Erdölsuche im Untergrombacher Raum

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Sonntag, 20. November 2011 - 19:58

Am 16. November wurde der Ortschaftsrat Untergrombach durch die Firma Geo Service über die geplante Suche nach Erdöl im Raum Untergrombach informiert, vergl. dazu auch http://www.pz-news.de/baden-wuerttemberg_artikel,-In-Baden-Wuerttemberg-...

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Kommentare

Nur Erdöl?

Interessant war die Sendung Report München vom 29.11.2011, in der über Fracking in Deutschland berichtet wird (bereits mehrere hundert Male in Niedersachsen durchgeführt). Angeblich kommt dies aber im Bruchsaler Raum nicht in Frage - wer weiß?

Es gibt dazu keine Umweltverträglichkeitsprüfung, da diese nicht im Gesetz steht und die Erdgas- Lobby wehrt sich mit Händen und Füßen gegen ein entsprechendes Gesetz, s. http://www.noz.de/deutschland-und-welt/politik/niedersachsen/56301344/ni...

Nachdem die Suche nach Erdöl/Erdgas bergbaurechtlich genehmigt ist, stellt sich die Frage, ob betroffene Ortschaften überhaupt noch ein Mitspracherecht haben. Die Versicherung der Herren von Geo-Service, dass in unserem Raum kein Fracking durchgeführt wird, ist wohl kaum von rechtlicher Bedeutung.

Radium 226 – ein strahlender Begleiter?

Mit Erdöl wird 1 % bis zu 10% Lagerstättenwasser gefördert. Dies kann, abhängig vom Gestein, strahlende Zerfallsprodukte wie Radium 266 enthalten.
Lange Zeit wurde von der Erdölindustrie verschwiegen, dass durch die Erdölförderung radioaktive Abfälle entstehen. Sie wurden von der Erdölindustrie bis ins Jahr 2009 unsachgemäß entsorgt. Aufgedeckt hat dies der WDR-Wirtschaftsredakteur Jürgen Döschner.

Ein Interview mit Herrn Doschner ist unter Planet Wissen zu finden:
http://www.planet-issen.de/natur_technik/energie/erdoel/interview.jsp

Ein verlorenes W

Im Link von Stuttgart 21 ist wohl ein W verloren gegangen   ;-)
http://www.planet-wissen.de/natur_technik/energie/erdoel/interview.jsp

Kühe vor dem Hofladen

Das ist ja nun mal ein interessantes Thema: Wir bohren anstatt in mal knapp vor der Nase und stoßen auf Erdöl!
Da wird unsere einheimische Landwirtschaft plötzlich hellwach:
Die eigene Zapfsäule vor dem Hofladen! Gefüllt mit Qualitätssprit aus heimischer Produktion. Da weiß doch der ökologisch rechtschaffene Kuhtreiber mit dem blau-weißen Propeller am Fahrzeug, wo er mit dem Moppet demnächst die Eier holen fährt. Wenn der Bauer die Einflugschneise über den nackten Acker zum Hofladen ' e weng' breiter macht, kommen auch die mit ihren Allradgroßstadttreckern...
Endlich ist auf dem Land wieder was los!.

Der Tisch ist schon gedeckt -

und die Sitzplätze vergeben. GDF Suez und Rhein Petroleum haben sich Erkundungsrechte im Oberreheingraben gesichert.

Bis in die(19)70- ger Jahre (so hört man) wurde im Raum Bruchsal Erdöl gefördert. Die Erdölförderung wurde, wie an vielen anderen Orten Deutschlands, mangels Rentabilität eingestellt. Doch mit den steigenden Ölpreisen, hofft nun Rhein Petroleum am gedeckten Tisch Platz nehmen zu können.

Keine unbegründete Hoffnung, wenn man an den Zufallsfund 2003 in Speyer bedenkt. Bei Probebohrungen für Geothermie ist man auf Erdöl gestoßen. Dort fördert GDF Suez, derzeit noch ohne großen Aufwand. Wie die Wormser Zeitung im Sommer 2010 berichtet, kommt das Erdöl eruptiv zu Tage, das heißt es muss nicht gepumpt werden. Es schießt aus der Quelle „also fast wie im Spielfilm“. Jetzt sollen weitere Bohrungen folgen.

Ein weiterer Tischgesell ist das jeweilige Bundesland. Dank einer Förderabgabe von 10% des Erlöses. Keine kleine Happen, die jede Bohrung in Speyer der Landeskasse voraussichtlich bringt. Geschätzt werden 1 Mio. Euro pro Förderbohrung.

Link: http://www.strom-magazin.de/strommarkt/pfaelzer-erdoel-pumpt-millionen-i...)

Grund genug, sich nicht zu sehr mit Gefahren und Risiken von Erdölbohrungen im Rheingraben auseinanderzusetzen?

Es riecht nach Öl

"04.12.2011 2011-12-04T19:40:00+0100 · Seit Wochen wird in Südhessen wieder nach Erdöl wie auch nach Erdgas gesucht. Im Auftrag eines Heidelberger Unternehmens sind Spezialfahrzeuge für seismische Messungen unterwegs." (Frakfurter Allgemeine Zeitung)

Mehr darüber hier:

http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/hessisches-ried-es-riecht-nach-oel...

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