Fast 1700 Fässer mit Atommüll auf dem KIT Campus Nord sind defekt

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Dienstag, 18. November 2014 - 13:14

Die ehemalige Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe beherbergt unzählige Fässer mit Atommüll. Fast 1700 dieser Fässer weisen Rostschäden auf. Bei Beginn der Lagerung sei nicht erwartet worden, dass die Zeit bis zum Transport in ein Endlager so lange dauern würde.

Die Fässer werden auf dem Gelände des Campus Nord des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in der Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen oberirdisch gelagert. Laut NDR sind bundesweit fast 2000 von insgesamt rund 85 000 Behältern mit Atommüll verrostet oder anderweitig beschädigt.

Link zum Artikel in der Online Ausgabe der Stuttgarter Zeitung: 

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.in-karlsruhe-gelagerter-atommue...

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Kommentare

Ist ja interessant,...

Aber warum muss das nun im Bruchsaler Netzwerk fett gedruckt publiziert werden. Ich lese bruchsal.org, um mit Nachrichten über Bruchsal versorgt zu werden.

Bezahlter Kommentar

"Aber warum muss das nun im Bruchsaler Netzwerk fett gedruckt publiziert werden. Ich lese bruchsal.org, um mit Nachrichten über Bruchsal versorgt zu werden."

Ich bin mir sicher, dass das ein bezahlter Kommentar ist.

Bruchsal ist von kerntechnischen Anlagen umzingelt.
Wir liegen in der Hauptwindrichtung jener Anlagen zwischen Friedrichstal und Eggenstein. Und sollte der Dreck mal in Richtung Schacht Konrad unterwegs sein, darf man sich gerne ausmalen, welchen Weg der nimmt.

Es gibt halt Leute, denen ist

Es gibt halt Leute, denen ist jede noch so belanglose Nachricht recht, wenn man damit nur Stimmung gegen die Kernenergie machen kann. Da wird dann ein abgelaufener Joghurt in der KKP-Kantine oder fehlendes Klopapier in dessen Frauentoilette zum "Störfall", der wieder mal beweist, wie teuflisch und böse doch dieses ganze Nuklearzeug ist.

Ich war übrigens letzt auf der Mülldeponie bei Forst, dort standen auch ein paar verdammt rostige Container rum. Bei näherer Untersuchung musste ich feststellen, dass ausnahmslos alle bis zum Rand(!) mit Atomen gefüllt sind. Frau Kotting-Uhl, übernehmen Sie!

Nun ja...

Ein "leichter" Unterschied zwischen einer verstopften Toilette und rostenden Fässern mit strahlendem Abfall dürfte denn doch bestehen.

Ob man sowas als "Belanglos" abtut lasse ich mal offen... zumal in der Meldung verschwiegen wird, das von den 85.000 Fässern nur ca. 1/3 geprüft wurden und davon ca. 2.000 betroffen sind...

Also nicht 2.000 von 85.000 sondern 2.000 von 28.333 was nun hochgerechtet ca. 6.000 Fässer wären. Welche wohl "nur" noch unbedeutende 1.000 Jahre lang eine Gefahr darstellen. Dagegen dürfte die verstopfte Toilette wohl keine 1.000 Jahre durchhalten...

Im Radio

kam die Meldung, der Inhalt wäre aus den verrosteten Fässern teils schon herausgefallen gewesen und dies wurde dann wiederum neu in Plastikfässer verpackt. Wenn einem dann noch gesagt wird, es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung, so muss das schon schon zynisch gemeint sein....

Welche Gefahr soll denn da

Welche Gefahr soll denn da für die Bevölkerung bestehen? Eine Strahlenquelle, die sich durch ein einfaches Blechfass abschirmen lässt, kommt auch ohne das Fass nicht besonders weit, und kann weder die Wände der Lagerhalle durchdringen, noch gar außerhalb des KIT-Geländes strahlen.

In wessen Auftrag...

...wurde die Überprüfung durchgenommen? In die WAK kommt niemand grundlos rein. Das ist Hochsicherheitstrakt, es wird sogar unterm Auto gespiegelt. Und wer könnte Interesse daran haben, bei der Bevölkerung Panik zu erzeugen? Wird doch nicht die AfD gewesen sein?

Stimmt!

Atommüll ist sicher!

Er strahlt nicht, versickert nicht im Grundwasser und Gebäuden passier auch nie irgendwas.

Und das alles für mind. 1.000 Jahre. 

Auch Atomkraftwerke sind "sicher"... bis zum Beweis des Gegenteils... und dann ist Niemand schuld, dann damit hatte ja keiner gerechnet. Also: Einfach unter den Teppich kehren und verschweigen. Kann ja nix passieren. 

Es ist mind. so sicher, wie Gashochdruckrohre. Da passier auch nie irgendwas. Was soll da ein bisschen Rost machen.

Nein, ich "erwarte" nicht, das diese Fässer jetzt explodieren oder auseinanderfallen. Also verschweigen wir das Ganze... ist ja alles harmlos... bis zum Beweis des Gegenteils.

Frage: Wenn das alles so Harmlos ist, warum lässt man die Fässer dann nicht einfach dort rumstehen und verrotten? Passiert ja nix... ist ein Gebäude drumrum...

Müll aufgewärmt

Das Problem hat schon im Mai die Gemüter erhitzt. Jetzt im November, bei dieser Kälte ist es gut, wenn es nochmal aufgewärmt wird. 

http://hügelhelden.de/atommuell-und-kein-ende/

Selbst die Spezialisten im Forschungszentrum Karlsruhe (heute KIT) scheinen alles falsch gemacht zu haben. Wenn man sich vorstellt, dass vor 57 Jahren eine Technologie begonnen wurde (Kernkraft), bei der man heute, in der Nähe des Auslaufzeitraums, noch keine Entsorgungsmöglichkeit für den Abfall gefunden hat.

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