Ethnische Auseinandersetzung sorgt für unruhigen Mittwochabend in Bruchsal

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Auseinandersetzung zwischen kurdischen Versammlungsteilnehmern und türkischen Staatsbürgern
Donnerstag, 6. September 2012 - 7:27

Am 05.09.2012 wurde im Rahmen eines Aufzugs der Kurdischen Jugend von Straßburg nach Mannheim, der vom 02. - 07. September stattfindet, von den Teilnehmern die Strecke Karlsruhe – Bruchsal ab 09.55 Uhr zurückgelegt. Dieser Aufzug traf ohne nennenswerte Vorkommnisse gegen 19.50 Uhr in Bruchsal ein. Hier begaben sich die Teilnehmer des Aufzuges in das Kurdische Vereinsheim, um dort den Aufzug zu beenden.

Um 21.15 Uhr stellten Polizeibeamte, die an der Örtlichkeit eine Nachaufsicht durchführten, fest, das 6-7 Fahrzeuge, jeweils besetzt mit 2-4 türkischen Staatsbürgern, bei dem kurdischen Vereinsheim vorfuhren und die dort aufhältigen Kurden durch Zeigen der türkischen Nationalfahne und verbalen Äußerungen provozierten. Daraufhin kam es sofort zu tätlichen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Gruppen, in deren Verlauf die kurdische Gruppe mit Gegenständen auf die Fahrzeuge der andere Gruppe warf. Die eingreifenden Polizeibeamten wurden durch die Wurfgegenstände ebenfall getroffen, so dass nach einem ersten Überblick zwei Frauen der verfeindeten Gruppen und 5 Polizeibeamte verletzt wurden. Nach Hinzuziehen weiterer starker Polizeikräfte konnte die Lage beruhigt werden.

Die Schutzmaßnahmen an dem kurdischen Vereinsheim wurden die ganze Nacht aufrechterhalten.

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Kommentare

Ging eben nicht ohne

Ging eben nicht ohne Vorkommnisse über die Bühne!

Wer Gelegenheit hatte, den genaueren Verlauf von Beginn an zu verfolgen, der weiß, dass Provokationen auch der kurdischen Seite nicht ausgeblieben waren.

Was nicht die "Reaktionen" der türkischen Seite rechtfertigt, klar.

Warum tolerieren wir ein Verhalten - von beiden Seiten - wie dieses überhaupt? Man sollte meinen, die Steuergelder würden an anderer Stelle einen sinnvolleren Zweck erfüllen und unsere Ordnungshüter hätten anderes zu tun als sich massenweise die Tage und!!! Nächte um die Ohren schlagen.

Aber wir sind ja so unglaublich tolerant. Es wird langsam pervers!

So kann man's auch sehen

Zufälligerweise auf einer Internetseite gefunden (Originalzitate):

"Faschistischer Angriff in Bruchsal:
Wie soeben aus anwesenden Quellen berichtet wurde, wurden die Teilnehmer des langen Marsches welche heute an der nächsten Etape, Bruchsal ankamen von einer Organisierten Gruppe Grauer Wölfe angegriffen. Die Faschisten griffen die Jugendliche an welche im Anatolisch Alevitischen Kulturzentrum anwesend waren. Zudem hatten die Angreifer Klappmesser und Teleskopschlagstöcke dabei. Aufgrund der Angriffe wurden 2 Teilnehmer verletzt.

Die Jugendlichen die sich gegen den Angriff der Faschisten wehrten wurden daraufhin von der Polizei auch angegriffen. Dabei wurde eine Teilnehmerin (Rojbin G.) verhaftet und die Kamera des Yeni Özgür Politika Reporters Deniz Amed kaputt gemacht.

Während dessen kam es zu Auseinandersetzungen zwischen den Grauen Wölfen und den kurdischen Jugendlichen sowie der Polizei und den kurdischen Jugendlichen.

Nach Augenzeugen setzte die Polizei Tränengas gegen die kurdischen Jugendliche ein, nachdem die türkischen Nationalisten langsam langsam weg gegangen sind als die Polizei kam."

Erläuterung zu den Kommentaren: Abdullah Öcalan, der Führer (Serok) der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), wird von seinen Getreuen schlicht "Apo", Onkel, gerufen.

Kommentar 1:
"ganz ehrlich, geschieht euch recht. was ist eigentlich der sinn vom diesem marsch? ihr macht euch nur zum affen... anstatt sich mal für kurdistan einzusetzen, dreht sich alles um apo. KURDISTAN steht für mich über Apo und da ihr das andersrum sieht, seit ihr dreckige heuchler.."

