Endlich geschaft

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Besser schwul als alleinerziehend
Donnerstag, 6. Juni 2013 - 12:20

Nachdem die Diskussion um die Abschaffung des Ehegattensplittings fast ihren Höhepunkt erreicht hatte, werden nun endlich auch verpartnerte Menschen in den Genuß dieses Steuervorteils kommen. Und zwar nicht erst ab der Verkündung des Gesetzes, nein, rückwirkend bis 2001.

Allerdings sind die Alleinerziehenden, die mit dazu beitragen, dass die Deutschen nicht aussterben, weiterhin vom Staat steuerlich allein gelassen.
Wie die Verpartnerten dazu beitragen wollen, dass künftige Generationen das Auskommen und die Pflege der Alten finanzieren können, ist mit ein Rätsel. Dafür werden sie jetzt steuerlich besser gestellt.

Die Frage, ob die Gleichstellung daran liegt, dass so viele Schwule in leitenden Regierungsämtern sind (sicher auch solche, die sich noch nicht geoutet haben), würde sicherlich zu Proteststürmen führen. Deshalb stelle ich sie auch gar nicht.

Was ich aber nicht glaube ist, dass bei uns so viel Toleranz herscht, wie allenthalben verlautet. Was sich so jeder im Stillen denkt .......

 

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Kommentare

Bevor...

Schwulsein zur Plicht wird, wandere ich aus :-)

Wenn man bedenkt

dass gewisse Teile der evangelischen Kirche darin heute immer noch eine psychische Krankheit sehen..... oder weit schlimmeres was ich hier jetzt mal nicht schreibe....

Meiner Meinung nach ist dies nur gerechtfertigt, wenn schon verheiratet dann auch mit allen Rechten und Pflichten! Es soll keine Verheirateten erster und zweiter Klasse geben.

Endlich geschafft

Als ehemalige Alleinerziehende bekam ich Steuerklasse II , nach meiner Verpartnerung und schon vorher als ich zu Ihr gezogen bin musste ich in Steuerklasse I, auch mit 2 Kindern. Also wo ist hier die Gerechtigkeit?
Es wird endlich Zeit, dass wir voll gleichgestellt werden. Wir haben zwar alle Pflichten wie Verheiratete aber immer noch nicht die gleichen Rechte.
Wenn Sie schon meinen so ablästern zu müssen, dann müssen Sie auch die kinderlosen Ehepaare zur Kasse bitten, siehe unsere Frau Bundeskanzlerin.
Also erst mal richtig erkundigen bevor unsinnig und unwahr herumproletet wird.

Nachdem das

Nachdem das Ehegattensplitting eben gerade KEIN Familiensplitting ist, wie von der CDU/CSU immer wieder behauptet wird, war diese Entscheidung folgerichtig. Denn mit dem Ehegattensplitting wird NICHT die Familie gefördert sondern, wie der Name schon sagt, die Ehe. Eine alleinerziehende Frau (oder Mann) ist nicht Ehe und nimmt somit an den großzügigen Steuervorteilen des Ehegattensplitting nicht teil.

Endlich geschaft...

...kaufe ein (f). Bitte nicht böse sein.

Schwulen-Nachweis

Mal eine Frage: Muss ich nachweisen, dass ich schwul bin, wenn ich einen Mann "heirate" - nur mal so, aus steuerlichen Gründen oder so...
Und wenn ja - wie mach' ich das?!

Laufen Sie doch...

mal händchenhaltend durch Bruchsal und über den Wochenmarkt. Sie glauben gar nicht, wie schnell sich das rumspricht....

Was sich so jeder im Stillen denkt...

...sollte vielleicht manchmal auch im Stillen bleiben,  nicht jeder geistige Dünnpfiff muss in Form eines Artikels veröffentlicht werden.

Es ist ja durchaus in Ordnung, sich über die Situation Alleinerziehender Gedanken zu machen, braucht es dafür Stimmungsmache gegen gleichgeschlechtliche Paare? Das Urteil macht die Situation für Alleinerziehende weder besser noch schlechter.

Zumal in sehr vielen gleichgeschlechtlichen Beziehungen Kinder leben, es soll ( laut Hörensagen) nämlich auch Menschen geben, die vor ihrer gleichgeschlechtlichen Beziehung heterosexuell "verkehrten" und Kinder haben. Wahnsinn, oder? Was es nicht alles gibt im Jahre 2013...

..

 

 

 

Lieber Zensor Morticia

Mit Interesse habe ich zur Kenntnis genommen, dass es Themen gibt, über die man nicht schreiben soll. Dass dieses Thema bis zum Verfassungsgericht gegangen ist, ist dabei ohne Belang.

Es ist mir auch nicht entgangen, dass die Ablehnung des Artikels scheinbar nur in der Fäkalsprache möglich ist. Aber das ist Ihre Sache.

Am besten scheint es zu sein, Homosexuelle auch noch zu unterteilen in solche, die Kinder bekommen oder gezeugt haben und solche, die Kinder adoptiert haben und solche, die keine Kinder haben. Na toll!

"Das Urteil macht die Situation für Alleinerziehende weder besser noch schlechter", das ist richtig. Aber was ist falsch daran zu sagen, die Alleinerziehenden sind schlechter dran als Verpartnerte, weil sich niemand darum kümmert? Immerhin wurden 2011 bei Mikrozensus 2,7 Millionen alleinerziehende Mütter und Väter gezählt (wobei der Anteil der Mütter bei über 90% lag).

Ehegattensplitting und nicht Familiensplitting? Es ist schade, dass kein Familiensplitting daraus geworden ist, aber sei's drum. Gleichgeschlechtliche können sich zwar jetzt verpartnern, aber sie werden damit noch lange keine Ehegatten. Also was ist mit Ehegattensplitting?

"Eine alleinerziehende Frau (oder Mann) ist nicht Ehe", sagt ein Gast, aber Verpartnerung eben auch nicht.

"bevor unsinnig und unwahr herumproletet wird", lieber Sonnenschein, stieg da die Zornesröte ins Gesicht oder war es nur das Abendrot?

Die Ehe, deren Merkmal die Verbindung von Mann und Frau zu einer Lebensgemeinschaft mit dem Ziel der Nachkommenschaft ist, gilt im christlichen Abendland und im Islam. Von Verpartnerung sind beide Religionen weit entfernt. Auch im Judentum gibt es nach wie vor Vorbehalte in den stark religiösen und orthodox orientierten Gesellschaftsbereichen , wobei Israel die fortschrittlichste Gesetzgebung bezüglich LGBT (Lesbians, Gays, Bisexuals und Transgender) hat.

"Was sich so jeder im Stillen denkt, sollte vielleicht manchmal auch im Stillen bleiben". Weshalb? Soll ab jetzt jeder seine Meinung verschweigen? Scheinbar konforme Geisteshaltung zu Gesetzen zeigen und in der Hosentasche die Faust ballen? Auch zwei Verfassungsrichter haben bei diesem Thema mit nein gestimmt. Die Richter sind auch nur ein Teil der Gesellschaft.

