Enttäuschung über Austritt von Philippsburg und Sparkasse Karlsruhe Ettlingen aus der WFG

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Neukonzeption der WFG Bruchsal wird mit Kerngruppe umgesetzt
Freitag, 27. Januar 2012 - 17:34

Bruchsal (pa.). Obwohl zuletzt gegenteilige Erwartungen geweckt wurden, hat sich der Gemeinderat der Stadt Philippsburg am 24. Januar 2012 überraschend gegen einen Verbleib in der Regionalen Wirtschaftsförderung Bruchsal GmbH (WFG)  ausgesprochen. In einer ersten Stellungnahme zeigt sich Aufsichtsratsvorsitzende Cornelia Petzold-Schick enttäuscht: „Mit diesem Beschluss kündigt Philippsburg die interregionale Zusammenarbeit im Bereich der Wirtschaftsförderung auf, obwohl bei anderen Sachverhalten immer wieder Solidarität eingefordert und praktiziert wurde.“ Als Folge der Philippsburger Entscheidung hat auch die Sparkasse Karlsruhe Ettlingen die Beteiligung an der Gesellschaft gekündigt, da mit dem Ausscheiden von Philippsburg nur noch eine Gesellschafterkommune im Geschäftsbereich des Bankinstituts verblieben war. In einem Ausblick formuliert die Aufsichtsratsvorsitzende: „Wir halten an der Umsetzung der Neukonzeption der WFG fest, weil für die Kerngruppe der Gesellschafter auch weiterhin eine enge wirtschaftliche Verflechtung besteht, die ein gemeinsames Handeln rechtfertigt.“ Dennoch ist das Ausscheiden von Philippsburg aus der WFG für Petzold-Schick sehr bedauerlich: „Mein Bürgermeisterkollege Stefan Martus hat die neue Konzeption der WfG ausdrücklich begrüßt, aber leider ist es in einer Zeit, in der eine neue wirtschaftliche Ausrichtungen für Philippsburg durchaus sinnvoll gewesen wäre, nicht gelungen, das Philippsburger Hauptorgan von den Vorteilen zu überzeugen.“

Die Gesellschafter der WFG haben unter Leitung der Aufsichtsratsvorsitzenden Cornelia Petzold-Schick im zurückliegenden Jahr eine Neukonzeption für die Regionale Wirtschaftsförderung erarbeitet. Am 6. Dezember 2011 hat die Gesellschafterversammlung der WfG einstimmig – lediglich mit Enthaltung des Vertreters von Philippsburg – die Fortsetzung der Tätigkeit der Regionalen Wirtschaftsförderung und eine neue Konzeption beschlossen. Die Neukonzeption geht einher mit einer Änderung des Gesellschaftervertrages. Sämtliche beteiligte Kommunen – Bruchsal, Kraichtal, Östringen, Ubstadt-Weiher, Bad Schönborn, Karlsdorf-Neuthard, Forst, Kronau, Hambrücken und Dettenheim – haben hierfür die erforderlichen Gemeinderatsbeschlüsse gefasst. Die Neuausrichtung der WfG wird auch von der Sparkasse Kraichgau und der Volksbank Bruchsal-Bretten unterstützt. „Diese Gesellschafter sind verlässliche und starke Partner für die WFG“, zeigt sich Petzold-Schick überzeugt.

Für die Umsetzung der neuen Konzeption der WfG wurde bereits die Stelle eines Geschäftsführers oder einer Geschäftsführerin ausgeschrieben. Die Vorstellungsgespräche finden demnächst statt. Sobald das Auswahlverfahren beendet ist, plant die WfG einen starken Neustart mit einem neuen Konzept.

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