Kommentar 2:
"die Bedeutung Apo's zu schmälern und ihn als nichtig darzustellen
empfinde ich als sehr schade, es zeigt nur das du dich mit dieser
Thematik nicht auskennst und die Opfer die gebraucht wurde nicht
anerkennst. Du spuckst auf all das vergossen Blut das im Kampf für
Kurdistan geflossen wurde. Das Blut von Kurden und von Sympathisanten
die sich für die Kurden und Kurdistan eingesetzt haben. Erst durch die geschlossene Bewegung organisiert durch Serok, hat die Welt etwas von den Kurden mitbekommen...

Bitte lies ein wenig über dieses Thema, bevor du jemanden als Heuchler
abstempelst..... du machst dich durch deine Aussage nämlich lächerlich,
weil du damit nur beweist du hast dich mit unsere Thematik nicht
beschäftigt."

Kommentar 3:
"achso, also erst als apo kam ist blut geflossen? alles klar ;) und hast du mal apos bücher gelesen? nenn mir einen ehrenhaften kämpfer/führer, der sich selbst hochstellt und sich selbst feiert? apo macht das und das macht ihn zu keinem großen! In seinen Büchern prahlt er damit, dass sich viele Kurden für ihn verbrennen würden... und so einen verehrt ihr wie einen Gott?! Behaltet euren stolz... ich wette du würdest seine füße küssen wenn du könntest."

Für Interessierte:

http://de.wikipedia.org/wiki/Abdullah_%C3%96calan

http://de.wikipedia.org/wiki/Kurdistan

http://de.wikipedia.org/wiki/Kurden

Es ist ganz einfach

Vor dem Maimarktgelände in Mannheim wurden die Kurden von deutschen Polizisten attakiert. Daraufhin haben sich die Kurden nur mit Flaschen- und Steinwürfen gewehrt.

Dass es vorher um eine "verbotene" Fahne ging, tut hier nichts zur Sache. Ich bin dafür, dass sich Kurden und Türken auf deutschem Boden kloppen. Die Polizei fungiert als Schlichter und kriegt ihre Prügel ab. Ich bin dafür, dass die PKK in Deutschland wählbar ist. Hoch die Fahne!

Sagt mal, in welchem Film bin ich denn gerade?

So wurden die Vorgänge von anderer Seite gesehen.

Und dies war in einem türkischen Presseartikel (TURKISHPRESS) zu den Vorfällen zu lesen:

"Ein Protestmarsch von Kurden unter dem Dachverband der YEK-KOM e.V. zwischen Straßburg und Mannheim gerät in Bruchsal ausser Kontrolle

Laut der Polizei in Bruchsal hatten kurdische Teilnehmer während ihres Protestmarsches von Straßburg bis Mannheim, wo am Samstag die Abschlußveranstaltung auf dem Maimarktgelände stattfinden soll, die Strecke Karlsruhe – Bruchsal zurückgelegt und sollten bis zum nächsten Tag im Vereinsheim des Anatolischen Aleviten Kultur Zentrum e. V. untergebracht werden.

Um 21.15 Uhr stellten Polizeibeamte, die an der Örtlichkeit eine Nachaufsicht durchführten, fest, das 6 – 7 Fahrzeuge, jeweils besetzt mit 2-4 türkischen Staatsbürgern bei dem kurdischen Vereinsheim vorfuhren und die dort aufhältigen Kurden durch zeigen der türkischen Nationalfahne und verbalen Äußerungen provozierten. Daraufhin kam es sofort zu tätlichen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Gruppen, in deren Verlauf die kurdische Gruppe mit Gegenständen auf die Fahrzeuge der andere Gruppe warf.

Die eingreifenden Polizeibeamten wurden durch die Wurfgegenstände ebenfall getroffen, so dass nach einem ersten Überblick zwei Frauen der verfeindeten Gruppen und 5 Polizeibeamte verletzt wurden. Nach hinzuziehen weiterer starker Polizeikräfte konnte die Lage beruhigt werden. Die Schutzmaßnahmen an dem kurdischen Vereinsheim wurden die ganze Nacht aufrechterhalten, teilte das Polizeipräsidium Karlsruhe mit.

Laut einem türkischen Staatsbürger, der sich ebenfalls am Tatort aufgehalten hatte, sollen türkische Bürger über den Aufzug der kurdischen Gruppe informiert gewesen sein, woraufhin einige Personen sich vor dem Alevitisch-kurdischen Verein trafen und die Nationalflagge zeigten. Der Zeuge gab an, erst später hinzugestoßen zu sein, um sich ein Bild über die Situation zu machen, habe mit dem Einsatzleiter gesprochen. Dabei habe der Familienvater angegeben, dass er einige Jahre zuvor einen Marsch durch die Stadt geplant habe, um das türkische Kinderfest am 23. April zu feiern, die auch international bekannt sei. Diesen Wunsch habe die Polizei damals abgelehnt, jetzt aber würden kurdische Extremisten durch die Straßen marschieren. Der Einsatzleiter habe geantwortet, die Demonstration sei von der Stadt Kehl genehmigt worden, weshalb man nichts unternehmen könne. Der Familienvater habe daraufhin geantwortet, diese Gruppe habe hier nichts verloren, sonst werde man weitere Türken heranziehen und damit signalisieren, dass diese Extremisten in der Stadt nicht willkommen seien. Der Polizeibeamte habe daraufhin beruhigend einwirken wollen, erklärte der Zeuge gegenüber der TURKISHPRESS.