"Muss ich nachweisen, dass ich schwul bin, wenn ich einen Mann "heirate" - nur mal so, aus steuerlichen Gründen oder so...", nein lieber Gast, Du kannst auch eine Frau sein.

wohl wahr .... aber so sehen

wohl wahr .... aber so sehen sie uns wenigstens und können sich langsam an den Anblick gewöhnen, dass die Welt viel bunter ist als sie bisher in ihrer engen, wohlgeordneten Welt geglaubt haben.

Nach dieser Logik sind dann

Nach dieser Logik sind dann auch heterosexuelle Eheleute ohne Kinderwunsch keine richtigen Ehegatten, oder wie?

Und was ist mit Paaren, die keine Kinder bekommen können?

Die Ehe ist weit mehr als nur eine Partnerschaft mit dem Ziel, sich fortzupflanzen, sie ist hauptsächlich eine im Idealfall lebenslange Gemeinschaft, in der zwei Menschen sich zueinander bekennen und füreinander einstehen, in vielerlei Hinsicht, dem trägt der Staat mit der sog. "Homo-ehe" Rechnung und das ist gut so.

Was verschiedene Religionen davon halten ist rechtlich nicht von Belang, Gottseidank.

 

Die Ehe

Die Ehe oder meinetwegen auch Lebenspartnerschaft wird geschützt!

Nicht die Absicht Kinder in die Welt zu setzen oder dieses zu tun!

Denn sonst müsste die Eheformel wohl lauten: Sich zu lieben, zu Ehren, zu schützen und Kinder zu zeugen in guten wie in schlechten Tagen.

Zusätzlich sollte dann aber auch noch die Mindestzahl an Kinder eingetragen werden, die jeder haben muss um in den "Genuss" dieser Steuerersparnis zu zu kommen. Denn.. wo kämen wir den da hin, wenn Paare mit einem Kind genauso viele Steuern sparen, wie Paare mit 2...3..12 Kindern!

Oder, einfache Lösung: Nur noch Steuerklasse 1 für alle! Dafür wird dann das Kindergeld erhöht und man kommt damit nur in den Genuss, wenn man diese Kinder auch hat.

Ach ja... was machen wir dann mit Familien mit 3 und mehr Kindern, wo ein Ehepartner zu hause bleiben muss um die Familie zu versorgen?

Hmm.... Haushaltshilfe bezahlen und den Ehepartner zum arbeiten schicken.... oder ... noch besser, dem Ehepartner den Lohn einer Haushaltshilfe zahlen... natürlich mit Steuerklasse 1

(Wer die Ironie nicht findet, wende sich an seinen Bundestagsabgeordneten, der hat einen passenden Vorrat für alle Fälle.)

Schon als Pimpf

hab' ich die geilen Kühe gesehen, die aufeinandergestiegen sind mangels eines Stierleins. Als Hüatabua ist einem nichts fremd. Deswegen habe ich noch nie etwas gegen Lesben gehabt. Bei den Stieren hab ich das nie erlebt, daher mußte ich mich erst daran gewöhnen, dass es das auch gibt. Als Kinder hat man uns "aufgeklärt", die hätten nur einen kleinen. Die bunte Welt, werte(r) Maevie hat mich nie gestört. Vielleicht die Ansprüche, die Minderheiten an Mehrheiten anmelden, sonst nichts.

"Nach dieser Logik sind dann.....". Was soll's Morticia? Die Ehe ist im Christentum ein heiliges Sakrament, eines von sieben. Sie war vom Stand her so geachtet, dass im Mittelalter Knechten und Mägden sogar die Eheschließung verweigert wurde. Die Eheschließung vor der Kirche ist auch heute noch gläubigen Christen ein Bedürfnis. Dass auch "Glaubensschwache" heute noch kirchlich (in Weiß) heiraten wollen ist der schwache Versuch, mehr zu scheinen als zu sein.

Der Staat kat die Beurkundung des Standes an sich gerissen, ohne ihn mit irgendwelchem Sinn zu füllen. Dass heute jede dritte Ehe geschieden wird, sollte zu denken geben. Es ist Egoismus, wenn man sich trennt, ohne an die Kinder zu denken (doch das ist eine andere Diskussion).

"Die Ehe ist weit mehr als nur eine Partnerschaft mit dem Ziel, sich fortzupflanzen .... ". Ach so? Was ist es denn noch? Monetäre Vorteile genießen? Sich im Alter von anderer Kinder versorgen zu lassen? Was ist es bitte, wenn die Fortpflanzung nicht das oberste Ziel ist? Das, was jede Pflanze und jedes Tier macht, die Erhaltung der Art, ist der einzige Lebenszweck.

Es ist das sogenannte "ewige Leben", die Weitergabe der Gene und der Erfahrungen. Was sich nicht fortpflanzt, stirbt aus. Bei Einzelnen ist der Schaden nicht groß, Planzen ohne Samen gab es in der Natur schon immer: Die Bienen hatten vergessen, vorbei zu schauen. Zum Glück hat sich die Mehrzahl vermehrt.

"Nach dieser Logik sind dann auch heterosexuelle Eheleute ohne Kinderwunsch keine richtigen Ehegatten". Nein, das habe ich nie behauptet. Sind sie ohne Kinderwunsch, dann sind sie Schmarotzer. Sind sie unfruchtbar, können sie nichts für ihr Schiksal.

Und jetzt mal ganz provokativ: Wenn uns Schwule und Lesben wichtiger sind als Kinder, dann gute Nacht. Wenn wir Schwule und Lesben akzeptieren, dann ist das in Ordnung und richtig. Wenn wir uns von Minderheiten Vorschriften machen lassen, solten wir die Reihenfolge der Prioritäten überdenken.

Die Ironie, lieber Michael, konnte ich in deinem Beitrag nicht finden. Ich kann deine Meinung zu dem Thema nicht erkennen. Schade, sonst ist deine Meinung meist sehr dezidiert.

 

Haben Sie sich schon ein paar

Haben Sie sich schon ein paar Schnäpschen genehmigt oder wie kommt so ein Beitrag zustande?

Danke aber für den Einblick in die bunte Welt der geilen Kühe und Stiere, die einen "kleinen" haben...

Was Sie sonst noch so erzählen, ist natürlich ähnlich fundiert.

Sie können doch kirchlich heiraten, wenn Sie das wollen, spricht Ihnen das jemand ab? Und Kinder zeugen können sie auch, soviel Sie wollen, meinetwegen zwei Dutzend. Wenn das Ihr einziger Lebenszweck ist, finde ich persönlich das traurig, aber jedem das Seine...

Es darf doch aber wohl erlaubt sein, eine andere Lebensplanung vorzuziehen, ohne von Menschen wie Ihnen als "Schmarotzer" betitelt zu werden.

Sie haben eine ausgewachsene Homophobie und eine erzkonservative Lebenseinstellung, das ist alles...

