Schutthalde handeln, 10.000e von Autofahrern, die jedes Jahr an diesem steilen Gebilde vorbeifahren, wären auf´s Äußerste gefährdet. Doch die Stufenpyramide hat nicht nur während der letzten Jahrhunderte, sondern vmtl. schon seit Jahrtausenden ihre solide Stabilität bewahrt.

In den 90er Jahren lehnte das Karlsruher Landesdenkmalamt unter Dr. Schallmayer das finanzielle Risiko einer archäologischen Grabung ab. Kürzungen im Kulturetat und der Zwang zu Notgrabungen lassen keinen Spielraum. Schallmayer verwies uns auf andere Forschungs-Institutionen, etwa die urgeschichtlichen Fachschaften der Universitäten. Unsere diesbezüglichen Bemühungen erbrachten jedoch keinen Erfolg. So blieb uns nur die private Forschungsarbeit, die sich von nun an über den ganzen Mittelgebirgsraum Deutschlands ausdehnte.

Alle entdeckten Monumente befinden sich in „Steinbrüchen“, d. h. die Erbauer brachen die Hänge von Hügeln auf und errichteten auf dem soliden Baugrund im Fels mit dem daraus gewonnen Baumaterial ihre gigantischen Monumente. Da sie meist ganz oben auf den Bergen, direkt am Rand errichtet wurden, waren sie für die Menschen schon von weither zu sehen. Auch die Zwerchhälde entstand nicht zufällig direkt neben einer schon in der Vorgeschichte viel befahrenen Straße. In Sternenfels trafen sich nachweislich zwei Römerstraßen, so bedeutend war der Ort selbst noch in der Römerzeit.

Sicher sind Sternenfels und Kürnbach bekannte Steinhauergemeinden, doch ihr gemeinsamer industrieller Steinbruch, die Steingrube am Ortsrand von Sternenfels, hat mit diesen Felsmonumenten nichts zu tun. Sie ist völlig leer geräumt und besitzt kein derartiges zentrales Bauwerk wie die Zwerchhälde, das zudem den ganzen Innenbereich komplett ausfüllt. Heute hat sich in dem ehemaligen Industriesteinbruch ein kleines Industriegebiet angesiedelt.

Unsere private Forschungsarbeit erfährt nichts als Behinderungen. Anstatt die greifbaren Hinterlassenschaften unserer Vorfahren endlich als das würdigen, was sie sind, die größten Megalithmonumente Europas, und damit eine Jahrtausend-Sensation der Archäologie, wirft man uns Knüppel zwischen die Beine, wo es nur geht. Von Gesetzes wegen ist unsere private Forschungsarbeit sogar zur Erfolgslosigkeit verdammt, denn der Landeskonservator machte uns in einem E-Mail auf die rechtliche Situation aufmerksam:

nach §21 DSchG B.-W. bedürfen Grabungen mit dem Ziel Kulturdenkmale zu entdecken der Genehmigung durch das Landesamt für Denkmalpflege. Ein entsprechender Antrag liegt mir nicht vor. Sie planen nach eigenem Bekunden geologische Sondagen bzw. Erdbewegungen ausschließlich im tiefgründig gestörten Bereich eines modernen Steinbruchs. Mit der Entdeckung archäologischer Denkmäler ist dabei nicht zu rechnen.

Sie sind hingegen nicht befugt, Nachforschungen anzustellen, die zur Entdeckung von Kulturdenkmalen im Sinne §21 DSchG führen könnten. Entsprechende Genehmigungen können nur bei hinreichend begründetem öffentlichem bzw. wissenschaftlichem Interesse und ausschließlich an einschlägig qualifizierte Wissenschaftler bzw. wissenschaftliche Institutionen erteilt werden.“

Dadurch, dass das Landesamt für Denkmalpflege nur zertifizierte Wissenschaftler graben lässt, hat die private Forschung keine Chance, ihre Theorien mit Beweisen, wie etwa datierbaren Grabbeigaben, zu untermauern. Das aber widerspricht in eklatanter Weise dem Grundrecht:

Die Forschungsfreiheit zählt im Zusammenhang mit der Wissenschaftsfreiheit und der Lehrfreiheit zu den bürgerlichen Grundrechten. In Deutschland wird die Freiheit der Wissenschaft, Forschung und Lehre gemäß Art. 5 Abs. 3 [1] des Grundgesetzes (GG) als Grundrecht geschützt...

