ewb-Photovoltaikprojekt produziert sauberen Solarstrom

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Ausschreibung für die zweite Welle des ewb-Photovoltaikprojekts mit weiteren 800 Kilowatt peak startet im Juli
Freitag, 21. Juni 2013 - 21:17
photovoltaik

Um den Anteil der erneuerbaren Energien in Bruchsal weiter auszubauen und die Energiewende vor Ort voranzubringen, wird die Energie- und Wasserversorgung Bruchsal GmbH (ewb) in den Jahren 2012 und 2013 insgesamt 2,5 Millionen Euro in den Bau neuer Photovoltaik-Anlagen investiert haben, die auf kommunalen und stadtwerkeeigenen Dächern zu einem Photovoltaik-Großprojekt gebündelt werden. Ein gutes Dreivierteljahr hatten unterm Strich die Planungen und Gespräche mit allen Beteiligten, unter anderem der Stadt Bruchsal, der Sparkasse Kraichgau, der Energie- und Wasserversorgung Bruchsal GmbH (ewb) und der Walz Erneuerbare Energien GmbH als mit dem Anlagenbau beauftragtem Unternehmen in Anspruch genommen, bis die erste Welle des ehrgeizigen ewb-Photovoltaikprojekts mit einer Leistung von insgesamt 700 Kilowatt peak (kWp) auf zehn Objekten errichtet und bis Ende vergangenen Jahres ans Netz angeschlossen war. Es erzeugt jährlich rund 660.000 Kilowattstunden (kWh) Strom. Die anfallenden Erträge, die Leistung sowie die CO2-Einsparung aller im Rahmen des ewb-Photovoltaikprojekts installierten Anlagen können im Internet eingesehen werden (s. INFO). Bis Ende dieses Jahres werden in einer zweiten Welle auf zehn weiteren Gebäuden Anlagen mit einer Leistung von zusätzlich 800 kWp installiert. Nach dem Bieterwettbewerb im Mai um die Bauvergabe starten im Juli die Ausschreibungen. Die noch ausstehenden Anlagen werden bis Ende des Jahres fertiggestellt. In Summe sind dann etwa 1,5 Megawatt Spitzenleistung (MWp) auf Bruchsaler Dächern installiert. Die dabei produzierte Strommenge reicht aus, um 350 Einfamilienhäuser mit sauberem Solarstrom zu versorgen und bis zu 900 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) pro Jahr einzusparen.

Finanziert wurde das Projekt über einen auf Initiative der ewb erstmals aufgelegten Öko-Sparkassenbrief. Über diesen konnten ewb- wie Sparkassen-Kund(inn)en eine Summe zwischen 2.500 und 50.000 Euro über eine Laufzeit von fünf Jahren anlegen. Nach dem Verkaufsstart im April 2012 war die Erstauflage des Öko-Sparkassenbriefs innerhalb einer Woche ausverkauft. Die Anleger/-innen erhalten für ihr im Rahmen des Öko-Sparens angelegtes Kapital einen garantierten Wertzuwachs durch eine feste Verzinsung über dem Regelzinssatz. Die Sparkasse Kraichgau stellt das Kapital der Bürger/-innen der ewb im Rahmen eines fairen Kredits für das regenerative Photovoltaik-Großprojekt zur Verfügung. Unterm Strich profitieren die Bürger/-innen, die Sparkasse, die ewb, vor allem aber der Klimaschutz – und damit die Menschen vor Ort.

INFOS: ewb-bruchsal.solarlog-web.de oder www.neue-energien-bruchsal.de

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Kommentare

ewb kämpft für Klima und Verteilungsgerechtigkeit!

Das Fazit auf der PR-Vorlage, das der beliebte, für Ausgewogenheit und Sachlichkeit bekannte Herr Solberg gerüchteweise zur Veröffentlichung geplant hatte, wurde von seiner PR-Abteilung als zu wenig euphorisch angesehen und deshalb verworfen.

Böse Zungen behaupten, der urprüngliche Text lautete in etwa so:

"Unterm Strich profitieren:

1. eher bessersituierte Bürger/-innen, die bei der Sparkasse die Renditen der über die EEG-Umlage garantierten Kapitalanlagen bis € 50.000 zeichnen und abschöpfen.

2. die ewb, deren Energiemix nun ökologischer darstellbar ist, ohne dass die CO2-Bilanz aufgrund der Reduktion von klimaneutraler Atomenergie verhagelt wird.

3. es tritt leider keine Verbesserung der Klimabilanz ein, da ja nun saubere, wenngleich teure Solarenergie die ebenso saubere wie auch preiswerte, aber politisch und gesellschaftlich inakzeptable Kernkraft ersetzt."

Gerüchteweise wurde für die PR zwischenzeitlich auch folgendes Ergänzungsstatement erwogen. Allerdings wollte man die Adressaten intellektuell nicht überfordern und jede mögliche Form von Missverständnis oder gar ironischer Fehlinterpretation vermeiden.

"Die Menschen vor Ort - insbesondere die, die aus eigener Verantwortungslosigkeit keine Kapitalanteile zeichneten oder die als Niedriglöhner es verschlafen haben, auf ihren sicherlich freistehenden Eigenheimen die Installation einer Solaranlage zu errichten - verstehen, ja freuen sich, dass die ewb - teilweise getrieben durch landes- und bundespolitische Vorgaben, sich weiterhin aktiv am Rennen um das Abschöpfen der EEG-Garantiegelder beteiligt. Denn nur dann kann die ewb - wenn auch nur als bescheidene MitläuferIn -  sicher stellen, dass die Strompreise weiterhin scharf Richtung Nord-Nord-Ost zeigen werden."

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