 

 

Jeder soll...

selig werden, wie er will. Mein Gedanke gilt allein den Kindern, die von schwulen Paaren adoptiert werden können (wenn möglich vielleicht auch nur Jungens!). Für die ist das doch verkehrte Welt. Ich kann mir vorstellen, daß die einen Schaden für's Leben mitbekommen und von ihren Mitschülern - Kinder können brutal sein -  gehänselt und gemobbt werden.

Wo bleibt da das Kindswohl, um das unsere Jugendämter immer so sehr besorgt sind? Da wird in Zukunft noch Einiges auf die Ämter zukommen, warten wir's ab...

Weshalb?

Und wieso nur Jungens?

Für Kinder ist immer da heile Welt, wo sie in Geborgenheit und mit viel Liebe und Verständnis aufwachsen können, egal ob Mama+Papa, Mama+Mama oder Papa+Papa. Kinder sind da wesentlich flexibler als manche Erwachsene sich das denken.

Als würde allein die Konstellation Mama+Papa eine glückliche Kindheit garantieren, dem ist nicht so...

Gerade bei homosexuellen Paaren muss der Kinderwunsch sehr groß sein, um sich dem auszusetzen, ich seh da kein Problem. Hänseleien+ Mobbing unter Kindern wird es immer geben, auch aus anderen Gründen (Kleidung, Gewicht, Brille usw), umso wichtiger, Kindern ein offenes Weltbild zu vermitteln, da sind wir alle in der Pflicht...

Wer bewußt

auf Kinder verzichtet aber alle Annehmlichkeiten des Staates nutzt, ist für mich ein Schmarotzer. Von dieser Meinung muß ich nicht abweichen, egal wie beledigend ihre Antworten sind. 

Ach

Ach und das ist keine Beleidigung, wie Sie hier andere Menschen aburteilen?

Die Entscheidung für oder gegen Kinder ist eine höchst intime, da hat einem niemand hineinzureden.

Im Übrigen haben wir, global gesehen, eben nicht das Problem, daß zuwenige Kinder geboren werden. Oder setzen Sie sich mit gleichem Eifer für die Kinder weltweit ein, die zwar geboren wurden, aber keine Perspektive haben? Unterstützen sie zB so ein Kind?

Im Übrigen ist allein schon ihr Vergleich mit den "geilen Kühen", die "mangels Stierlein" sich besteigen, verbunden mit der Begründung "Deshalb hab ich nichts gegen Lesben" eine Unverschämtheit. Wollen sie damit sagen, lesbischen Frauen mangelt es nur an Männern?

Wieso nur Jungens?

Kriminalisten befürchten, daß bei schwulen Paaren eventuell Übergriffe auf die (nicht eigenen), adoptierten Jungen stattfinden könnten. Wenn man das starke Triebleben von homosexuellen kennt, ist auch damit zu rechnen, daß solche "Ehen"  nicht lange halten, und die Leidtragenden sind dann im doppelten Sinn die Kinder, die eh schon mit einem "falschen Weltbild" aufgewachsen sind. Ich glaube auch nicht, daß sich Kinder, vor allen Dingen Jungens, in solch einer Ehe "geborgen" fühlen könnten. Sie werden das, wenn sie normal veranlagt sind, eher abstoßend finden - wie auch ein normal veranlagter Mann homoerotisches Treiben abstoßend findet - also mich ekelt so etwas an - sorry, ich kann nichts dafür. Bitte darum, mich nun nicht als "versteckt homophil" und als "erzkonservativ" zu bezeichnen  :-)

Wie bitte?

Welche Kriminalisten befürchten das? Gibts da seriöse Studien? Hätt ich noch nie gehört...

Das ist doch unlogisch, man befürchtet doch auch bei heterosexuellen Männern keine Übergriffe auf adoptierte Mädchen. Ich halte das für hanebüchen, homosexuell heisst doch nicht pädophil, um Gottes Willen. Also da bitte ich mal um Nachweise, wo das seriös begründet sein soll...

Warum sollten Homosexuelle per se triebgesteuerter sein als Heteros?

Oh Mann, wieso sollte ein "normal veranlagter Mann" homosexuelle Praktiken "abstossend" finden. Die Männer, die ich kenne, finden es nicht anregend und wollen es für sich nicht, aber "abstossend" oder "ekelerregend"? Hm...

Zumal Kinder das sex. Treiben ihrer Eltern doch immer merkwürdig oder eklig finden, ich konnte mir meine Eltern (Mama+Papa ;-) )dabei auch nicht vorstellen, so genau hat mich das aber auch nicht interessiert, was die so treiben, war auch nie damit konfrontiert :-)

"Versteckt homophil" würde ich nicht behaupten ;-), homophob ist es ein Stück weit schon, oder warum ruft das gerade bei gestandenen Männern so eine Panik hervor? Es gibt doch auch bei anderen Paaren Dinge, die man halt selbst nicht mag. Who cares?

 Wenn ich die vorhergehenden Beiträge aber so lese, scheinen gerade bei Männern Lesben deutlich beliebter zu sein als schwule Männer, jedenfalls liest man da wenig von "abstossend" oder "ekelerregend". Ist das Zufall? ;-)

 

 

 

Nun ja...

solche Befürchtungen gibt es, nicht zu vergleichen mit einem normalen Paar, das Kinder adoptiert. Immerhin spreche ich von zwei schwulen Männern, die Jungens adoptieren wollen. Schwule sehen Jungens anders. Es ist bekannt, daß auf dem Männerstrich Jugendliche über 17 Jahren nicht mehr gefragt sind....die wollen jung, jünger am jüngsten. Und sie machen sich sogar im Bekannten- und Verwandtenkreis an Jugendliche ran. Und was ist bequemer, als Jungen zu "adoptieren"?

Auch im Sport hört man immer wieder davon, wie sich Schwule unter der Dusche und in der Umkleide an Jugendliche ranmachen, habe ich selbst beim Sport mitbekommen und auch von Sportlerkameraden berichtet bekommen ("da hat der mich doch tatsächlich in den Schritt gefaßt").

Ich vermeide es noch heute, auf öffentliche Toiletten zu gehen. Auch in Bruchsal gab und gibt es solche, da können Sie nicht unbeobachtet pinkeln, und geile Männer streichen drum herum auf der Suche nach "Frischfleisch", und junge Kerlchen kommen, sprechen die Schwulen an, diese verschwinden in eine Richtung, gefolgt von den Strichern. An den Wänden kann man obszöne Sprüche lesen mit dabeistehenden Telephonnummern. Fragen Sie mal die Polizei, der ist das alles bekannt. 

Was die Triebhaftigkeit betrifft: Schwule sind auch Männer, und wo Männer aufeinander treffen, kann die männliche Triebhaftigkeit ungehemmt ausgelebt werden und wird sie auch, da alle das gleiche wollen, nämlich die schnelle Nummer - so kann man an eine Frau nicht rangehen! Kein langes Rumgemache (keine Frau muß "bezirzt"  und in "Stimmung" gebracht werden, werden, kein "Dinner mit Kerzen",  kein "Vorspiel"), es geht direkt zur Sache. Haben sie mal von der Schwulenszene gehört und was und wie die es dort treiben?