In sachlicher Hinsicht ist Wissenschaft – oder besser „wissenschaftliche“ Forschung – im Sinne von Art. 5 Abs. 3 GG nach der Definition des Bundesverfassungsgerichts „jede Tätigkeit, die nach Inhalt und Form als ernsthafter planmäßiger Versuch zur Ermittlung der Wahrheit anzusehen ist“. (wikipedia). In diesem Sinne ist jede privat und ambitioniert forschende Person ein Wissenschaftler.

Um das widersinnige Denkmalschutz-Gesetz Baden-Württembergs nicht zu brechen, haben wir unser Projekt als geologische Erkundung konzipiert, was wir auch mit reinem Gewissen so vertreten können. Wir wollen lediglich die Außenmauer des Bauwerks bis auf eine Tiefe von 2,5 bis 3 m, also bis zum Felsgrund, freilegen. Damit lässt sich beweisen, ob es sich tatsächlich um eine Schutthalde handelt, wie immer noch offiziell behauptet wird, oder doch um das gewaltige Bauwerk, das sich allein schon durch seine schieren Dimensionen zu erkennen gibt.

Die Vorarbeiten für dieses Vorhaben leistete die Universität Karlsruhe Fachschaft Geophysik, die uns nicht nur ihre Messgeräte zur Verfügung, sondern auch mit Dipl. Geo-Phys. Philipp Heidinger und seinen Kommilitonen kompetente Wissenschaftler zur Seite stellte. Ihre geoelektrischen Messungen sind die Grundlage für unsere geplante Sondierung.

Es wurden umfangreiche Vorarbeiten von wissenschaftlicher Seite geleistet, jedoch der Gemeinderat, der darüber zu entscheiden hat, ob endlich ein Durchbruch unserer Forschungen gelingen kann, fand es nicht einmal der Mühe wert, unsere Informationsveranstaltung zum Thema zu besuchen. Sie können unsere Enttäuschung verstehen. Umso katastrophaler nun die Entscheidung des Rats.

Wir verstehen die Sternenfelser Welt nicht mehr. Alle Bedingungen, die von der Gemeinde an uns gestellt wurden, haben wir getreulich erfüllt und jeder einen Haftungsausschluss unterschrieben, der sogar von der Rechtsabteilung des Landratsamts abgesegnet wurde und der uns verpflichtet, für unsere Sicherheit zu sorgen und das Grabungsgelände zu sichern. Und nun das!

Wir bitten alle, die sich angesprochen fühlen, mit diesen Gemeinderäten, die so leichtfertig über die Freiheit der Wissenschaft den Stab brechen, als Privatpersonen Kontakt aufzunehmen und in ihr Gewissen zu reden (. Wir leben im 21. Jahrhundert, im 3. Jahrtausend. Die Zeit des finsteren Mittelalters, als man Wissenschaftler noch dem Feuer überantwortete, sollte doch auch endlich aus unseren Hirnen verschwunden sein.

Beteiligen sie sich an der IG Pyramide, indem Sie mit uns Kontakt aufnehmen. Wir setzen Sie als Unterstützer mit Namen und Ortsangabe auf die Liste der Interessengemeinschaft (Kontakt walha1a [at] aol [dot] de (walha1a [at] aol [dot] de)). Der Herausgeber dieser Internetzeitschrift, Herr Schmitt, hat dies bereits getan, wofür wir ihm sehr herzlich danken.

 

 

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