Nach der Unterredung mit der Polizei habe der Zeuge sich wieder zum Fahrzeug begeben, wo dann die kurdische Gruppe die Insassen der Fahrzeuge beleidigt und mit Schimpfwörtern belegt habe. Die Polizei sei daraufhin aus den Seitenstraßen mit den Einsatzfahrzeugen vorgefahren, habe aber dadurch auch die stehenden Fahrzeuge der Türken blockiert. Man habe der Polizei angedeutet, dass der Krawall vom Vereinsheim aus begonnen habe, diese Situation habe sich dann fast eine Stunde hingezogen, erst dann habe man sich entfernt und sich anschließend am Bahnhof getroffen. In der Zwischenzeit sollen die Türken in Bruchsal auf die Situation aufmerksam gemacht worden sein, am Bahnhof seien immer mehr Menschen zusammengekommen. Anschließend sei man wieder in die Nähe des Möbelhauses gelaufen, wo die Polizei sie mit Tränengas im Anschlag erwartet habe. Hier habe man dann gewartet, jedoch soll inzwischen auch die kurdische Gruppe mit Baseballschlägern, Eisenstangen und Flaschen auf sie zugegangen sein, in deren Folge es zu den Ausschreitungen gekommen wäre. Dabei sollen auch die Fahrzeuge einiger Türken beschädigt worden sein, auch weil die Polizei diese trotz Aufruf zum räumen der Dienstfahrzeuge am wegfahren gehindert habe. Es soll dem Zeugen nach, erheblicher Sachschaden entstanden sein.

Am nächsten Tag habe der Zeuge bei einem Besuch von Polizeibeamten erneut verdeutlicht, dass der Angriff von der anderen Gruppe heraus erfolgt sei, man selbst nur mit Fahnen vorgefahren sei, die kurdische Gruppe aber mit "Waffen" die Türken angegriffen habe. Kein Gesetz verbiete es, eine Flagge zu tragen, aber sehr wohl ein Gesetz, dass das tragen von Gegenständen verbietet, wenn es um Tötungsabsichten geht. Ausserdem habe die Polizei vor Ort die Situation auch dadurch verschärft, in dem man die Fahrzeuge der Türken blockiert habe, weshalb man nicht die Möglichkeit gehabt habe, auszuweichen, so der Zeuge weiter.

Dem Veranstaltungskomitee auf dem Maimarktgelände zufolge, soll am Samstag das 20. Kurdische Kulturfestival stattfinden, die bisher in Nordrhein-Westfalen abgehalten wurde. In den Jahren 2009 bis 2011 kam es immer zu Verstößen gegen das Vereinsgesetz, darunter das öffentliche zeigen von Symbolen einer verbotenen Organisation, der Terrororganisation PKK. Auch dieses Jahr soll wie in den Vorjahren, eine Videobotschaft an die Teilnehmer übertragen werden. Höchstwahrscheinlich wird wie in den Jahren zuvor in Köln (RheinEnergie Stadion) und in Gelsenkirchen, per Großleinwand, die Rede des PKK-Führungsmitglieds Murat Karayilan übertragen werden. Trotz polizeilicher Aufforderung und Warnung an das Veranstaltungskomitee, darunter der YEK-KOM e.V. - sie wird in den Verfassungsschutzberichten als Ersatzorganisation der PKK bezeichnet - kam es in der Vergangenheit zu etlichen Verstößen gegen geltendes Recht. Die Polizei hat aber bisher keine Minusmaßnahmen vorgenommen, um derartige Verstöße zu unterbinden. Karayilan gilt als zweiter Mann nach Abdullah Öcalan, dem PKK-Terrorchef, der zur Zeit in der Türkei eine lebenslange Haftstrafe auf der Gefängnisinsel Imrali absitzt."

Die Gewaltfalle

...Selbst den gesinnungsethisch orientierten "Zeit-online"-Lesern bleibt ein ungutes Gefühl in der Magengrube:
http://www.zeit.de/gesellschaft/2013-10/dieter-schaefer-die-gewaltfalle

Traurig

Nun wissen gewaltbereite Störer, wie sie die Staatsmacht nicht nur an den Rand, sondern, ich zitiere: "...ans Ende ihrer Möglichkeiten" bringt. Da wird noch Einiges auf uns zukommen...

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