Hemmungslos geht es da nur um sexuelle Befriedigung. Die wollen sich teilweise gar nicht kennen, weshalb es "Darkrooms" gibt, wo im Dunkeln Dinge getrieben werden, da würden sie rot wie eine Laterne dabei werden. Oder schauen Sie sich im Internet mal einen Schwulenporno an. Wer das als hetorosexueller Mann nicht abstoßend findet, ist selbst nicht mehr normal. Ein Großteil der Männer findet das im übrigen abstoßend und ekelig - das ist "angeboren", genau so wie Homosexualität "angeboren", also von den Genen bestimmt ist. 

Das ist auch der Grund, weshalb ich Homosexuelle per se auch nicht für ihre Neigung verurteile - sie können ja nichts dafür. Nur, wenn mir einer an die Wäsche will, dann werde ich ungemütlich....

Das ist doch bei Heteros auch

Das ist doch bei Heteros auch nicht anders, oder wie gehts da auf dem Strich ab?

Man muss sich nur das Buch von Christiane F. in Erinnerung rufen...

Das ist aber nicht Lebensnormalität normaler Paare, weder bei Heteros noch bei Homos, dennoch gibt es sowas, leider...

Pädophilie ist in anderes, schreckliches, Thema, aber eben nicht auf Schwule begrenzt oder dort beheimatet, wieviele Mädchen gibt es denn, die von Heteromännern missbraucht werden?

Und auch auf dem Heterostrich gibt es eine erkleckliche Anzahl an Freiern, die jung oder noch jünger bevorzugen, das gibt es auch bei Schwulen, aber nicht häufiger als bei Heteros.

Und hat jetzt mit adoptionswilligen Paaren so garnichts zu tun, ganz andere Klientel...

Bei Heteros gibt es vielleicht die sog. "Klappen" nicht, und? Deshalb leben die auch nicht mehr oder weniger Perverses aus (oder was man jeweils darunter versteht).. Man muss es ja nicht tun und solange alle Beteiligten erwachsen und damit einverstanden sind, bitte, hab ich kein Problem damit.

Die Studien, die diese Thesen untermauern, fänd ich interessant, mir wäre keine einzige bekannt...

 

Ich sehe schon....

...Sie sind "Expertin" für Schwule  :-). Aber im Ernst: Sie haben ja selbst gesagt, auf dem "Heterostrich" ginge es nicht anders zu, also "geiler Mann" trifft "ungeile" Frau (so ist es doch wohl in der Mehrzahl aller Fälle). Nun stellen Sie sich mal vor, geiler Mann trifft geilen Mann, was da abgeht in den einschlägigen Clubs.

(Ich habe nicht nur vom Schwulenstrich gesprochen, sondern hauptsächlich von der Schwulenszene in einschlägigen Kneipen und Clubs).

Glauben Sie mir: Dagegen ist ein Swingerclub ein Mädchenpensionat... Und das ist Lebensnormalität von Schwulen, auch von schwulen Paaren, die alle diese Erfahrungen haben und nicht davon lassen wollen/können. Gehen sie doch mal in die Großstädte wie München, Köln, Hamburg, Berlin etc.

Und im Übrigen: So mancher heterosexuelle Mann schielt neidvoll auf das Sexualleben Schwuler und wünscht sich insgeheim eine adäquat agierende Ehefrau.  Wie ich gehört habe, soll das aber für die meisten "Normalmänner" ein unerfüllbarer Wunschtraum sein...   :-) 

 

 

Nö, bin ich nicht...

Ehrlich nicht...

Aber ich finde nichts dabei, wenn "geiler Mann" "geilen Mann" trifft, besser als "geiler Mann" trifft "ungeile Frau"..., oder;-) ?

Ist doch ok...Und wirklich, was ist denn ehrlicher? Ein Mann, der ein Bordell besucht  oder wenn sich zwei Gleichgesinnte treffen und eben das tun, was beide wollen? Ihren Trieben gehen beide nach, im ersten Fall finde ich es nur verlogener. Und es sind weder bei Schwulen noch bei Heteros ALLE, die das tun, das ist einfach nicht richtig.

Ja, diese Wünsche so mancher Männer haben sich, denke ich, rumgesprochen ;-)

Schade, wenn dann in mancher Heterobeziehung nur der neidvolle Blick auf Schwule bleibt, müsste nicht sein. Es soll auch Ehefrauen geben, die das ganz "adäquat" meistern und sogar noch Spass dran haben :-)

 

 

Ironie

@Filou

Wie schon geschrieben, wer die Ironie nicht findet, befrage seine Bundestagsabgeordneten, der hat einen großen Vorrat von dem Zeugs.

Vielleicht liegt Ihr "nicht finden" aber auch darin begründet, dass Sie sich nie mit dem Grund für eine Ehe wirklich beschäftigen mussten?

Man "Heiratet" nicht um Kinder in die Welt zu setzen. Dass dieses dazu nicht notwendig ist, sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben...

Zunächst einmal ist das "Eheversprechen" ein "Versprechen", gemeinsam das Leben zu bewältigen. Auch in Zeiten, in denen es einem schlechte geht. Wenn einer der beiden Partner krank, arbeitslos oder sonstwas wird. Ja, man gibt es sich AUCH!!! um gemeinsam Kinder groß zu ziehen. Aber nicht alleine aus diesem Grund, denn auch das könnte man auch ohne Trauschein.

Zunächst einmal ist es das Versprechen eine "Versicherung" auf Gegenseitigkeit ab zu schließen. Zumindest aus meiner Sicht. Das der Staat und die Kirche "etwas" mehr daraus gemacht haben, ändert nichts am "Sinn".

Das hat wenig mit unserem "Glauben" zu tun. Denn zum einen existiert die Ehe in jeder Religion, zum anderen bemühen sich gerade Teile unserer Religion Ehen zu verhindern. So dürfte ich meine Ehefrau, wenn es nur die kirchliche Ehe gäbe, überhaupt nicht "Heiraten". Selbst Pfarrer "dürfen" nicht heiraten, den schließlich sorgt ja "Gott" für sie.

Ich zumindest, bin die Ehe eingegangen, um mit meiner Partnerin zusammen dieses Leben zu bewältigen. Das sich daraus auch noch eine Steuerersparnis ergibt, freut mich. Schließlich "darf" ich bez. sie für den Partner auch dann noch aufkommen, wenn dieser eben nicht mehr in der Lage ist, seinen / ihren Lebensunterhalt selbst zu bestreiten.... egal ob aus dieser Verbindung nun Kinder entstanden sind oder nicht. Wenn Sie also so wollen, ist die "Steuerersparnis" ein "Versicherungsbeitrag" des Staates für Zeiten in denen der eine Partner für den Anderen aufkommen muss.

