Erster elektronischer Aufenthaltstitel an Bruchsaler Einwohnerin ausgegeben

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Aufenthaltsgenehmigungen in Scheckkartenformat
Dienstag, 11. Oktober 2011 - 16:12

Elektronischer Aufenthaltstitel


Die Ausländerbehörden sind bundesweit ab dem 1. September 2011 aufgrund einer EU-Verordnung verpflichtet, elektronische Aufenthaltstitel auszustellen. Ziel ist es die Aufenthaltstitel der Europäischen Union für Drittstaatsangehörige zu vereinheitlichen und die Bindung zwischen Dokumenteninhaber und Dokument zu erhöhen und damit vor missbräuchlicher Nutzung zu schützen. Die bisherige Praxis entsprechende Etiketten in den Reisepass einzukleben, verliert damit für alle Neugenehmigungen ihre Gültigkeit. Der eAT hat die Größe eine Scheckkarte und informiert u.a. über die Art des Aufenthaltstitels, die Gültigkeit, die Erwerbstätigkeit, sowie eventuelle weitere Bestimmungen zum Aufenthalt in einem zusätzlichen Beiblatt. Auf einem integrierten Chip sind u.a. biometrische Daten (Bild, Fingerabdrücke und Unterschrift) gespeichert, die den Inhaber berechtigen die Online-Ausweisfunktion zu nutzen. Damit ersetzt die Karte bei Banken, Versicherungen oder auch Behörden und Ämter – soweit diese Dienste angeboten werden – die rechtsverbindliche Unterschrift.

Die Produktion der eAT erfolgt in der Bundesdruckerei in Berlin. Trotz der Lieferzeit von ca. 3 bis 4 Wochen können kurzfristig keine Verlängerungen oder Überträge der Aufenthaltserlaubnisse in den neuen Reisepass mehr gemacht werden. Weiterhin wurden die Gebühren - bedingt durch die Produktionskosten - erhöht.

Mit dem eAT hat sich die Bearbeitungszeit eines Vorgangs erheblich erhöht, da nun, unabhängig der Fragen über das persönliche Aufenthaltsrecht, mehr Daten technisch verarbeitet werden müssen und auch eine Beratung zur Funktion und Anwendung erforderlich ist. Markus Gramlich von der Ausländerbehörde informiert, dass dem eAT die Zukunft gehöre und sich auch schnell eine Routine bei der Ausstellung einstellen werde. In der Einführungsphase seien jedoch Wartezeiten möglich, informiert die stellvertretende Ordnungsamtsleiterin Sonita Huber. Bei Elisaweta Masserova hat jedoch alles geklappt. Die Ausstellung der eAT ist ohne Wartezeiten erfolgt. Die Ukrainerin beginnt nun Mitte Oktober ihr Studium in Karlsruhe.

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