Es war einmal...(14)

DruckversionPer e-Mail versenden
Lokales Bruchsal vor 20 Jahren. Heute: Osterbrauch in Heidelsheim, Drachen auf dem Eichelberg,Neubaugebiete in Bruchsal
Freitag, 29. März 2013 - 4:48

Beim Eierhiggen

Beim "Eierhiggen"

Ostern in Heidelsheim, 1992, ein Fest für die ganze Familie. Krämermarkt, Heimatmuseum, Diebsturm und natürlich, am Ostersonntag, der “Higgomarkt”. Dieser alte Brauch wurde schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ausgeübt.

Nach der Kirche traf sich die Dorfjugend auf dem Marktplatz mit bunt bemalten Ostereiern zum “Eierhiggen”. Dabei werden die Eier nach festgelegten Spielregeln gegeneinander geschlagen, “Spitz auf Spitz” und “Ar... auf Ar...”

Der Reiz liegt darin, Mitspieler zu finden und aufzufordern, und im Gewinnen oder Verlieren der eingesetzten Eier. Derjenige, dessen Ei beim Aufeinanderschlagen beschädigt wird, muß es an den Sieger abgeben. Wer “Stopfeier” benutzt, wird disqualifiziert. Jeder hat da seine Tricks, mancher kocht die Eier ziemlich lange, manche halten sie auf eine bestimmte Art und Weise in der Hand, und einer von beiden gewinnt halt. Wer Glück hat, geht mit mehr Eiern nach Hause, als er gekommen ist, manch einer verliert alle.

Ohne den “Spinnclub” Heidelsheim wäre dieses alte Brauchtum in Vergessenheit geraten, denn der Club hat dieses Anfang der 1950er wieder aufleben lassen. Der Ostermarkt in Heidelsheim ist übrigens ca. 845 Jahre alt und geht auf Kaiser Friedrich Barbarossa zurück, der Heidelsheim das Marktrecht verliehen hat.

Im zweiten Teil des Videos sehen wir damalige Aktivitäten auf dem Standortübungsplatz, als die Bundeswehr noch nicht so restriktiv war wie heute und es den “Drachensteigenlassern” erlaubte, an den Wochenenden ihrem Hobby nachzugehen.

So waren nicht selten 50 bis 60 bunte Drachen am Himmel zu sehen, einer farbenprächtiger als der andere. Einer davon war riesig, ein “Krake” mit 8 Fangarmen und über 10 m Länge, den drei Leute halten mußten (leider auf diesem Video nicht drauf).

Der dritte Teil zeigt die damaligen Neubaugebiete Silberhölle-Eggerten, Tabak-Steiner und Weidenbusch, wo für ca. 4000 Menschen neuer Wohnraum geschaffen wurde.

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 4.9 (7 Bewertungen)

Kommentare

Ein im Filmbericht

noch richtigweise als Silberhelde bezeichnetes Gebiet wurde durch einen "Schreibfehler?" eines "städtischen?" Bediensteten zur Silberhölle. Dieser Fehler wurde nicht korrigiert, warum eigentlich nicht?

Inhalt abgleichen Inhalt abgleichen