Wenn man genügen "Glück" hat, muss man diesen "Versicherungsschutz" nie in Anspruch nehmen... genau wie eine Diebstahlversicherung... nur... wenn man es in Anspruch nehmen muss dann...

Dafür, dass Alleinerziehende keine entsprechende Lobby besitzen, wie Homosexuelle und es unsere Politiker einen "schei..." interessiert... daraus kann man den Homosexuellen keinen Vorwurf machen.

Es ist einfacher Stimmen für die nächste Wahl zu bekommen, in dem man die Homoehe erlaubt, als Stimmen zu bekommen von Menschen, die eh ihr Kind schon "am Hals" haben und somit damit leben müssen, ab es ihnen nun gefällt oder nicht.

Vielleicht finden Sie ja jetzt die Ironie in meinem Beitrag... und begreifen, warum ihr Bundestagsabgeordneter einen entsprechenden Vorrat für Sie bereit hält.

Das mit der Ehe

und der Familie ist wirklich so eine Sache, lieber Michael,  von der ich keine Ahnung habe. Mir fehlt auch alle Lebenserfahrung, ich hoffe aber noch immer. Vielleicht wird sich das noch bis zum 60. Hochzeitstag ergeben. Aber bis dahin sind es halt noch etwas über 7 Jahre erzkonservativen, homophoben Dashinsiechens im Kreise unserer Kinder und Enkel. Also, bleibt gesund!

Unterste Schublade...

...wäre in diesem Thread mit Verlaub eindeutig erreicht! Einziger Trost: Viel tiefer kann das Niveau nimmer sinken.

Unterste Schublade ist vor

Unterste Schublade ist vor allen Dingen, welche Vorurteile und Vorstellungen von anno dazumal zu diesem Thema in den Köpfen herumgeistern, ohne jegliche Differenzierung...

Das ist beängstigend!

 

Ganz besonder schlimm...

 

Ist, wie hier Pädophile mit Homosexuellen gleichgesetzt werden.Man will sicher auch als heterosexueller Mann nicht mit so jemandem in einen Topf gesteckt werden, obwohl es auch da Übergriffe gibt. Das ist ein ernstes Thema, aber keines, das sich auf Hetero- oder Homosexuelle pauschal anwenden lässt.

Und schon garnicht taugt diese Diskussion über die "Homoehe" dazu.

Und was Adoptionen betrifft: Ein homosexuelles Paar wird genauso auf "Herz und Nieren" geprüft werden wie ein heterosexuelles. Nämlich darauf, ob ein Kind dort glücklich sein kann. Welche sex. Spielarten die Eltern bevorzugen spielt keine Rolle, betrifft auch das Kind nicht.

Wie schon gesagt, Kinder brauchen Liebe und Geborgenheit, diese können sie in jedweder Konstellation erfahren oder eben auch nicht, die "ideale" Familie lässt sich nicht an Geschlechtern festmachen.

Schön wäre es, wenn man soweit käme, sämtliche Lebensformen zu akzeptieren , wenn es allen Beteiligten gut geht. Vorurteile und Klischees führen eben gerade dazu, daß solche Eltern und Kinder ausgegrenzt werden (im Übrigen ähnlich wie Alleinerziehende).. Heute gibt es nunmal andere Vorstellungen und Lebensformen als in den Fünfzigern, das ist vielfach ein Segen, wobei das nicht heisst, daß herkömmliche Familie nicht auch funktionieren kann (und es ist super, wenn das klappt), es muss eben nicht NUR so sein.

..

 

 

Hallo Morticia

Kommen diese Sätze eigentlich aus Ihrem "Bauchgefühl" heraus oder liegen diesen ernsthafte Studien zugrunde? Ich zitiere:

"Ein homosexuelles Paar wird genauso auf "Herz und Nieren" geprüft werden wie ein heterosexuelles. Nämlich darauf, ob ein Kind dort glücklich sein kann. Welche sex. Spielarten die Eltern bevorzugen spielt keine Rolle, betrifft auch das Kind nicht."

Und weiter: "Wie schon gesagt, Kinder brauchen Liebe und Geborgenheit, diese können sie in jedweder Konstellation erfahren oder eben auch nicht, die "ideale" Familie lässt sich nicht an Geschlechtern festmachen."

Die Aussage, daß Kinder Liebe und Geborgenheit brauchen, ist natürlich nicht von der Hand zu weisen. Aber in "jedweder Konstellation"?

Das Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft geht dieser Frage nach.

Ich zitiere: "Vor gut dreißig Jahren war die Frage nach der Entstehung von Homosexualität durchaus noch eine Frage der politisch-neugierigen Selbstaufklärung. Es gab eine Neugier, die zumindest so selbstverständlich war wie der Wunsch zu wissen, warum jemand zum Neurotiker wird, zum Fetischisten, oder warum Frauen die Männlichkeit überbewertend und Männer die Weiblichkeit abwertend idealisieren. Oder warum Menschen beziehungsgestört sind und ihre anfängliche Liebe oftmals unter gegenseitigen Kränkungen zerfällt.

Zur Entstehung von Homosexualität gab es im Wesentlichen zwei wissenschaftliche Erklärungsströmungen, die auch heute noch Geltung haben, inzwischen aber durch eine subkulturelle Selbstbedeutung ergänzt werden. Die eine Strömung gab sich eher naturwissenschaftlich, die andere stützte sich auf die Erkenntnisse von Familientherapie und Psychoanalyse oder machte Anleihen bei ihnen.

Die naturwissenschaftliche Erklärung sah in der Homosexualität unter anderem ein „Entgleisungsmodell“. Ein hormoneller Mangel während der Schwangerschaft galt als Weiche zur Homosexualität. In dieser Tradition (Goy 1988; Friedmann 1976) würde man sich heute – wie etwa Bailey (1991) und Pillard (1998) dies tun – eher nach DNA-Besonderheiten umsehen oder wie Simon LeVay (1991) die Hirne von Toten zu Vergleichszwecken sezieren. Damals entstand auch der Plan, alle Schwangeren gegen das vermutete Hormondefizit zu impfen (Dörner 1975). Diese Interpretation war für viele Homosexuelle kränkend, denn ihr sexuelles Begehren wurde damit einer pathologischen endokrinologischen Entwicklung zugeschrieben. Was ihnen angeboten wurde, war die Akzeptanz als Kranke.

Als jedoch Dekonstruktivismus und homosexuelle Lobbygruppen im Jahre 1973 die American Psychiatric Association (APA) heimsuchten, wurde dort per Abstimmung förmlich entschieden, dass Homosexualität ab sofort keine psychische Störung mehr darstelle und deshalb aus dem Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DMS) zu streichen sei (Socarides 1992). Wer sich dieser politischen Entscheidung widersetzte, wurde per Strafe mit der Diagnose „Homophobie“ belegt. Daran hat sich bis heute nicht viel geändert. Fortan war es sozusagen berufspolitisch verboten, Homosexualität als Krankheit zu diagnostizieren und sie unter diesem Aspekt zu erforschen, während umgekehrt Homosexuelle als pathologisch galten, wenn sie das Ergebnis ihrer psychosexuellen Entwicklung als ich-dyston erlebten. Als therapiebedürftig gilt jetzt der Homosexuelle, der über seine Homosexualität unglücklich ist (Margolies/Becker/Jackson-Brewer 1987; Moss 1997).

Das andere Prinzip, das Erklärungen für die Entstehung homosexueller Geschlechtsidentität liefern sollte, konzentriert sich auf den Nachweis von Besonderheiten in der Familienstruktur und speziell in gewissen Formen einer psychisch dominanten und wenig abgegrenzten Mütterlichkeit sowie, parallel dazu, einem schwachen, submissiven Vater. Dabei steht die Konfliktanalyse im Mittelpunkt, die Geschlechteridentität aus den Besonderheiten familiärer Psychodynamiken (Friedmann 1991, S. 103) und Beziehungsstrukturen ableitet. Darauf hinzuweisen bedeutet allerdings heute, wie vor 20 Jahren, ein heißes Eisen anzufassen; ein Eisen, das zwar nicht in der Hölle geschmiedet ist, wohl aber aus dem zeitgenössischen Hexenkessel der political correctness stammt. So werden Forscher, die die Veränderbarkeit des homosexuellen Begehrens durch Psychotherapie dokumentierten – wie z. B. Robert L. Spitzer (1973), Levine (1991), Nicolosi (1991, 1993) oder auch C. W. Socarides, die als einflussreiche Figuren in der American Psychiatric Association für die Streichung der Homosexualität aus dem DSM eintraten bzw. gegen deren Diskriminierung angingen – heute von der vielgestaltigen Lobby der Homosexuellen als Handlanger des rechten Politikspektrums angegriffen. So wie Otto Kernberg 1995 undemokratisches Verhalten vorgeworfen wurde, weil er die APA-Entscheidung nicht respektierte und weiterhin psychoanalytische Erfahrungen zur Genese von Homosexualität publizierte (Kupers 1995). Diejenigen wiederum, die jede Veränderbarkeit von Homosexuellen bestreiten, gelten dem religiösen Fundamentalismus als Handlanger der homosexuellen Lobby.

Für die Frage, ob Homosexualität als ein subkultureller Lebensstil zu betrachten ist, sind die beiden genannten Theorien von der Entstehung von Homosexualität weitgehend ohne Belang. Auch andere Gruppen organisieren ihren life style, ohne Fragen nach seiner Psychogenese beantworten zu müssen. Das Recht auf Privatheit und ihr Schutz vor Diskriminierung gilt auch für homosexuelle Subkulturen. Daran ist selbst dann noch festzuhalten, wenn dadurch der Blick auf die kindliche, von sanfter – pervasiver – Gewalt durchsetzte leidvolle Psychogenese von Homosexualität getrübt wird oder sie gänzlich aus dem Blick gerät. Das ist im Bereich normaler Beziehungsformen nicht viel anders. Für die Anerkennung dieses Lebensstils in einer pluralistischen Gesellschaft ist es deshalb unerheblich, ob – wie bei Sigmund Freud, Louise Kaplan, Fritz Morgenthaler oder Otto Kernberg – sehr unterschiedliche Perversionen in einem Fall als Ausdruck erotisierten Hasses, in einem anderen als später Sieg über die Drangsalierer der Kindheit beschrieben oder als der Pfropf gesehen werden, der die Lücke schließt, die eine pathologische Entwicklung des Narzissmus erzeugt hat.

Allerdings gibt es einen Kulturstandard, der für alle Menschen gilt und der verletzt werden kann. So sind die Grenzen der Liberalisierung dann errreicht, wenn die Schranken zwischen den Generationen durch Überschreitung aufgehoben, Kinder beschädigt und die Essentials der Generationenfolge in Frage gestellt werden. Das von einigen Homosexuellen leidenschaftlich beanspruchte Recht auf homosexuelle Fortpflanzung und Elternschaft ist mithin legitimationsbedürftig und keineswegs ein disponsibles Element einer spaßgesellschaftlich orientierten Kultur. Zumal sich in den vergangenen Jahrzehnten ein intensiver Diskurs über Missbrauch an Kindern entwickelt hat und die neuen Techniken der Menschenproduktion und die Eugenik heute einer ethischen Begründungspflicht unterliegen, in deren Zentrum die moralische Verantwortung für die tiefgreifenden intergenerationellen Konsequenzen jeder Modifikation von Zeugung und Elternschaft steht.

Gemeint sind die Konsequenzen aus neuen Elternarrangements – wie Leihmutterschaft, heterologe Besamung, Mutter- und Vaterschaftswechsel zwischen homosexuellen Frauen, Geschlechterselektion und genetische Kindesoptimierung – für die Kinder, die aus solchen Arrangements versehrt, weil irreversibel ursprungsmanipuliert, hervorgehen (Amendt 1988). Dass es angesichts der neuen technischen Möglichkeiten in der Reproduktionstechnik und Eugenik sowie der teilweise entgrenzten Phantasien von homo- wie heterosexuellen Männern und Frauen viele Punkte gibt, die noch längst nicht ausdiskutiert sind, kann nicht verwundern; einige Dinge sind in ihren Auswirkungen jedoch bereits normativ bewertet oder an bestehende Wertvorstellungen gekoppelt worden. Auf jeden Fall hat eine generelle Legitimationspflicht entsprechender Vorstellungen und Forderungen eingesetzt.

Es stimmt bedenktlich, wenn Homosexuelle sich dieser ethischen Pflicht entziehen und lediglich vermerken, dass die Mehrheit den Kindesschutz imnmer dann entdecke, wenn es darum gehe, Minderheiten die Lebensqualitäten zu beschneiden. Wer sich der ethischen Begründungspflicht entzieht, verkennt entweder die Tragweite des stattfindenden Diskurses oder formuliert politisch folgenreiche technische Visionen auf der Basis eines pathologischen Narzissmus, der nur sich selbst und niemanden sonst kennt – und der deshalb unfähig ist, über Kindeswohl und Kultur zu reden.

Was eine Gesellschaft mit ihrem Verständis von Elternschaft und Kindeswohl für vereinbar hält, regeln Traditionen und die jeweils geltenden Gesetze. Zum Beispiel widerspricht es unserem Verständnis und unserer Tradition von Mutterschaft und Kindeswohl, dass Frauen sich als Leimütter verkaufen oder als Gebärmaschinen eingekauft werden und vertragsgemäß die Neugeborenen nach der Geburt aussetzen. Leihmutterschaft ist deshalb nicht nur verboten, sie wird allgemein als abartig und unethisch empfunden.

Niemand spricht in modernen Gesellschaften anderen die Wahl individualiserter Lebensformen ab. Sie werden täglich neu geschaffen und verschwinden ebenso schnell – ähnlich den wechselnden Moden in den Kaufhäusern. 

Lifestyle-Freiheit kann mancherlei heißen; schwerlich aber heißt es, dass jede aus sexueller Neigung abgeleitete Elternschaftsphantasie zu akzeptieren ist. So wird zum Beispiel niemand auf den Gedanken kommen, im Namen von Lifestyle-Freiheiten anderen strafbare und schädliche Übergriffe nachzusehen, nur weil sie neurotischen Neigungen nachgehen möchten. Niemand zeigt Nachsicht gegenüber dem Vater, der seine Tochter in die Geheimnisse des Sexuallebens einführt, weil er ihr schlechte Erfahrungen mit anderen Männern ersparen will. Auch räumt niemand Pädophilen den Zugriff auf Kinder ein, weil sie ihre Sexualpathologie der elterlichen Aufklärung pädagogisch für überlegen halten. Schwulenorganisationen haben sich deshalb von dem Pädophilieforscher Rüdiger Lautmann distanziert, als er Pädophile an Stelle von Eltern für die Sexualerziehung empfahl. Nicht weniger problematisch ist die politische Strategie von Volker Beck (MdB Bündnis90/Die Grünen), der die Liberalisierung der Homosexualität als einen ersten Schritt zur Durchsetzung von pädophilen Wünschen nach einem herabgesetzten Kindesschutzalter betrachtet (Beck 1988). Und ebenso wenig wird Müttern nachgesehen, dass sie aus partnerschaftlicher Enttäuschung bei ihren Söhnen Trost suchen um den Preis einer sexualierten Beziehung (Amendt 1994).

Wer sich dem Diskurs über das Kindeswohl entzieht, läuft Gefahr, sich vom ethischen Diskurs über die Generationenbeziehungen insgesamt auszuschließen. Wer es trotzdem tut, muss auch die Folgen seiner Verweigerung gegenwärtigen. Nur lässt sich daraus nicht ableiten, dass derjenige, der seinen Lifestyle bzw. seinen Willen nicht bekommt, wegen seines Geschlechts diskriminiert wird und ihm oder ihr Unrecht geschieht. Auch für homosexuelle Männer und Frauen gibt es kein natürliches Recht auf ein Kind, auf Adoption, Insemination, Leihmutterschaft etc.

Dem vernachlässigten Aspekt des Kindeswohls lässt sich auch nicht mit dem naiven und oft vorgetragenen Bekenntnis begegnen, dass Homosexuelle so viel Liebe zu verschenken haben. Ginge es nach naiven Zuordnungen, dann müsste man auch Pädophilen den Wunsch nach sexuellen Handlungen mit Kindern erfüllen. Denn auch sie führen ihre überreiche Liebe zu Kindern ins Feld (Lautmann 1994)! Doch der wissenschaftliche Diskurs über Kindswohlabträglichkeit hat gezeigt, dass viele Formen erwachsener Liebe für Kinder schädlich sind. Und vor allem haben mehr als 20 Jahre Diskussion über sexuellen Missbrauch das allgemeine Bewusstsein dafür geschärft, dass es (um auf einen berühmen Aufsatz von Sandor Fenrenczi zu verweisen), nur allzu oft Sprachverwirrungen zwischen Kindern und Erwachsenen in Fragen der sexuellen Grenzen gibt, die die kindliche Entwicklung zur Autonomie und Glücksfähigkeit einschränken."

Das Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft hat auch eine  Stellungnahme für den Rechtsausschuß des Deutschen Bundestags zum Entwurf eines Gesetzes zur Überarbeitung des Lebenspartnerschaftsrechts verfaßt. (http://www.dijg.de/fileadmin/pdf/statement_anhoerung_rechtsausschuss_2005.pdf)

Darin heißt es, daß der Gesetzesentwurf von Prämissen ausgehe, die wissenschaftlich nicht haltbar sind, u.a. Punkt 3. "Für Kinder und ihr Aufwachsen macht es keinen Unterschied, ob sie in einer "homosexuellen Familie" oder in einer Familie mit Vater und Mutter aufwachsen", also gerade das, was sie, verehrte Morticia, ebenfalls propagieren.

Diesen Prämissen stehen aber, so das Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft, empirisch nachprüfbare Fakten entgegen, insbesondere verweise ich wieder auf Punkt 3: "Die vorhandenen Studien zur homossexuellen Elternschaft können keinen Beweis dafür erbringen, daß ein Aufwachsen in homosexuellen Partnerschaften für Kinder kein Nachteil ist. Die Forschung hat zahlreiche Hinweise darauf, daß ein Aufwachsen ohne Väter oder ohne Mütter für Kinder nachteilige Folgen hat."

Die Frage nach den empirischen Studien 

Befürworter eines Adoptionsrechts für homosexuelle Beziehungen behaupten immer wieder, es gäbe empirische Studien, die nachweisen, dass Kinder in homosexuellen Partnerschaften ebenso gut aufwachsen können wie bei Vater und Mutter. Auch ein von der Bundesregierung in Auftrag gegebenes 40-seitiges Gutachten  (im Jahr 2000 veröffentlicht) kommt mit Hinweis auf vorhandene Studien zu folgender Gesamteinschätzung: 

„Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass verfügbare Forschungsevidenz hinsichtlich Erziehungseinstellungen und -verhalten lesbischer Mütter keine grundlegenden Unterschiede zu heterosexuellen Müttern konstatieren lässt.“ 

„Zusammenfassend verweisen alle bisher vorliegenden Forschungsergebnisse darauf, dass die sexuelle 

Orientierung lesbischer Mütter oder homosexueller Väter keinen (schädlichen) Einfluss auf die sexuelle Entwicklung/Geschlechtsrollenentwicklung der Kinder ausübt.“ 

 Eine im Jahr 2000 veröffentlichte Studie der Soziologen und Politologen  Lerner und Nagai kommt dagegen zu einem ganz anderen Ergebnis. Lerner et al. analysierten sämtliche in wissenschaftlichen Zeitschriften zum Thema „homosexuelle Elternschaft“ veröffentlichten Originalstudien (insgesamt 49 Studien) und kommen zu dem Schluss, „… dass die Methoden, die in den Studien verwandt wurden, so unzureichend sind, dass die Studien nichts beweisen. Sie sollten deshalb für Gerichtsentscheidungen bezüglich ’homosexueller gegenüber heterosexueller Elternschaft’ nicht benutzt werden. Ihre Behauptungen haben keine Basis.“  

Mehrfach werden in dem Gutachten für die Bundesregierung die Studien und Aufsätze von Bozett, einem Vorreiter für homosexuelle „Elternschaft“, erwähnt. Zweimal wird die Original-Bozett-Studie von 1980 erwähnt. Eine kritische Auseinandersetzung mit der Studie fehlt. Bei der Studie geht es um 18 ausgewählte homosexuell lebende Väter, die in einem Interview zu einzelnen Aspekten der Beziehung zu ihren Kindern befragt wurden. Nur ein Drittel von ihnen lebte mit den Kindern zusammen. Alle homosexuell lebenden Väter waren aus San Francisco und hatten eine überdurchschnittlich hohe Schulbildung. Die Kinder wurden nicht befragt, eine heterosexuelle Kontrollgruppe gab es ebenfalls nicht.  Die Arbeiten von Bozett aus den 1980er Jahren werden immer wieder als Hinweis dafür genannt, dass homosexuelle Vaterschaft positive Auswirkungen auf die Kinder habe. Gesicherte empirische Daten dazu gibt es aber nicht. Bozett selbst schreibt in seinem Buch „Homosexuality and Family Relations“ über homosexuell lebende Väter: „Man weiß überhaupt nur sehr wenig über die Qualität ihrer Elternschaft im Vergleich mit nicht-homosexuellen Vätern... Ebenso wenig weiß man über die Erfahrung und Wahrnehmung von Kindern, die einen homosexuellen Vater haben.“  Eine weitere im Gutachten für die Bundesregierung im Sinne der Befürwortung homosexueller "Elternschaft“ erwähnte Studie ist die von Harris und Turner, 1986. In dieser Studie geht es um die Beziehung zwischen homosexuell lebenden Müttern und Vätern und ihren Kindern. Die Studie besteht aus Befragungen von 10 homosexuell lebenden Männern und 13 lesbisch lebenden Müttern. In der heterosexuellen Vergleichsgruppe sind 14 alleinstehende, heterosexuell orientierte Mütter und alleinstehende, heterosexuell orientierte Väter. Die Stichprobengröße von 23 ist zu klein, um valide Rückschlüsse und allgemeine Aussagen ableiten zu können. Dasselbe gilt für eine Vergleichsgruppe mit nur 2 heterosexuellen Vätern. Obwohl es in der Studie um die Beziehungen zwischen Eltern und Kindern geht, wurden die Kinder nicht befragt. Die Forscher weisen daraufhin, dass ihre Daten einen systematischen Fehler haben können, weil die Erwachsenen möglicherweise besonders die positiven Aspekte ihrer Beziehung mit den Kindern herausstellten.  Die meisten Studien entsprechen wissenschaftlichen Mindeststandards nicht Die allermeisten Studien haben verschwindend kleine Stichprobengrößen. In vielen Studien wird auf eine Vergleichsgruppe verzichtet. In denjenigen, die eine Vergleichsgruppe haben, wird nicht mit einer heterosexuellen Partnerschaft verglichen, sondern mit alleinstehenden Vätern und / oder Müttern. Diese aber stellen schon eine strukturelle Benachteiligung für Kinder dar (siehe dazu weiter unten die schwedische Studie 2003). Viele Untersuchungen wurden von Befürwortern homosexueller „Elternschaft“ durchgeführt. Oft weisen die Autoren zwar auf die Schwächen ihrer Forschungen hin, von anderen Befürwortern homosexueller „Elternschaft“ werden sie dann aber verallgemeinernd ausgelegt.  Nach den Angaben von Lerner und Nagai waren unter den von ihnen untersuchten 49 Studien nur zwei, die überhaupt ein den Regeln statistischer Forschung entsprechend formuliertes Hypothesenpaar hatten. 29 Studien hatten keine nachprüfbare Hypothese. 18 Studien versuchten, die sogenannte Nullhypothese (also die allgemeine Aussage, dass es keine Unterschiede zwischen homosexueller und heterosexueller Elternschaft gibt) auf direktem Weg zu beweisen, was in statistischem Sinn eine unzulässige Verfahrensweise ist. Eine mögliche Ursache, warum nicht mehr Studien Hinweise dafür fanden, dass Kinder aus homosexuellen Haushalten häufiger eine homosexuelle Identität annehmen möchten, liegt auch darin, dass fast alle Kinder ihre ersten Lebensjahre in einer heterosexuellen Beziehung verbrachten. Für die geschlechtliche Identitätsentwicklung sind aber die ersten Lebensjahre die wichtigsten. Hier braucht das Kind besonders die geschlechtliche Dichotomie des Menschen, um Sicherheit in der eigenen Identität als Junge oder Mädchen zu finden."

Ich möchte hier Schluss machen. Sie können den Artikel ja fertig lesen. Lediglich das Fazit möcht ich hier wiedergeben:

 

"Empirische Fakten weisen daraufhin, dass sexuelle Mann-Mann-Beziehungen und Frau-Frau-Beziehungen mit der Beziehung zwischen Mann und Frau nicht vergleichbar sind. Warum soll etwas der Ehe angeglichen werden, was nicht Ehe ist?  Jedes Kind hat ein Recht auf Vater und Mutter. Jedes Kind hat ein Recht, mit seinem Ursprung verbunden zu sein. Das Rechtssystem sollte dieses Recht stärken. Alles andere ist eine Diskriminierung des Kindes. Und wo z. B. Erwachsene entscheiden können, dass das Kind seinen väterlichen Familiennamen aufgeben soll, wird das Recht des Kindes, mit seinem Ursprung verbunden zu sein, verletzt.  Die Gesetzentwürfe sind ein weiterer Schritt zur geforderten völligen rechtlichen Gleichstellung der homosexuellen Partnerschaft mit der Ehe zwischen Mann und Frau. Das vorgesehene Adoptionsrecht ist ein weiterer Schritt zur geforderten öffentlichen Anerkennung einer gleichwertigen homosexuellen, „kompletten Familie“. Beides wird die nächsten Generationen verwirren darüber, was Ehe und Familie ist. Eine Befragung von über 34.000 Jungen im Alter von 12 - 20 Jahren ergab folgendes (Remafedi, G. al.): 25,9 Prozent der 12Jährigen waren sich über ihre sexuelle Orientierung unsicher, bei den 18Jährigen waren es noch 5 Prozent. (Repräsentative Untersuchungen unter Erwachsenen haben ergeben, dass 2-3 Prozent der Erwachsenen sich als homosexuell bezeichnen.) Es ist kaum anzunehmen, dass diese Entwicklung der 12Jährigen automatisch und ohne Einfluss von außen verläuft. Einen solchen Einfluss stellt auch der vorliegende Gesetzentwurf dar. Er greift grundlegend in unsere menschheitsgeschichtlich tradierten Vorstellungen von Ehe und Familie, von Vaterschaft und Mutterschaft ein. Er wird die Identitätsverwirrungen und die damit verbundenen Probleme in den nächsten Generationen zunehmen lassen."  

Sodann möchte ich noch auf diesen Beitrag verweisen: "Das Kindswohl nicht im Blick".

(http://www.dijg.de/homosexualitaet/adoptionsrecht/kindeswohl-nicht-im-blick-homosexuelle/)

Und noch was: Ich frage Befürworter von Homoehen oft, ob sie ihren Minderjährigen Sohn sagen wir mal für 14 Tage in die Obhut eines ihnen gut bekannten, bekennenden Schwulen geben würden, der versichert, er sei zwar Schwul, aber mit "Knaben" habe er nichts "am Hut". Die meisten kamen hier schwer ins Grübeln... (P.S. Die Fehler im obigen Text kommen von "Copy and Paste", zu mühsam, diese zu korrigieren, ich denke, der Text ist trotzdem lesbar).

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